Teil 4 von 6⏱ 20h

74 Geräte, sechs Bereiche und genau ein Teilnetz. Mehr Adressen gibt es nicht, und Büro und Hallentore hängen an denselben Kabeln.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst deinen Weg.

Danach: Lernangebot 7 · Der Adressplan

Agil arbeiten · Sprint 2

Eure Storycard für Teil 4

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Das lernst du in Teil 4

IP-AdressierungTeilnetzeDiensteVLAN

Lernangebot 7 · Der Adressplan →Lernangebot 8 · Zwei Welten, ein Kabelweg →

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Ein Adressplan beginnt mit Zählen, nicht mit Teilen. Wer den Bedarf nicht kennt, verteilt Adressen, die später fehlen.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung. Es hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektroniker möchte ich aus dem einen zugewiesenen Teilnetz sechs Bereiche bilden, jedem Gerät eine begründete Adresse geben und die Bereiche auf derselben Verkabelung voneinander trennen, damit ein Fehler im Büronetz kein Hallentor erreicht und ich bei einer Störung weiß, wo ich suche.

Der Flughafenbetreiber hat der Halle W2 genau ein Adressnetz zugeteilt: 10.42.7.0/24. Es wird nicht erweitert und nicht nachgefordert. Daraus werden sechs Bereiche: Verwaltung, Büro-IT, Halle-IT, Kameras, Funknetz und Anlagentechnik. Wie ihr das Netz aufteilt, welches Gerät eine feste Adresse bekommt und welche VLAN-Nummern ihr vergebt, entscheidet dein Team. Mehr als eine Lösung trägt, solange jede Entscheidung begründet ist.

Übersichtsplan Halle W2 als Schema: Büro, Technikraum mit Gebäudeverteiler, Lager und Schulungsraum oben, darunter die Halle mit Hallenverteiler, sechs Arbeitsständen und vier Toren zum Vorfeld, rechts Hof und Zufahrt. Eingezeichnet sind die Kabelwege aus dem Auftragsblatt: Gebäudeverteiler bis Hallenverteiler 45 m, Hallenverteiler bis Arbeitsstand 6 78 m, Gebäudeverteiler bis Torsteuerung Tor 4 104 m im ersten Entwurf, Ersatzweg Hallenverteiler bis Torsteuerung Tor 4 38 m, Anbindung an das Rechenzentrum 180 m Lichtwellenleiter.Halle W2 · ÜbersichtsplanRäume, Verteiler und Kabelwege aus dem AuftragsblattVorfeldHofZufahrtRechenzentrumWerkstattbüround DispositionTechnik-raumErsatzteil-lagerSchulungsraumHalleTor 1Tor 2Tor 3Tor 4Stand 1Stand 2Stand 3Stand 4Stand 5Stand 6GVHVT180 m, Lichtwellenleiter, 1 Gbit/s45 m78 m104 m, erster Entwurf38 m, ErsatzwegKabelweg KupferKabelweg, erster EntwurfErsatzwegLichtwellenleiterGV Gebäudeverteiler, 42 HEHV Hallenverteiler, 15 HET Torsteuerung Tor 4Schema, nicht maßstäblichLängen: Kabelweg laut Auftragsblatt
Übersichtsplan Halle W2 als Schema: Büro, Technikraum mit Gebäudeverteiler, Lager und Schulungsraum oben, darunter die Halle mit Hallenverteiler, sechs Arbeitsständen und vier Toren zum Vorfeld, rechts Hof und Zufahrt. Eingezeichnet sind die Kabelwege aus dem Auftragsblatt: Gebäudeverteiler bis Hallenverteiler 45 m, Hallenverteiler bis Arbeitsstand 6 78 m, Gebäudeverteiler bis Torsteuerung Tor 4 104 m im ersten Entwurf, Ersatzweg Hallenverteiler bis Torsteuerung Tor 4 38 m, Anbindung an das Rechenzentrum 180 m Lichtwellenleiter. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Datenweg eines Tablets bis ins Rechenzentrum: Tablet, Funkverbindung, Zugangspunkt, PoE-Switch im Hallenverteiler, 45 m Kupfer, Switch im Gebäudeverteiler, Router mit Firewall, 180 m Lichtwellenleiter, Rechenzentrum. Ohne Adressen und ohne VLAN-Angaben.Vom Tablet ins RechenzentrumJede Station, über die ein Datenpaket des Tablets läuftTabletMonteur auf dem VorfeldZugangspunktFunknetz, Halle und HofPoE-Switchim HallenverteilerSwitchim GebäudeverteilerRouter mit Firewallim GebäudeverteilerRechenzentrumdes FlughafenbetreibersFunkKupfer, PoE45 m KupferKupfer180 m Lichtwellenleiter, 1 Gbit/sWelcher Bereich, welches VLAN und welche Adresse gelten an jeder Station?
Datenweg eines Tablets bis ins Rechenzentrum: Tablet, Funkverbindung, Zugangspunkt, PoE-Switch im Hallenverteiler, 45 m Kupfer, Switch im Gebäudeverteiler, Router mit Firewall, 180 m Lichtwellenleiter, Rechenzentrum. Ohne Adressen und ohne VLAN-Angaben. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Dein Weg in 9 Schritten

1Auftrag klären
2Bedarf zählen
3Größen bestimmen
4Aufteilen
5Dienste und Vergabe festlegen
6Reserve bewerten
7Bereiche trennen
8Datenweg verfolgen und Trennung begründen
9Ergebnis sichern

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 4. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Mehr zu diesem Teil

Das brauchst du dafür
  • Projektauftrag und die Lektion „Anlagendaten und Rollen“, besonders die Tabelle „Geräte im Netz“ mit ihren drei Hinweisen und die Angaben unter „Adressen, Betrieb, Energie“
  • Lernangebot 7 (Der Adressplan) und Lernangebot 8 (Zwei Welten, ein Kabelweg)
  • Tabellenbuch Elektrotechnik, Sachwortverzeichnis
  • Taschenrechner, besser noch ein Rechner mit Tabellenkalkulation für den Adressplan
  • Wissensspeicher-Vorlage

So läuft eine Anfrage vom Tablet eines Monteurs ins Rechenzentrum. Welcher Bereich, welches VLAN und welche Adresse an jeder Station gelten, legst du in diesem Teil selbst fest.

Dein Weg, Schritt für Schritt
  1. Auftrag klären
    Lies im Auftragsblatt die Geräteliste und die Angaben zu Adressen und Betrieb. Formuliere mindestens zwei Rückfragen an den Auftraggeber.
  2. Bedarf zählen
    Ermittle für jeden der sechs Bereiche, wie viele Adressen er braucht (Lernangebot 7, Aufgabe 7.1).
  3. Größen bestimmen
    Bestimme zu jedem Bedarf die passende Größe des Teilnetzes und übe die Rechnung mit Netz- und Broadcastadresse (7.2 und 7.3).
  4. Aufteilen
    Teile 10.42.7.0/24 auf die sechs Bereiche auf. Wie, entscheidet dein Team (7.4).
  5. Dienste und Vergabe festlegen
    Lege die Standardgateways fest, kläre, wo Namens- und Adressdienst laufen, und entscheide je Gerätegruppe über die Art der Adressvergabe (7.5 und 7.6).
  6. Reserve bewerten
    Weise die Reserve deines Plans aus und prüfe ihn an der veränderten Lage am Ende von Lernangebot 7 (7.7).
  7. Bereiche trennen
    Lege die Gerätegruppen auf VLAN und bestimme, welche Anschlüsse welche VLAN führen (Lernangebot 8, Aufgaben 8.1 bis 8.4).
  8. Datenweg verfolgen und Trennung begründen
    Verfolge eine Anfrage vom Tablet bis ins Rechenzentrum und begründe die Trennung von Büro und Anlagentechnik (8.5 und 8.6).
  9. Ergebnis sichern
    Fülle das Wissensspeicher-Blatt aus, bereite den 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vor und stell den Adressplan dem anderen Team im Kreuzreview vor.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn der Auftraggeber alle Punkte abnimmt:

  • Für jeden der sechs Bereiche ist der Adressbedarf mit Rechenweg nachgewiesen.
  • Jeder Bereich hat ein eigenes Teilnetz mit Netzadresse, Präfixlänge, Maske, erster und letzter nutzbarer Adresse und Broadcastadresse.
  • Keine zwei Teilnetze überschneiden sich, und die Größe jedes Teilnetzes ist in einem Satz begründet.
  • Jeder Bereich hat ein Standardgateway, und es steht fest, wo Namensdienst und Adressdienst laufen und wer sie betreibt.
  • Für jede Gerätegruppe steht feste Adresse oder automatische Vergabe, mit je einem Satz Begründung.
  • Die Reserve je Bereich ist ausgewiesen und bewertet.
  • Jede Gerätegruppe ist einem VLAN zugeordnet, und für Zugangspunkt, Verteilerverbindung und Routeranschluss steht fest, welche VLAN sie führen.
  • Der Weg einer Anfrage vom Tablet ins Rechenzentrum ist Station für Station beschrieben.
  • Die Trennung von Büro-IT und Anlagentechnik ist begründet, und die Verbindung, die der Betrieb trotzdem braucht, ist benannt.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Adressen vergeben, Bereiche trennen“: eine Rechenkarte für Netz- und Broadcastadresse in vier Schritten, eine Tabelle der Präfixlängen von /24 bis /30 mit Maske und nutzbaren Adressen, eure Entscheidungsregel für feste Adresse oder automatische Vergabe und ein Merksatz dazu, was ein VLAN trennt und was nicht.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Für Lehrkräfte: Die Auszubildenden teilen ein zugewiesenes /24-Netz in sechs Bereiche, entscheiden über die Adressvergabe je Gerätegruppe und trennen die Bereiche per VLAN auf einer gemeinsamen Verkabelung (Lernziele 4.1 bis 4.3; RLP Lernfeld 4, „Lokale und globale Netzwerke, Datenübertragungsprotokolle“; 4.1 und 4.2 mit Bezug auf AP Teil 1, § 13 Abs. 3 Nr. 2). · Sprint 2 · 20 h, im Schulcurriculum 10 h, weil Teil 3 parallel läuft · Teamgruppe 1 · Meilenstein M2 mit Kreuzreview. Bitte achte bei der Abnahme darauf, dass die Teams unterschiedliche Aufteilungen vorlegen dürfen. Wählen alle Teams dieselbe, ist die Offenheit des Auftrags unterwegs verloren gegangen. Die Lösungslektion zeigt drei tragfähige Aufteilungen.