Hier wird aus „unter dem Wagen“ eine Anforderungsliste, und aus zwei englischen Typenschildern werden Zahlen, mit denen ihr rechnen könnt. Nimm eure Steckbriefe und das Fahrspiel aus Teil 1 dazu.

Schritt 2 von 4. Du erfasst das Umfeld, legst Schutzart, Bauform, Kühlart, Betriebsart, thermische Klasse und Effizienz fest, prüfst Energieversorgung und Betriebssicherheit, wertest zwei Typenschilder aus und stellst das Lastenheft zusammen.

Danach: Rechenwege und Lösungen Teil 2

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Jede Anforderung an einen Motor hat einen Grund am Einbauort. Wer den Grund nicht nennen kann, schreibt nur einen Katalog ab.

Am Ende hast du: die Umfeldanalyse, die Anforderungsliste an den Fahrmotor, zwei ausgewertete Typenschilder mit Umrechnung, eine Entscheidung zum Kompressormotor und das Lastenheft für Meilenstein M1.

Karte „Die alte Bahn auf einen Blick“: Strecke, Höhenprofil, Zug und Antriebsstrang mit allen Kennzeichen auf einer Seite. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher, Abnahme und Lernbegleitung“. Leg sie neben jede Aufgabe dieses Teils.

Wo die Antriebe sitzen: Wagen auf der Hochbahn im QuerschnittStütze, Hochlage rund 14 müber dem VorfeldStromschiene 750 V DCFahrgastraumM3~-MA21M3~-MA22Klimagerät-RA1BremswiderstandFahrwerkM=-MA1i-XD1
Querschnitt eines Wagens auf der Hochbahn, schematisch: oben auf dem Dach das Klimagerät mit dem Verdampferlüfter MA21 und dem Kompressor MA22, daneben der Bremswiderstand RA1. Darunter der Wagenkasten mit dem Fahrgastraum. Unter dem Wagen das Fahrwerk mit zwei Gummirädern auf der Fahrbahn aus Beton, in der Mitte die Führungsschiene, dazwischen der Fahrmotor MA1 mit dem Getriebe i. Rechts am Fahrwerk der Stromabnehmer XD1, der an der seitlichen Stromschiene 750 V DC schleift. Die Fahrbahn liegt in Hochlage auf einer Stütze rund 14 m über dem Vorfeld. Welche Einflüsse am Einbauort wirken, erfasst du selbst. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst du, dann die anderen

Die Leitung Bahnbetrieb fragt: „Was muss der neue Motor da unten eigentlich aushalten?“ Wie kommst du zu belastbaren Anforderungen an Schutzart, Kühlung und thermische Klasse? Den Weg gibt dir keiner vor. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Den alten Motor befragen. Typenschild, Einbau und Schadensbilder des alten Motors zeigen dreißig Jahre Erfahrung am selben Ort. Was er ausgehalten hat, hält ein neuer auch aus. Die Angaben stehen aber nach einer anderen Norm und in anderen Einheiten, und ein Motor mit Bürsten hat andere Schwachstellen als einer ohne.
  • Das Umfeld messen. Ein Datenlogger am Fahrwerk zeichnet über einen Winter Temperatur, Feuchte und Schwingungen auf. Das sind harte Zahlen für genau diesen Ort. Es dauert aber Monate, und den Extremwinter erwischt man vielleicht nicht.
  • Normen auswerten. Die Bahnnormen zu Umweltbedingungen für Fahrzeuge (DIN EN 50125-1) und für Fahrmotoren (DIN EN 60349) sowie DIN EN 60034 für drehende Maschinen nennen Klassen und Prüfungen. Das ist vollständig und bei der Abnahme anerkannt. Normen sind aber allgemein; den Glykolnebel neben eurer Hochbahn kennen sie nicht.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Gegebene Werte: Umfeld, Einbau, Energieversorgung, Umrechnungen · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: Umfeld, Einbau, Energieversorgung, Umrechnungen

Umgebung
−25 °C bis +40 °C am Fahrzeug · Aufstellungshöhe unter 1.000 m über Meereshöhe · Fahrbahn offen in Hochlage rund 14 m über dem Vorfeld (die Rampe überwindet davon 10 m)
Wetter und Vorfeld
Regen, Schnee, Eis · Enteisung der Flugzeuge auf Nachbarpositionen von Oktober bis April (Glykol-Wasser-Gemisch als Nebel)
Reinigung
Waschanlage im Depot mit Unterbodenwäsche (Strahlwasser)
Einbau MA1
im Fahrwerk unter dem Wagen, waagerecht, mit Füßen am Fahrwerksrahmen und Flansch am Achsdifferenzial · Schwingungen und Stöße aus dem Fahrwerk
Fahrspiel
aus Teil 1 · rund um die Uhr, rund 14 Umläufe je Stunde, je Umlauf zwei Halte zu 30 s · Beladung wechselt mit dem Flugplan
Grenzmoment des Fahrspiels
740 Nm je Motor · Notbremsung mechanisch mit 2,0 m/s², federbetätigt
Stromschiene
750 V DC · Spannungsbereich nach DIN EN 50163: dauernd 500 V bis 900 V, kurzzeitig bis 1.000 V · Gleichrichter-Unterwerk mit Diodengleichrichter · der Bremssteller im Antrieb schaltet ab 900 V auf den Bremswiderstand
Bordnetz der Hilfsbetriebe
alt 460 V, 60 Hz aus dem alten Bordnetzumrichter · neu 400 V, 50 Hz
Umrechnungen
1 hp = 745,7 W · 1 lb = 0,4536 kg · 1 in = 25,4 mm · ϑ in °C = (ϑ in °F − 32) · 59
NEMA-Code-Buchstaben (Auszug)
Anlaufscheinleistung je hp: F 5,0 bis 5,6 kVA · G 5,6 bis 6,3 kVA · H 6,3 bis 7,1 kVA
NEMA-Baugröße
Frame-Nummer: die ersten beiden Ziffern geteilt durch 4 ergeben die Achshöhe in Zoll; T steht für die genormte Reihe
Kühlarten nach DIN EN 60034-6 (Auszug, steht nicht im Tabellenbuch)
IC 0A1 (kurz IC 01): offene Maschine mit Lüfter auf der eigenen Welle · IC 4A·· (kurz IC 4··): geschlossene Maschine, Kühlung über die Gehäuseoberfläche · letzte Ziffer, was die Kühlluft bewegt: 0 freie Konvektion, kein Lüfter · 1 Lüfter auf der eigenen Welle · 6 aufgebauter Fremdlüfter mit eigenem Motor · 8 Relativbewegung zwischen Maschine und Luft
Im Tabellenbuch
Tabellenbuch Elektrotechnik, 32. Auflage: Betriebsarten S1 bis S10 auf S. 524, thermische Klassen der Isolierstoffe auf S. 279; die Klasse 200 ist dort mit C bezeichnet.

Alle Werte zur alten Bahn sind Unterrichtswerte. Zahlen zum Flughafen sind öffentliche Größenordnungen, gerundet.

Typenschild des alten Fahrmotors MA1 (Bauart aus den USA), AbschriftTRACTION MOTOR · DC SERIES WOUNDRATING150 HP CONTINUOUSVOLTS520 V DCAMPS236 ASPEED2400 RPM BASEMAX. SPEED3000 RPM MAXDUTYCONTINUOUSINSULATIONCLASS HAMBIENT104 °FWEIGHT1650 LBENCLOSURETENV (TOTALLY ENCLOSED NON-VENTILATED)SER. NO.93-0417MADE IN USA
Abschrift des Typenschilds des alten Fahrmotors MA1, Bauart aus den USA, englische Angaben: TRACTION MOTOR, DC SERIES WOUND; RATING 150 HP CONTINUOUS; VOLTS 520 V DC; AMPS 236 A; SPEED 2400 RPM BASE; MAX. SPEED 3000 RPM MAX; DUTY CONTINUOUS; INSULATION CLASS H; AMBIENT 104 °F; WEIGHT 1650 LB; ENCLOSURE TENV (TOTALLY ENCLOSED NON-VENTILATED); SER. NO. 93-0417; MADE IN USA. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Typenschild des alten Kompressormotors MA22 im Klimagerät (Bauart aus den USA), AbschriftNEMA PREMIUM · INDUCTION MOTORHP7.5VOLTS460HZ60PH3RPM1765FLA9.5 AFRAME213TSF1.15DESIGNBCODEGINS CLFENCLTEFCNOM. EFF.91.7 %DUTYCONTMADE IN USA
Abschrift des Typenschilds des alten Kompressormotors MA22 im Klimagerät, Bauart aus den USA nach nordamerikanischer Norm (NEMA): NEMA PREMIUM, INDUCTION MOTOR; HP 7.5; VOLTS 460; HZ 60; PH 3; RPM 1765; FLA 9.5 A; FRAME 213T; SF 1.15; DESIGN B; CODE G; INS CL F; ENCL TEFC; NOM. EFF. 91.7 %; DUTY CONT; MADE IN USA. Dezimalzeichen ist auf dem Schild der Punkt. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Betriebsumfeld, Typenschilder und Lastenheft M1

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • der Umfeldanalyse für den Einbauort des Fahrmotors mit Wertebereichen
  • der Anforderungsliste: Schutzart, Bauform, Kühlart, Betriebsart, thermische Klasse, Energieeffizienz, Energieversorgung, Betriebssicherheit, je mit Begründung
  • dem ausgewerteten Typenschild des alten Fahrmotors, übersetzt und umgerechnet
  • dem ausgewerteten NEMA-Kompressormotor mit der Rechnung für 400 V, 50 Hz und eurer Entscheidung
  • der Gegenüberstellung IEC und NEMA mit den Begriffen deutsch und englisch
  • dem Lastenheft für Meilenstein M1 mit den Lernprodukten aus Teil 1

Zur Dokumentation

Das Lastenheft hat ein Deckblatt mit Projekt, Team, Stand und Abzeichnung, je Anforderung eine Nummer, einen Wert, eine Begründung und einen Prüfweg. Englische Angaben stehen mit deutscher Übersetzung. Was offen ist, steht als Frage an den Auftraggeber am Ende.

Das Lastenheft ist Meilenstein M1. Abgenommen wird es im Kreuzreview durch ein anderes Team, danach zeichnet die Projektleitung ab. Ab Teil 3 wählt ihr gegen genau dieses Lastenheft aus.

3.1Erfasse das Betriebsumfeld des Fahrmotors an seinem Einbauort
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.1

Erfasse das Betriebsumfeld des Fahrmotors an seinem Einbauort:

  • Beschreibe den Einbauort des Fahrmotors mit Hilfe des Querschnitts.
  • Erfasse alle Umgebungsbedingungen, die dort auf den Motor wirken, mit ihrem Wertebereich.
  • Ordne jeder Bedingung die Eigenschaft des Motors zu, die sie betrifft.
  • Leite aus jeder Bedingung eine Anforderung ab.
  • Vergleiche den Einbauort von MA1 mit dem von MA21 und MA22 auf dem Dach.
Einflussgröße Wertebereich am Einbauort betroffene Eigenschaft des Motors Anforderung

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: IP-Schutzart · Betriebsdaten, Motoren · Wasserschutz · Prüfung elektrischer Maschinen · Korrosion

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

3.2Lege Schutzart und Bauform des neuen Fahrmotors fest
Jetzt bist du dran · Allein · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.2

Lege Schutzart und Bauform des neuen Fahrmotors fest:

  • Erkläre die beiden Kennziffern des IP-Codes.
  • Entschlüssele IP54, IP55 und IP65.
  • Entscheide, welche Schutzart der Fahrmotor unter dem Wagen mindestens braucht, und begründe das mit deiner Umfeldanalyse.
  • Erkläre die Bauformen IM B3, IM B5 und IM B35.
  • Gib die Bauform an, die zum Einbau mit Füßen am Fahrwerksrahmen und Flansch am Achsdifferenzial passt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: IP-Schutzart · Bauformen · Fremdkörperschutz · Wasserschutz

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

3.3Unterscheide Kühlarten und Betriebsarten
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.3

Unterscheide Kühlarten und Betriebsarten:

  • Entschlüssele die Kühlarten IC 410, IC 411 und IC 416.
  • Übersetze die Angabe TENV vom Typenschild des alten Fahrmotors in einen IC-Code.
  • Beurteile, was ein eigenbelüfteter Motor bei den Halten und beim Anfahren an Kühlung verliert.
  • Beschreibe die Betriebsarten S1 bis S10 in je einem Satz.
  • Ordne Fahrmotor, Verdampferlüfter, Kompressor, Türantrieb und Rührwerk je einer Betriebsart zu und begründe das.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Betriebsarten · Dauerbetrieb · Kurzzeitbetrieb · Aussetzbetrieb · Kühlen

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

3.4Bewerte thermische Klasse und Temperaturreserve
Jetzt bist du dran · Allein · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.4

Bewerte thermische Klasse und Temperaturreserve:

  • Nenne die Grenztemperaturen der thermischen Klassen B, F, H und 200.
  • Gib die zulässige Erwärmung der Klassen B, F und H bei 40 °C Umgebung an und erkläre den Unterschied zur Grenztemperatur.
  • Erkläre, was „thermische Klasse 200, ausgenutzt nach 155 (F)“ bedeutet.
  • Berechne die Temperaturreserve dieser Ausführung.
  • Begründe mit deiner Umfeldanalyse, weshalb unter dem Wagen eine Reserve sinnvoll ist.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Thermische Klasse · Isolierstoffklassen · Temperaturbeständigkeitsklasse · Grenzübertemperatur · Lebensdauer von Isolierstoffen

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

3.5Prüfe Energiebereitstellung und Energieeffizienz
Jetzt bist du dran · Allein · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.5

Prüfe Energiebereitstellung und Energieeffizienz:

  • Beschreibe den Weg der Energie vom Unterwerk bis zum Fahrmotor.
  • Gib den Spannungsbereich an, in dem der Antrieb dauernd und kurzzeitig arbeiten muss.
  • Erkläre, weshalb Bremsenergie über ein Unterwerk mit Diodengleichrichter nicht ins Dreiphasennetz zurückfließen kann und wann sie trotzdem genutzt wird.
  • Erkläre die Energieeffizienzklassen IE1 bis IE5 nach Tabellenbuch (Effizienz von elektrischen Antrieben) mit ihren US-Bezeichnungen.
  • Entscheide, ob der Fahrmotor, der Verdampferlüfter und ein neuer Kompressormotor unter die Ökodesign-Verordnung für Elektromotoren fallen, und begründe das.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: IE-Motoren · Mindestwirkungsgrad von Motoren · Wirkungsgrad · Gleichrichterbegriffe · Betriebsdaten, Motoren

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

3.6Prüfe die Betriebssicherheit des Antriebssystems
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.6

Prüfe die Betriebssicherheit des Antriebssystems:

  • Nenne Einflussgrößen, die die Betriebssicherheit des Fahrantriebs bestimmen.
  • Berechne die Zugkraft, die ein einzelner Fahrmotor mit dem Grenzmoment des Fahrspiels aufbringen kann.
  • Prüfe, ob ein voll besetzter Zug mit nur einem funktionsfähigen Motor in der Rampe aus dem Stand anfahren kann.
  • Beurteile, welche Rolle die mechanische Notbremse spielt, wenn der elektrische Antrieb ausfällt.
  • Bewerte die Rolle des Fahrantriebs im ganzen Bahnsystem: Was folgt für Fluggäste und Flughafen, wenn ein Zug auf der Strecke stehen bleibt?

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Instandhaltung · Risikobewertung · Bremsen · Betriebssicherheitsverordnung · funktionale Sicherheit, SIL

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

3.7Werte das Typenschild des alten Fahrmotors aus
Jetzt bist du dran · Allein · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.7

Werte das Typenschild des alten Fahrmotors aus:

  • Übersetze alle Angaben des Typenschilds ins Deutsche.
  • Rechne Leistung, Masse und Umgebungstemperatur in SI-Einheiten um.
  • Berechne das Bemessungsmoment bei Grunddrehzahl.
  • Berechne die elektrische Leistungsaufnahme und den Wirkungsgrad im Bemessungspunkt.
  • Erkläre, was die Angabe „3000 RPM MAX“ bei einem Reihenschlussmotor bedeutet und wie die alte Bahn über die Grunddrehzahl kommt.
Angabe (englisch) deutsch Wert umgerechnet
TRACTION MOTOR
DC SERIES WOUND
RATING 150 HP CONTINUOUS
VOLTS 520 V DC
AMPS 236 A
SPEED 2400 RPM BASE
MAX. SPEED 3000 RPM MAX
DUTY CONTINUOUS
INSULATION CLASS H
AMBIENT 104 °F
WEIGHT 1650 LB
ENCLOSURE TENV

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Leistungsschild · Reihenschlussmotor · Isolierstoffklassen · Temperaturskala

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

3.8Werte den NEMA-Kompressormotor aus und prüfe ihn am neuen Bordnetz
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 6 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.8

Werte den NEMA-Kompressormotor aus und prüfe ihn am neuen Bordnetz:

  • Übersetze die Angaben FRAME, SF, DESIGN, CODE, FLA, INS CL, ENCL und NOM. EFF.
  • Bestimme Polzahl und Schlupf bei 60 Hz.
  • Berechne Achshöhe und Anlaufstrom aus Frame-Nummer und Code-Buchstabe.
  • Berechne das Verhältnis von Spannung zu Frequenz alt und neu und beurteile die Magnetisierung.
  • Berechne Drehzahl, Leistung und Moment am Bordnetz 400 V, 50 Hz bei unverändertem Lastmoment.
  • Beurteile, was das für den Förderstrom des Kompressors und die Kälteleistung bedeutet.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Asynchronmotor · Schlupf · Anlassen · Frequenzumrichter · Netzfrequenz

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

3.9Stellt das Lastenheft für Meilenstein M1 zusammen
Jetzt bist du dran · Im Team · 5 Arbeitsschritte
Öffnen ▾Schließen ▴

Aufgabe 3.9

Stellt das Lastenheft für Meilenstein M1 zusammen:

  • Stellt IEC- und NEMA-Angaben in einer Tabelle gegenüber: Leistung, Spannung und Frequenz, Baugröße, Schutzart und Gehäuse, thermische Klasse, Wirkungsgrad, Anlaufverhalten, Überlastbarkeit.
  • Entscheidet, wie ihr mit dem Kompressormotor am neuen Bordnetz umgeht, und begründet die Entscheidung technisch und wirtschaftlich.
  • Formuliert die Anforderungsliste an den neuen Fahrmotor: Schutzart, Bauform, Kühlart, Betriebsart, thermische Klasse, Energieeffizienz, Spannung, Betriebssicherheit.
  • Fügt Fahrspiel, Last- und Leistungsbedarf aus Teil 1, Umfeldanalyse und Typenschilder zum Lastenheft zusammen.
  • Legt das Lastenheft einem anderen Team zum Kreuzreview vor und arbeitet die Rückmeldung ein.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Lastenheft · Normen · Leistungsschild

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Der Kompressormotor ist als Ersatzteil nur noch in einer 60-Hz-Ausführung mit 575 V lieferbar, der in Nordamerika ebenfalls üblichen Spannung. Das neue Bordnetz bleibt bei 400 V, 50 Hz.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe, wie sich Spannung durch Frequenz und Magnetisierung gegenüber deiner bisherigen Rechnung ändern.
  • Beurteile, ob der Motor am Bordnetz das nötige Moment sicher aufbringt.
  • Entscheide, ob eure Lösung für den Kompressormotor im Lastenheft bestehen bleibt.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.