Hier weist du den Hallenmeister in seine geänderte Anlage ein, informierst die Werkstattleitung über Pflichten und Kosten und sicherst das Wissen aus Halle W2 so, dass die nächste Schicht es findet: in einer Störungsdatenbank, einer Checkliste und einem Prozesskettendiagramm.
Schritt 2 von 5. Du planst und hältst die Einweisung, schreibst Aushang und Information, baust die Störungsdatenbank, überträgst die englische Wartungsanleitung und zeichnest den Störungsprozess.
Danach: Lernangebot 12 · Zurückschauen und weiterkommen
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine Einweisung ist erst fertig, wenn der andere es ohne dich kann, und Wissen ist erst gesichert, wenn es jemand findet, der nicht weiß, dass es da ist.
Am Ende hast du: den Nachweis der Einweisung, den Aushang, die Information an die Werkstattleitung, die Störungsdatenbank, die Checkliste „Wartung Tor 4“, das Prozesskettendiagramm und die Schlusspräsentation zu Meilenstein M4.
Karte „Wer prüft was wann?“: Die Pflichten des Betreibers mit ihrer Quelle: Gesetz, Verordnung, Unfallverhütungsvorschrift, Technische Regel, Norm. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Prüfaufgabe.
Kundeneinweisung: Der Hallenmeister bedient, die Elektrowerkstatt repariert
Der Hallenmeister ist der Betreiber vor Ort. Er ist kein Elektriker, sondern ein elektrotechnischer Laie. Eine Einweisung zeigt ihm, wie er die geänderte Anlage bestimmungsgemäß bedient: Zonen schalten, alles ausschalten, die Prüftaste der Fehlerstrom-Schutzschalter drücken, eine Störung melden. Eine Unterweisung ist mehr: Eine Elektrofachkraft unterrichtet eine Person über bestimmte übertragene elektrotechnische Aufgaben, die Gefahren dabei und die Schutzmaßnahmen. Erst danach ist sie für genau diese Aufgaben eine elektrotechnisch unterwiesene Person nach DIN VDE 1000-10.
Wie eine Einweisung gelingt, zeigt die Vier-Stufen-Methode: vorbereiten, vormachen und erklären, nachmachen und erklären lassen, selbst üben und abschließen. Fertig ist die Einweisung erst, wenn der Hallenmeister jeden Handgriff selbst gemacht und mit eigenen Worten erklärt hat. Den Nachweis mit Datum, Inhalten und zwei Unterschriften bewahrt die Elektrowerkstatt auf. Was im Alltag gilt, hängt als Aushang dort, wo es gebraucht wird.
Instandhaltungskonzept: die Auflagen und die veränderten Bedingungen erklären
Die Werkstattleitung ist als Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass die Prüfungen stattfinden. Sie braucht keine Normen, sondern eine Liste: was, wie oft, nach welcher Quelle, durch wen. Mit dem Umbau haben sich auch die Instandhaltungsbedingungen geändert: Statt Lampen einzeln zu wechseln, wenn sie dunkel sind, wird die LED-Beleuchtung einmal im Jahr inspiziert und alle drei Jahre gereinigt. Das ist eine andere Strategie mit anderen Kosten, anderen Abschaltfenstern und anderen Nachweisen, und die Werkstattleitung muss es wissen, bevor sie das Konzept unterschreibt.
Wissensmanagement: Was in Köpfen steckt, geht mit den Köpfen
Explizites Wissen steht irgendwo: im Schaltplan, im Prüfprotokoll, im Störungsbuch. Implizites Wissen steckt in Menschen: dass das Spiralkabel bricht, wenn es in Höhe der Abzweigdose gestaucht wird, oder an welchem Messpunkt man bei Tor 4 zuerst misst. Wissensmanagement macht implizites Wissen explizit und auffindbar. Das Störungsbuch der Halle W2 ist ein Anfang, aber man findet darin nur, was man von vorn bis hinten liest.
Eine Störungsdatenbank ordnet jeden Eintrag nach festen Feldern. Pflichtfelder sorgen dafür, dass nichts Wichtiges fehlt, Auswahllisten und Schlagworte dafür, dass die nächste Schicht nach dem Symptom sucht und findet. Wer die Datenbank pflegt und wie sie gesichert wird, muss geregelt sein, sonst ist sie nach dem ersten Plattenschaden weg (Datensicherung, Lernfeld 4). Eine Checkliste macht aus einer Anleitung Schritte, die man abhakt und unterschreibt.
Prozessdokumentation: Wer tut was, wenn Tor 4 steht?
Ein Prozesskettendiagramm zeigt einen Ablauf als Kette aus Ereignissen (ein Zustand: „Tor 4 ist gestört“) und Funktionen (eine Tätigkeit: „Störung aufnehmen“). Jede Funktion wird von einem Ereignis ausgelöst und erzeugt ein neues. An jeder Funktion steht, wer sie ausführt (Organisationseinheit). Verzweigungen zeigen Verknüpfungen wie „entweder, oder“. So sieht jeder, an welcher Stelle die Datenbank gelesen und an welcher sie gefüllt wird.
Erst du, dann die anderen
Die Meisterin fragt: „Wie stellt ihr sicher, dass der Hallenmeister nach der Einweisung wirklich kann, was er können soll?“ Wie würdest du vorgehen?
So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
- Vormachen und nachmachen lassen. Der Hallenmeister schaltet jede Zone selbst, drückt die Prüftaste selbst und trägt das Ergebnis selbst ein, während du zusiehst. Du siehst sofort, wo er zögert. Der Preis: Es dauert länger als eine Vorführung, und es braucht ein Zeitfenster, in dem die Zonen kurz dunkel werden dürfen.
- Erklären lassen und Fälle durchspielen. Du fragst: „Was machst du, wenn Zone C morgens nicht angeht?“ Seine Antwort zeigt, ob er verstanden hat, was er darf und was nicht. Der Preis: Fragen prüfen das Wissen, nicht den Handgriff, und wer gut redet, wirkt sicherer, als er ist.
- Nachweis und Nachkontrolle. Ein Nachweis mit Inhalten und Unterschrift und ein kurzer Besuch zwei Wochen später, bei dem du den Eintrag der Prüftaste und den Aushang ansiehst. Der Preis: ein zweiter Termin, und die Unterschrift allein beweist nicht, dass er es kann.
Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.
Gegebene Werte: Übergabe Halle W2 · aufklappen, wenn du rechnest
Gegebene Werte: Übergabe Halle W2
- Neue Beleuchtung (Ergebnis aus Meilenstein M3)
- 42 LED-Hallenleuchten, 14 je Zone · Zone A Arbeitsstände 1 bis 3, Zone B Arbeitsstände 4 bis 6, Zone C Fahrgasse vor den Toren · je Zone ein Fehlerstrom-Schutzschalter 40 A, 30 mA, Typ A (-FB11, -FB12, -FB13), zwei Leitungsschutzschalter B16 (-FC11 bis -FC16) und ein Installationsschütz (-QA11, -QA12, -QA13) · Stromstoßschalter -KF11 bis -KF13 mit den Tastern -SJ11 bis -SJ13 im Büro des Hallenmeisters und -SJ14 bis -SJ16 an den Zugängen, Zentral-Aus -SJ10 · Sicherheitsbeleuchtung: eigene Anlage, nicht Teil des Auftrags
- Prüfkalender (Ergebnis aus Meilenstein M2)
-
Prüfgegenstand Frist Quelle Prüfer elektrische Anlage Halle W2 48 Monate (Frist nach Gefährdungsbeurteilung) DGUV Vorschrift 3, Tabelle 1A Elektrofachkraft Fehlerstrom-Schutzschalter -FB11 bis -FB13 (Prüftaste) 6 Monate DGUV Vorschrift 3, Tabelle 1A Benutzer Tor 4 (kraftbetätigtes Tor) mindestens jährlich ASR A1.7, Abschnitt 10 Sachkundiger ortsveränderliche Geräte Richtwert 6 Monate, bei Fehlerquote unter 2 % bis 12 Monate DGUV Vorschrift 3, Tabelle 1B Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person mit Prüfgerät geänderte Beleuchtung vor der Wiederinbetriebnahme BetrSichV § 14 Abs. 3, DIN VDE 0100-600 Elektrofachkraft - Instandhaltung der Beleuchtung alt (Ergebnis aus Meilenstein M1)
- 38 Einsätze mit Hubarbeitsbühne im Jahr, je Einsatz 0,5 h ein Arbeitsstand gesperrt · Kosten 8.056 € je Jahr
- Instandhaltung der Beleuchtung neu (Ergebnis aus Meilenstein M3)
- Inspektion 4 h je Jahr (Beleuchtungsstärke messen, Sichtprüfung, 1 Person) · Reinigung alle 3 Jahre, 0,25 h je Leuchte, 2 Personen mit Hubarbeitsbühne · im Mittel 0,66 Treiberausfälle je Jahr · Kosten 1.002 € je Jahr · rated life L80 B10 50,000 h
- Störungsbuch Tor 4, letzte 12 Monate
-
Nr. Monat Symptom Ursache laut Eintrag Ausfall in h Arbeit in h je Person (2 Personen) Material in € 1 Nov fährt beim Schließen wieder auf Spiralkabel Schließkante -BG5, Aderbruch 3,5 2,0 95 2 Dez schließt nicht, Ampel grün Lichtschranke -BR4 verschmutzt 1,0 0,5 0 3 Jan bleibt stehen, Störung Motorschutz -FC3 ausgelöst, Laufschiene schwergängig 6,0 3,5 40 4 Feb schließt nicht, Ampel grün Lichtschranke -BR4 verschmutzt 0,5 0,5 0 5 Apr öffnet nicht Koppelrelais -KF1, Kontakt verschlissen 2,5 1,5 18 6 Jun fährt nicht ganz auf, Laufzeit Endschalter -BG1 verstellt 1,5 1,0 0 7 Aug fährt beim Schließen wieder auf Spiralkabel Schließkante -BG5, Aderbruch 4,0 2,0 95 Ausfall: von der Meldung bis wieder betriebsbereit. Ausfall Tor 4 kostet 85 €/h.
- Tor 4 (Werte aus Lernfeld 3)
- Laufzeit AUF bei der Inbetriebnahme 23,2 s · Laufzeitüberwachung 27,0 s · Motorstrom AUF 1,25 A, ZU 1,05 A · Motorschutzschalter -FC3 eingestellt auf 1,45 A · -KE0 zählt im Mittel 40 Fahrten AUF je Tag
- Kennzeichen Tor 4 (nach Tabellenbuch S. 81, 82; in LF 3 noch -KF0, -TA1, -SF1 bis -SF5, -BG4 und -QA3)
- -MA1 Motor · -QA1, -QA2 Wendeschütze · -FC3 Motorschutzschalter · -KE0 Kleinsteuerung · -KF1, -KF2 Koppelrelais · -SJ3 Taster HALT · -BG1 Endschalter AUF · -BG2 Endschalter ZU · -BR4 Lichtschranke · -BG5 Schließkante mit Spiralkabel -WG5, Abzweigdose -XD4, Klemmleiste -XD1
Alle Werte zu Halle W2 sind Unterrichtswerte. Angaben zu Förderung und Weiterbildung: öffentliche Regeln, Stand Oktober 2026.
Dein Lernprodukt im Einzelnen
Dein Lernprodukt
Übergabepaket Halle W2
Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.
Es besteht aus
- Ablaufplan und Nachweis der Einweisung des Hallenmeisters mit Datum, Inhalten und zwei Unterschriften
- Aushang für die Halle: Zonen schalten, Prüftaste alle 6 Monate, was bei einer Störung zu tun ist
- Information an die Werkstattleitung: Prüfpflichten mit Frist, Quelle und Prüfer, veränderte Instandhaltungsbedingungen mit Kosten
- Störungsdatenbank der Elektrowerkstatt mit Tabellen, Pflichtfeldern, Schlagworten, allen Einträgen, Pflege und Sicherung
- Checkliste „Wartung Tor 4“ aus der englischen Wartungsanleitung
- Prozesskettendiagramm „Vom Störungsanruf bis zum Datenbankeintrag“
- Instandhaltungskonzept Halle W2, endgültige Fassung mit Revisionsstand, und die Schlusspräsentation zu M4
Zur Dokumentation
Ein Ordner, der in der Elektrowerkstatt steht, und dieselben Dateien auf dem Server der Elektrowerkstatt. Jedes Dokument trägt Titel, Datum, Revisionsstand und Verfasser. Die Datenbank liegt als Datei mit Sicherungskopie vor.
Werkstattleitung und Hallenmeister nehmen das Übergabepaket zu Meilenstein M4 ab. In der Schlusspräsentation zeigt ihr, was ihr nach M1 und M2 geändert habt und weshalb.
11.1Grenze ab, was der Hallenmeister nach der Einweisung selbst tut und was nicht
Jetzt bist du dran · Allein · 5 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.1
Grenze ab, was der Hallenmeister nach der Einweisung selbst tut und was nicht:
- Unterscheide Einweisung und Unterweisung.
- Nenne die Handgriffe an der geänderten Beleuchtung, die der Hallenmeister nach der Einweisung selbst ausführt.
- Nenne drei Tätigkeiten, die er nicht ausführt, und begründe jede mit seiner Qualifikation.
- Erkläre, weshalb er die Prüftaste der Fehlerstrom-Schutzschalter drücken darf, obwohl er keine Elektrofachkraft ist.
- Beurteile, ob der Hallenmeister durch die Einweisung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person wird.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Kundenschulung · Elektrofachkraft · Qualifikationen, elektrotechnische · Prüffristen, RCD
Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.
11.2Plant die Einweisung des Hallenmeisters und führt sie im Rollenspiel durch
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.2
Plant die Einweisung des Hallenmeisters und führt sie im Rollenspiel durch:
- Lege fest, was der Hallenmeister nach der Einweisung können soll, als Liste prüfbarer Sätze.
- Plane den Ablauf nach der Vier-Stufen-Methode mit Ort, Zeit, Material und Zeitbedarf.
- Lege fest, woran du erkennst, dass er jeden Punkt beherrscht.
- Führe die Einweisung im Rollenspiel durch und halte Fragen und Antworten in der Gesprächstabelle fest.
- Schreibe den Nachweis der Einweisung mit Datum, Anlage, Inhalten und zwei Unterschriften.
Einweisung · Sprint 4 · mit dem Hallenmeister der Frühschicht
| Nr. | Inhalt der Einweisung | vorgemacht (wer, wie) | selbst gemacht und erklärt | Frage des Hallenmeisters und Antwort |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Zone A, B, C mit -SJ11 bis -SJ13 (Büro) und -SJ14 bis -SJ16 (Zugänge) schalten | |||
| 2 | Zentral-Aus -SJ10 | |||
| 3 | Prüftaste -FB11 bis -FB13, Eintrag ins Prüfbuch | |||
| 4 | Was tun bei Störung, was nicht | |||
| 5 | Aushang erklären | |||
| 6 |
Die Einweisung gehört zu Meilenstein M4. Der Nachweis mit Datum, Inhalten und den Unterschriften von Hallenmeister und Einweisendem kommt in das Übergabepaket.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Kundenschulung · Kunden, Kommunikation mit · Protokoll
Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.
11.3Entwirf den Aushang für Halle W2
Jetzt bist du dran · Allein · 5 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.3
Entwirf den Aushang für Halle W2:
- Wähle die Inhalte aus: Zonen schalten, alles ausschalten, Prüftaste der Fehlerstrom-Schutzschalter alle 6 Monate mit Eintrag, was bei einer Störung zu tun ist und was nicht, wen man ruft.
- Formuliere jeden Punkt als kurze Handlungsanweisung ohne Fachwort.
- Ordne ein Sicherheitszeichen zu, das an den Hallenverteiler gehört, und begründe es.
- Lege fest, wo der Aushang hängt und wer ihn aktuell hält.
- Prüfe den Entwurf mit einer Person, die die Anlage nicht kennt.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Unfallverhütung, Zeichen · Warnzeichen · Stromstoßschalter
Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.
11.4Informiere die Werkstattleitung über die gesetzlichen Auflagen und die veränderten Instandhaltungsbedingungen
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 6 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.4
Informiere die Werkstattleitung über die gesetzlichen Auflagen und die veränderten Instandhaltungsbedingungen:
- Stelle die Prüfpflichten für Halle W2 mit Frist, Quelle und Prüfer für die Werkstattleitung zusammen.
- Erkläre, weshalb die geänderte Beleuchtung vor der Wiederinbetriebnahme geprüft werden musste.
- Vergleiche die Instandhaltung der Beleuchtung vor und nach dem Umbau: Maßnahme, Strategie, Auslöser, Aufwand, gesperrte Arbeitsstände.
- Berechne, um wie viel die Instandhaltung der Beleuchtung je Jahr günstiger wird.
- Nenne, was sich für den Hallenmeister ändert und was für die Elektrowerkstatt.
- Formuliere die Information als eine Seite, nach der die Werkstattleitung ohne Fachwissen entscheiden kann.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Prüfung, wiederkehrende · Prüffristen, RCD · LED-Beleuchtung · Kostenrechnung
Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.
11.5Baue die Störungsdatenbank der Elektrowerkstatt auf
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 7 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.5
Baue die Störungsdatenbank der Elektrowerkstatt auf:
- Unterscheide explizites und implizites Wissen an je einem Beispiel aus der Fehlersuche an Tor 4.
- Lege die Tabellen und Felder der Störungsdatenbank fest und kennzeichne die Pflichtfelder.
- Lege Auswahllisten und Schlagworte fest, mit denen die nächste Schicht nach dem Symptom sucht.
- Trage die sieben Einträge des Störungsbuchs und euer Fehlerprotokoll aus Teil 4 ein.
- Finde die Wiederholer im Störungsbuch und berechne ihren Anteil an der Ausfallzeit.
- Berechne, wie viel Ausfallkosten bei Nr. 7 gespart worden wären, wenn sie mit Datenbankeintrag und Ersatzteil am Lager in 1,5 h behoben gewesen wäre.
- Lege fest, wer die Datenbank pflegt und wie sie gesichert wird.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Sichern von Daten · Datensicherheit · Qualitätsmanagement · statistische Auswertung
Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.
11.6Übertrage die englische Wartungsanleitung des Torherstellers in eine deutsche Checkliste „Wartung Tor 4“
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 6 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.6
Maintenance instructions · industrial sectional door with electric operator (Auszug aus der Wartungsanleitung des Torherstellers, englisch, herstellerneutral; das Intervall kennst du aus dem Wartungsplan in Lernangebot 3)
| Item | Instruction |
|---|---|
| Interval | Carry out maintenance every 12 months or 20,000 cycles, whichever comes first. Maintenance by a competent person only. |
| 1 | Switch off the operator at the main switch and lock it off. |
| 2 | Secure the door leaf against movement before you work on springs, cables or the safety edge. |
| 3 | Check torsion springs, lifting cables, rollers and hinges for wear and damage. Replace worn parts. |
| 4 | Clean the tracks. Lubricate the rollers and the bearings of the door shaft. |
| 5 | Check the safety edge and its spiral cable for damage and kinks. |
| 6 | Clean the lenses of the photo cell and check its alignment. |
| 7 | Check all terminals in the control box for tight connections and signs of overheating. |
| 8 | Switch on. Test the STOP button and the limit switches OPEN and CLOSED. |
| 9 | Test the safety devices: the door must reverse when the safety edge is activated and must not close while the photo cell is interrupted. |
| 10 | Measure the operating time OPEN and the motor current. Compare them with the values recorded at commissioning. |
| 11 | Record all checks, replaced parts and the date in the door logbook and sign it. |
| Note | This maintenance does not replace the annual inspection of power-operated doors required by national regulations. |
Übertrage die englische Wartungsanleitung des Torherstellers in eine deutsche Checkliste „Wartung Tor 4“:
- Übersetze die Punkte 1 bis 11 und den Hinweis sinngemäß ins Deutsche.
- Ordne jedem Punkt die Bauteile von Tor 4 mit Kennzeichen zu.
- Ergänze die Sollwerte aus der Inbetriebnahme in Lernfeld 3 dort, wo ein Punkt einen Vergleich verlangt.
- Ergänze einen Prüfpunkt aus eurer Fehlersuche in Teil 4, den die Anleitung nicht enthält.
- Gestalte die Checkliste mit den Spalten Ergebnis, Bemerkung und Unterschrift.
- Entscheide, wann die Checkliste für Tor 4 fällig ist, und begründe mit den Fahrten von Tor 4.
| Nr. | Prüfpunkt deutsch | Bauteil, Kennzeichen | Sollwert | Ergebnis | Bemerkung | Unterschrift |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | ||||||
| 2 | ||||||
| 3 | ||||||
| 4 | ||||||
| 5 | ||||||
| 6 | ||||||
| 7 | ||||||
| 8 | ||||||
| 9 | ||||||
| 10 | ||||||
| 11 | ||||||
| 12 |
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Betriebsanleitung · Wartung · Sicherheitsregeln · Lichtschranken
Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.
11.7Dokumentiere den Ablauf vom Störungsanruf bis zum Datenbankeintrag als Prozesskettendiagramm
Jetzt bist du dran · Mit Lernpartner · 5 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.7
Dokumentiere den Ablauf vom Störungsanruf bis zum Datenbankeintrag als Prozesskettendiagramm:
- Beschreibe in Stichworten, was heute geschieht, wenn Tor 4 nachts gestört ist.
- Zeichne den Ablauf als Prozesskettendiagramm mit Ereignissen, Funktionen und Organisationseinheiten.
- Kennzeichne die Stelle, an der die Störungsdatenbank gelesen wird, und die Stelle, an der sie gefüllt wird.
- Ergänze eine Verknüpfung für den Fall, dass die Datenbank keinen passenden Eintrag hat.
- Prüfe, ob jede Funktion von einem Ereignis ausgelöst wird und ein Ereignis erzeugt.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Prozesskettendiagramm · Geschäftsprozesse · Ablaufdiagramm
Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.
11.8Übergebt Halle W2 und präsentiert euer Ergebnis zu Meilenstein M4
Jetzt bist du dran · Im Team · 6 ArbeitsschritteÖffnen ▾Schließen ▴
Aufgabe 11.8
Übergebt Halle W2 und präsentiert euer Ergebnis zu Meilenstein M4:
- Stellt das Instandhaltungskonzept endgültig zusammen: Instandhaltungsplan, Prüfkalender, Ergebnis der Fehlersuche und Wartungsplan der neuen Beleuchtung mit Revisionsstand.
- Stellt das Übergabepaket zusammen und prüft es gegen die Punkte aus „Fertig bist du, wenn …“.
- Plant die Schlusspräsentation: Ziel, Aufbau, Folien, wer spricht, Zeit, Umgang mit Rückfragen.
- Zeigt an je einem Beispiel, was ihr nach M1 und nach M2 geändert habt und weshalb.
- Übt die Präsentation einmal vor einem anderen Team und nehmt dessen Rückmeldung auf.
- Haltet die Abnahme durch Werkstattleitung und Hallenmeister mit offenen Punkten fest.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Präsentation, Projekt- · Vortragserstellung · Projektmanagement · Dokumentation
Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.
Die Lage ändert sich
Die Einweisung muss für alle drei Schichten in einer Woche geschehen: Hallenmeister der Frühschicht, der Spätschicht und der Nachtschicht. Du arbeitest in dieser Woche nur in der Frühschicht und bist nachts nicht da.
Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:
- Prüfe, welche Teile deiner Einweisung ohne dich funktionieren und welche nicht.
- Entscheide, wie der Hallenmeister der Nachtschicht eingewiesen wird, und begründe den Weg.
- Begründe, wie du sicherstellst, dass auch dieser Nachweis Inhalte und Unterschriften trägt.
Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.