Vier Wochen nach der Eröffnung. Die Lounge läuft, die Visualisierung schreibt mit, und die Betriebsleitung hat zwei Reklamationen. Nimm dir die Gruppenadressliste und die Parameterliste aus M2, das Lastmanagementkonzept aus M3 und euer Netzkonzept aus Teil 4 dazu.

Schritt 3 von 5. Du liest das Ereignisprotokoll, grenzt zwei Fehler am Bus ein, klärst zwei Reklamationen, regelst den Fernzugriff, schreibst den Wartungsplan und bereitest die Schlusspräsentation vor.

Danach: Rechenwege und Lösungen zu Teil 6

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Erst den Bus fragen, dann das Gerät, dann den Schraubendreher: Wer weiß, wer sendet und wer zuhört, muss nicht raten.

Erst du, dann die anderen

Die Betriebsleitung ruft um 07:15 Uhr an: „Im Arbeitsbereich geht das Licht am Taster nicht an.“ Niemand sagt dir, wo der Fehler sitzt. Wo fängst du an?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Am Bus beginnen. Laptop an den IP-Router, Busmonitor mitlaufen lassen, Taster drücken lassen. Zeigt in Sekunden, ob der Taster sendet und wer antwortet, braucht aber Projektdatei, Software und Zugang zum VLAN 30.
  • Am Gerät beginnen. Zum Taster gehen, Programmiertaste und LED prüfen, Busspannung messen. Geht ohne Laptop, findet Installationsfehler sofort, sieht aber keinen Fehler im Projekt.
  • An der Visualisierung beginnen. Im Ereignisprotokoll nachsehen, was seit gestern passiert ist und ob es eine Änderung gab. Kostet nichts und zeigt den Zeitpunkt, zeigt aber nur, was die Visualisierung selbst sieht.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Am Ende hast du: drei Fehlersuchprotokolle, einen Reklamationsbericht, einen Wartungs- und Überwachungsplan, Regeln für den Fernzugriff und eure Schlusspräsentation zu Meilenstein M4.

Karte „Die Lounge auf einen Blick“: Grundriss mit allen Zonen, Flächen, Ausgängen und Kennzeichen der Betriebsmittel, ohne Adressen. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe dieses Teils.

Karte „KNX lesen“: Bereich, Linie, Teilnehmer, physikalische Adresse und Gruppenadresse, Aufbau eines Telegramms, Datenpunkttypen und die Spalten des Busmonitors. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe mit Gebäudesystemtechnik.

Fehler am Bus eingrenzen: erst fragen, wer sendet, dann, wer zuhörtSymptom aufnehmenWas geht nicht, wo, seit wann, immer oder ab und zu?Busmonitor mitlaufen lassen, Sensor betätigenSendet der Sensor ein Telegramm an die Gruppenadresse?neinjaIst das Gerät erreichbar?Gerät auslesen, Programmiertaste und LEDBusspannung messenam Gerät und an der Abzweigdose davor,Sollwert mindestens 21 VUrsache in der InstallationLeitung, Klemme, Abzweigdose oder GerätHört der Aktor zu?Gruppenadresse aus dem Gruppenmonitor sendenProjekt prüfenGruppenobjekte und Parameter des Aktorsmit der Gruppenadressliste vergleichenUrsache im Projekt oder am AusgangVerbindung, Parameter, Last, BetriebsgerätBeheben und nachweisenBusmonitor und Funktionstest, Serviceunterlagen fortschreiben
Fehlersuchablauf am Bus als Flussbild: Oben „Symptom aufnehmen“ (was geht nicht, wo, seit wann, immer oder ab und zu). Darunter, hervorgehoben, „Busmonitor mitlaufen lassen, Sensor betätigen“ mit der Frage, ob der Sensor ein Telegramm an die Gruppenadresse sendet. Bei „nein“ geht es links weiter: Ist das Gerät erreichbar (Gerät auslesen, Programmiertaste und LED), Busspannung am Gerät und an der Abzweigdose davor messen (mindestens 21 V), Ursache in der Installation (Leitung, Klemme, Abzweigdose oder Gerät). Bei „ja“ geht es rechts weiter: Hört der Aktor zu (Gruppenadresse aus dem Gruppenmonitor senden), Projekt prüfen (Gruppenobjekte und Parameter mit der Gruppenadressliste vergleichen), Ursache im Projekt oder am Ausgang. Beide Wege enden in „Beheben und nachweisen“ mit Busmonitor, Funktionstest und fortgeschriebenen Serviceunterlagen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Überwachen, eingrenzen, verbessern

Überwachen. Die Anlage meldet sich selbst: Die Visualisierung zeigt Störmeldungen und schreibt ein Ereignisprotokoll, -P1 liefert den Lastgang, die Zentralbatterie führt ihr Prüfbuch, und den Ereignisspeicher der Brandmelderzentrale liest die Fachfirma aus und gibt euch den Ausdruck. Wer diese Quellen regelmäßig liest, findet eine Störung, bevor ein Gast sie bemerkt.

Eingrenzen. Am Bus spricht ein Sensor mit einer Gruppenadresse, nicht mit einem Aktor. Deshalb gibt es zwei Arten von Fehlern: Der Sensor sendet nicht (Installation, Gerät, Busspannung), oder er sendet, aber keiner hört zu (Projekt, Parameter, Ausgang). Der Busmonitor zeigt in Sekunden, welche Art es ist. Das ist dieselbe Haltung wie bei den Gate-Anzeigen in Lernfeld 6: jede Prüfung so wählen, dass sie möglichst viele Ursachen ausschließt.

Verbessern. Eine Reklamation ist eine kostenlose Rückmeldung über eure Anlage. Wer sie annimmt, die Ursache belegt, die Maßnahme mit dem Kunden abstimmt und die Unterlagen fortschreibt, macht die Anlage besser als vorher.

Die Lounge J am Bus, mit Fehlerbildern

Löse in der Szene die Fehlerbilder -F1, -F2 und -F3 nacheinander aus und beobachte, was in der Lounge und im Busmonitor passiert, bevor du mit Aufgabe 13.2 beginnst.

Die interaktive Szene der Lounge J lädt. Ohne JavaScript siehst du sie nicht; die Aufgaben unten kommen auch ohne sie aus.

Gegebene Werte: Überwachung, Fehlersuche, Reklamation · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: Überwachung, Fehlersuche, Reklamation

Busspannung (im Kurs)
Nennspannung 30 V DC, die Teilnehmer arbeiten ab 21 V
Aus Meilenstein M2
Gruppenadressliste mit 92 Adressen, Geräteliste mit physikalischen Adressen (bei Aufgabe 12.3), Präsenzmelder Nachlaufzeit 5 min, Helligkeit zyklisch alle 5 s, Erfassungsfeld sitzend 10 m × 10 m bei 3,5 m Montagehöhe
Ruheraum
6 Downlights (Leuchte C) zu je 12 W; das Licht steht im Ruheraum im Mittel auf 10 %, und der Raum leert sich rund 12-mal am Tag (Angaben der Betriebsleitung, Unterrichtswerte)
Energie
Strompreis 0,20 € je kWh, Öffnungszeit 05:00 bis 23:00 Uhr, 6.570 h im Jahr
Lastmanagement aus Meilenstein M3
Regelziel 58 kW; Abwurfreihenfolge Stufe 1 Spülmaschine 9,9 kW, Stufe 2 Kombidämpfer 10,8 kW, Stufe 3 Induktionskochfeld (morgens eine Kochzone, 3,5 kW), Stufe 4 Heißwasserspender 3,0 kW, Stufe 5 Kaffeevollautomat 3 3,6 kW
Lastgang ohne Lastmanagement (Probebetrieb)
Viertelstunden über 58 kW: 06:15 Uhr 63 kW, 06:30 Uhr 71 kW, 06:45 Uhr 66 kW, 07:30 Uhr 61 kW; alle anderen Viertelstunden zwischen 05:00 und 08:45 Uhr höchstens 58 kW
Angabe der Küche
Der Kombidämpfer bricht ein Garprogramm ab, wenn seine Heizung länger als 12 min am Stück gesperrt ist
Fernzugriff aus eurem Netzkonzept (Teil 4)
nur über den Zugang der IT des Flughafens ins VLAN 30

Alle Werte zur Lounge J sind Unterrichtswerte. Normwerte, die im Kurs als „im Kurs gilt“ stehen, prüfst du im Tabellenbuch nach.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Betreuungspaket Lounge J

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • drei Fehlersuchprotokollen zu -F1, -F2 und -F3: Symptom, Hypothese, Prüfung mit Busmonitor oder Messung, Ursache, Behebung, Nachweis
  • dem Reklamationsbericht zu R1 Ruheraum und R2 Kombidämpfer: Ursache, Maßnahme, Wirkung, geänderte Serviceunterlagen
  • dem Wartungs- und Überwachungsplan: was die Visualisierung meldet, was wer wann prüft
  • den Regeln für den Fernzugriff mit Zuordnung zu den Schutzzielen
  • den fortgeschriebenen Serviceunterlagen (Parameterliste, Änderungsliste, Lastmanagementkonzept)
  • der Schlusspräsentation mit Bezug auf M1, M2 und M3

Zur Dokumentation

Jedes Protokoll mit Datum, Uhrzeit, Messmittel und Name. Jede Änderung an der Anlage mit neuer Version der Projektdatei und Eintrag in der Änderungsliste. Der Reklamationsbericht so, dass die Betriebsleitung ihn ohne Fachwissen versteht.

Übernommen von der Betriebsleitung der Lounge, die Maßnahmen zu R2 zusätzlich von der Küche bestätigt. Mit der Schlusspräsentation ist Meilenstein M4 erreicht.

Reklamation als Chance: acht Schritte von der Beschwerde zur besseren Anlage1Annehmenzuhören, nicht rechtfertigen,Sachverhalt aufschreiben2KlärenEreignisprotokoll, Lastgang,Busmonitor, vor Ort ansehen3Ursache belegenHypothese aufstellenund mit Daten prüfen4Maßnahme abstimmenmit Betriebsleitungund betroffenen Nutzern5Umsetzenparametrieren, testen,Projektdatei sichern6Wirkung prüfennach einer Wochenachfragen und auswerten7Unterlagen nachführenParameterliste, Änderungs-liste, Wartungsplan8Rückmelden, lernenKunde informiert, Lehrefür das nächste ProjektGetönt sind Schritt 3 und 7: Ohne belegte Ursache bleibt jede Maßnahme geraten, ohne nachgeführte Unterlagen geht sie verloren.
Reklamationsbehandlung in acht Schritten, verbunden durch Pfeile, oben von links nach rechts, unten von rechts nach links: 1 Annehmen (zuhören, nicht rechtfertigen, Sachverhalt aufschreiben), 2 Klären (Ereignisprotokoll, Lastgang, Busmonitor, vor Ort ansehen), 3 Ursache belegen (Hypothese aufstellen und mit Daten prüfen), 4 Maßnahme abstimmen (mit Betriebsleitung und betroffenen Nutzern), 5 Umsetzen (parametrieren, testen, Projektdatei sichern), 6 Wirkung prüfen (nach einer Woche nachfragen und auswerten), 7 Unterlagen nachführen (Parameterliste, Änderungsliste, Wartungsplan), 8 Rückmelden und lernen. Schritt 3 und 7 sind getönt. Eigene Darstellung für den Unterricht.
13.1Lies das Ereignisprotokoll eines Dienstags in der vierten Woche
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 4 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.1

Ereignisprotokoll der Visualisierung (Auszug, Unterrichtswerte):

Zeit Quelle Gruppenadresse und Meldung Art
03:00:41 -K6, Eingang Störung Zentralbatterie 5/1/2 Störung Zentralbatterie kommt
05:00:00 Zeitschaltuhr der Visualisierung 4/1/1 Szene 1 Tag Betrieb
05:02:31 -B1 3/1/1 Präsenz Lounge Ein Betrieb
05:58:40 -K7 Logik 6/2/1 Lastabwurf Stufe 1 Spülmaschine Ein Betrieb
06:08:30 -K7 Logik 6/2/2 Lastabwurf Stufe 2 Kombidämpfer Ein Betrieb
06:31:10 -K7 Logik 6/2/2 Lastabwurf Stufe 2 Kombidämpfer Aus Betrieb
06:44:05 -K7 Logik 6/2/1 Lastabwurf Stufe 1 Spülmaschine Aus Betrieb
07:12:18 -S2 1/2/1 Arbeitsbereich Licht schalten Ein; Status Arbeitsbereich bleibt Aus Warnung
14:05:12 -B7 3/3/1 Präsenz Ruheraum Aus; Ruheraum Licht Aus Betrieb
14:06:40 -B7 3/3/1 Präsenz Ruheraum Ein; Ruheraum Licht Ein Betrieb

Dazu liegt der Ausdruck des Prüfbuchs der Zentralbatterie: „03:00 automatischer Funktionstest Endstromkreise -F51 und -F52: -F51, Sicherheitsleuchte am Notausgang Ost ohne Rückmeldung, alle anderen Leuchten in Ordnung.“

Lies das Ereignisprotokoll eines Dienstags in der vierten Woche:

  • Ordne jede Zeile einer Betriebsmeldung, einer Störmeldung oder einem Hinweis auf eine Reklamation zu.
  • Entscheide, welche Meldung du zuerst bearbeitest.
  • Begründe deine Reihenfolge.
  • Nenne zu jeder auffälligen Zeile die Quelle, in der du weitersuchst.
Zeit Art Reihenfolge weiter suchen in
03:00:41
05:00:00
05:02:31
05:58:40
06:08:30
06:31:10
06:44:05
07:12:18
14:05:12
14:06:40

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Gebäudeautomation · Energiemonitoring · Sicherheitsbeleuchtung · Protokoll

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

13.2Grenze das Fehlerbild -F1 im Arbeitsbereich ein
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 6 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.2

„Seit heute Morgen geht im Arbeitsbereich das Licht am Taster nicht mehr an. Mit der Szene am Empfang geht es.“

Die Betriebsleitung der Lounge, 07:15 Uhr

Busmonitor, aufgezeichnet über den IP-Router, gefiltert auf die Quellen 3.6.11 und 3.6.22, während das Empfangspersonal zweimal auf -S2 drückt:

Zeit Quelle Ziel Typ Wert
07:12:05,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 186 lx
07:12:10,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 187 lx
07:12:15,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 187 lx
07:12:18,2 3.6.22 1/2/1 Schreiben Ein
07:12:20,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 187 lx
07:12:21,6 3.6.22 1/2/1 Schreiben Ein
07:12:25,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 186 lx

Auszug aus dem Projekt, Gruppenobjekte des DALI-Gateways -K2 (3.6.2), aktueller Stand:

Nr. Gruppenobjekt Länge verbunden mit
0 DALI-Gruppe Arbeitsbereich: Schalten 1 Bit 1/2/2
1 DALI-Gruppe Arbeitsbereich: Dimmen relativ 4 Bit keine
2 DALI-Gruppe Arbeitsbereich: Helligkeitswert 1 Byte 1/2/3
3 Szene (Szenennummer) 1 Byte 4/1/1
4 DALI-Gruppe Arbeitsbereich: Rückmeldung Schalten 1 Bit keine

Aus der Änderungsliste: „Woche 3: Taster -S2 kann jetzt auch dimmen, -S2 und -K2 neu programmiert.“ Die Gruppenadressliste aus M2 steht bei Aufgabe 12.3.

Grenze das Fehlerbild -F1 im Arbeitsbereich ein:

  • Beschreibe das Symptom so genau, wie es die Betriebsleitung schildert.
  • Lies aus dem Busmonitor, ob -S2 sendet.
  • Stelle eine Hypothese zur Ursache auf.
  • Prüfe deine Hypothese mit dem Auszug aus dem Projekt und der Gruppenadressliste.
  • Lege die Behebung fest.
  • Beschreibe, wie du nachweist, dass der Fehler behoben ist.
Schritt Fehlerbild -F1
Symptom
Hypothese
Prüfung
Ursache
Behebung
Nachweis

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Gruppenadresse · KNX-Bus, Telegramm · Projektierung KNX · Adresse

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

13.3Grenze das Fehlerbild -F2 mit der Messreihe der Busspannung ein
Jetzt bist du dran · Allein · 6 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.3

„Heute geht am Taster im Arbeitsbereich gar nichts mehr, auch das Dimmen nicht. Das Lämpchen am Taster ist aus.“

Das Empfangspersonal, Woche 5, 07:40 Uhr

Busmonitor, gefiltert auf die Quellen 3.6.11 und 3.6.22, während das Empfangspersonal mehrmals auf -S2 drückt; danach versucht ihr, -S2 (3.6.22) mit der Projektierungs- und Inbetriebnahmesoftware auszulesen: „Gerät antwortet nicht.“

Zeit Quelle Ziel Typ Wert
07:40:00,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 191 lx
07:40:05,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 192 lx
07:40:10,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 192 lx
07:40:15,0 3.6.11 3/1/11 Schreiben 193 lx

Linie 3.6 vereinfacht: acht Messpunkte für die Busspannung, gemessen am Anschluss des GerätsBusleitung-T11Spannungs-versorgung-Q112Dimmaktor-B13Präsenzmelder-B44Präsenzmelder-S15TastsensorDose6Abzweigdose-S27Tastsensor ArbeitsbereichBusableiter-B208Helligkeitssensorauf dem DachRund 420 m Busleitung, von T1 bis zum entferntesten Teilnehmer rund 160 m. Schematisch, nicht maßstäblich.Kreis mit Zahl: Messpunkt 1 bis 8. Gemessen wird mit dem Vielfachmessgerät zwischen roter und schwarzer Ader am Anschluss des Geräts.
Linie 3.6 vereinfacht: Von der Spannungsversorgung -T1 links führt die Busleitung waagerecht nach rechts. An ihr hängen -Q11 im Verteiler, die Präsenzmelder -B1 und -B4, der Tastsensor -S1 am Empfang, eine Abzweigdose mit dem Abzweig zum Tastsensor -S2 im Arbeitsbereich und ganz rechts über einen Busableiter der Helligkeitssensor -B20 auf dem Dach. An jedem Gerät und an der Abzweigdose steht ein Messpunkt mit Nummer 1 bis 8. Gemessen wird am Anschluss des Geräts zwischen roter und schwarzer Ader. Schematisch, nicht maßstäblich. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Messreihe der Busspannung, Vielfachmessgerät, Gleichspannung (Unterrichtswerte):

Messpunkt Ort gemessen
1 Ausgang Spannungsversorgung -T1 30,1 V
2 -Q11 im Verteiler 29,8 V
3 -B1 Lounge 29,4 V
4 -B4 Lounge 29,1 V
5 -S1 Empfang 29,0 V
6 Abzweigdose vor -S2 29,0 V
7 -S2 Arbeitsbereich 0,0 V
8 -B20 auf dem Dach 28,4 V

Grenze das Fehlerbild -F2 mit der Messreihe der Busspannung ein:

  • Lies aus dem Busmonitor, ob -S2 sendet.
  • Beurteile jeden Messwert der Busspannung.
  • Berechne den Spannungsfall auf der Busleitung bis -B20.
  • Grenze die Stelle der Unterbrechung ein.
  • Lege die Behebung fest.
  • Beschreibe den Nachweis nach der Behebung.
Schritt Fehlerbild -F2
Symptom
Hypothese
Prüfung
Ursache
Behebung
Nachweis

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Busleitung · Spannungsversorgung · KNX-TP · Spannungsfall

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

13.4Kläre die Reklamation R1 aus dem Ruheraum
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 6 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.4

„Seit der Eröffnung beschweren sich Gäste im Ruheraum: Mitten im Schlaf geht das Licht aus, und wer aufwacht, liegt im Dunkeln. So können wir den Ruheraum nicht anbieten.“

Die Betriebsleitung der Lounge, E-Mail nach vier Wochen

Aus der Parameterliste (M2): Präsenzmelder -B7, Nachlaufzeit 5 min, Empfindlichkeit mittel, nach Ablauf Ruheraum aus. Die Zeilen 14:05:12 und 14:06:40 im Ereignisprotokoll bei Aufgabe 13.1 gehören zu dieser Reklamation.

Kläre die Reklamation R1 aus dem Ruheraum:

  • Erkläre, weshalb -B7 einen still liegenden Gast nicht erkennt.
  • Ordne die Ursache ein: Defekt, Installationsfehler oder Einstellung.
  • Vergleiche vier Maßnahmen mit Vorzug und Preis.
  • Berechne den Mehrverbrauch einer Nachlaufzeit von 20 min statt 5 min im Jahr.
  • Entscheide mit der Betriebsleitung, welche Maßnahmen umgesetzt werden.
  • Formuliere die Antwort an die Betriebsleitung.
Maßnahme Vorzug Preis Entscheidung
Nachlaufzeit 20 min
Empfindlichkeit erhöhen
-B7 über die Liegen versetzen
Grunddimmwert 10 % statt Aus

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Reklamationsbehandlung · Bewegungsmelder · Kommunikation,Kunden-

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

13.5Kläre die Reklamation R2 aus der Küche
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.5

„Der Kombidämpfer bricht morgens zwischen sechs und halb sieben seine Garprogramme ab. Dann sind die Brötchen für das Frühstücksbuffet nicht fertig.“

Die Küche der Lounge, über die Betriebsleitung

Die Zeilen 05:58:40 bis 06:44:05 im Ereignisprotokoll bei Aufgabe 13.1 gehören zu dieser Reklamation; Lastgang und Abwurfreihenfolge stehen bei den gegebenen Werten.

Kläre die Reklamation R2 aus der Küche:

  • Bestimme, wie lange der Kombidämpfer am Dienstag gesperrt war.
  • Erkläre, weshalb das Garprogramm abbricht.
  • Prüfe, ob die Lounge in der Viertelstunde um 06:30 Uhr unter dem Regelziel bleibt, wenn statt des Kombidämpfers andere Stufen abgeworfen werden.
  • Schlage eine neue Abwurfreihenfolge und eine höchste Sperrzeit vor.
  • Begründe, weshalb du die Änderung mit der Küche abstimmst.
Stufe Verbraucher bisher Verbraucher neu höchste Sperrzeit mit der Küche abgestimmt am
1
2
3
4
5

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Lastmanagement · Lastabschaltung · Lastprofile · Reklamationsbehandlung

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

13.6Lege fest, wie die Servicefirma zur Diagnose auf die Anlage zugreifen darf
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.6

„Damit wir bei Störungen schneller sind, stellen wir einen kleinen Mobilfunkrouter in euren Technikraum und schauen von außen ins Ereignisprotokoll und in den Busmonitor. Ein Passwort für alle unsere Techniker reicht.“

Die Servicefirma der Visualisierung, Vorschlag an die Betriebsleitung

Risiken, die die IT des Flughafens dazu nennt:

  • a · Jemand meldet sich mit den Zugangsdaten der Servicefirma an, die ein ehemaliger Mitarbeiter noch kennt.
  • b · Eine Aufzeichnung des Busmonitors zeigt über Wochen, wann im Sanitär und im Ruheraum jemand war.
  • c · Über den Zugang wird ein Telegramm gesendet, das alle Stufen des Lastabwurfs dauerhaft einschaltet.
  • d · Der Zugang ist über Tage offen, und die Visualisierung reagiert wegen der Last im Netz kaum noch.
  • e · Die Projektdatei mit allen Adressen und Schlüsseln wird auf einen fremden Rechner kopiert.

Lege fest, wie die Servicefirma zur Diagnose auf die Anlage zugreifen darf:

  • Ordne jedes Risiko aus der Liste einem Schutzziel zu.
  • Beurteile den Vorschlag der Servicefirma.
  • Lege die Regeln für den Fernzugriff fest.
  • Begründe, weshalb Aufzeichnungen des Busmonitors personenbezogene Daten enthalten können.
  • Entscheide, wer den Zugang freigibt und wer ihn protokolliert.
Risiko Schutzziel Maßnahme
a
b
c
d
e

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datensicherheit · Zugriffsschutz · Datenschutz · Fernwarten · Firewall

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

13.7Schreibe die Serviceunterlagen fort und erstelle den Wartungs- und Überwachungsplan
Jetzt bist du dran · Im Team · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.7

Schreibe die Serviceunterlagen fort und erstelle den Wartungs- und Überwachungsplan:

  • Führe für -F1, -F2 und -F3 je ein Fehlersuchprotokoll.
  • Schreibe den Reklamationsbericht zu R1 und R2.
  • Lege fest, welche Meldungen die Visualisierung an wen schickt.
  • Plane, was wer wie oft prüft.
  • Ergänze Parameterliste, Änderungsliste und Lastmanagementkonzept um eure Änderungen.

Euer Wartungs- und Überwachungsplan:

Was Woran erkennbar Wer Wie oft Eintrag wo
Störmeldungen der Visualisierung
Ereignisprotokoll
Lastgang und Lastabwurf
Sicherheitsbeleuchtung, Funktionstest
Sicherheitsbeleuchtung, Dauertest
Busspannung
Präsenzmelder
Projektdatei
wiederkehrende Prüfung der elektrischen Anlage
Brandmeldung und Sprachalarm

Euer Fehlersuchprotokoll zu -F3, dem Fehlerbild zur Reklamation R1 aus dem Ruheraum (-F1 und -F2 stehen bei 13.2 und 13.3):

Schritt Fehlerbild -F3
Symptom
Hypothese
Prüfung
Ursache
Behebung
Nachweis

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Instandhaltung · Wartung · Dokumentation · Prüfung,wiederkehrende

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

13.8Übergib die Lounge J mit eurer Schlusspräsentation an die Betriebsleitung
Jetzt bist du dran · Im Team · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 13.8

Übergib die Lounge J mit eurer Schlusspräsentation an die Betriebsleitung:

  • Vergleiche das Ergebnis mit dem Ergebnisbild aus dem Projektauftrag.
  • Stelle für M1, M2 und M3 dar, was ihr damals festgelegt habt.
  • Begründe jede Änderung, die ihr seitdem vorgenommen habt.
  • Bewerte euer Vorgehen im Projekt.
  • Halte die Präsentation in höchstens zehn Minuten.
Meilenstein Was wir damals festgelegt haben Was jetzt gebaut und geprüft ist Was wir geändert haben und weshalb
M1 Lastenheft, Ablauf, Licht
M2 KNX-Projekt
M3 Konzepte und Angebot
Im nächsten Projekt machen wir anders

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Präsentation,Projekt- · Projektmanagement

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Woche 7: Die Betriebsleitung meldet, dass im Arbeitsbereich das Licht „ab und zu“ nicht auf den Taster reagiert. Wenn die Elektrowerkstatt morgens kommt, geht alles. Die Busspannung an -S2 ist dann in Ordnung.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Überprüfe euer Fehlersuchprotokoll an diesem Fall.
  • Entscheide, wie ihr den Fehler aufzeichnet, während niemand vor Ort ist.
  • Begründe, welche Regeln aus Aufgabe 13.6 dafür gelten.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.