Hier planst du die KNX-Anlage der Lounge J: welche Geräte, wie sie am Bus hängen, welche Adressen sie bekommen und über welche Gruppenadressen sie miteinander reden. Leg den Grundriss aus dem Auftrag und die Karte „KNX lesen“ daneben.

Schritt 2 von 5. Du unterscheidest konventionelle Installation und Gebäudesystemtechnik, stellst die Geräteliste zusammen, wertest ein englisches Datenblatt aus, planst Topologie und Adressen, rechnest Telegramm und Buslast und stellst die Gruppenadressliste auf.

Danach: Lernangebot 6 · Parametrieren, Szenen, Visualisieren

Erst du, dann die anderen

Die Meisterin fragt: „Wie kommst du zu einer Gruppenadressliste, die ein Kollege in fünf Jahren noch versteht?“ Die Gliederung gibt dir keiner vor. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Nach Gewerken gliedern. Hauptgruppen für Licht, Sonnenschutz, Präsenz, Szenen, Sicherheit und Energie, darunter die Räume. Wer „alles Licht“ sucht, findet es sofort. Der Preis: Wer alles zu einem Raum sucht, blättert durch mehrere Hauptgruppen.
  • Nach Räumen gliedern. Hauptgruppen für Lounge, Arbeitsbereich, Ruheraum und Küche, darunter die Funktionen. Bei einer Störung in einem Raum liegt alles beieinander. Der Preis: Zentrale Funktionen wie „Sonnenschutz alle“ oder der Brandfall passen in keinen Raum.
  • Nach Funktionen gliedern. Hauptgruppen nach dem, was die Anlage tut: Bedienen, Automatik, Melden, Messen. Das passt gut zur Visualisierung. Der Preis: Für Monteure und bei der Fehlersuche ist es am schwersten zu lesen.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Die physikalische Adresse sagt, wo ein Gerät am Bus hängt; die Gruppenadresse sagt, worüber geredet wird.

Am Ende hast du: Geräteliste, Topologie mit physikalischen Adressen, Gruppenadressliste mit Datenpunkttypen, Installationsplan und den Nachweis von Teilnehmerzahl, Busstrom und Leitungslängen für die Linie der Lounge.

Karte „KNX lesen“: Bereich, Linie, Teilnehmer, physikalische Adresse und Gruppenadresse, Aufbau eines Telegramms, Datenpunkttypen und die Spalten des Busmonitors. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe mit Gebäudesystemtechnik.

Sensor, Busleitung, Aktor

In der konventionellen Installation liegt der Schalter im Stromkreis der Leuchte: Was er schaltet, legt der Draht fest. In der Gebäudesystemtechnik sind Befehl und Energie getrennt. Sensoren wie Tastsensoren, Präsenzmelder oder ein Binäreingang erfassen etwas und senden ein Telegramm. Aktoren wie Schalt-, Dimm- oder Jalousieaktoren hören zu und schalten die Last. Alle hängen an einer gemeinsamen Busleitung. Jedes Gerät hat einen eigenen Busankoppler mit Programm und Parametern; eine Zentrale, ohne die nichts geht, gibt es nicht. KNX ist in DIN EN 50090 und ISO/IEC 14543-3 genormt.

Konventionell: Der Draht entscheidetGebäudesystemtechnik: Die Parametrierung entscheidetL-F1-S1-E1-S2-E2NJeder Schalter ist mit „seiner“ Leuchte verdrahtet.Soll S1 künftig E2 schalten, wird neu verdrahtet.Busleitung J-Y(St)Y 2 × 2 × 0,8 · 30 V DC (SELV)Spannungs-versorgung-T1Tast-sensor-S5Präsenz-melder-B9Schalt-aktor-Q13sendet ein Telegramman eine GruppenadresseL-F2-Q13-E3NDer Aktor, der an dieserGruppenadresse zuhört, schaltetseinen Kontakt im 230-V-Kreis.Soll S5 künftig etwas anderesschalten, wird neu parametriert,nicht neu verdrahtet.
Zwei Wege, eine Leuchte zu schalten, als Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung (allgemeines Beispiel). Links konventionell: Vom Außenleiter L über die Sicherung -F1 führen zwei Strompfade über die Schließer -S1 und -S2 zu den Leuchten E1 und E2 und zum Neutralleiter N; welcher Schalter welche Leuchte schaltet, legt der Draht fest. Rechts Gebäudesystemtechnik: An der Busleitung (30 V DC, Schutzkleinspannung) hängen die Spannungsversorgung -T1, der Tastsensor -S5, der Präsenzmelder -B9 und der Schaltaktor -Q13, vereinfacht als Kästen gezeichnet. Der Tastsensor sendet ein Telegramm an eine Gruppenadresse; der Schaltaktor, der dort zuhört, betätigt seinen Schließer -Q13 im getrennten 230-V-Stromkreis von L über die Sicherung -F2 zur Leuchte E3 und zu N. Die gestrichelte Wirkungslinie verbindet den Aktor mit seinem Kontakt. Kennzeichen stehen links neben dem Schaltzeichen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Was am Bus hängt

Die Spannungsversorgung liefert die Busspannung von 30 V DC. Ihre Drossel sorgt dafür, dass die Spannungsversorgung die Telegramme, die als kleine Spannungsänderungen auf der Leitung laufen, nicht kurzschließt. Der IP-Router koppelt eine Linie an ein Ethernet-Netz und leitet nur die Telegramme weiter, die die andere Seite braucht. Dazu kommen Sensoren, Aktoren, ein Binäreingang für potenzialfreie Kontakte, ein Logikmodul für Verknüpfungen und Regelungen, ein Energiezähler und das DALI-Gateway, das Befehle vom Bus an Leuchten mit DALI-Betriebsgerät weitergibt.

Die Busleitung J-Y(St)Y 2 × 2 × 0,8 hat vier Adern: Rot (+) und Schwarz (−) führen den Bus, Gelb und Weiß bleiben Reserve. Der Bus ist Schutzkleinspannung (SELV). Wie die Busleitung neben 230-V-Leitungen und in gemeinsamen Dosen verlegt wird, steht im Tabellenbuch.

Bereich, Linie, Teilnehmer

Teilnehmer hängen an einer Linie; jede Linie hat ihre eigene Spannungsversorgung. Linien werden über Linienkoppler oder, wie im Terminal, über IP-Router zu Bereichen und zur ganzen Anlage verbunden. Jeder Teilnehmer bekommt eine physikalische Adresse in der Form Bereich.Linie.Teilnehmer, zum Beispiel 1.1.5: Bereich 1, Linie 1, Teilnehmer 5. Der Koppler einer Linie trägt die Teilnehmernummer 0. Die physikalische Adresse brauchst du zum Programmieren und für die Diagnose; im Betrieb reden die Geräte über Gruppenadressen.

KNX-Topologie der Lounge JIP-Hauptlinie Terminal 3 (Ethernet, Netz der Gebäudeautomation)IP-Router?.?.?K10Linie (KNX TP)Spannungs-versorgung640 mA, DrosselT1Q11?.?.?K2?.?.?Q13?.?.?K4?.?.?Q15?.?.?K6?.?.?P1?.?.?K7?.?.?im Verteiler der UV-LoungeB1?.?.?B2?.?.?B3?.?.?B4?.?.?B5?.?.?B6?.?.?B7?.?.?B8?.?.?B9?.?.?B10?.?.?S1?.?.?S2?.?.?S3?.?.?S4?.?.?S5?.?.?S6?.?.?Präsenzmelder in der DeckeTastsensoren an der WandBusableiterB20?.?.?auf dem Dach
KNX-Topologie der Lounge J ohne Adressen. Oben die IP-Hauptlinie des Terminals im Netz der Gebäudeautomation, darunter der IP-Router -K10, der die Linie der Lounge ankoppelt; seine physikalische Adresse ist offen (?.?.?). An der Linie hängen die Spannungsversorgung -T1 mit 640 mA und Drossel, im Verteiler der UV-Lounge die Geräte -Q11, -K2, -Q13, -K4, -Q15, -K6, -K7 und der Energiezähler -P1, in der Decke die Präsenzmelder -B1 bis -B10, an der Wand die Tastsensoren -S1 bis -S6 und auf dem Dach der Helligkeitssensor -B20, angeschlossen über einen Busableiter. Die Teilnehmer tragen hier nur ihr Kennzeichen links neben dem Kasten; die Adressen (?.?.?) vergibst du in Aufgabe 5.4. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Gruppenadresse, Gruppenobjekt, Datenpunkttyp

Ein Gruppenobjekt ist ein Eingang oder Ausgang im Programm eines Geräts, zum Beispiel „Taste links schalten“ am Tastsensor oder „Kanal A schalten“ am Aktor. Verbunden werden Gruppenobjekte über eine Gruppenadresse, dreistufig als Hauptgruppe/Mittelgruppe/Untergruppe, zum Beispiel 2/3/10 (Hauptgruppe 0 bis 31, Mittelgruppe 0 bis 7, Untergruppe 0 bis 255). Der Sensor sendet an die Gruppenadresse; jeder Aktor, bei dem diese Gruppenadresse an einem Gruppenobjekt hängt, reagiert. Ein Gruppenobjekt kann an mehreren Gruppenadressen hängen, es sendet aber nur an die erste.

Damit Sender und Empfänger dasselbe meinen, hat jedes Gruppenobjekt einen Datenpunkttyp mit Nummer und Name, zum Beispiel 1.001 Schalten (1 Bit), 3.007 Dimmen (4 Bit), 5.001 Prozent (1 Byte) oder 9.004 Lux (2 Byte). Die Kurzliste steht auf der Karte „KNX lesen“.

Das Telegramm

Am Bus sendet immer nur einer. Wer senden will, wartet, bis der Bus frei ist. Beginnen zwei gleichzeitig, setzt sich eines Bit für Bit durch, das andere sendet danach; verloren geht nichts. Jedes Telegramm besteht aus Oktetten zu 8 Bit und wird von den Empfängern quittiert. Wie lange das dauert, entscheidet, wie viele Telegramme die Linie verkraftet.

Der Ablauf in Zeitlupe lädt. Darunter steht der Aufbau als Bild.

Schalttelegramm mit 1 Bit Nutzdaten: 9 OktetteSteuerfeld1 OktettQuelladresse2 OktetteZieladresse2 OktetteRouting,Länge1 OktettNutzdaten2 OktettePrüfbyte1 OktettQuelladresse = physikalische Adresse des Senders · Zieladresse = Gruppenadresse · Nutzdaten = Befehl und WertWas auf der Leitung nacheinander geschieht, in BitzeitenTelegramm: 9 Oktette zu je 13 BitzeitenPause 15Quittung 13Pause 50 bis zum nächsten TelegrammDie Quittung schicken die Empfänger zurück: Telegramm angekommen, oder bitte wiederholen.Ein Oktett auf der Leitung: 13 Bitzeiten, eine Bitzeit ist der 9.600ste Teil einer SekundeStartD0D1D2D3D4D5D6D7ParitätStoppPausePause8 Datenbits = 1 Oktett
Aufbau eines KNX-Schalttelegramms. Oben die sechs Felder mit ihrer Länge in Oktetten: Steuerfeld 1, Quelladresse 2, Zieladresse 2, Routing und Länge 1, Nutzdaten 2, Prüfbyte 1, zusammen 9 Oktette. In der Mitte der zeitliche Ablauf auf der Leitung: das Telegramm mit 13 Bitzeiten je Oktett, danach 15 Bitzeiten Pause, die Quittung der Empfänger mit 13 Bitzeiten und 50 Bitzeiten Pause bis zum nächsten Telegramm. Unten ein Oktett aufgeschlüsselt: Startbit, acht Datenbits D0 bis D7, Paritätsbit, Stoppbit und zwei Bitzeiten Pause. Die Längen sind maßstäblich zu den Bitzeiten gezeichnet. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Gegebene Werte: KNX-Anlage der Lounge J · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: KNX-Anlage der Lounge J

Vorgabe der Gebäudeautomation des Flughafens
Bereich 3 ist der Flugsteig J; der Lounge J ist dort die Linie 6 zugewiesen. Die Linie hängt über einen IP-Router an der IP-Hauptlinie des Terminals im Netz der Gebäudeautomation.
Busgeräte: Kennzeichen, Gerät, Busstrom, Preis netto
-K10 IP-Router, versorgt über PoE, kein Busstrom, 420 € · -Q11 Universaldimmaktor 4-fach, 10 mA, 390 € · -K2 KNX-DALI-Gateway mit zwei DALI-Linien, 10 mA, 520 € · -Q13 Schaltaktor 8-fach 16 A, 10 mA, 240 € · -K4 Schaltaktor 8-fach 16 A für den Lastabwurf über die Schütze -Q1 bis -Q5, 10 mA, 240 € · -Q15 Jalousieaktor 4-fach für die Antriebe M1 bis M4, 10 mA, 220 € · -K6 Binäreingang 4-fach, 10 mA, 110 € · -P1 Energiezähler mit drei Stromwandlern, 10 mA, 380 € · -K7 Logikmodul, 10 mA, 280 € · -B1 bis -B10 Präsenzmelder, je 12 mA (Datenblatt), je 150 € · -S1 Tastsensor 4-fach, -S2 bis -S5 Tastsensor 2-fach, -S6 Tastsensor 1-fach, je 10 mA, je 95 € · -B20 Helligkeitssensor außen, 10 mA, 140 € · -T1 Spannungsversorgung 640 mA mit Drossel, 210 €
Kontakte für den Binäreingang -K6
potenzialfreier Steuerkontakt „Brandalarm“ der Brandmelderzentrale des Flugsteigs J · Störkontakt der Zentralbatterie · Meldekontakte „Dusche 1 in Betrieb“ und „Dusche 2 in Betrieb“
Lage der Geräte
-Q11, -K2, -Q13, -K4, -Q15, -K6, -K7, -K10, -P1 und -T1 im KNX-Verteiler der UV-Lounge im Technikraum · Präsenzmelder und Tastsensoren nach dem Grundriss im Auftrag · -B20 auf dem Dach über der Lounge, Busleitung über einen Busableiter
Busleitung im Projekt
J-Y(St)Y 2 × 2 × 0,8, grün · Leitungslänge der Linie gesamt 420 m · von -T1 bis zum entferntesten Teilnehmer 160 m · größter Abstand zweier Teilnehmer 300 m
Grenzwerte einer Linie (nach Tabellenbuch, die Spannungsgrenze 21 V als Unterrichtswert)
höchstens 63 Teilnehmer je Linie, bei einer Neuanlage nur 50 ansetzen (Tabellenbuch) · Leitungslänge der Linie höchstens 1.000 m · Spannungsversorgung bis Teilnehmer höchstens 350 m · Teilnehmer bis Teilnehmer höchstens 700 m · Busspannung 30 V DC, Teilnehmer arbeiten ab 21 V · Übertragungsrate 9.600 bit/s
Telegramm (im Kurs gilt)
Schalttelegramm mit 1 Bit Nutzdaten: 9 Oktette · je Oktett 13 Bitzeiten (Startbit, 8 Datenbits, Paritätsbit, Stoppbit, 2 Bitzeiten Pause) · Pause bis zur Quittung 15 Bitzeiten · Quittung 13 Bitzeiten · Pause bis zum nächsten Telegramm 50 Bitzeiten · für Abschätzungen der Buslast rechnest du jedes Telegramm wie ein Schalttelegramm · das Tabellenbuch nennt für ein Datentelegramm 10 bis 23 Bytes; der Kurs rechnet das kurze Schalttelegramm vereinfacht mit 9 Oktetten
Präsenzmelder
Datenblatt in Aufgabe 5.3 · die zehn Präsenzmelder senden ihre gemessene Helligkeit zyklisch alle 5 s
Zonen
Loungebereich 20 m × 15 m, Arbeitsbereich 4 m × 15 m, beide 3,50 m hoch; Präsenzmelder an der Decke · Maße der übrigen Zonen auf der Karte „Die Lounge auf einen Blick“
Funktionen, die die Gruppenadressliste abdecken muss
Loungebereich zentral und je Band A bis D schalten, Band dimmen, Helligkeitswert, Rückmeldung · Arbeitsbereich schalten, dimmen, Helligkeitswert · Ruheraum schalten, Helligkeitswert · Sonnenschutz zentral und je Segment fahren, stoppen, Position, Sonnenautomatik ein und aus · Präsenz Loungebereich, Arbeitsbereich, Ruheraum · Helligkeit im Loungebereich · Außenhelligkeit · Szene Lounge · Brandalarm · Störung Zentralbatterie · Wirkleistung der Lounge · Lastabwurf in fünf Stufen

Alle Werte zur Lounge J sind Unterrichtswerte. Zahlen zum Flughafen sind öffentliche Größenordnungen, gerundet. Normen sind mit ihrer Bezeichnung genannt; Grenzwerte vergleichst du mit dem Tabellenbuch.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

KNX-Projekt der Lounge J, Teil 1: die Planung

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • Geräteliste mit Kennzeichen, Gerät, Ort, Funktion, Busstrom und Preis
  • Topologie mit IP-Hauptlinie, IP-Router, Spannungsversorgung mit Drossel, Linie und allen Teilnehmern
  • physikalische Adressen aller Teilnehmer, nach einem begründeten System vergeben
  • Nachweis von Teilnehmerzahl, Busstrom und Leitungslängen mit Reserve
  • Telegrammdauer und Buslast der zyklischen Helligkeitswerte
  • Gruppenadressliste dreistufig mit Name, Datenpunkttyp, Sender und Empfängern und einer Begründung der Gliederung
  • Installationsplan für Lounge und Arbeitsbereich mit KNX-Schaltzeichen aus dem Tabellenbuch
  • Steckbrief Präsenzmelder aus dem englischen Datenblatt

Zur Dokumentation

Tabellen aus der Tabellenkalkulation oder aus der Projektierungs- und Inbetriebnahmesoftware, Topologie und Installationsplan als Zeichnung. Jede Zahl hat ihre Herkunft (gegebener Wert, Datenblatt oder eigene Rechnung), jede Entscheidung einen Satz, weshalb.

Zusammen mit dem Lernprodukt aus Lernangebot 6 ist das Meilenstein M2. Die Projektleitung nimmt ab. Die Gruppenadressliste ist ab Teil 6 die Unterlage für Inbetriebnahme und Fehlersuche.

5.1Vergleiche konventionelle Installation und Gebäudesystemtechnik an der Lounge J
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Aufgabe 5.1

Vergleiche konventionelle Installation und Gebäudesystemtechnik an der Lounge J:

  • Beschreibe, wie in der konventionellen Installation ein Schalter eine Leuchte schaltet.
  • Beschreibe, wie in der Gebäudesystemtechnik ein Tastsensor eine Leuchte schaltet.
  • Unterscheide Sensor und Aktor.
  • Ordne die Busgeräte der Lounge J den Sensoren und den Aktoren zu.
  • Erkläre, was es heißt, dass die Gebäudesystemtechnik ohne Zentrale auskommt.
  • Nenne drei Anforderungen aus dem Lastenheft, die konventionell nur mit großem Aufwand zu erfüllen wären.
  • Nenne die Normen, in denen KNX festgelegt ist.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Gebäudesystemtechnik · Installationsbus · Sensoren · Aktor · KNX

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

5.2Stelle die Geräteliste der Lounge J zusammen
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Aufgabe 5.2

Stelle die Geräteliste der Lounge J zusammen:

  • Ordne jeder Funktion aus dem Lastenheft (Licht, Präsenz, Sonnenschutz, Szenen, Brandfall, Störmeldungen, Energie) die Busgeräte zu, die sie ausführen.
  • Erkläre die Aufgabe von Spannungsversorgung, Drossel und IP-Router.
  • Begründe, weshalb der Brandalarm über einen Binäreingang auf den Bus kommt.
  • Trage für jedes Gerät Ort, Funktion, Busstrom und Preis in die Tabelle ein.
  • Kennzeichne die Geräte, die im Verteiler sitzen, und die Geräte im Raum.
Kennzeichen Gerät Ort Funktion in der Lounge Busstrom Preis
-T1
-K10
-Q11
-K2
-Q13
-K4
-Q15
-K6
-K7
-P1
-B1 bis -B4
-B5, -B6
-B7
-B8
-B9
-B10
-S1
-S2 bis -S6
-B20

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Busankoppler · Spannungsversorgung · Schaltaktor KNX · Dimmaktor KNX · Jalousieaktor KNX · Tastersensormodul · DALI-System

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5.3Werte das englische Datenblatt des Präsenzmelders aus
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Aufgabe 5.3

Technical data · KNX presence detector (Auszug aus dem Datenblatt für -B1 bis -B10, englisch)

Parameter Value
Product KNX presence detector, ceiling mounting, 360° (vendor-neutral training example)
Detection range seated 10 m × 10 m (square) at 3.5 m mounting height
Detection range walking 14 m × 14 m (square) at 3.5 m mounting height
Mounting height 2.5 m to 5.0 m; detection range changes with height
Lux threshold 10 lx to 2,000 lx, adjustable
Hold time (light output) 10 s to 120 min, default 5 min
Constant light control yes, setpoint 10 lx to 2,000 lx, one control loop per light output
Master/slave yes, slaves extend the detection range of one master
Brightness value DPT 9.004 lux, sent cyclically (0.5 s to 60 min, default 5 s) and/or on change
Bus current consumption 12 mA
Power supply via KNX bus, no auxiliary supply required
Connection KNX bus terminal, red (+) / black (−)
Degree of protection IP20
Ambient temperature −5 °C to +45 °C
Standard EN 50090

Werte das englische Datenblatt des Präsenzmelders aus:

  • Übersetze die Begriffe in der Tabelle in deutsche Fachbegriffe.
  • Unterscheide Präsenzmelder und Bewegungsmelder.
  • Bestimme das Erfassungsfeld für sitzende Personen bei 3,50 m Montagehöhe.
  • Berechne, wie viele Präsenzmelder der Loungebereich und der Arbeitsbereich nach dem Erfassungsfeld brauchen.
  • Prüfe, ob die Präsenzmelder im Grundriss aus dem Auftrag dafür reichen.
  • Erkläre die Angaben lux threshold und hold time.
  • Gib den Busstrom an, mit dem du den Präsenzmelder im Nachweis rechnest.
englischer Begriff im Datenblatt deutscher Fachbegriff Wert was er für die Lounge J heißt
detection range seated
detection range walking
mounting height
lux threshold
hold time
constant light control
master/slave
brightness value, sent cyclically
bus current consumption
degree of protection

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Bewegungsmelder · Sensoren · Lichtsteuerung · Gebäudesystemtechnik

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5.4Plane Topologie und physikalische Adressen der Linie der Lounge
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Aufgabe 5.4

Plane Topologie und physikalische Adressen der Linie der Lounge:

  • Erkläre den Aufbau einer physikalischen Adresse.
  • Vergib dem IP-Router eine physikalische Adresse und begründe sie.
  • Vergib allen Teilnehmern physikalische Adressen nach einem System, das du begründest.
  • Zeichne die Topologie mit IP-Hauptlinie, IP-Router, Spannungsversorgung, Linie und allen Teilnehmern mit Adresse.
  • Zähle die Teilnehmer der Linie und gib die Reserve bis zum Grenzwert an.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Bereiche, KNX · Linienkoppler · Adresse · Router · Projektierung KNX

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5.5Weise nach, dass die Linie der Lounge innerhalb der Grenzwerte bleibt
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Aufgabe 5.5

Weise nach, dass die Linie der Lounge innerhalb der Grenzwerte bleibt:

  • Schlage die Grenzwerte einer KNX-Linie im Tabellenbuch nach und vergleiche sie mit den Werten im Kurs.
  • Berechne den Busstrom aller Teilnehmer.
  • Berechne die Auslastung der Spannungsversorgung in Prozent.
  • Vergleiche die drei Leitungslängen im Projekt mit den Grenzwerten.
  • Beurteile die Reserve für spätere Erweiterungen.
Größe im Projekt Grenzwert Reserve in Ordnung?
Teilnehmer
Busstrom
Leitungslänge der Linie
Spannungsversorgung bis Teilnehmer
Teilnehmer bis Teilnehmer

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: KNX-TP · Busleitung · Spannungsversorgung · Leitungslänge

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5.6Berechne, wie lange ein Telegramm den Bus belegt
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Aufgabe 5.6

Berechne, wie lange ein Telegramm den Bus belegt:

  • Beschreibe den Aufbau eines Schalttelegramms mit seinen Feldern.
  • Berechne die Dauer einer Bitzeit bei 9.600 bit/s.
  • Berechne die Bitzeiten von Telegramm, Pausen und Quittung zusammen.
  • Berechne die Zeit, die ein Schalttelegramm den Bus belegt.
  • Berechne, wie viele Schalttelegramme je Sekunde die Linie höchstens überträgt.
  • Berechne die Buslast, wenn die zehn Präsenzmelder ihre Helligkeit alle 5 s senden.
  • Vergleiche mit deiner Schätzung aus dem Auftrag.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: KNX-Bus, Telegramm · KNX · Datenübertragung

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

5.7Erstelle die Gruppenadressliste der Lounge J
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Aufgabe 5.7

Erstelle die Gruppenadressliste der Lounge J:

  • Unterscheide Gruppenadresse und physikalische Adresse.
  • Wähle eine dreistufige Gliederung und begründe sie.
  • Lege für jede Funktion aus den gegebenen Werten eine Gruppenadresse mit Namen fest.
  • Ordne jeder Gruppenadresse einen Datenpunkttyp mit Nummer und Name zu.
  • Gib für jede Gruppenadresse an, welches Gerät sendet und welche Geräte zuhören.
  • Gib die Liste einem anderen Paar und prüft, ob es sie ohne Erklärung versteht.
Gruppenadresse Name Datenpunkttyp sendet hört zu

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Gruppenadresse · Projektierung KNX · KNX

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5.8Stellt die Planung der KNX-Anlage als ersten Teil von Meilenstein M2 fertig
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Aufgabe 5.8

Stellt die Planung der KNX-Anlage als ersten Teil von Meilenstein M2 fertig:

  • Führt Geräteliste, Topologie, physikalische Adressen und Gruppenadressliste zu einem Projekt zusammen.
  • Zeichnet den Installationsplan für Loungebereich und Arbeitsbereich mit den KNX-Schaltzeichen aus dem Tabellenbuch und dem Verlauf der Busleitung.
  • Begründet, wie die Busleitung neben den 230-V-Leitungen und in gemeinsamen Dosen verlegt wird.
  • Legt das Projekt in der Projektierungs- und Inbetriebnahmesoftware an, wenn eure Schule sie hat, sonst in der Tabellenkalkulation.
  • Stellt den Nachweis von Teilnehmerzahl, Busstrom, Leitungslängen und Buslast auf einer Seite zusammen.
  • Prüft Geräteliste, Topologie und Gruppenadressliste gegeneinander: Jedes Gerät steht in allen dreien.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: KNX-Schaltzeichen · Busleitung · Leitungsverlegung · Projektierung KNX

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung mietet der Loungebetreiber den Nachbarbereich dazu. Die Erweiterung bringt 30 weitere Busteilnehmer mit je rund 10 mA Busstrom, die an die Linie der Lounge angeschlossen werden sollen.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe an deinem Nachweis Teilnehmerzahl und Busstrom mit den zusätzlichen Teilnehmern.
  • Entscheide, ob die Linie reicht oder ob eine zweite Linie nötig ist.
  • Begründe deine Entscheidung gegenüber der Meisterin der Elektrowerkstatt mit Zahlen.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.