Die drei Karten, die dich durch den ganzen Kurs begleiten, was aus jedem Teil hängen bleiben soll, und wie ihr es euch gegenseitig erklärt.

Schritt 3 von 3. Hier lernst du die drei Karten kennen, die dich durch den Kurs begleiten.

Danach: Teil 1 · Was will die Lounge, und wer baut wann?

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Am Bus spricht kein Taster mit einer Leuchte: Er schickt eine Nachricht an eine Gruppenadresse. Wer die drei Karten lesen kann, findet sich in jeder Aufgabe dieses Kurses zurecht.

Karte „Die Lounge auf einen Blick“

Die Karte zeigt die Fläche, an der du den ganzen Kurs arbeitest, mit den Kennzeichen, die überall im Kurs gleich sind.

Karte „Die Lounge auf einen Blick“ · Lounge J, Terminal 3, Flugsteig J, Ebene 3

Lounge J · Terminal 3, Flugsteig J, Ebene 3 · Grundriss 30 m × 20 mGlasfassade zum VorfeldEingang vom FlugsteigflurNotausgangWestNotausgangOstFlugsteigflur J, Ebene 3HSB20auf dem DachUV-M1-M2-M3-M4Loungebereich300 m²Arbeiten60 m²Ruheraum42 m²Flur OstSanitär36 m²Empfang40 m²Buffet und Bar60 m²Küche35 m²TechnikHSHelligkeitssensorSonnenschutzUVUnterverteilung mit KNX-VerteilerLagesymbole, keine Schaltzeichen
Grundriss der Lounge J mit allen Zonen, Flächen und Ausgängen.
Karte aufklappen, wenn du rechnest

Adressen und Wartungswerte stehen hier absichtlich nicht: Die Wartungswerte bestimmst du in Teil 2, die Adressen in Teil 3 selbst.

Grundriss der Lounge J, 30 m × 20 m, mit allen Zonen und ihren Flächen: Loungebereich 300 m², Arbeitsbereich 60 m², Ruheraum 42 m², Flur Ost, Sanitär mit zwei Duschen 36 m², Empfang 40 m², Buffet und Bar 60 m², Küche 35 m², Technik und Lager mit der Unterverteilung UV. Vor der Glasfassade der Sonnenschutz in vier Abschnitten M1 bis M4, auf dem Dach über der Lounge der Helligkeitssensor -B20. Grüne Pfeile zeigen den Eingang vom Flugsteigflur und die Notausgänge West und Ost. Die Kurzzeichen sind Lagesymbole und keine Schaltzeichen nach DIN EN 60617. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Zone Fläche Raumhöhe Was dort geschieht
Loungebereich 300 m² 3,50 m Sitzen, warten, essen; Ladeplätze an den Sitzen
Arbeitsbereich 60 m² 3,50 m am Laptop arbeiten, telefonieren
Ruheraum 42 m² 2,80 m liegen, schlafen; ruhig und dunkel
Flur zum Notausgang Ost 12 m² 2,80 m Rettungsweg
Sanitär mit zwei Duschen 36 m² 2,80 m Toiletten, zwei Duschen mit Durchlauferhitzern
Empfang 40 m² 2,80 m Gäste empfangen, Kasse, Bedienung der Lounge
Buffet und Bar 60 m² 2,80 m Speisen und Getränke, Kaffeevollautomaten
Küche 35 m² 2,80 m kochen, garen, spülen
Technik und Lager 15 m² 2,80 m Unterverteilung UV-Lounge mit KNX-Verteiler, Netzschrank, Lager
Kennzeichen Betriebsmittel Wo Bedeutung
UV-Lounge Unterverteilung mit KNX-Verteiler Technik und Lager versorgt die Lounge; hier sitzen Schutzeinrichtungen, Aktoren und Schütze
-T1 KNX-Spannungsversorgung mit Drossel UV-Lounge versorgt die Busteilnehmer der Linie mit Busspannung
-K10 IP-Router UV-Lounge koppelt die KNX-Linie der Lounge an die IP-Hauptlinie des Terminals
-Q11 Universaldimmaktor 4-fach UV-Lounge dimmt Leuchten im Phasenabschnitt
-K2 KNX-DALI-Gateway UV-Lounge steuert die Leuchten mit DALI-Betriebsgeräten
-Q13 Schaltaktor 8-fach UV-Lounge schaltet Lasten
-K4 Schaltaktor 8-fach UV-Lounge steuert die Schütze -Q1 bis -Q5 für den Lastabwurf
-Q15 Jalousieaktor 4-fach UV-Lounge fährt den Sonnenschutz M1 bis M4
-K6 Binäreingang 4-fach UV-Lounge liest den Brandfallsteuerkontakt der Brandmelderzentrale, die Störmeldung der Zentralbatterie und die Meldungen „Dusche 1 in Betrieb“ und „Dusche 2 in Betrieb“ ein
-K7 Logikmodul UV-Lounge rechnet Konstantlicht, Lastmanagement und Szenen
-P1 Energiezähler mit drei Stromwandlern Einspeisung der UV-Lounge misst die Leistung der ganzen Lounge
-Q1 bis -Q5 Schütze UV-Lounge schalten Großverbraucher der Küche und des Buffets für den Lastabwurf
-B1 bis -B10 Präsenzmelder Decke der Zonen melden Anwesenheit und Helligkeit
-B20 Helligkeitssensor außen Dach über der Lounge misst die Außenhelligkeit; die Busleitung kommt über einen Busableiter ins Gebäude
S1 Tastsensor 4-fach Empfang ruft die Lichtszenen ab
-S2 bis -S6 Tastsensoren Arbeitsbereich, Ruheraum, Buffet, Küche, Technik Bedienung vor Ort
M1 bis M4 Antriebe Sonnenschutzbehang vor der Glasfassade fahren den Behang in vier Abschnitten

Die Kennbuchstaben folgen DIN EN IEC 81346-2. Es zählt, wozu ein Gerät da ist: Q für Geräte, die Energie schalten (auch Aktoren, die Licht dimmen oder schalten: Dimmaktor -Q11, Schaltaktor -Q13, Jalousieaktor -Q15, dazu die Schütze -Q1 bis -Q5), K für Geräte, die Signale verarbeiten (DALI-Gateway -K2, Schaltaktor -K4 für die Spulen der Schütze, Binäreingang -K6, Logikmodul -K7, IP-Router -K10), B für Sensoren, S für Tastsensoren, P für den Energiezähler, M für die Antriebe, T für die Spannungsversorgung.

Diese Karte brauchst du ab Teil 1 bei jeder Aufgabe: für Lastenheft und Bauzeitenplan, in Teil 2 für die Lichtplanung, in Teil 3 für Geräteliste und Topologie, in Teil 4 und 5 für Melderplan, Netz und Lastmanagement, in Teil 6 für Prüfen und Fehlersuche.

Karte „Licht rechnen“

Alle lichttechnischen Größen und Formeln, die du in Teil 2 und bei der Messreihe in Teil 6 brauchst, auf einer Seite.

Karte aufklappen, wenn du rechnest

Zahlen der Lounge stehen hier nicht: Die rechnest du selbst.

Karte „Licht rechnen“ · Größen, Formeln, Begriffe

Größe Zeichen Einheit Was sie sagt
Lichtstrom Φ lm (Lumen) die gesamte Lichtleistung, die eine Lichtquelle oder Leuchte abgibt
Lichtstärke I cd (Candela) wie viel Licht in eine bestimmte Richtung geht
Beleuchtungsstärke E lx (Lux) = lm/m² wie viel Lichtstrom auf eine Fläche fällt; das misst das Luxmeter
Leuchtdichte L cd/m² wie hell eine Fläche dem Auge erscheint; maßgebend für Blendung
Lichtausbeute η lm/W wie viel Licht je Watt elektrischer Leistung entsteht

Formeln

Beleuchtungsstärke: E = ΦA     Lichtausbeute: η = ΦP

Leuchtenzahl nach dem Wirkungsgradverfahren: n = Ēm · AΦ · ηB · WF

Erreichte mittlere Beleuchtungsstärke: Ē = n · Φ · ηB · WFA

Raumindex: k = a · bh · (a + b)

Wartungsfaktor: WF = LLMF · LSF · LMF · RSMF

Gleichmäßigkeit: U0 = EminĒ     Neuwert: Ēneu = ĒmWF

Zeichen Bedeutung
Ēm Wartungswert der Beleuchtungsstärke: die mittlere Beleuchtungsstärke auf der Nutzebene, die nie unterschritten werden darf
A Fläche der Zone in m², a und b ihre Länge und Breite in m
Φ Lichtstrom einer Leuchte in lm (aus dem Datenblatt)
ηB Beleuchtungswirkungsgrad: welcher Anteil des Lichtstroms auf der Nutzebene ankommt; aus einer Tabelle über dem Raumindex k
h Höhe der Leuchten über der Nutzebene in m (im Kurs: Raumhöhe minus Höhe der Nutzebene)
WF Wartungsfaktor aus Lampenlichtstrom-Wartungsfaktor LLMF, Lampen-Überlebensfaktor LSF, Leuchten-Wartungsfaktor LMF und Raumoberflächen-Wartungsfaktor RSMF
U0 Gleichmäßigkeit: kleinster gemessener Wert geteilt durch den Mittelwert
n Zahl der Leuchten; gerechnet wird mit Komma, eingebaut wird eine ganze Zahl, die sich sinnvoll anordnen lässt

Wartungswert und Neuwert in einem Satz: Geplant wird der Wartungswert, den die Anlage kurz vor der Wartung noch erreichen muss; am ersten Tag liefert die neue Anlage mehr, nämlich den Neuwert, weil Leuchten altern und verschmutzen und Wände nachdunkeln.

Weitere Begriffe: Lichtfarbe (warmweiß um 3000 K, neutralweiß um 4000 K), Farbwiedergabeindex Ra (je höher, desto natürlicher die Farben), Blendungsbewertung UGR (je kleiner, desto blendärmer), Nutzebene (Höhe, auf der die Beleuchtungsstärke gilt und gemessen wird).

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Lichtstrom · Beleuchtungsstärke · Lichtausbeute · Wartungswert · Wartungsfaktor · Wirkungsgradmethode · Raumindex · Beleuchtungswirkungsgrad · Arbeitsstättenbeleuchtung

Diese Karte brauchst du in Teil 2 bei jeder Aufgabe zur Lichtplanung und in Teil 6, wenn du die Messreihe der Beleuchtungsstärke auswertest. Die Tabelle für ηB und die Faktoren für WF bekommst du in Lernangebot 3.

Karte „KNX lesen“

Gebäudesystemtechnik nach der KNX-Norm (DIN EN 50090, ISO/IEC 14543-3) auf einer Seite: wie der Bus aufgebaut ist, wie Geräte adressiert werden, was in einem Telegramm steht und wie du einen Busmonitor liest.

Karte „KNX lesen“ · Topologie, Adressen, Telegramm, Busmonitor

Topologie: Bereich, Linie, Teilnehmer (neutrales Beispiel, Bereich 1)IP-Hauptlinie des Gebäudes (Ethernet)IP-Router1.1.0Linie 1.1Spannungs-versorgungmit Drosselohne AdresseTasterSensor1.1.1Präsenz-melder1.1.2Schalt-aktor1.1.3Dimm-aktor1.1.4IP-Router1.2.0Linie 1.2Spannungs-versorgungmit Drosselohne AdresseTasterSensor1.2.1Wetter-station1.2.2Jalousie-aktor1.2.3Binär-eingang1.2.4Physikalische Adresse = Bereich . Linie . TeilnehmerBeispiel 1.2.3: Bereich 1, Linie 2, Teilnehmer 3. Der IP-Router einer Linie hat die Teilnehmernummer 0.Jede physikalische Adresse gibt es im Projekt genau einmal. Sie sagt, wo ein Gerät sitzt, nicht, was es tut.Blockdarstellung, keine Schaltzeichen
Topologie einer KNX-Anlage als neutrales Beispiel: Bereich, Linie, Teilnehmer.
Karte aufklappen, wenn du rechnest

Die Beispiele sind neutral und stammen nicht aus der Lounge. Die Adressen der Lounge legst du in Teil 3 selbst fest.

Topologie einer KNX-Anlage als neutrales Beispiel in Bereich 1, Blockdarstellung. Oben die IP-Hauptlinie des Gebäudes. Daran hängen zwei IP-Router mit den physikalischen Adressen 1.1.0 und 1.2.0, darunter je eine Linie, Linie 1.1 und Linie 1.2. An jeder Linie eine Spannungsversorgung mit Drossel ohne eigene Adresse und vier Teilnehmer: an Linie 1.1 Taster 1.1.1, Präsenzmelder 1.1.2, Schaltaktor 1.1.3 und Dimmaktor 1.1.4, an Linie 1.2 Taster 1.2.1, Wetterstation 1.2.2, Jalousieaktor 1.2.3 und Binäreingang 1.2.4. Darunter die Regel: physikalische Adresse gleich Bereich, Linie, Teilnehmer. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Begriff So liest du ihn
Teilnehmer jedes Gerät am Bus mit eigenem Busankoppler: Sensor, Aktor, Router, Zähler
Linie Teilnehmer an einer gemeinsamen Busleitung mit eigener Spannungsversorgung; wie viele Teilnehmer und wie viel Leitung eine Linie tragen darf, schlägst du im Tabellenbuch nach
Bereich mehrere Linien, gekoppelt über eine Hauptlinie; heute oft über IP
Physikalische Adresse Bereich.Linie.Teilnehmer, zum Beispiel 1.2.3. Sie sagt, wo ein Gerät sitzt. Programmiert wird sie mit der Projektierungs- und Inbetriebnahmesoftware nach Druck auf die Programmiertaste.
Gruppenadresse Hauptgruppe/Mittelgruppe/Untergruppe, zum Beispiel 1/0/1. Sie sagt, was geschehen soll. Sensoren senden an Gruppenadressen, Aktoren hören auf Gruppenadressen.
Gruppenobjekt der Ein- oder Ausgang eines Geräts am Bus, zum Beispiel „Schalten“ oder „Helligkeitswert“. Es wird mit Gruppenadressen verbunden.

Wer sendet, wer hört zu: Gruppenadresse (neutrales Beispiel)BusleitungTaster (Sensor) 1.1.1Gruppenobjekt „Schalten“sendet an 1/0/1Telegramm von 1.1.1 an 1/0/1Schreiben, Wert 1 (Ein)Schaltaktor 1.1.3Kanal A hört auf 1/0/1schaltet einDimmaktor 1.1.4Kanal B hört auf 1/0/1schaltet einSchaltaktor 1.1.5Kanal C hört auf 1/0/2reagiert nichtGruppenadresse = Hauptgruppe / Mittelgruppe / Untergruppe. Sie sagt, was geschehen soll, nicht, wo ein Gerät sitzt.Blockdarstellung, keine Schaltzeichen
Gruppenkommunikation als neutrales Beispiel, Blockdarstellung. Links oben der Taster 1.1.1 mit dem Gruppenobjekt „Schalten“, er sendet an die Gruppenadresse 1/0/1. Daneben das Telegramm von 1.1.1 an 1/0/1, Schreiben, Wert 1 für Ein. Unter der Busleitung drei Aktoren: Schaltaktor 1.1.3 mit Kanal A und Dimmaktor 1.1.4 mit Kanal B hören auf 1/0/1 und schalten ein, Schaltaktor 1.1.5 mit Kanal C hört auf 1/0/2 und reagiert nicht. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Wer sendet, wer hört zu: Der Sensor sendet, der Aktor reagiert. Ein Taster spricht nie direkt mit einer Leuchte, sondern schickt ein Telegramm an eine Gruppenadresse. Jeder Aktor, dessen Gruppenobjekt mit dieser Gruppenadresse verbunden ist, führt den Befehl aus. Ein Gruppenobjekt kann mit mehreren Gruppenadressen verbunden sein und hört auf alle, sendet aber nur an die erste, die sendende Gruppenadresse.

Aufbau eines Telegramms

Feld Was drinsteht
Steuerfeld Priorität des Telegramms und ob es eine Wiederholung ist
Quelladresse physikalische Adresse des Senders
Zieladresse meist eine Gruppenadresse, seltener die physikalische Adresse eines einzelnen Geräts
Länge wie viele Nutzdaten folgen; im selben Feld stehen die Adressart (Gruppe oder einzelnes Gerät) und ein Zähler für die Weiterleitung über Koppler
Nutzdaten der Befehl (Schreiben, Lesen, Antwort) und der Wert
Prüfbyte Sicherung: Der Empfänger erkennt damit Übertragungsfehler; nur ein fehlerfreies Telegramm wird quittiert

Datenpunkttypen, die im Kurs vorkommen

Nummer Name Wert, Beispiel
1.001 Schalten 0 = Aus, 1 = Ein
1.008 Auf/Ab 0 = Auf, 1 = Ab (Sonnenschutz)
3.007 Dimmen heller oder dunkler, relativ in Stufen
5.001 Prozent 0 bis 100 %, zum Beispiel Helligkeitswert oder Behangposition
9.004 Lux Helligkeit, zum Beispiel vom Präsenzmelder oder Helligkeitssensor
14.056 Leistung Wirkleistung in W, zum Beispiel vom Energiezähler
17.001 Szenennummer welche Szene abgerufen wird

Spalten des Busmonitors

Zeit Quelle Ziel Typ Wert
08:15:02,120 1.1.1 1/0/1 Schreiben 1 (Ein)
08:15:02,145 1.1.3 1/0/3 Schreiben 1 (Rückmeldung „ist ein“, wenn so parametriert)
08:15:07,500 1.1.2 1/0/11 Schreiben 312 lx

Die Zeit sagt, wann ein Telegramm kam, die Quelle wer es geschickt hat (physikalische Adresse), das Ziel an wen (Gruppenadresse), der Typ ob geschrieben, gelesen oder geantwortet wurde, und der Wert, was drinstand. Wer Quelle und Ziel mit der Geräteliste und der Gruppenadressliste vergleicht, weiß, wer wem etwas sagt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Gebäudesystemtechnik · KNX-TP · Bereiche, KNX · Linienkoppler · Busankoppler · Gruppenadresse · KNX-Bus, Telegramm

Diese Karte brauchst du in Teil 3, wenn du Topologie, Adressen und Gruppenadressliste der Lounge planst und Geräte parametrierst, und in Teil 6, wenn du in Betrieb nimmst und am Busmonitor Fehler eingrenzt.

Dein Wissensspeicher-Blatt

Je Teil ein Blatt: acht feste Felder und ein Themenfeld, das zum Teil gehört.

Kursmaterial · je Teil ein Blatt

Wissensspeicher-Blatt als PDF herunterladen2 Seiten · 106 KB · Felder zum Ausfüllen

Wozu die Datei?

Das Wissensspeicher-Blatt als PDF. Die Felder auf zwei Seiten, zum Ausfüllen am Rechner oder zum Ausdrucken. Druck es für jeden Teil einmal aus.

Das Blatt ansehen und ausprobieren

Jeder Teil endet mit genau einem Wissensspeicher-Blatt. Es ist deine Eintrittskarte zur Expertenrunde und später deine Lernunterlage für die Klassenarbeit und für Teil 2 der Abschlussprüfung. Ein Blatt, eine Seite, handschriftlich oder digital, aber vollständig.

Acht feste Felder und ein Themenfeld, eine Seite. Hier kannst du es ausprobieren und leer ausdrucken. Ausgefüllt wird es am Ende jedes Teils, in der Lektion „Dein Kompetenzmodell · Teil n“. So entsteht je Teil genau ein Blatt.

Die Expertenrunde am Ende jedes Sprints

Ablauf, Themen und Regeln im Einzelnen

In jedem Team übernimmt jede Person eine von vier Expertengruppen und behält sie den ganzen Kurs.

Licht

Wie viel Licht wohin, und was davon im Notfall bleibt.

Gebäudesystemtechnik

Wer am Bus mit wem spricht, und wie man es einstellt.

Sicherheit und Kommunikation

Wer warnt, wer spricht, wer ins Netz darf.

Auftrag und Energie

Wann was passiert, was es kostet und wie viel Leistung es braucht.

Bei fünf Personen teilen sich zwei die Gruppe, die im Sprint am meisten zu tragen hat. Wer in welcher Gruppe ist, steht im Teamvertrag.

1 Expertenphase

Experten einer Gruppe aus allen Teams · 10 min

2 Zurück ins Team

Blatt im Team abgleichen · 5 min

3 Lehrrunden

Mischgruppen, 4 min erklären, eine Prüffrage · je 5 min

4 Rückfragen

Offenes an die Tafel · im nächsten Kurzinput

5 Kompetenz-Check

allein, ohne Unterlagen, ohne Note · 10 min

Am Ende jedes Sprints, eine Unterrichtsstunde (45 Minuten) direkt nach der Abnahme des Meilensteins, auch am Ende von Sprint 4. Bei vier Teams gehen 10 + 5 + 4 · 5 + 10 = 45 Minuten auf; bei fünf Teams dauert jeder Vortrag 4 Minuten. Ziel: Jede Person kann danach jedes Thema des Sprints erklären. Weil alle Teams am selben Teil arbeiten, vergleicht ihr in der Runde vor allem eure Entscheidungen: Wer hat was gewählt, und weshalb?

Phase Was passiert Zeit
1 Expertenphase Die Experten einer Gruppe aus allen Teams setzen sich zusammen, klären ihr Thema des Sprints und vergleichen, was ihre Teams entschieden haben. 10 min
2 Zurück ins Team Jede Person bringt ihr Thema ins Team. Das Team gleicht sein Wissensspeicher-Blatt ab, das am Ende des Teils schon ausgefüllt ist. Jede Person muss das ganze Blatt vertreten können, denn wer vorträgt, wird ausgelost. 5 min
3 Lehrrunden Mischgruppen mit genau einer Person aus jedem Team, ausgelost. Reihum: 4 Minuten erklären nach dem Wissensspeicher-Raster, dann eine der drei Prüffragen vom Blatt. Die Zuhörenden führen ihren eigenen Wissensspeicher weiter. je 5 min
4 Rückfrage-Runde Offene Punkte sammeln. Was in der Gruppe niemand klären kann, kommt an die Tafel; deine Lehrkraft klärt es im nächsten festen Kurzinput. danach
5 Kompetenz-Check Kurzer Einzelnachweis über alle Themen des Sprints, ohne Unterlagen. Er zählt nicht für die Note. 10 min

Was die Expertengruppen in welchem Sprint tragen

Expertengruppe Sprint 1 (Teil 1 und 2) Sprint 2 (Teil 3) Sprint 3 (Teil 4 und 5) Sprint 4 (Teil 6)
Licht Wartungswert, Wirkungsgradverfahren, Leuchtenauswahl, Sicherheitsbeleuchtung Konstantlicht und Tageslicht, Dimmen mit Universaldimmaktor oder DALI Licht im Brandfall, Leuchten in der Stückliste Messreihe der Beleuchtungsstärke, Prüfung der Sicherheitsbeleuchtung
Gebäudesystemtechnik Konventionell gegen Gebäudesystemtechnik, Bedienkonzept Topologie, Adressen, Telegramm, Parameter, Szenen, Visualisierung Lastabwurf über den Bus, gesicherte Kommunikation, Busableiter Inbetriebnahme, Busmonitor, Fehlereingrenzung am Bus
Sicherheit und Kommunikation Zuständigkeit von Brandschutz und Fachfirma, Rettungswege und Rettungszeichen Brandfall mit Vorrang in den Aktoren, Rechte in der Visualisierung Melderart und Melderzahl, 100-V-Technik, VLAN, WLAN, Schutzziele Erstprüfung, Raum mit Dusche, Fernzugriff zur Diagnose
Auftrag und Energie Lastenheft, Netzplan mit kritischem Weg, Bestellplan Geräteliste mit Busstrom und Preis Spitzenlast, Lastgang, Leistungspreis, Stückliste, Zuschlagskalkulation Einweisung, Serviceunterlagen, Reklamationsbericht

Regeln, die die Runde tragen

  • Wer vorträgt, wird ausgelost. Deshalb muss jede und jeder im Team alles können, nicht nur der Schnellste.
  • Vorgetragen wird ohne Handy und ohne Skript, nur mit dem Wissensspeicher-Blatt. Pläne, Listen und die drei Karten darfst du zeigen.
  • Nach jedem Vortrag eine der drei Prüffragen vom Blatt; die beiden anderen nehmen die Zuhörenden mit. Wer die Frage nicht beantworten kann, bekommt die Erklärung noch einmal. Das ist kein Makel, sondern der Zweck der Runde.
  • Jede Person verlässt die Runde mit vollständigen Wissensspeicher-Blättern zu allen Themen des Sprints.

Wenn du nicht weiterkommst

Die Hilfe-Treppe: Lernpartner, Team nebenan, Lernbegleiter

1 Lernpartner

Zuerst fragst du ihn.

2 Team nebenan

Wer an derselben Stelle sitzt, hilft.

3 Lernbegleiter

Mindestens drei Gespräche, du meldest dich selbst.

Bevor du den Lernbegleiter holst, gibt es zwei schnellere Wege, und beide gehören zum Projekt dazu:

  • Frag deinen Lernpartner. Die Aufgaben sagen dir, welche ihr ohnehin zu zweit bearbeitet.
  • Frag das Team, das gerade an derselben Stelle sitzt, oder den Experten deiner Gruppe dort. In der Expertenrunde macht ihr das ohnehin, im Sprint dazwischen dürft ihr es auch.

Wer gefragt wird, ist nicht der Bessere, sondern der Nächste. Wer erklärt, lernt dabei am meisten.

Deine Gespräche mit dem Lernbegleiter und der Nachweis

Im Projekt entscheidest du viel selbst. Damit bist du aber nicht allein: Dreimal im Projekt setzt du dich mit deinem Lernbegleiter zusammen und besprichst, wo du stehst. Das ist kein Verhör und keine Prüfung. Es geht um deinen Weg, nicht um deine Note.

Deine Lehrkraft spielt im Projekt auch die Betriebsleitung der Lounge und die Meisterin der Elektrowerkstatt. Im Gespräch mit dem Lernbegleiter ist sie keine dieser Rollen: Hier geht es nicht um die Abnahme, sondern um dich.

Du meldest dich, nicht umgekehrt. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn ein Lernprodukt fertig ist, wenn du zwischen zwei Wegen nicht entscheiden kannst, wenn die Anlage an der Lehrwand etwas anderes tut, als du denkst, oder wenn du länger als eine Stunde feststeckst.

Nachweis · mindestens drei Gespräche

Nr. Datum Worum ging es? Was nehme ich mit? Abgezeichnet
1
2
3

Die Spalte „Abgezeichnet“ füllt dein Lernbegleiter aus, nicht du. Der Nachweis gehört in deine Projektakte und zählt bei der Bewertung unter „Prozess“ mit.