Schritt 1 von 3. Zwei Minuten Überblick, dann geht es los.

Danach: Der Projektauftrag

So arbeitet ihr in diesem Kurs

Wie ein agiles Team: ein Sprint, eine Storycard

Ihr seid das Projektteam, eure Lehrkraft ist der Auftraggeber. Jeder Teil ist ein Sprint, und für jeden Sprint gibt es eine Storycard mit zwei Seiten: was gebraucht wird, woran abgenommen wird, euer Sprintziel und eure Retrospektive. Ihr findet sie oben im Auftrag jedes Teils.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

Das Projekt als PDF 2 Seiten · 295 KB · Deckblatt und Projekt auf einer Seite

Die Szene „Ein Tag in der Lounge J“ lädt. Darunter steht der Grundriss zum Aufklappen.

Die Lounge J im Grundriss, bewegt

Lounge J · Grundriss 30 m × 20 m · Szene im ZeitrafferGlasfassade zum Vorfeld-M1-M2-M3-M4PMHSB20auf dem DachUVLoungebereichArbeitenRuheraumFlur OstSanitärEmpfangBuffet und BarKücheTechnikEingangNotausgangWestNotausgangOst1 · Früh am Morgen: Die Lounge ist leer, das Licht ist aus.2 · Gäste kommen herein. Ein Präsenzmelder meldet das über die Busleitung zum Verteiler.3 · Das Licht im Loungebereich geht an und regelt seine Helligkeit.4 · Sonne: Der Helligkeitssensor auf dem Dach meldet, der Sonnenschutz fährt, das Licht am Fenster dimmt herunter.5 · Die Sonne ist weg, der Behang fährt hoch. Abends gehen die Gäste, und das Licht geht aus.LichtPMPräsenzmelderHSHelligkeitssensorBusleitungTelegrammBehangGastLagesymbole, keine Schaltzeichen

Die Lounge J im Grundriss: Gäste kommen, das Licht geht an, bei Sonne fährt der Sonnenschutz.
Was der Grundriss zeigt

Die Lounge J am Flugsteig J im Grundriss, 30 m × 20 m, oben die Glasfassade zum Vorfeld, unten der Eingang vom Flugsteigflur. Im Loungebereich ist das Licht als Fläche gezeichnet; wie viele Leuchten dort hängen und wie sie gegliedert sind, planst du in Teil 2. In der Decke sitzt ein Präsenzmelder als Lagesymbol, wie viele es werden, rechnest du in Teil 3. Auf dem Dach sitzt der Helligkeitssensor -B20, vor der Fassade der Sonnenschutz M1 bis M4, im Technikraum die Unterverteilung UV. Die Busleitung führt vom Präsenzmelder durch die Decke und den Flur Ost zur Unterverteilung. Die Szene läuft in einer Schleife: Gäste kommen herein, der Präsenzmelder sendet ein Telegramm über die Busleitung, das Licht wird hell. Kommt die Sonne, meldet -B20, der Behang fährt herunter, und das Licht am Fenster dimmt. Abends gehen die Gäste, und das Licht geht aus. Die Bildzeile unter dem Grundriss sagt, was gerade geschieht. Ist dein Gerät auf weniger Bewegung eingestellt, steht die Szene still und zeigt die Lounge mit Gästen und eingeschaltetem Licht. Zeiten in der Szene stark gekürzt, Lagen schematisch, die Kurzzeichen sind Lagesymbole und keine Schaltzeichen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Bevor du weiterliest: Was vermutest du?

Woher weiß das Licht in einer Lounge, wann es heller, dunkler oder ganz aus sein soll, und was muss in der Lounge passieren, wenn es irgendwo brennt? Schreib auf, was du vermutest. Am Ende von Teil 3 schaust du wieder hier hinein.

Das lernst du

Im Projekt: Was will die Lounge, und wer baut wann?

BeratungsgesprächLastenheftNetzplankritischer WegGewerke abstimmen

Im Projekt: Wie viel Licht braucht die Lounge?

WartungswertWirkungsgradverfahrenLeuchtenauswahlSicherheitsbeleuchtungRettungszeichen

Teil 3 · 14 h
Gebäudesystemtechnik

Im Projekt: Wer sagt dem Licht, wann es dimmt?

TopologieGruppenadressenTelegrammSzenenVisualisierung

Im Projekt: Wer warnt, wer spricht, wer darf ins Netz?

BrandmeldeanlageSprachalarm100-V-TechnikVLAN und WLANSchutzziele

Im Projekt: Reichen 60 Kilowatt, und was kostet das?

SpitzenlastLastgangBlitzschutzzonenÜberspannungsschutzAngebot

Im Projekt: Darf die Lounge öffnen?

ErstprüfungInbetriebnahmeEinweisungBusmonitorReklamation
Wie die Karten funktionieren

Jede Karte ist ein Fachgebiet aus dem Lernfeld. Ein Klick auf den Titel führt zum Auftrag des Teils, die Links darunter direkt zu den dreizehn Lernangeboten.

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Wer die Lösung liest, bevor er es selbst versucht hat, merkt sich den Weg nicht. In der Prüfung steht die Lösung nicht daneben.

Mehr zum Kurs, wenn du es brauchst

Die ganze Ausgangslage

Eine Lounge am Flugsteig, sechs Teile, ein Ziel: Die Lounge J öffnet pünktlich, hell, sicher, vernetzt und mit höchstens 60 kW.

Seit Terminal 3 im April 2026 in Betrieb ist, fehlt am Flugsteig J eine zweite Lounge: Die erste ist in der Spitze voll. Ein Loungebetreiber hat deshalb im Flugsteig J auf Ebene 3 eine Fläche von 600 m² gemietet, 30 m × 20 m, mit Glasfassade zum Vorfeld. Gegenüber hängen die Gate-Anzeigen, die du in Lernfeld 6 instand gesetzt hast. Übergeben wurde die Fläche im Rohausbau: Estrich, Rohdecke, Fassade und die Anschlusspunkte des Terminals, sonst nichts.

Die Lounge J soll zum Beginn des Sommerflugplans öffnen, in sieben Wochen: 120 Plätze, ein Arbeitsbereich, ein Ruheraum, zwei Duschen, Buffet und Bar mit eigener Küche, Ladeplätze an den Sitzen, Gäste-WLAN und Fluginfo-Bildschirme. Gate-Durchsagen soll es in der Lounge nicht geben, sie soll ruhig sein. Der Mietvertrag begrenzt die Leistung auf 60 kW, und allein die Küche und die zwei Duschen mit Durchlauferhitzern lägen ohne Steuerung weit darüber.

Den Elektroausbau übernimmt die Elektrowerkstatt der Instandhaltung, dieselbe wie in den Lernfeldern 4 bis 8: Der Flughafen bietet seinen Mietern den Ausbau aus einer Hand an. Im Team beratet ihr die Betriebsleitung der Lounge, plant Ablauf, Licht und Sicherheitsbeleuchtung, projektiert die Gebäudesystemtechnik nach der KNX-Norm mit Visualisierung, stimmt Brandmeldung, Sprachalarm und Netz ab, begrenzt die Spitzenlast, schützt die Anlage vor Überspannung, kalkuliert das Angebot, prüft, nehmt in Betrieb, weist das Personal ein und kümmert euch um die erste Reklamation.

So läuft jeder Teil: fünf Stationen

1 Auftrag

Was braucht die Lounge?

2 Lernangebot

Hier lernst du das Fach.

3 Lösungen

Erst nach deinem Versuch.

4 Kontrolle

Kurzes Quiz, ohne Note.

5 Kompetenzmodell

Was kannst du jetzt?

Jeder Teil ist ein Arbeitspaket des Projekts. Wer einen Teil kennt, kennt alle: Der Ablauf ist immer derselbe.

Jeder Teil

Fünf Stationen, immer dieselben

  • Der Auftrag

    Zuerst die Frage, wo dir das Thema schon begegnet ist. Dann, was die Betriebsleitung der Lounge will, was in diesem Teil entsteht und woran du merkst, dass du fertig bist.

  • Das Lernangebot

    Ganz oben steht dein Lernprodukt: das, was am Ende auf dem Tisch liegt. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin. Du schreibst direkt hinein. Die Teile 1 bis 4 und Teil 6 haben je zwei Lernangebote, Teil 5 hat drei.

  • Rechenwege und Lösungen

    Ansatz, Begründung, Weg Schritt für Schritt, bei offenen Entscheidungen eine Musterlösung und woran du eine tragfähige erkennst. Hier stehen auch die Fehler, die fast alle machen.

  • Die Kontrolle

    Ein kurzes Quiz. Es zeigt dir, wo du stehst, und zählt nicht für die Note. Nach Teil 3 und Teil 6 kommt eine gemischte Wiederholung dazu.

  • Dein Kompetenzmodell

    Was du jetzt kannst, woran du es gelernt hast und mit wem. Dazu Zeilen für das, was die Vorlage nicht kennt.

So kommst du durch

Auftrag lesen → Lernangebot selbst bearbeiten → erst danach die Lösungen öffnen → Kontrolle machen → Kompetenzmodell ausfüllen.

Drei Karten und eine Szene, die dich begleiten

Drei Karten liegen im Wissensspeicher, in Lektion 3 dieses Abschnitts. Die Karte „Die Lounge auf einen Blick“ zeigt den Grundriss mit allen Zonen, Flächen und Ausgängen und die Betriebsmittel mit ihren Kennzeichen. Du brauchst sie ab Teil 1 bei jeder Aufgabe. Die Karte „Licht rechnen“ fasst die lichttechnischen Größen und Formeln auf einer Seite zusammen, für Teil 2 und die Messreihe in Teil 6. Die Karte „KNX lesen“ erklärt Bereich, Linie, Teilnehmer, physikalische Adresse und Gruppenadresse, den Aufbau eines Telegramms und die Spalten des Busmonitors, für Teil 3 und die Fehlersuche in Teil 6. Leg dir alle drei neben das Tabellenbuch.

In Teil 3 und Teil 6 arbeitest du außerdem mit einer interaktiven Szene der Lounge J. Dort siehst du am Busmonitor, welches Gerät welchem etwas sagt, schaltest Szenen, lässt die Sonne scheinen und suchst in Teil 6 eingebaute Fehler.

Wer unterschreibt, dass du fertig bist

Das hier ist ein Projekt, keine Aufgabensammlung. Deshalb sagt an jedem Meilenstein jemand „fertig“ und zeichnet ab: die Betriebsleitung der Lounge als Auftraggeber, die Meisterin der Elektrowerkstatt als Elektrofachkraft und die Projektleitung in deinem Team. Wer was abzeichnet, steht im Projektauftrag in Lektion 2.

Arbeiten im Team: allein, zu zweit, zu fünft

Bei jeder Aufgabe steht, ob du sie allein, mit deinem Lernpartner oder im Team bearbeitest. Im Team gibt es fünf Rollen: Teamleitung, Planung Licht und Energie, Gebäudesystemtechnik, Sicherheit und Kommunikation, Kalkulation und Dokumentation. Die Rollen wechseln nach jedem Sprint, so dass jede Person jede Seite des Projekts einmal verantwortet. Was ihr vereinbart, steht im Teamvertrag, was gerade zu tun ist, auf dem Kanban-Board. Jeden Tag stimmt ihr euch fünf Minuten im Stehen ab.

Am Ende jedes Sprints erklärt ihr euch in der Expertenrunde gegenseitig, was ihr gelernt habt. Wer vorträgt, wird ausgelost. Deshalb muss jede und jeder im Team alles können, nicht nur der Schnellste.

Fünf Sprints, fünf Meilensteine

Das Projekt läuft in fünf Sprints mit zusammen 80 Stunden; am Ende jedes Sprints steht ein Meilenstein, von M0 „Auftrag abgezeichnet“ bis M4 „Übergabe“. Wann welcher Sprint läuft und was zu jedem Meilenstein vorliegen muss, steht an einem Ort: im Projektauftrag in Lektion 2, Aufklapper „Der Projektauftrag zum Abzeichnen“ und „So arbeitet ihr“.

Wenn du nicht weiterkommst

Erst dein Lernpartner, dann das Team nebenan, dann dein Lernbegleiter. Die Hilfe-Treppe und die Gespräche mit dem Lernbegleiter stehen an einem Ort: in Lektion 3, „Wenn du nicht weiterkommst“.

Wo gelernt und wo bewertet wird

Hier darfst du Fehler machen. Die Frage am Anfang jedes Teils, die Kontrollen, die Selbstprüfungen und dein Kompetenzmodell zählen nicht für die Note. Bewertet werden dein Vorgehen im Projekt, deine Dokumentation, deine Präsentation und deine Rückschau.

Was du dafür brauchst
  • Tabellenbuch Elektrotechnik und Taschenrechner
  • Die Grundlagen aus früheren Lernfeldern: Messen mit dem Luxmeter und dem Vielfachmessgerät aus Lernfeld 1, Installation, Installationsplan und Schaltplanarten aus Lernfeld 2, Steuern und Verknüpfen aus Lernfeld 3, Netzwerk, VLAN und Schutzziele aus Lernfeld 4, die Erstprüfung aus Lernfeld 5, die systematische Fehlersuche an den Gate-Anzeigen aus Lernfeld 6
  • Manches davon kennst du schon. Das ist Absicht: In Lernfeld 4 hast du das Netz einer Halle geplant, hier hängt die Gebäudeautomation daran. In Lernfeld 6 hast du Fehler an einer Anzeige eingegrenzt, hier tust du es am Bus. Lernfeld 10 läuft im selben Ausbildungsjahr: Dort geht es um Lastmanagement auf dem Vorfeld.
  • Den Werkstattrechner mit einer Tabellenkalkulation und einem Präsentationsprogramm; die Projektierungs- und Inbetriebnahmesoftware für KNX und eine Lichtplanungssoftware, wenn deine Schule sie hat
  • Bleistift, Lineal und Radiergummi für Pläne von Hand
  • An der KNX-Lehrwand und an der Prüfwand arbeitest du nur, wenn deine Lehrkraft dabei ist. Rauchmelder gibt es im Labor nur als Übungsmelder mit Prüfaerosol, nie an der Brandmeldeanlage des Hauses.
Ein Wort zu den Zahlen

Die Lounge J, ihre Zonen, Leuchten, Geräte, Verbraucher und Termine gibt es so nicht. Alles ist für den Unterricht gebaut, in sich stimmig und nachgerechnet, aber keine Planungsdaten eines echten Flughafens: Es sind Unterrichtswerte. Nur die Angaben zum Terminal 3 und zum Flughafen folgen öffentlichen Größenordnungen, gerundet.

Kursmaterial · zum Ausdrucken

Das Projekt als PDF. Deckblatt und das Projekt auf einer Seite. Die Storycard für jeden Teil findest du im Auftrag des Teils, Vorlagen- und Zeichenblätter dort, wo sie gebraucht werden. Alles andere füllst du hier im Kurs aus.

Das Projekt als PDF herunterladen2 Seiten · 295 KB · doppelseitig drucken

Dazu die Einführungsfolien zum agilen Lernen: der ganze Kurs auf wenigen Folien, mit Kursstruktur und Freigabe zum eigenen Gebrauch.

Einführungsfolien zum agilen Lernen herunterladen10 Folien · 1,0 MB · 16:9 für den Beamer