Hier wird aus dem umgebauten Wagen ein fahrender Musterzug. Nimm dir deine Reglerwerte aus Lernangebot 9, das Typenschild deines Motors und das Tabellenbuch dazu.

Schritt 3 von 5. Du ordnest die Inbetriebnahme, sicherst den Arbeitsplatz, schließt den Motor an, bewertest die Isolationsmessung, prüfst Drehrichtung und Geber, stellst die Parameterliste auf, planst die EMV und übergibst den Musterzug.

Danach: Rechenwege und Lösungen zu Teil 6

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: In Betrieb genommen ist ein Antrieb erst, wenn ein anderer ihn mit deinen Unterlagen wieder in Betrieb nehmen kann.

Am Ende hast du: den Inbetriebnahmeplan des Musterzugs, die Parameterliste mit Begründung, das EMV-Konzept als Zeichnung und das Übergabeprotokoll für Meilenstein M4.

Karte „Die alte Bahn auf einen Blick“: Strecke, Höhenprofil, Zug und Antriebsstrang mit allen Kennzeichen auf einer Seite. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher, Abnahme und Lernbegleitung“. Leg sie neben jede Aufgabe dieses Teils.

Typenschild und Klemmenkasten des Fahrmotors

Das Typenschild zeigt Kandidat A, die ASM. Habt ihr in Meilenstein M2 die PMSM gewählt, arbeitet ihr mit ihren Katalogwerten genauso.

3~ Mot. · Fahrmotor ASM, 4-poligIEC 60349-2 · Nr. 0001 · Baujahr 2026Y · 500 V · 160 AΔ · 289 V · 277 A110 kW · S1 · cos φ 0,8689 Hz · 2.630 min⁻¹ · n max 4.500 min⁻¹MN 400 Nm · Mmax 800 Nm kurzzeitigIs. Kl. 200, Ausnutzung F · η 94 %IP55 · IM B35 · IC 411Umrichterbetrieb · Lager B-Seite stromisoliert520 kgTypenschild des Fahrmotors (Kandidat A)Klemmenkasten von MA1, Deckel abgenommenW2U1U2V1V2W1UVWPEPEvon TB1:
Links das Typenschild des Fahrmotors, Kandidat A: Dreiphasenmotor, Fahrmotor ASM, 4-polig, nach IEC 60349-2, Nr. 0001, Baujahr 2026; Y 500 V, 160 A; Δ 289 V, 277 A; 110 kW, S1, cos φ 0,86; 89 Hz, 2.630 min⁻¹, n max 4.500 min⁻¹; MN 400 Nm, Mmax 800 Nm kurzzeitig; thermische Klasse (Isolierstoffklasse) 200, Ausnutzung F, η 94 %; IP55, IM B35, IC 411; Umrichterbetrieb, Lager B-Seite stromisoliert; 520 kg. Rechts der Klemmenkasten von MA1 mit abgenommenem Deckel: oben die Klemmen W2, U2, V2, unten U1, V1, W1, noch ohne Brücken, daneben die Schutzleiterklemme PE. Von unten kommen die Leiter U, V, W und PE vom Umrichter TB1. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Wo die Störungen eines Umrichterantriebs hinlaufen

Stromschiene 750 V DC-TB1TraktionsumrichterWechselrichter, 4 kHzsteile SchaltflankenWicklungLäuferB-SeiteA-SeiteM3~-MA1darunter im Schnitt-BG1GetriebeWagenkasten (Fahrzeugmasse)MotorleitungGeberleitung123451 Gleichtaktstrom über die Wicklungskapazität ins Gehäuse und über die Fahrzeugmasse zurück · 2 Lagerstrom über Läufer, Welle und Lager · 3 Einkopplungin die Geberleitung · 4 Abstrahlung der Motorleitung · 5 Störstrom zurück in die Stromschiene
Fahrantrieb eines Wagens ohne EMV-Maßnahmen: oben die Stromschiene 750 V DC, links der Traktionsumrichter TB1 mit steilen Schaltflanken bei 4 kHz, von ihm eine ungeschirmte Motorleitung zum Klemmenkasten des Fahrmotors MA1, der im Schnitt gezeichnet ist: Gehäuse mit Wicklung, Läufer, Welle, Lager auf der B-Seite und der A-Seite, an der B-Seite der Drehgeber BG1, an der A-Seite Getriebe und Rad. Die Geberleitung läuft dicht neben der Motorleitung zum Umrichter. Unten der Wagenkasten als Fahrzeugmasse, mit dem Umrichter, Motor und Getriebe verbunden sind. Rot gestrichelt und nummeriert die Störwege: 1 Gleichtaktstrom über die Wicklungskapazität ins Gehäuse und über die Fahrzeugmasse zurück, 2 Lagerstrom über Läufer, Welle und Lager, 3 Einkopplung in die Geberleitung, 4 Abstrahlung der Motorleitung, 5 Störstrom zurück in die Stromschiene. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst du, dann die anderen

Der Musterzug steht nach dem Umbau in der Werkstatt, alles ist angeschlossen. Womit würdest du die Inbetriebnahme beginnen, und was muss erledigt sein, bevor sich zum ersten Mal ein Rad dreht?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Erst alles prüfen, was ohne Spannung geht. Sichtprüfung, Anschlüsse, Isolationsmessung, Schutzleiter: kein Risiko für Mensch und Umrichter. Der Preis: Die ersten Nächte vergehen, ohne dass sich etwas dreht, und Fehler im Umrichter selbst zeigen sich erst später.
  • Erst den Zug aufbocken und die Motoren frei drehen lassen. Auf der Hebeanlage lassen sich Drehrichtung, Geber und die drehende Motordaten-Identifikation ohne Zugkraft prüfen. Der Preis: Die Hebeanlage ist belegt, und das Verhalten unter Last bleibt unbekannt.
  • Erst ein Wagen, dann der zweite. Ein Fehler bleibt auf einen Wagen begrenzt, der zweite fährt geschleppt mit. Der Preis: doppelte Arbeit, und ein geschleppter Motor dreht mit; bei einer PMSM erzeugt er dabei Spannung.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Gegebene Werte: Musterzug, Umrichter, Prüfung · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: Musterzug, Umrichter, Prüfung

Traktionsumrichter TB1, TB2 (je Motor)
Eingang 750 V DC (500 bis 1.000 V); Ausgang 3 AC 0 bis 560 V, 0 bis 200 Hz; Dauerstrom 180 A, kurzzeitig 320 A für 30 s; Pulsfrequenz 4 kHz; Bremssteller integriert, Bremswiderstand extern 2,9 Ω; Drehgebereingang HTL, 1.024 Striche; IP65; Flüssigkeitskühlung
Zwischenkreis (Unterrichtswert)
Kondensator 4 mF; fest eingebauter Entladewiderstand 22 kΩ; Warnschild „Entladezeit 5 min“
Spannungsgrenzen
Stromschiene dauernd 500 V bis 900 V, kurzzeitig 1.000 V; ab 900 V schaltet der Bremssteller auf den Bremswiderstand; über 1.000 V schaltet der Umrichter ab
PMSM, Kandidat B (Unterrichtswert)
Polradspannung 400 V verkettet, Effektivwert, bei 2.630 min⁻¹, proportional zur Drehzahl
Isolationsmessung (Unterrichtswerte nach Herstellervorgabe)
Prüfspannung 1.000 V DC zwischen den verbundenen Wicklungsanschlüssen und dem Gehäuse; Werte nach 1 min und nach 10 min; Mindestwert 10 MΩ, bezogen auf 40 °C Wicklungstemperatur; Polarisationsindex mindestens 2; der Isolationswiderstand halbiert sich je 10 K Temperaturanstieg
Musterzug
Wagen 2 ist gegenüber Wagen 1 um 180° gedreht gekuppelt; Motor, Getriebe und Drehgeber sitzen in beiden Wagen gleich
Werkstatt
Hebeanlage für einen leeren Zug; Wartungsfenster 1:00 bis 4:30 Uhr; Probefahrten nachts im gesperrten Betriebsgleis, volle Beladung mit Ballast
Lastenheft aus Meilenstein M1
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, Fahrzeit A nach B voll 97,3 s, Momentgrenze 740 Nm je Motor, Anfahren und Bremsen 0,8 m/s², Ruck höchstens 0,8 m/s³, Haltegenauigkeit ± 0,25 m

Alle Werte zur alten Bahn sind Unterrichtswerte. Zahlen zum Flughafen sind öffentliche Größenordnungen, gerundet.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Inbetriebnahme- und Übergabeunterlagen Musterzug (Meilenstein M4)

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • dem Inbetriebnahmeplan mit Reihenfolge, Haltepunkten, Verantwortlichen, Messmitteln und Sicherheitsmaßnahmen
  • der Arbeitsanweisung zu den fünf Sicherheitsregeln an Stromschiene, Zwischenkreis und Motor
  • den Protokollen von Anschluss, Isolationsmessung, Drehrichtung, Geber und Motordaten-Identifikation
  • der Parameterliste mit Wert, Einheit, Quelle und Begründung
  • dem EMV-Konzept als Zeichnung mit Normbezug
  • dem Programm der Probefahrten und dem Übergabeprotokoll mit offenen Punkten und Unterschriften

Zur Dokumentation

Jeder Messwert steht mit Einheit, Messgerät, Datum und Kürzel da, jeder Grenzwert mit Quelle. Die Parameterliste ist so geführt, dass die Elektrowerkstatt einen getauschten Umrichter ohne Rückfrage wieder einstellen kann; Werte, die bei der Optimierung am Zug verändert wurden, sind mit altem und neuem Wert und Grund vermerkt.

Zu Meilenstein M4 legt ihr die Unterlagen der Leitung Bahnbetrieb vor und übergebt den Musterzug an die Elektrowerkstatt. Vorher nimmt ein anderes Team sie ab, die Projektleitung zeichnet ab.

10.1Lege die Reihenfolge der Inbetriebnahme des Musterzugs fest
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Aufgabe 10.1

Die Schritte, ungeordnet:

  • Probefahrten im Betriebsgleis, erst leer, dann mit Ballast
  • Sichtprüfung und Prüfung der Anschlüsse nach Plan
  • Isolationsmessung an Motoren und Leitungen
  • Parameter nach Parameterliste laden
  • Drehrichtung und Drehgeber im Langsamfahrbetrieb prüfen
  • Motordaten-Identifikation, stehend und drehend
  • Regler mit Trendaufzeichnung optimieren
  • Übergabe an die Elektrowerkstatt
  • Zwischenkreis zum ersten Mal laden, Umrichter ohne Pulsfreigabe prüfen

Lege die Reihenfolge der Inbetriebnahme des Musterzugs fest:

  • Ordne die neun Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge.
  • Kennzeichne die Schritte, die ihr auf der Hebeanlage erledigt.
  • Begründe, weshalb die Isolationsmessung vor dem ersten Zuschalten der Stromschiene liegt.
  • Lege nach jedem Schritt einen Haltepunkt fest: Was muss bestanden sein, bevor ihr weitermacht?

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Inbetriebnahme · Prüfungen · Prüfprotokoll · Dokumentation

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10.2Sichere den Arbeitsplatz am Musterzug nach den fünf Sicherheitsregeln
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Aufgabe 10.2

Sichere den Arbeitsplatz am Musterzug nach den fünf Sicherheitsregeln:

  • Wende jede der fünf Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0105-100 auf die Stromschiene, den Zwischenkreis von TB1 und den Fahrmotor an.
  • Berechne, wie lange der Zwischenkreis nach dem Freischalten braucht, bis er von 900 V auf 60 V entladen ist.
  • Berechne die Spannung, die eine PMSM erzeugt, wenn der Zug mit 10 km/h abgeschleppt wird.
  • Begründe, weshalb das Warnschild am Umrichter das Feststellen der Spannungsfreiheit nicht ersetzt.
Sicherheitsregel Stromschiene Zwischenkreis TB1 Fahrmotor
1 Freischalten
2 Gegen Wiedereinschalten sichern
3 Spannungsfreiheit feststellen
4 Erden und kurzschließen
5 Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Sicherheitsregeln · Freischalten · Entladevorgang · Arbeiten unter Spannung

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10.3Werte das Typenschild aus und schließe den Fahrmotor am Umrichter an
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Aufgabe 10.3

Werte das Typenschild aus und schließe den Fahrmotor am Umrichter an:

  • Entscheide mit den Daten des Umrichters, ob der Motor im Stern oder im Dreieck angeschlossen wird.
  • Skizziere die Brücken im Klemmenkasten.
  • Berechne die Strangspannung im Bemessungspunkt.
  • Beschreibe, was geschieht, wenn der Motor versehentlich im Dreieck angeschlossen und mit den Daten für Stern betrieben wird.
  • Nenne die Schutzklasse des Motors und was für seinen Schutzleiter gilt, wenn der Ableitstrom über 3,5 mA liegt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Leistungsschild · Sternschaltung · Dreieckschaltung · Dreiphasenmotor · Schutzklassen · Schutzleiter

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

10.4Werte die Isolationsmessung an den Fahrmotoren des Musterzugs aus
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Aufgabe 10.4

Motor Wicklungstemperatur R nach 1 min R nach 10 min
MA1 10 °C 1,2 GΩ 3,1 GΩ
MA2 10 °C 48 MΩ 55 MΩ

Gemessen nach einer feuchten Nacht in der Werkstatt mit 1.000 V DC zwischen den verbundenen Anschlüssen U1, V1, W1 und dem Gehäuse, Motorleitungen am Umrichter abgeklemmt (Unterrichtswerte).

Werte die Isolationsmessung an den Fahrmotoren des Musterzugs aus:

  • Rechne die Messwerte nach 1 min auf 40 °C um.
  • Berechne den Polarisationsindex beider Motoren.
  • Bewerte, ob die Motoren in Betrieb genommen werden dürfen.
  • Begründe, weshalb die Motorleitungen für die Messung am Umrichter abgeklemmt werden.
  • Entscheide, was mit einem Motor geschieht, der die Grenzwerte nicht einhält.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Isolationswiderstand · Isolationswiderstand, Messung · Isolationsmessung · Wicklung

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

10.5Plane die Prüfung von Drehrichtung und Drehgeber und die Motordaten-Identifikation
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Aufgabe 10.5

Plane die Prüfung von Drehrichtung und Drehgeber und die Motordaten-Identifikation:

  • Beschreibe, in welche Richtung sich MA1 bei Rechtsdrehfeld an U1, V1, W1 dreht, mit Blick auf das Wellenende der A-Seite.
  • Erkläre, weshalb MA2 für dieselbe Fahrtrichtung andersherum drehen muss als MA1, und wie ihr das festlegt.
  • Beschreibe, woran ihr im Langsamfahrbetrieb erkennt, dass die Spuren A und B des Drehgebers vertauscht sind.
  • Erkläre, was geschähe, wenn ihr mit vertauschten Spuren den Drehzahlregelkreis schließt.
  • Unterscheide die stehende und die drehende Motordaten-Identifikation und ordne zu, was jede ermittelt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Drehrichtungsumkehr · Drehfeldmotor · Dreiphasenmotor

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

10.6Stelle die Parameterliste für den Traktionsumrichter TB1 auf
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Aufgabe 10.6

Stelle die Parameterliste für den Traktionsumrichter TB1 auf:

  • Trage für jeden Parameter den Wert mit Einheit ein.
  • Nenne die Quelle: Typenschild, Lastenheft, eigene Rechnung oder Umrichterdaten.
  • Begründe jeden Wert in einem Satz.
  • Lege die Abschaltschwelle für Überdrehzahl fest und begründe deinen Abstand zur Höchstdrehzahl.
  • Kennzeichne die Werte, die bei der Optimierung am Zug noch verändert werden dürfen.
Parameter Wert mit Einheit Quelle Begründung
Motordaten vom Typenschild
Drehgeber: Strichzahl, Signalart, Vorzeichen
Höchstdrehzahl und Abschaltung bei Überdrehzahl
Momentgrenze motorisch und generatorisch
Stromgrenze
Hochlaufgeber: Beschleunigung, Verzögerung, Verrundung
Stromregler: Verstärkung, Nachstellzeit
Drehzahlregler: Verstärkung, Nachstellzeit, Glättungen
Bremssteller: Einschaltschwelle, Bremswiderstand
Spannungsgrenzen Zwischenkreis
Pulsfrequenz
Drehrichtung TB1 und TB2

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Inbetriebnahme · Frequenzumrichter · Drehzahlregelung · Dokumentation

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

10.7Entwirf das EMV-Konzept für den Fahrantrieb des Musterzugs
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Aufgabe 10.7

Entwirf das EMV-Konzept für den Fahrantrieb des Musterzugs:

  • Ordne jedem der fünf Störwege im Bild mindestens eine Maßnahme zu.
  • Lege fest, wie Motorleitung und Geberleitung geführt und ihre Schirme aufgelegt werden.
  • Entscheide, ob ihr ein Filter am Eingang, am Ausgang oder an beiden Seiten des Umrichters vorseht, und begründe es mit Zugsicherung und Flughafenfunk.
  • Begründe, auf welcher Seite des Motors das stromisolierte Lager sitzt und was die Lager des Getriebes schützt.
  • Skizziere dein Konzept und nenne die Normen, auf die es sich stützt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: EMV · Elektromagnetische Verträglichkeit · Entstörbausteine · Netzentstörfilter

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

10.8Nehmt den Musterzug in Betrieb und übergebt ihn zu Meilenstein M4
Jetzt bist du dran · Im Team · 5 Arbeitsschritte
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Aufgabe 10.8

Nehmt den Musterzug in Betrieb und übergebt ihn zu Meilenstein M4:

  • Stellt den Inbetriebnahmeplan mit Verantwortlichen, Messmitteln, Haltepunkten und Sicherheitsmaßnahmen auf.
  • Legt das Programm der Probefahrten fest, leer und mit Ballast, mit den Größen, die ihr aufzeichnet.
  • Legt fest, woran die Leitung Bahnbetrieb erkennt, dass der Zug ruckfrei fährt und genau hält.
  • Entwerft das Übergabeprotokoll mit Unterschriftsfeldern für Auftraggeber und Elektrowerkstatt.
  • Benennt die Punkte, die bei der Übergabe noch offen sind, mit Verantwortlichem und Termin.
Prüfpunkt Sollwert mit Quelle Messwert bestanden? Kürzel
Isolationswiderstand MA1, MA2
Drehrichtung und Geber TB1, TB2
Fahrzeit A nach B, voll
Haltegenauigkeit an der Bahnsteigtür
Ruck beim Anfahren und Bremsen
Zwischenkreisspannung beim Bremsen
Notbremsung mechanisch
Temperaturen nach zehn Umläufen

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Prüfprotokoll · Inbetriebnahme · Dokumentation

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Bei der ersten Probefahrt mit Ballast ruckelt der Musterzug beim Anfahren, spürbar in den ersten zwei Sekunden. Danach fährt er ruhig.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Analysiere mögliche Ursachen in Parametern, Mechanik und Signalen.
  • Entscheide, welche Trendaufzeichnung du zuerst auswertest.
  • Begründe die Änderung an deiner Parameterliste.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.