Hier planst du mit, wie die Lounge J einen Brand erkennt, wie sie darauf reagiert und wie die Gäste gewarnt werden. Leg den Grundriss aus dem Auftrag daneben.

Schritt 2 von 5. Du unterscheidest Gefahrenmeldeanlagen, wählst Melderart und Melderzahl, zeichnest den Melderplan, legst die Brandfallsteuerung fest, rechnest die Lautsprecherlinie nach und stimmst alles mit Brandschutz und Fachfirma ab.

Danach: Lernangebot 8 · Netz, WLAN und Schutzziele

Erst du, dann die anderen

Die Meisterin fragt: „Wie kommt ihr zur Zahl der Melder, ohne die Fachfirma zu ersetzen? Ich will vor der Baubesprechung wissen, ob deren Plan plausibel ist.“ Die Zahl gibt dir keiner vor. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Fläche teilen. Du teilst jede Zone durch die Fläche, die ein Melder höchstens überwacht, und rundest auf. Das geht schnell und ergibt eine Untergrenze, übersieht aber lange, schmale Räume, in denen der Abstand mehr Melder verlangt.
  • Rasterplan zeichnen. Du setzt die Melder im Raster auf den Grundriss und prüfst für jede Zelle Fläche und Abstand. Das ist gründlich und zeigt die Lage gleich mit, kostet aber Zeit, und Unterzüge, Luftauslässe oder Leuchten kennst du aus dem Grundriss noch nicht.
  • Fachfirma fragen und gegenrechnen. Du lässt dir den Plan der Fachfirma geben und rechnest stichprobenweise nach. Das nutzt ihre Erfahrung und spart Arbeit, aber du lernst wenig, und ein Fehler im Plan fällt nur auf, wenn deine Stichprobe ihn trifft.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Ein Melder, der zu weit vom Brand hängt, meldet zu spät, und einer, der Dampf für Rauch hält, holt die Feuerwehr umsonst: Art und Zahl werden begründet, nicht geschätzt.

Am Ende hast du: den Melderplan der Lounge J, die Brandfallsteuermatrix, die nachgerechnete Lautsprecherlinie und ein Abstimmungsprotokoll, das sagt, wer was bis wann tut.

Karte „Die Lounge auf einen Blick“: Grundriss mit allen Zonen, Flächen, Ausgängen und Kennzeichen der Betriebsmittel, ohne Adressen. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe dieses Teils.

Brand, Einbruch, Überfall: drei Gefahrenmeldeanlagen

Eine Gefahrenmeldeanlage meldet eine Gefahr selbsttätig oder auf Knopfdruck an eine Stelle, die Hilfe holt. Die Brandmeldeanlage erkennt Brände früh, alarmiert die Feuerwehr und löst Brandfallsteuerungen aus. Die Einbruchmeldeanlage meldet unbefugtes Eindringen, etwa über Öffnungsmelder an Türen, Glasbruchmelder oder Bewegungsmelder. Die Überfallmeldeanlage setzt einen Hilferuf ab, wenn Menschen bedroht werden, meist still, damit der Täter es nicht merkt. Die Normenreihe DIN VDE 0833 regelt Gefahrenmeldeanlagen: Teil 1 allgemein, Teil 2 die Brandmeldeanlagen, Teil 3 die Einbruch- und Überfallmeldeanlagen, Teil 4 die Sprachalarmierung im Brandfall. Die Bestandteile, vom Melder bis zur Zentrale, beschreibt DIN EN 54. DIN 14675 regelt Aufbau und Betrieb der Brandmeldeanlage und verlangt, dass nur eine dafür zertifizierte Fachfirma sie plant, errichtet, in Betrieb nimmt und instand hält.

So ist die Brandmeldeanlage am Flugsteig J aufgebaut

Brandmeldeanlage Flugsteig J und Lounge J · Übersicht, schematischBrandmelderzentraleFlugsteig JAnlage der FachfirmaRingleitung (beidseitig an der Zentrale angeschlossen)RMRMBestandRMRMRMHMBestand Flugsteig JMeldergruppen ab J3-21 · Lounge J (neu)RMRMRM…WMWMHMHMHMautomatische Melder und Handfeuermelder der Lounge, Zahl nach MelderplanSprachalarmzentraleAnlage der FachfirmaLautsprecher der Zone J3 Lounge100-V-Technik, Alarm mit VorrangAnsteuerungpotenzialfreierSteuerkontaktÜbergabeBinäreingangKNX-K6KNX-Anlage der Lounge JBusleitung, Aktoren, LogikBusFeuerwehr-AnlaufstelleBedienfeld, Anzeige, LaufkartenÜbertragungseinrichtungAlarm an die FeuerwehrAnlage der Fachfirma nach DIN 14675Anlage der ElektrowerkstattKurzzeichen der Melder sind Lagesymbole, keine Schaltzeichen
Übersicht der Brandmeldeanlage, schematisch. Links oben die Brandmelderzentrale des Flugsteigs J. Von ihr geht die Ringleitung ab und kommt an der Zentrale wieder an. Am Ring hängen Melder im Bestand des Flugsteigs und neu, eingerahmt, die Meldergruppen der Lounge J, fortlaufend ab J3-21, mit Rauchmeldern (RM), Wärmemeldern (WM) und Handfeuermeldern (HM); wie viele Melder und Meldergruppen es werden, ergibt euer Melderplan. Unter der Zentrale drei Ausgänge: die Ansteuerung der Sprachalarmzentrale mit den Lautsprechern der Zone J3 Lounge, der potenzialfreie Steuerkontakt, der über den Übergabepunkt auf den Binäreingang -K6 der KNX-Anlage der Lounge führt, und die Feuerwehr-Anlaufstelle mit der Übertragungseinrichtung zur Feuerwehr. Grau gestrichelt umrandet ist, was die Fachfirma nach DIN 14675 errichtet, blau, was die Elektrowerkstatt errichtet. Die Kurzzeichen der Melder sind Lagesymbole, keine Schaltzeichen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Herz der Anlage ist die Brandmelderzentrale. Von ihr geht eine Ringleitung ab, an der die Melder hängen, und kommt an der Zentrale wieder an. Jeder Melder hat eine Adresse; die Zentrale zeigt an, welcher Melder in welcher Meldergruppe ausgelöst hat. Der Bereich, den die Anlage überwacht, heißt Sicherungsbereich; ein Meldebereich ist der Teil davon, dessen Meldungen getrennt angezeigt werden, damit die Feuerwehr weiß, wohin sie muss. Ein Meldebereich bleibt deshalb in einem Geschoss und in einem Brandabschnitt; er umfasst höchstens fünf Räume und höchstens 400 m² (Tabellenbuch). Jeder Meldebereich bekommt eine eigene Meldergruppe. Die 600 m² der Lounge J passen deshalb nicht in einen Meldebereich; wie ihr sie aufteilt, legt ihr im Melderplan fest. Im Kurs gilt außerdem: Handfeuermelder kommen in eine eigene Meldergruppe, getrennt von den automatischen Meldern.

Die Zentrale hat Ausgänge: Sie steuert die Sprachalarmanlage an, sie meldet über die Übertragungseinrichtung an die Feuerwehr, und sie schaltet Steuerkontakte für die Brandfallsteuerung. Wo die Feuerwehr ankommt, liegt die Feuerwehr-Anlaufstelle mit Bedienfeld, Anzeigetableau und den Laufkarten, auf denen jeder Melder mit seinem Weg eingezeichnet ist. Neue Melder heißen deshalb auch neue Laufkarten.

Welcher Melder, wie viele?

Ein Brand zeigt sich an seinen Brandkenngrößen: Rauch, Wärme, Flammen und Brandgase. Ein Rauchmelder (optisch, nach dem Streulichtprinzip) erkennt Schwelbrände von Polstern, Papier oder Kabeln früh, weil dort zuerst Rauch entsteht. Ein Wärmemelder reagiert auf eine Höchsttemperatur oder auf einen schnellen Temperaturanstieg; er meldet später, lässt sich aber von Dampf und Kochdunst nicht täuschen. Ein Mehrfachsensor wertet mehrere Kenngrößen gemeinsam aus und ist robuster gegen Täuschung. Der Handfeuermelder ist der rote Knopf, mit dem ein Mensch Alarm auslöst; er hängt im Rettungsweg an den Ausgängen.

Wie viele automatische Melder ein Raum braucht, entscheiden zwei Grenzen. Jeder Melder überwacht höchstens die Fläche Amax. Und kein Punkt der Decke darf weiter als DH waagerecht vom nächsten Melder entfernt sein. Im Kurs prüfst du das mit einem Raster: Teile den Raum in gleiche Zellen, je Zelle ein Melder in der Mitte; dann ist die halbe Diagonale einer Zelle der größte Abstand. Beide Grenzen müssen eingehalten sein, und oft verlangt der Abstand mehr Melder als die Fläche.

Brandfallsteuerung: KNX hilft, KNX sichert nicht

Bei Brandalarm schließt die Zentrale einen potenzialfreien Steuerkontakt. Er führt über einen Übergabepunkt in der UV-Lounge auf den Binäreingang -K6. Ab dort ist es eure KNX-Anlage: -K6 sendet ein Telegramm, und die Anlage tut, was ihr in der Brandfallsteuermatrix festlegt, mit Vorrang vor Tastern, Szenen und Automatik. Was das Leben der Gäste schützt, hängt aber nicht am Bus: Die Sicherheitsbeleuchtung arbeitet aus der Zentralbatterie, die Alarmierung macht die Sprachalarmanlage, Türen und Lüftung steuert die Brandmeldeanlage nach dem Brandschutzkonzept selbst. KNX unterstützt, etwa mit hellem Licht und offenem Sonnenschutz. Fällt der Bus aus, darf im Brandfall nichts Wichtiges fehlen.

Sprachalarm und Durchsage in 100-V-Technik

Sprachalarm und Durchsage in der Lounge J · 100-V-Lautsprecherlinie, einpolige DarstellungAlarmdurchsage(Vorrang)Musik und Durchsagevom EmpfangVorrang-steuerungAlarm vor Musikund DurchsageVerstärkerkanal-T21240 W, 100 VLeitung zur Lounge: 2 Adern, je 120 m, 1,5 mm² Cu-P216 W-P226 W-P236 W-P486 W…Übertrager28 Deckenlautsprecher, je mit Übertrager auf den Abgriff 6 W eingestelltAnlage der Fachfirma
100-V-Lautsprecherlinie der Lounge in einpoliger Darstellung. Links kommen die Alarmdurchsage mit Vorrang und Musik und Durchsage vom Empfang in die Vorrangsteuerung der Sprachalarmanlage, die Alarm vor Musik und Durchsage schaltet. Dahinter der Verstärkerkanal -T21 mit 240 W und 100 V als Quadrat mit Dreieck in Übertragungsrichtung, das Kennzeichen links oberhalb. Von ihm führt die Leitung zur Lounge, zwei Adern zu je 120 m mit 1,5 mm² Kupfer. An der Leitung hängen 28 Deckenlautsprecher, gezeichnet sind -P21 bis -P23 und -P48, das Kennzeichen steht links neben dem Lautsprecher; jeder hat einen Übertrager (zwei Kreise) und ist auf den Abgriff 6 W eingestellt. Die ganze Linie ist Anlage der Fachfirma. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Die Lautsprecher der Lounge gehören zur Sprachalarmanlage des Terminals. Über dieselben Lautsprecher laufen Hintergrundmusik und Durchsagen vom Empfang, aber mit niedriger Priorität: Kommt eine Alarmdurchsage, schaltet die Vorrangsteuerung alles andere weg. Gate-Durchsagen bekommt die Lounge nicht, sie soll ruhig bleiben; dafür gibt es Fluginfo-Bildschirme.

Der Verstärker liefert eine feste Spannung von 100 V. Jeder Lautsprecher hat einen Übertrager mit Abgriffen, an denen du einstellst, wie viel Leistung er sich nimmt, hier 6 W. Weil alle Lautsprecher parallel an derselben Spannung hängen, addieren sich ihre Leistungen, und aus Spannung und Leistung folgt die Impedanz, die der Verstärker sieht. Die hohe Spannung hält den Strom klein, deshalb reichen auch bei langen Leitungen kleine Querschnitte.

Gegebene Werte: Brandmeldung und Sprachalarm in der Lounge J · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: Brandmeldung und Sprachalarm in der Lounge J

Zonen
Maße und Flächen auf der Karte „Die Lounge auf einen Blick“ · Decke im Loungebereich und Arbeitsbereich 3,50 m, sonst 2,80 m, ebene Decke
Rauchmelder
Raumfläche bis 80 m²: Amax = 80 m², DH = 6,7 m · Raumfläche über 80 m²: Amax = 60 m², DH = 5,8 m
Wärmemelder
Raumfläche bis 30 m²: Amax = 30 m², DH = 4,4 m · Raumfläche über 30 m²: Amax = 20 m², DH = 3,6 m
Abstand DH
größter waagerechter Abstand eines Punkts der Decke zum nächsten Melder; im Kurs geprüft als halbe Diagonale der Rasterzelle
Festlegungen des Brandschutzes
Sanitärbereich ohne automatische Melder · ein Handfeuermelder an jedem Ausgang der Lounge
Meldebereiche
höchstens 400 m² und höchstens 5 Räume je Meldebereich (Tabellenbuch) · je Meldebereich eine Meldergruppe · im Kurs gilt: Handfeuermelder in einer eigenen Meldergruppe · Loungebereich, Empfang sowie Buffet und Bar sind ein offener Raum ohne Wände, alle anderen Zonen eigene Räume
Ringleitung
Meldergruppen der Lounge fortlaufend ab J3-21 am Ring der Brandmelderzentrale Flugsteig J · höchstens 128 Teilnehmer am Ring · heute am Ring: 96 Teilnehmer
Brandfallsteuerung
potenzialfreier Steuerkontakt der Zentrale · Übergabepunkt in der UV-Lounge · Binäreingang -K6 · eure Gruppenadressliste aus Teil 3
Sprachalarmzone „J3 Lounge“
28 Deckenlautsprecher, Abgriff je 6 W · Verstärkerkanal 240 W, 100 V · Leistungsreserve des Verstärkers mindestens 20 %
Lautsprecherleitung
zwei Adern, je 120 m, 1,5 mm² Kupfer, κ = 56 mΩ · mm² · Leitungsverlust höchstens 10 % (Unterrichtswert)

Alle Werte zur Lounge J sind Unterrichtswerte. Werte zur Brandmeldeanlage sind an DIN VDE 0833-2 angelehnt und im Kurs als Unterrichtswerte festgelegt; verbindlich ist im echten Projekt der Plan der Fachfirma.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Melderplan, Brandfallsteuermatrix und Abstimmungsprotokoll der Lounge J

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • dem Melderplan: Melderart je Zone mit Begründung, Melderzahl nach Fläche und Abstand mit Rechnung, Lage jedes Melders im Rasterplan, die Handfeuermelder
  • der Zahl der Teilnehmer, die die Lounge an den Ring bringt, geprüft gegen die Grenze des Rings
  • der Brandfallsteuermatrix für Brandalarm und Rücksetzen: Maßnahme, ausgeführt von, über KNX oder nicht
  • dem Nachweis der Lautsprecherlinie: Leistung mit Reserve, Impedanz, Strom, Leitungsverlust
  • dem Abstimmungsprotokoll mit Brandschutz, Lüftung und Fachfirma: Zuständigkeiten, Leitungen, Abschottungen, Übergabepunkt, Termine

Zur Dokumentation

Rasterplan mit Legende, eine Tabelle je Rechnung, die Matrix auf einer Seite, das Protokoll mit Datum, Teilnehmenden und Verantwortlichen. Jede Zahl hat ihre Herkunft, jede Entscheidung einen Satz, weshalb. Was die Fachfirma entscheidet, steht als ihre Entscheidung im Protokoll, nicht als eure.

Die Unterlagen gehen in die Baubesprechung mit dem Brandschutz des Flughafens. Sie gehören zu Meilenstein M3 am Ende von Teil 5 und werden dort im Kreuzreview von einem anderen Team abgenommen.

7.1Ordne die Brandmeldeanlage der Lounge J und die Arbeit an ihr ein
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Aufgabe 7.1

Ordne die Brandmeldeanlage der Lounge J und die Arbeit an ihr ein:

  • Unterscheide Brandmeldeanlage, Einbruchmeldeanlage und Überfallmeldeanlage nach ihrer Aufgabe.
  • Nenne für jede der drei Anlagen ein Beispiel aus der Lounge.
  • Beschreibe die Bestandteile der Brandmeldeanlage am Flugsteig J.
  • Erkläre, weshalb die Melder an einer Ringleitung hängen und nicht an einer Stichleitung.
  • Ordne die Tätigkeiten in der Tabelle der Fachfirma, der Elektrowerkstatt oder den Sachverständigen zu.
  • Begründe, weshalb die Elektrowerkstatt keine Melder in Betrieb nimmt.
Tätigkeit Fachfirma Elektrowerkstatt Sachverständige Begründung
Melderplan aufstellen
Leitungen der Meldergruppe verlegen
Melder setzen und anschließen
Meldergruppe in der Zentrale programmieren
Steuerkontakt an -K6 verdrahten
Brandfallsteuerung in der KNX-Anlage parametrieren
Abnahme der Brandmeldeanlage
Inspektion und Wartung im Betrieb

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Gefahrenmeldeanlage · Brandmeldeanlage · Meldeanlage,Einbruch- · Meldebereich · Instandhaltung,Meldeanlage

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

7.2Wähle für jede Zone der Lounge J die Melderart
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Aufgabe 7.2

Wähle für jede Zone der Lounge J die Melderart:

  • Nenne die vier Brandkenngrößen.
  • Beschreibe, welche Brandkenngröße in Loungebereich, Ruheraum und Technikraum zuerst auftritt.
  • Erkläre, was in der Küche einen Rauchmelder täuschen kann.
  • Lege für jede Zone die Melderart fest.
  • Begründe die Festlegung des Brandschutzes für den Sanitärbereich.
  • Beurteile, wo ein Mehrfachsensor eine Alternative wäre.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Brandmelder · Rauchsensor · Wärmesensor · Brandschutz

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.3Berechne die Zahl der automatischen Melder für jede Zone der Lounge J
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Aufgabe 7.3

Berechne die Zahl der automatischen Melder für jede Zone der Lounge J:

  • Bestimme für jede Zone mit der Melderart aus 7.2 die Werte Amax und DH.
  • Berechne die Melderzahl nach der Fläche.
  • Prüfe mit einem Raster, ob der Abstand DH eingehalten ist.
  • Erhöhe die Melderzahl, wo der Abstand es verlangt.
  • Berechne die Summe der automatischen Melder.
  • Vergleiche das Ergebnis mit deiner Schätzung aus dem Auftrag.
Zone Fläche in m² Melderart Amax in m² DH in m Zahl nach Fläche Raster halbe Diagonale in m Zahl gewählt
Loungebereich
Arbeitsbereich
Ruheraum
Flur zum Notausgang Ost
Sanitär mit zwei Duschen
Empfang
Buffet und Bar
Küche
Technik und Lager
Summe

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Brandmelder · Meldebereich · Sicherungsbereich

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

7.4Zeichne den Melderplan der Lounge J in den Rasterplan
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Aufgabe 7.4

Lounge J · Rasterplan für den Melderplan · ein Kästchen = 1 m × 1 m, kräftige Linien alle 5 mGlasfassade zum VorfeldEingang vom FlugsteigflurNotausgangWestNotausgangOstFlugsteigflur J, Ebene 3UVLoungebereich300 m²Arbeiten60 m²Ruheraum42 m²Flur OstSanitär36 m²Empfang40 m²Buffet und Bar60 m²Küche35 m²TechnikUVUnterverteilung mit KNX-VerteilerLagesymbole, keine Schaltzeichen
Rasterplan der Lounge J für den Melderplan: Grundriss 30 m × 20 m mit allen Zonen, Flächen und Ausgängen, darüber ein Raster aus Kästchen von 1 m × 1 m, kräftige Linien alle 5 m. Melder sind noch keine eingetragen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Zeichne den Melderplan der Lounge J in den Rasterplan:

  • Setze die automatischen Melder jeder Zone mit deinen Zahlen aus 7.3 in die Mitte ihrer Rasterzellen.
  • Zeichne die Handfeuermelder ein.
  • Kennzeichne Rauch-, Wärme- und Handfeuermelder mit eigenen Lagesymbolen und einer Legende.
  • Teile die Lounge in Meldebereiche mit höchstens 400 m² und 5 Räumen, zeichne sie ein und gib jedem eine Meldergruppe ab J3-21; vergiss die Handfeuermelder nicht.
  • Zähle die Teilnehmer, die die Lounge an den Ring bringt.
  • Prüfe, ob der Ring die Lounge noch aufnehmen kann.
  • Berechne die verbleibende Reserve am Ring.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Brandmeldeanlage · Meldeanlage,Leitungen · Brandabschnitte

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.5Lege die Brandfallsteuerung der Lounge J fest
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Aufgabe 7.5

Lege die Brandfallsteuerung der Lounge J fest:

  • Beschreibe den Weg des Brandalarms von der Zentrale bis zu den Aktoren der Lounge.
  • Lege für den Brandalarm fest, was Licht, Sonnenschutz, Küchengeräte, Taster und Visualisierung tun.
  • Ordne jeder Maßnahme zu, wer sie ausführt und ob sie über KNX läuft.
  • Begründe, weshalb Sicherheitsbeleuchtung, Alarmierung, Türen und Lüftung nicht vom Bus abhängen dürfen.
  • Lege fest, was geschieht, wenn die Zentrale zurückgestellt wird.
  • Prüfe mit eurer Gruppenadressliste aus Teil 3, ob jede Maßnahme eine Gruppenadresse hat.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Brandmeldeanlage · Brandschutz · KNX · Gruppenadresse

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.6Prüfe die Lautsprecherlinie der Sprachalarmzone „J3 Lounge“
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Aufgabe 7.6

Prüfe die Lautsprecherlinie der Sprachalarmzone „J3 Lounge“:

  • Berechne die Leistung aller Lautsprecher.
  • Prüfe, ob der Verstärkerkanal mit der geforderten Reserve reicht.
  • Berechne die Impedanz eines Lautsprechers und der ganzen Linie.
  • Berechne den Widerstand der Leitung.
  • Berechne den Leistungsverlust auf der Leitung für den ungünstigsten Fall, dass alle Lautsprecher am Leitungsende hängen.
  • Beurteile das Ergebnis.
  • Erkläre, weshalb in der Lounge Musik und Alarm über dieselben Lautsprecher laufen dürfen.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Leistungsanpassung · Verstärker · Impedanz · spezifischer Widerstand · Leistung,elektrische

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

7.7Stimmt Brandmeldung und Sprachalarm der Lounge J mit Brandschutz, Lüftung und Fachfirma ab
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Aufgabe 7.7

Stimmt Brandmeldung und Sprachalarm der Lounge J mit Brandschutz, Lüftung und Fachfirma ab:

  • Bereitet für jedes Thema der Gesprächstabelle eure Unterlage vor.
  • Führt die Abstimmung als Rollenspiel mit verteilten Rollen.
  • Haltet für jedes Thema fest, wer entscheidet und was vereinbart ist.
  • Legt Leitungsanforderungen, Abschottungen und den Übergabepunkt des Steuerkontakts fest.
  • Plant die Termine mit den Vorgängen G und L aus eurem Bauzeitenplan.
  • Stellt Melderplan, Brandfallsteuermatrix, Nachweis der Lautsprecherlinie und Protokoll zum Lernprodukt zusammen.

Abstimmung · Sprint 3 · mit dem Brandschutz des Flughafens, der Lüftung und der Fachfirma für Brandmelde- und Sprachalarmanlagen

Nr. Thema Wer entscheidet? Was ist vereinbart? Wer tut was bis wann?
1 Melderplan der Lounge: Stimmen Melderart und Melderzahl mit dem Plan der Fachfirma überein?
2 Leitungen der Meldergruppen der Lounge und der Lautsprecherlinie: Leitungstyp, Verlegeweg, Funktionserhalt
3 Übergabepunkt des Steuerkontakts in der UV-Lounge: Klemme, Beschriftung, wer schließt welche Seite an
4 Melder und Luftauslässe, Sprinkler und Leuchten in der Decke: Abstände und Reihenfolge der Montage
5 Durchführungen durch Brandwände und Abschottungen: wer stellt sie her, wer kennzeichnet und dokumentiert
6 Termine: Melder setzen (Vorgang G), Abnahme durch Sachverständige (Vorgang L), Laufkarten
7
8

Die ersten sechs Themen bringt die Meisterin der Elektrowerkstatt mit. Weitere Themen tragt ihr während der Abstimmung ein. Was keiner der Beteiligten sofort entscheiden kann, kommt mit Frist und Verantwortlichen in die nächste Baubesprechung.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Brandschutz · Brandabschnitte · Protokoll · Kunden, Kommunikation mit

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Die Betriebsleitung der Lounge will die Küche zum Buffet hin öffnen: Eine Showküche, in der Eier und Pfannkuchen vor den Gästen zubereitet werden. Dampf und Kochdunst ziehen dann in den Bereich Buffet und Bar.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe an deinem Melderplan, welche Melderart im Bereich Buffet und Bar jetzt passt.
  • Berechne die Melderzahl für die Melderart, die du wählst.
  • Beschreibe, wen du in der Abstimmung dazu fragst und was sich im Protokoll ändert.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.