Teil 1 von 6⏱ 16h

Staub, Hallenkran und Frequenzumrichter auf der einen Seite, Normalklima im Büro auf der anderen. Derselbe Rechner passt nicht an jeden Ort, und bevor irgendetwas bestellt wird, steht schriftlich fest, was der Auftraggeber abnimmt.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst deinen Weg.

Danach: Lernangebot 1 · Vom Lastenheft zum Pflichtenheft

Agil arbeiten · Sprint 1

Eure Storycard für Teil 1

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Was nicht prüfbar aufgeschrieben ist, kann niemand abnehmen. Erst steht das Pflichtenheft, dann wird bestellt.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Hast du schon einmal einen Rechner ausgesucht, gekauft oder eingerichtet, für dich, für die Familie oder im Betrieb? Das zählt. Der Check-in ist keine Bewertung. Er hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektroniker möchte ich die Anforderungen des Flughafenbetreibers an die Rechner der Halle W2 in ein prüfbares Pflichtenheft übersetzen und für jeden Einsatzort die passenden Geräte auswählen, begründen und beschaffen, damit Büro, Lager, Schulungsraum und Arbeitsstände vom ersten Tag an zuverlässig arbeiten, die Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch sind und der Auftraggeber weiß, was die Arbeitsplätze im Jahr an Strom kosten.

Die bewegte Vorschau braucht JavaScript. Alle Angaben dazu stehen im Auftragsblatt.

Übersichtsplan Halle W2 als Schema: Büro, Technikraum mit Gebäudeverteiler, Lager und Schulungsraum oben, darunter die Halle mit Hallenverteiler, sechs Arbeitsständen und vier Toren zum Vorfeld, rechts Hof und Zufahrt. Eingezeichnet sind die Kabelwege aus dem Auftragsblatt: Gebäudeverteiler bis Hallenverteiler 45 m, Hallenverteiler bis Arbeitsstand 6 78 m, Gebäudeverteiler bis Torsteuerung Tor 4 104 m im ersten Entwurf, Ersatzweg Hallenverteiler bis Torsteuerung Tor 4 38 m, Anbindung an das Rechenzentrum 180 m Lichtwellenleiter.Halle W2 · ÜbersichtsplanRäume, Verteiler und Kabelwege aus dem AuftragsblattVorfeldHofZufahrtRechenzentrumWerkstattbüround DispositionTechnik-raumErsatzteil-lagerSchulungsraumHalleTor 1Tor 2Tor 3Tor 4Stand 1Stand 2Stand 3Stand 4Stand 5Stand 6GVHVT180 m, Lichtwellenleiter, 1 Gbit/s45 m78 m104 m, erster Entwurf38 m, ErsatzwegKabelweg KupferKabelweg, erster EntwurfErsatzwegLichtwellenleiterGV Gebäudeverteiler, 42 HEHV Hallenverteiler, 15 HET Torsteuerung Tor 4Schema, nicht maßstäblichLängen: Kabelweg laut Auftragsblatt
Übersichtsplan Halle W2 als Schema: Büro, Technikraum mit Gebäudeverteiler, Lager und Schulungsraum oben, darunter die Halle mit Hallenverteiler, sechs Arbeitsständen und vier Toren zum Vorfeld, rechts Hof und Zufahrt. Eingezeichnet sind die Kabelwege aus dem Auftragsblatt: Gebäudeverteiler bis Hallenverteiler 45 m, Hallenverteiler bis Arbeitsstand 6 78 m, Gebäudeverteiler bis Torsteuerung Tor 4 104 m im ersten Entwurf, Ersatzweg Hallenverteiler bis Torsteuerung Tor 4 38 m, Anbindung an das Rechenzentrum 180 m Lichtwellenleiter. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Dein Weg in 11 Schritten

1Auftrag klären
2Das Lastenheft lesen
3Nachfragen
4Das Pflichtenheft entwerfen
5Den Arbeitsplatz verstehen
6Datenblätter lesen
7Geräte auswählen
8Energiekosten rechnen
9Arbeitsplatz gestalten
10Beschaffen
11Ergebnis sichern

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 1. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Mehr zu diesem Teil

Das brauchst du dafür
  • Den abgezeichneten Projektauftrag und das Auftragsblatt in der Lektion „Anlagendaten und Rollen“
  • Lernangebot 1 (Lastenheft und Pflichtenheft) und Lernangebot 2 (Geräte, Ergonomie, Beschaffung)
  • Die Angaben zu den drei Rechnervarianten und das englischsprachige Datenblatt von Variante B
  • Die Arbeitsstättenverordnung, Anhang Nr. 6 „Maßnahmen zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen“, zum Beispiel in der Vorschriftensammlung der Berufsgenossenschaft
  • Tabellenbuch Elektrotechnik, Taschenrechner, ein Rechner mit Tabellenkalkulation
  • Die Wissensspeicher-Vorlage
Dein Weg, Schritt für Schritt
  1. Auftrag klären
    Lies den Projektauftrag und das Auftragsblatt. Markiere alles, was die Rechner betrifft: Einsatzorte, Anzahl, Umgebung, Energiedaten, Termine.
  2. Das Lastenheft lesen
    Lies den Auszug aus dem Lastenheft des Auftraggebers in Lernangebot 1. Kläre, wer welches Heft schreibt und wofür es gebraucht wird.
  3. Nachfragen
    Sammle, was im Lastenheft unklar ist, und stelle deine Rückfragen an den Auftraggeber. Im Unterricht beantwortet sie deine Lehrkraft in der Rolle der Leitung der Bodenverkehrsdienste.
  4. Das Pflichtenheft entwerfen
    Gliedere das Pflichtenheft, stelle das Mengengerüst auf und formuliere jede Anforderung als prüfbaren Punkt.
  5. Den Arbeitsplatz verstehen
    Zeichne den Dispositionsarbeitsplatz als Blockbild nach dem EVA-Prinzip.
  6. Datenblätter lesen
    Entnimm den Angaben der drei Varianten Schutzart, Betriebstemperatur, Kühlung und Preis, bei Variante B aus dem englischsprachigen Datenblatt.
  7. Geräte auswählen
    Wähle für die Arbeitsstände in der Halle und für jeden Büro-Einsatzort eine Variante und begründe jede Wahl.
  8. Energiekosten rechnen
    Berechne die Jahresenergie und die Energiekosten der 18 Büro-Arbeitsplätze.
  9. Arbeitsplatz gestalten
    Prüfe den Dispositionsarbeitsplatz gegen Anhang 6 der Arbeitsstättenverordnung und skizziere ihn neu.
  10. Beschaffen
    Stelle die Beschaffungsliste auf und plane die Schritte bis zur Lieferung.
  11. Ergebnis sichern
    Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vorbereiten.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn der Auftraggeber alle Punkte abnimmt:

  • Das Pflichtenheft im Entwurf ist in Abschnitte gegliedert und enthält das Mengengerüst aller Rechner und Monitore.
  • Jede Anforderung aus dem Lastenheft steht im Pflichtenheft als prüfbarer Punkt mit Prüfgröße, Wert und Prüfweg.
  • Mindestens drei Rückfragen an den Auftraggeber sind gestellt, jede mit dem Grund, weshalb die Antwort gebraucht wird.
  • Der Dispositionsarbeitsplatz ist als Blockbild nach dem EVA-Prinzip dargestellt.
  • Schutzart und Betriebstemperatur jeder Rechnervariante sind den Angaben entnommen, bei Variante B dem englischsprachigen Datenblatt.
  • Für die Arbeitsstände in der Halle und für jeden der drei Büro-Einsatzorte ist eine Rechnervariante gewählt und mit Schutzart, Temperaturbereich und Kosten begründet.
  • Die Energiekosten der 18 Büro-Arbeitsplätze sind mit Formel, Zahlenwert und Einheit gerechnet, die Plätze mit einem und mit zwei Monitoren getrennt ausgewiesen.
  • Die Skizze des Dispositionsarbeitsplatzes zeigt mindestens drei Änderungen, jede mit der Nummer aus Anhang 6 der Arbeitsstättenverordnung begründet.
  • Die Beschaffungsliste nennt je Einsatzort Anzahl, Variante, Einzelpreis, Summe und Begründung und ist von der Projektleitung abgezeichnet.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Was auf den Tisch kommt“: Lastenheft und Pflichtenheft im Vergleich, dein Merksatz zur prüfbaren Anforderung, die Schutzart Ziffer für Ziffer, die drei Rechnervarianten in einer Vergleichstabelle, die Rechenkarte Energiekosten und die Anforderungen an einen Bildschirmarbeitsplatz in Stichworten.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Für Lehrkräfte: Lernsituation 4.1 · Sprint 1 · 16 h, parallel zu Teil 2, im Schulcurriculum Lernsituation 4.1 mit 8 h · Teamgruppe 1 · Lernziele 1.1 bis 1.3, Prüfungsbezug Abschlussprüfung Teil 1, § 13 Abs. 3 Nr. 1 (1.1 und 1.2), bei 1.3 keiner belegt · Wiederholung aus Lernfeld 1 (Leistung, Energiekosten) und Lernfeld 3 (EVA-Prinzip). Die Rückfragen der Teams beantwortest du in der Rolle der Leitung der Bodenverkehrsdienste. Welche Rechnervariante an welchen Einsatzort kommt, ist ausdrücklich offen. Wählen alle Teams für die Arbeitsstände dieselbe Variante, lohnt ein kurzer Blick darauf, ob die Offenheit unterwegs verloren gegangen ist.