Schritt 2 von 5. Du unterscheidest die lichttechnischen Größen, bestimmst Wartungswerte und Wartungsfaktor, rechnest die Leuchtenzahl, wertest ein englisches Datenblatt aus, vergleichst zwei Leuchten wirtschaftlich und stellst die Lichtplanung auf.

Danach: Lernangebot 4 · Sicherheitsbeleuchtung planen

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine Leuchte ist erst dann richtig gewählt, wenn sie genug Licht bringt, nicht blendet, die Farben zeigt, wie sie sind, und dabei so wenig Energie braucht wie möglich.

Licht hat fünf Größen

Lichttechnische Größen an einer Pendelleuchte der LoungeDeckeNutzebene: Tischhöhe, 0,75 m über dem BodenIEΦLPΦLichtstrom in lm (Lumen)das ganze Licht, das die Leuchte abgibtILichtstärke in cd (Candela)das Licht in eine bestimmte RichtungEBeleuchtungsstärke in lx (Lux)Lichtstrom, der auf einen Quadratmeter fälltLLeuchtdichte in cd/m²wie hell eine leuchtende Fläche dem Auge erscheintηLichtausbeute in lm/WLichtstrom je Watt der Leistung P aus dem Netz
Lichttechnische Größen an einer Pendelleuchte der Lounge, links als Bild, rechts als Liste. Die Leuchte hängt an der Decke und nimmt die Leistung P aus dem Netz auf. Das ganze Licht, das sie abgibt, ist der Lichtstrom Φ (getönter Kegel). Der senkrechte Pfeil steht für die Lichtstärke I, das Licht in eine Richtung. Die dunkle Fläche auf der Nutzebene in Tischhöhe steht für die Beleuchtungsstärke E, den Lichtstrom je Quadratmeter, der dort ankommt. Das Auge rechts blickt waagerecht auf die Leuchte: Wie hell ihm die leuchtende Fläche erscheint, ist die Leuchtdichte L. Die Lichtausbeute η gibt an, wie viel Lichtstrom die Leuchte je Watt Leistung liefert. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Eine Leuchte nimmt elektrische Leistung auf und gibt Licht ab. Wie viel Licht sie insgesamt abgibt, ist der Lichtstrom Φ in Lumen (lm). Wie viel davon in eine Richtung geht, ist die Lichtstärke I in Candela (cd); sie steht in der Lichtverteilungskurve einer Leuchte. Was auf dem Tisch ankommt, ist die Beleuchtungsstärke E in Lux (lx): Lichtstrom je Quadratmeter. Wie hell eine Fläche dem Auge erscheint und ob sie blendet, beschreibt die Leuchtdichte L in cd/m². Wie gut eine Leuchte Strom in Licht umsetzt, sagt die Lichtausbeute η in lm/W.

E = ΦA     η = ΦP

Erst du, dann die anderen

Die Meisterin fragt: „Wie viele Pendelleuchten kommen in den Loungebereich?“ Raten zählt nicht. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Von Hand rechnen. Du rechnest mit dem Wirkungsgradverfahren und dem Tabellenbuch. Das geht schnell und jeder kann es nachrechnen, liefert aber nur einen Mittelwert und nichts über Gleichmäßigkeit und Blendung.
  • Mit der Lichtplanungssoftware. Du baust den Raum nach, setzt die Leuchte mit ihrer echten Lichtverteilung ein und lässt rechnen. Das liefert auch Gleichmäßigkeit, Blendung und ein Bild, kostet aber Einarbeitung, und ein Eingabefehler fällt ohne Gegenrechnung nicht auf.
  • Vergleichen und messen. Du misst in einer gebauten Lounge mit ähnlichen Leuchten nach und rechnest auf die Lounge J um. Das ist echte Erfahrung, aber die andere Lounge hat andere Decken, Farben und Leuchten, und messen kannst du nur, was schon gebaut ist.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Am Ende hast du: die Lichtplanung der Lounge J: für jede Zone Wartungswert, Leuchte, Leuchtenzahl, Anordnung, erreichte Beleuchtungsstärke und Leistung, dazu Leuchtenauswahl, Wirtschaftlichkeitsvergleich und Messraster.

Worum es hier geht und was du daneben legst

Hier bemisst du das Licht für jede Zone der Lounge J und wählst die Leuchten aus. Leg die Karte „Licht rechnen“ und den Grundriss aus dem Auftrag daneben.

Karte „Licht rechnen“: Lichtstrom, Beleuchtungsstärke, Lichtausbeute, Wartungswert, Wartungsfaktor, Raumindex und Beleuchtungswirkungsgrad mit ihren Formeln auf einer Seite. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe mit Licht.

Geplant wird der Wartungswert

Die bewegte Kurve lädt. Darunter steht dieselbe Kurve als Bild.

Beleuchtungsstärke über die Betriebszeit einer AnlageBetriebszeitBeleuchtungsstärke ĒNeuwertWartungs-wert Ēam ersten Tag, neue und saubere Leuchtendarunter darf die Beleuchtungsstärke nie fallenReinigungWartung spätestens hierLED verliert Lichtstrom,Staub auf Leuchte und Raum
Beleuchtungsstärke Ē auf der Nutzebene über der Betriebszeit, qualitativ ohne Zahlen. Am ersten Tag liegt sie beim Neuwert (obere gestrichelte Linie). Danach sinkt sie als glatte Kurve, weil die LED Lichtstrom verlieren und sich Staub auf Leuchten und Raumflächen legt. Eine Reinigung hebt sie wieder an, aber nicht ganz auf den Neuwert, weil der Verlust der LED bleibt. Die kräftige gestrichelte Linie ist der Wartungswert: Spätestens wenn die Kurve ihn erreicht, ist Wartung fällig. Geplant wird so, dass die Anlage am Ende des Wartungszeitraums noch den Wartungswert liefert; am Anfang liefert sie deshalb mehr. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Eine neue Anlage ist am ersten Tag am hellsten. Danach verlieren die LED Lichtstrom, Leuchten und Raumflächen verstauben, einzelne Leuchten fallen aus. Planen musst du deshalb so, dass die Beleuchtungsstärke auch am Ende des Wartungszeitraums nicht unter den Wartungswert Ēm fällt, den die Arbeitsstättenregeln je Tätigkeit vorgeben. Wie viel Verlust du einrechnest, sagt der Wartungsfaktor WF: Er ist das Produkt aus vier Faktoren für den Lichtstromrückgang der LED, den Ausfall, die Verschmutzung der Leuchte und die Verschmutzung des Raums. Der Wert am ersten Tag heißt Neuwert.

Das Wirkungsgradverfahren

Was in den Raumindex eingeht: Schnitt und Grundriss eines RaumsSchnittNutzebeneLeuchten unter der Deckeh0,75 mh: Abstand zwischen Leuchten und NutzebeneGrundrissabRaumflächea mal b
Links der Schnitt durch einen Raum: oben die Decke mit den Leuchten, unten der Boden, gestrichelt die Nutzebene 0,75 m über dem Boden. Der Maßpfeil h reicht von der Unterkante der Leuchten bis zur Nutzebene. Rechts der Grundriss desselben Raums mit der Länge a und der Breite b. Aus a, b und h entsteht der Raumindex k: Er sagt, ob ein Raum flach und weit ist (großes k) oder hoch und schmal (kleines k). Eigene Darstellung für den Unterricht.

Nicht der ganze Lichtstrom der Leuchten kommt auf der Nutzebene an: Ein Teil fällt auf Wände und Decke und wird dort teils verschluckt, teils zurückgeworfen. Wie viel ankommt, sagt der Beleuchtungswirkungsgrad ηB. Er hängt von der Leuchte, von den Reflexionsgraden der Raumflächen und von der Raumform ab, die der Raumindex k beschreibt. Daraus folgt die Zahl der Leuchten:

n = Ēm · AΦ · ηB · WF     k = a · bh · (a + b)

n Zahl der Leuchten, Ēm Wartungswert in lx, A Fläche in m², Φ Lichtstrom einer Leuchte in lm, ηB Beleuchtungswirkungsgrad, WF Wartungsfaktor, a und b Länge und Breite des Raums in m, h Abstand zwischen Leuchten und Nutzebene in m. Eine Lichtplanungssoftware rechnet im Grunde dasselbe, nur Punkt für Punkt mit der echten Lichtverteilung der Leuchte. Dafür liefert sie auch die Gleichmäßigkeit und die Blendung.

Lichtfarbe, Farbwiedergabe, Blendung

Neben der Menge zählt die Qualität. Die Lichtfarbe wird über die ähnlichste Farbtemperatur in Kelvin angegeben: 3000 K ist warmweiß und wirkt wohnlich, 4000 K ist neutralweiß und wirkt sachlich. Der Farbwiedergabeindex Ra sagt, wie natürlich Farben unter der Leuchte erscheinen; 100 ist der Höchstwert. Die Blendung wird mit dem UGR-Wert (unified glare rating) beschrieben: Je kleiner er ist, desto weniger blendet die Anlage. Alle drei Werte stehen im Datenblatt einer Leuchte, oft nur auf Englisch.

Tageslicht in der Tiefe der Lounge

Tageslicht auf der Nutzebene bei bedecktem Himmel (Außenhelligkeit 10 klx, Unterrichtswerte)Glasfassade0 m3 m6 m9 m12 m15 mAbstand von der Fassade20 lx40 lx60 lx80 lx0 lx60 lx30 lx12 lx5 lxAn der Fassade kommt viel Tageslicht an,in der Tiefe des Raums nur noch wenig.
Tageslicht auf der Nutzebene im Loungebereich bei bedecktem Himmel, aufgetragen über dem Abstand von der Glasfassade von 0 m bis 15 m. Die Kurve fällt von über 80 lx direkt an der Fassade glatt auf rund 3 lx an der Rückseite. Markiert sind vier Messwerte der Elektrowerkstatt: 60 lx, 30 lx, 12 lx und 5 lx in 1,875 m, 5,625 m, 9,375 m und 13,125 m Abstand. Unterrichtswerte; bei Sonne sind alle Werte ein Vielfaches höher. Die Fassade ist aus Sonnenschutzglas mit geringer Lichtdurchlässigkeit; deshalb kommt bei bedecktem Himmel weniger Tageslicht an als hinter einem gewöhnlichen Fenster. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Die Lounge hat eine Glasfassade. Tagsüber kommt viel Licht herein, aber nicht überall gleich viel. Für die Gliederung der Leuchten und später für die Konstantlichtregelung in Teil 3 ist das eine wichtige Unterlage.

Gegebene Werte: Licht in der Lounge J · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: Licht in der Lounge J

Zonen
Lage und Fläche stehen auf der Karte „Die Lounge auf einen Blick“ und in der Tabelle von Aufgabe 3.2 · Deckenhöhe 3,50 m im Loungebereich und im Arbeitsbereich, 2,80 m in allen anderen Zonen
Nutzebene und Leuchtenhöhe
Nutzebene 0,75 m über dem Boden · gerechnet wird mit den Leuchten in Deckenhöhe; die Pendel der Leuchte A sind kurz
Reflexionsgrade
Decke 0,7 · Wände 0,5 · Boden 0,2
Beleuchtungswirkungsgrad ηB
direkt strahlende LED-Leuchten, Reflexionsgrade wie oben: k 0,6 → 0,45 · 0,8 → 0,52 · 1,0 → 0,58 · 1,25 → 0,63 · 1,5 → 0,67 · 2,0 → 0,72 · 2,5 → 0,76 · 3,0 → 0,79 · 4,0 → 0,83 · 5,0 → 0,85 · Regel im Kurs: den nächstkleineren Tabellenwert von k nehmen
Faktoren des Wartungsfaktors
Lampenlichtstromfaktor LLMF 0,90 (Lichtstrom der LED nach 25.000 Betriebsstunden laut Hersteller, rund 3,8 Jahre Betrieb der Lounge; so lange gilt die Planung, danach wird nachgemessen und bei Bedarf getauscht; eine Reinigung setzt diesen Rückgang nicht zurück) · Lampenüberlebensfaktor LSF 1,00 (ausgefallene Leuchten werden sofort getauscht) · Leuchtenwartungsfaktor LMF 0,94 · Raumwartungsfaktor RSMF 0,95 (Reinigung einmal im Jahr)
Leuchten
Leuchte A LED-Pendelleuchte, dimmbar: 3.000 lm, 25 W, 185 €; alle weiteren Daten im englischen Datenblatt bei Aufgabe 3.5 · Leuchte B LED-Flächenleuchte, DALI: 4.000 lm, 30 W, 4000 K, Ra ≥ 80, UGR < 19, 160 € · Leuchte C LED-Downlight, DALI: 1.500 lm, 12 W, 3000 K, Ra ≥ 90, UGR < 22, IP44, 75 €
Vorauswahl der Elektrowerkstatt
Leuchte A im Loungebereich, Leuchte B im Arbeitsbereich und in der Küche, Leuchte C in allen anderen Zonen; ihr prüft die Vorauswahl und begründet Abweichungen
Betrieb und Energie
6.570 Betriebsstunden im Jahr · 0,20 €/kWh · Präsenzmelder und Konstantlicht senken den Energiebedarf der Beleuchtung im Loungebereich um rund 30 % (Erfahrungswert der Elektrowerkstatt)
Günstigere Pendelleuchte
Angebot eines anderen Lieferanten: gleicher Lichtstrom 3.000 lm, aber 32 W statt 25 W, je Leuchte 30 € billiger
Messraster
Rastermaß nach DIN EN 12464-1: p = 0,2 · 5lg d in m, d längere Seite der Fläche in m (im Kurs als Unterrichtswert) · im Kurs gilt für die Abnahmemessung vereinfacht: ein gröberes Raster mit höchstens 20 Messpunkten im Loungebereich ist erlaubt, wenn im Protokoll steht, wie weit es vom Normraster abweicht
Schutzart in Räumen mit Dusche
DIN VDE 0100-701: Leuchten in Bereich 1 und 2 mindestens IPX4

Alle Werte zur Lounge J sind Unterrichtswerte. Zahlen zum Flughafen sind öffentliche Größenordnungen, gerundet.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Lichtplanung der Lounge J

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • je Zone: Wartungswert mit Begründung, Leuchtentyp, Raumindex, Beleuchtungswirkungsgrad, berechnete und gewählte Leuchtenzahl, Anordnung, erreichte Beleuchtungsstärke, Anschlussleistung
  • den Wartungsfaktor mit seinen vier Faktoren
  • die Leuchtenauswahl mit Lichtfarbe, Farbwiedergabe, Blendung, Lichtausbeute, Dimmbarkeit und Schutzklasse, deutsch und englisch
  • die Gliederung des Loungebereichs in Lichtbänder und die Dimmtechnik je Zone
  • den Wirtschaftlichkeitsvergleich zweier Pendelleuchten mit einem Satz zur Umweltverträglichkeit
  • die Gegenprobe der Handrechnung und das Messraster für die Abnahme

Zur Dokumentation

Eine Tabelle über alle Zonen auf einer Seite, dazu der Leuchtenplan im Grundriss mit Schaltzeichen nach DIN EN 60617 und eine Seite Begründungen. Jede Zahl hat ihre Herkunft (Tabellenbuch, Datenblatt oder eigene Rechnung), jede Entscheidung einen Satz, weshalb. Gerechnet wird in einer Tabellenkalkulation, damit eine Änderung sofort durch alle Zonen läuft.

Die Lichtplanung geht in die Bestellung der Leuchten, an den Trockenbau und in Teil 3 in das KNX-Projekt. Zusammen mit dem Plan der Sicherheitsbeleuchtung und den Ergebnissen aus Teil 1 wird sie zu Meilenstein M1 im Kreuzreview von einem anderen Team abgenommen, danach zeichnet die Projektleitung ab.

3.1Ordne die lichttechnischen Größen an der Pendelleuchte der Lounge
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Aufgabe 3.1

Ordne die lichttechnischen Größen an der Pendelleuchte der Lounge:

  • Nenne zu Lichtstrom, Lichtstärke, Beleuchtungsstärke, Leuchtdichte und Lichtausbeute Formelzeichen und Einheit.
  • Erkläre jede Größe in einem Satz am Beispiel der Lounge.
  • Gib an, welche Größe der Wartungswert beschreibt.
  • Gib an, welche Größe für die Blendung entscheidend ist.
  • Berechne die Lichtausbeute der Leuchten A, B und C.
  • Vergleiche die drei Leuchten nach ihrer Lichtausbeute.
Größe Formelzeichen Einheit in der Lounge
Lichtstrom
Lichtstärke
Beleuchtungsstärke
Leuchtdichte
Lichtausbeute

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Lichtstrom · Lichtstärke · Beleuchtungsstärke · Leuchtdichte · Lichtausbeute

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3.2Bestimme die Anforderungen an das Licht in jeder Zone der Lounge J nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4
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Aufgabe 3.2

Bestimme die Anforderungen an das Licht in jeder Zone der Lounge J nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4:

  • Ordne jeder Zone eine Nutzung aus der Tabelle der Arbeitsstättenbeleuchtung im Tabellenbuch zu.
  • Bestimme für jede Zone den Wartungswert Ēm.
  • Begründe jede Zone, für die das Tabellenbuch keine passende Zeile hat.
  • Gib für den Arbeitsbereich und die Küche an, welche Grenzwerte für Blendung und Farbwiedergabe gelten.
  • Wähle für jede Zone eine Lichtfarbe.
  • Begründe die Lichtfarbe im Loungebereich mit dem Lastenheft.
Zone Nutzung laut Tabellenbuch Ēm in lx UGR höchstens Ra mindestens Lichtfarbe
Loungebereich (300 m²)
Arbeitsbereich (60 m²)
Ruheraum (42 m²)
Flur zum Notausgang Ost (12 m²)
Sanitär mit zwei Duschen (36 m²)
Empfang (40 m²)
Buffet und Bar (60 m²)
Küche (35 m²)
Technik und Lager (15 m²)

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Arbeitsstättenbeleuchtung · Wartungswert · Blendung · Lichtfarbe · Farbtemperatur

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3.3Begründe den Wartungsfaktor für die Lounge J
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Aufgabe 3.3

Begründe den Wartungsfaktor für die Lounge J:

  • Erkläre den Unterschied zwischen Wartungswert und Neuwert.
  • Erkläre, wofür die vier Faktoren LLMF, LSF, LMF und RSMF stehen.
  • Berechne den Wartungsfaktor.
  • Begründe, weshalb der Raumwartungsfaktor in einer Lounge mit Buffet nicht 1,00 sein kann.
  • Berechne, um wie viel Prozent die Beleuchtungsstärke am ersten Tag über dem Wartungswert liegt.
  • Vergleiche das Ergebnis mit deiner Schätzung aus dem Auftrag.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Wartungsfaktor · Leuchten-Wartungsfaktor · Lampen-Überlebensfaktor · Wartungswert · Wartung

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3.4Berechne die Leuchtenzahl für den Loungebereich nach dem Wirkungsgradverfahren
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Aufgabe 3.4

Berechne die Leuchtenzahl für den Loungebereich nach dem Wirkungsgradverfahren:

  • Berechne den Abstand h zwischen Leuchten und Nutzebene.
  • Berechne den Raumindex k.
  • Bestimme den Beleuchtungswirkungsgrad ηB mit der Regel aus den gegebenen Werten.
  • Berechne die Leuchtenzahl n mit deinem Wartungswert aus Aufgabe 3.2 und deinem Wartungsfaktor aus Aufgabe 3.3.
  • Lege eine Anordnung in Reihen parallel zur Fassade fest.
  • Berechne die Beleuchtungsstärke, die deine Anordnung erreicht, und den Neuwert.
  • Berechne die Anschlussleistung und die Leistung je Quadratmeter.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Wirkungsgradmethode · Raumindex · Beleuchtungswirkungsgrad · Leuchtenanzahl · Reflexionsgrad

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3.5Werte das englische Datenblatt der Pendelleuchte (Leuchte A) aus
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Aufgabe 3.5

Technical data · LED pendant luminaire (Leuchte A) (Auszug aus dem Datenblatt, englisch, herstellerneutral)

Parameter Value
Product LED pendant luminaire, direct light, dimmable (vendor-neutral training example)
Luminous flux (luminaire) 3,000 lm
Rated input power 25 W
Luminaire efficacy 120 lm/W
Correlated colour temperature (CCT) 3,000 K (warm white)
Colour rendering index (CRI) Ra ≥ 90
Unified glare rating (UGR) < 19 (room 4H × 8H, reflectances ceiling 0.7, walls 0.5, floor 0.2)
Lumen maintenance L80B10 at 50,000 h
Dimming phase-cut, trailing edge (universal LED dimmer), 10 % to 100 %
Supply voltage 220 V to 240 V AC, 50 Hz and 60 Hz
Power factor > 0.90 at full load
Protection class II (double insulated)
Degree of protection IP20
Ambient temperature −10 °C to +35 °C
Suspension steel cable, adjustable up to 1.5 m
Dimensions, weight diameter 450 mm, height 110 mm, 3.2 kg
Disposal return to a collection point for waste electrical equipment, not with household waste

Werte das englische Datenblatt der Pendelleuchte (Leuchte A) aus:

  • Übersetze die Begriffe in der Tabelle in deutsche Fachbegriffe.
  • Trage die Werte aus dem Datenblatt ein.
  • Prüfe Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Blendung gegen deine Anforderungen aus Aufgabe 3.2.
  • Erkläre die Angabe „L80B10 at 50,000 h“.
  • Berechne, nach wie vielen Betriebsjahren der Lounge die Leuchte L80 erreicht.
  • Erkläre, was „trailing edge“ für die Wahl des Dimmaktors bedeutet.
  • Begründe, weshalb die Leuchte keinen Schutzleiter braucht.
englischer Begriff im Datenblatt deutscher Fachbegriff Wert für Leuchte A erfüllt die Anforderung? weshalb?
luminous flux
rated input power
luminaire efficacy
correlated colour temperature (CCT)
colour rendering index (CRI)
unified glare rating (UGR)
lumen maintenance L80B10
dimming, trailing edge
protection class II
degree of protection IP20

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Lichtfarbe · LED-Beleuchtung · Dimmen LED · Leuchtenkennzeichnung · Schutzklassen

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3.6Plane das Licht für die übrigen acht Zonen
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Aufgabe 3.6

Plane das Licht für die übrigen acht Zonen:

  • Berechne für jede Zone h, k und ηB.
  • Berechne die Leuchtenzahl mit deinen Wartungswerten aus Aufgabe 3.2.
  • Lege für jede Zone eine Anordnung fest.
  • Prüfe für den Sanitärbereich mit zwei Duschen die Schutzart deiner Leuchte nach DIN VDE 0100-701.
  • Berechne die erreichte Beleuchtungsstärke und die Anschlussleistung.
  • Begründe jede Zone, in der du deutlich mehr Leuchten setzt, als die Rechnung verlangt.
  • Berechne die Summe der Leuchten je Typ und die Anschlussleistung der ganzen Lounge.
Zone Leuchte h in m k ηB n berechnet n gewählt, Anordnung Ē in lx P in W
Arbeitsbereich
Ruheraum
Flur zum Notausgang Ost
Sanitär mit zwei Duschen
Empfang
Buffet und Bar
Küche
Technik und Lager

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Beleuchtungsanlage, Berechnung · Leuchtenanzahl · Raumindex · Beleuchtungswirkungsgrad

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3.7Vergleiche die Pendelleuchte (Leuchte A) mit der günstigeren Pendelleuchte aus dem Angebot eines anderen Lieferanten
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Aufgabe 3.7

Vergleiche die Pendelleuchte (Leuchte A) mit der günstigeren Pendelleuchte aus dem Angebot eines anderen Lieferanten:

  • Berechne den Energiebedarf der Beleuchtung im Loungebereich im Jahr ohne Steuerung mit deiner Anschlussleistung aus Aufgabe 3.4.
  • Berechne den Energiebedarf und die Ersparnis in Euro mit Präsenzmeldern und Konstantlicht.
  • Berechne die Lichtausbeute der günstigeren Leuchte.
  • Berechne die Mehrkosten für Energie im Jahr, wenn du die günstigere Leuchte einsetzt.
  • Berechne, nach wie vielen Jahren die günstigere Leuchte teurer ist als die Leuchte A.
  • Beurteile beide Leuchten nach ihrer Umweltverträglichkeit.
  • Beschreibe, wie die Elektrowerkstatt Verpackung und ausgediente Leuchten entsorgt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Energieeffizienz · Energie-Einsparpotenzial · Kosten-Nutzen-Betrachtung · Abfallentsorgung · Recycling

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3.8Stellt die Lichtplanung der Lounge J fertig
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Aufgabe 3.8

Stellt die Lichtplanung der Lounge J fertig:

  • Tragt alle Zonen mit Wartungswert, Leuchte, Leuchtenzahl, Anordnung, Beleuchtungsstärke und Leistung in eine Tabelle ein.
  • Gliedert die Leuchten des Loungebereichs in Lichtbänder und begründet die Gliederung mit dem Tageslicht.
  • Ordnet jeder Zone eine Dimmtechnik zu, passend zur Leuchte.
  • Zeichnet den Leuchtenplan in den Grundriss mit Schaltzeichen nach DIN EN 60617.
  • Prüft eure Handrechnung mit einer Lichtplanungssoftware oder mit einer zweiten, unabhängigen Rechnung.
  • Legt das Messraster für die Abnahmemessung im Loungebereich fest.
  • Prüft, ob ein anderes Team eure Tabelle ohne Rückfrage nachrechnen kann.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Leuchtenanzahl · Lichtsteuerung · DALI-System · LED-Dimmer · Schaltzeichen

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Die Betriebsleitung der Lounge hat sich bei den Möbeln umentschieden: dunkle Holztische, dunkelgraue Sessel und ein anthrazitfarbener Teppich statt des hellen Bodens. Mit Wänden 0,3 und Boden 0,1 sinkt der Beleuchtungswirkungsgrad im Loungebereich nach der Tabelle der Elektrowerkstatt auf 0,72.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe an deiner Lichtplanung, ob der Loungebereich seinen Wartungswert noch erreicht.
  • Entscheide, was du änderst: Leuchtenzahl, Leuchte oder Raumflächen.
  • Begründe deine Entscheidung gegenüber der Betriebsleitung mit einer Zahl.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.