Hier wird gerechnet. Die Aufgaben bearbeitet die Expertengruppe C, alle anderen lernen sie in der Expertenrunde kennen.

Schritt 2 von 4. Du rechnest, planst und begründest selbst. Halte jeden Rechenweg fest, du trägst ihn in der Expertenrunde vor.

Danach: Lernangebot 10 · Rechte, Regeln, Recht

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Rechne erst selbst, vergleiche danach. In der Expertenrunde steht die Lösung nicht daneben, dort stehst du.

Am Ende hast du: Sicherungsstrategie für Halle W2 mit Zeitnachweis und Rückweg

Alle Aufgaben beziehen sich auf das Auftragsblatt in der Lektion „Anlagendaten und Rollen“. Rechne immer mit Formel, Zahlenwert und Einheit. Runde erst im Endergebnis.

Erst du, dann die anderen

Wie kämst du an die tägliche Datenmenge eines Betriebs? Den Wert gibt dir keiner vor. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Über die Sicherungsprotokolle. Die Sicherungssoftware schreibt zu jedem Lauf auf, wie viele Daten sie übertragen hat. Ein paar Wochen davon auswerten ergibt echte Werte. Setzt aber voraus, dass schon gesichert wird, in einer neuen Halle also noch nicht.
  • Über den Speicherstand. Den belegten Platz auf dem Netzwerkspeicher an mehreren Tagen ablesen und die Differenz bilden. Einfach, aber geänderte und gelöschte Dateien verfälschen das Bild: Eine überschriebene Datei ändert den Speicherstand kaum und muss trotzdem gesichert werden.
  • Über eine Schätzung je Arbeitsplatz. Abschätzen, wie viele Daten ein Arbeitsplatz am Tag verändert, und mit der Zahl der Plätze malnehmen. Schnell und schon in der Planung möglich, aber grob und schwer zu begründen.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Sicherungsfenster 23:30 bis 05:00 Uhr, 5,5 h, als Zeitachse. Die Leitung zum Rechenzentrum hat 1 Gbit/s, darauf laufen dauernd 16 Kameras mit je 12 Mbit/s. Zu sichern sind täglich 400 GB und monatlich 2,4 TB. Die Dauer der Sicherungen ist offen.Das SicherungsfensterSicherungsfenster, Leitung und DatenmengenLeitung zumRechenzentrumKameras1 Gbit/sKameras: 16 × 12 Mbit/s, durchgehendfrei für die SicherungSicherungsfenster 5,5 h01:0002:0003:0004:0023:3005:00Täglich400 GBStart 23:30, Dauer?Monatlich2,4 TBStart 23:30, Dauer?Wie lange dauert jede Sicherung, wenn die Kamerasweiterlaufen? Rechne mit dem, was die Leitung übrig lässt.
Sicherungsfenster 23:30 bis 05:00 Uhr, 5,5 h, als Zeitachse. Die Leitung zum Rechenzentrum hat 1 Gbit/s, darauf laufen dauernd 16 Kameras mit je 12 Mbit/s. Zu sichern sind täglich 400 GB und monatlich 2,4 TB. Die Dauer der Sicherungen ist offen. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Gegebene Werte · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte

Anbindung an das Rechenzentrum
180 m Lichtwellenleiter, 1 Gbit/s
Kameras
16 Stück, je 12 Mbit/s, durchgehend. Die Kameras senden laufend ins Rechenzentrum des Flughafenbetreibers und werden dort aufgezeichnet
Wohin gesichert wird
ins Rechenzentrum des Flughafenbetreibers, über die Anbindung
Tägliche Sicherung (Zuwachs)
400 GB aus Büro, Lager und Anlagentechnik
Monatliche Vollsicherung
2,4 TB aus Büro, Lager und Anlagentechnik
Kamerabilder
liegen nicht auf dem Netzwerkspeicher der Halle und stecken in keiner der beiden Sicherungen
Netzwerkspeicher
einer, im Gebäudeverteiler
Sicherungsfenster
23:30 bis 05:00 Uhr
Betrieb
Zweischichtbetrieb, Halle nie länger als 4 h außer Betrieb
Rechenregel
1 TB = 1000 GB · 1 GB = 1000 MB · 1 Byte = 8 bit · 1 Gbit/s = 1000 Mbit/s

Die Werte stehen im Auftragsblatt in „Anlagendaten und Rollen“. Gerechnet wird dezimal, mit Zehnerpotenzen.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Sicherungsstrategie für Halle W2 mit Zeitnachweis und Rückweg

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • dem Vergleich der drei Sicherungsarten
  • dem Zeitnachweis für die tägliche Sicherung und die Vollsicherung im Sicherungsfenster 23:30 bis 05:00 Uhr
  • dem Sicherungsplan für einen Monat: was in welcher Nacht gesichert wird
  • dem Rückweg nach einem Ausfall: wo die Kopien liegen, wie lange das Zurückholen dauert, wie viel Arbeit verloren gehen darf

Zur Dokumentation

Ein Blatt, das ein Dritter ohne Rückfrage nachvollziehen kann: jede Umrechnung sichtbar, Formel, Zahlenwert und Einheit, und zu jeder Entscheidung ein Satz, weshalb sie so gefallen ist.

Abgenommen wird es von der Expertengruppe A, danach zeichnet die Projektleitung ab. Zusammen mit Lernangebot 10 geht es als Meilenstein M3 an den Auftraggeber.

Aufgabe 9.1

Stelle die drei Sicherungsarten gegenüber:

  • Beschreibe, was die Vollsicherung, die differenzielle und die inkrementelle Sicherung jeweils sichern.
  • Vergleiche die drei Arten nach der Datenmenge je Sicherungslauf.
  • Vergleiche sie nach dem Aufwand beim Zurückholen.
  • Vergleiche sie nach dem Platzbedarf auf dem Sicherungsziel.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datensicherung · Vollsicherung · inkrementelle Sicherung · differenzielle Sicherung

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

Aufgabe 9.2

Ermittle, welche Datenrate in der Nacht für die Sicherung frei ist:

  • Stelle fest, welche Geräte außer der Sicherung nachts Daten über die Anbindung ins Rechenzentrum schicken.
  • Berechne die Datenrate, die diese Geräte zusammen belegen.
  • Berechne die Datenrate, die für die Sicherung übrig bleibt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datenrate · Übertragungsrate · Bit · Byte

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

Aufgabe 9.3

Prüfe, ob die tägliche Sicherung ins Sicherungsfenster passt:

  • Berechne die Länge des Sicherungsfensters in Stunden und in Sekunden.
  • Rechne die Datenmenge der täglichen Sicherung in Megabit um.
  • Berechne die Dauer der Sicherung mit der freien Datenrate aus 9.2.
  • Bewerte das Ergebnis gegen das Sicherungsfenster.

tS = Dvfrei

Darin ist tS die Dauer der Sicherung, D die Datenmenge und vfrei die freie Datenrate.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datenrate · Vorsätze für Einheiten · Zeit

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

Aufgabe 9.4

Prüfe auf demselben Weg die monatliche Vollsicherung:

  • Rechne die Datenmenge der Vollsicherung in Megabit um.
  • Berechne die Dauer mit der freien Datenrate aus 9.2.
  • Vergleiche die Dauer mit dem Sicherungsfenster.
  • Gib an, wie viel Zeit im Fenster übrig bleibt oder fehlt, in Stunden und Minuten.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datenrate · Vorsätze für Einheiten

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

Aufgabe 9.5

Lege mit deinem Lernpartner fest, wie Halle W2 einen Monat lang gesichert wird:

  • Entwirf drei Wege, die tägliche Sicherung und die Vollsicherung auf die Nächte eines Monats zu verteilen.
  • Bewerte jeden Weg nach Kosten, Anschaffungen, Aufwand im Betrieb und Aufwand beim Zurückholen.
  • Entscheide dich für einen Weg.
  • Weise für jede Nacht deines Plans nach, dass die Sicherung ins Fenster passt.
  • Begründe, weshalb du die beiden anderen Wege verwirfst.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datensicherung · Sicherungsstrategie

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

Aufgabe 9.6

Der Netzwerkspeicher im Gebäudeverteiler fällt an einem Dienstag um 10 Uhr aus. Bis seine Daten zurück sind, arbeiten Büro, Lager und Anlagentechnik ohne ihre Daten.

Plane den Rückweg nach diesem Ausfall:

  • Berechne, wie lange das Zurückholen der Vollsicherung aus dem Rechenzentrum über die Anbindung mindestens dauert.
  • Begründe, welche Datenrate du dafür ansetzt.
  • Vergleiche die Dauer mit der Zusage, dass die Halle nie länger als 4 h außer Betrieb ist.
  • Lege nach der 3-2-1-Regel fest, wo die Kopien deiner Daten liegen.
  • Begründe, von welcher Kopie im Notfall zurückgeholt wird.
  • Lege fest, wie viel Arbeit im schlimmsten Fall verloren gehen darf.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Datensicherung · Datenrate

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

Die Lage ändert sich

Der Flughafenbetreiber braucht die Anbindung ab sofort jede Nacht ab 02:30 Uhr für eigene Übertragungen. Das Sicherungsfenster ist nur noch 23:30 bis 02:30 Uhr, also drei Stunden lang.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe, welche Nächte deines Sicherungsplans noch ins Fenster passen.
  • Nenne, was du an deinem Plan änderst.
  • Begründe, ob dein Rückweg davon berührt ist.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.