Was die Werkstattleitung, der Hallenmeister und die Meisterin wollen, in einem Auftrag und einem Plan. Die Einzelheiten schlägst du nach, wenn du sie brauchst.

Schritt 2 von 3. Hier liest du den Auftrag, führst mit deinem Team das Kundengespräch und zeichnest den Auftrag ab.

Danach: Wissensspeicher und Expertenrunde

Agil arbeiten · Sprint 0

Eure Storycard zur Einführung

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Ohne abgezeichneten Auftrag fängt Teil 1 nicht an. Wer unterschreibt, sagt: Wir haben verstanden, was die Halle braucht, und dass sie dafür keinen Tag zumacht.

Der Auftrag auf einen Blick

Halle W2 · Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Terminal 3 · Draufsicht, schematischBüroTechnikraumLagerSchulungsraumHV W2GVAS 1AS 2AS 3AS 4AS 5AS 6ABCUV-HTor 1Tor 2Tor 3Tor 4-KE0VorfeldHofundZufahrtLichtband, LeuchtstofflampenA, B, C: Zonen der Hallenbeleuchtung · AS: Arbeitsstand-KE0
Halle W2 in der Draufsicht, schematisch. Oben Büro, Technikraum mit Hauptverteilung HV W2 und Gebäudeverteiler GV, Lager und Schulungsraum. Darunter die Halle mit dem Hallenverteiler UV-H an der Wand zum Technikraum, den Arbeitsständen AS 1 bis AS 6 und den Lichtbändern mit Leuchtstofflampen, hervorgehoben, in den drei Zonen der Hallenbeleuchtung: A über AS 1 bis 3, B über AS 4 bis 6, C über der Fahrgasse vor den Toren. Unten die Tore 1 bis 4 zum Vorfeld, Tor 4 mit seinem Steuerkasten -KE0 hervorgehoben. Rechts Hof und Zufahrt. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Was die Halle von euch will

K 1 · Werkstattleitung

„Ich will nicht mehr erst erfahren, dass Tor 4 kaputt ist, wenn ein Schlepperzug davorsteht. Und wenn es kaputt ist, will ich, dass ihr wisst, was ihr tut.“

K 2 · Werkstattleitung

„Ständig ist irgendwo eine Röhre dunkel, und jedes Mal muss die Bühne unter einen Arbeitsstand. An den Ständen ist es zu dunkel, nachts brennt die ganze Halle, obwohl nur drei Stände belegt sind. Macht das neu. Aber die Halle macht dafür nicht zu.“

K 3 · Hallenmeister

„Ich will nachts die Hälfte ausschalten können, ohne zum Verteiler zu laufen. Und ich will wissen, was ich ab jetzt selbst prüfen muss.“

K 4 · Meisterin der Elektrowerkstatt

„Was ihr an Halle W2 lernt, soll die nächste Schicht auch wissen. Ich will keine Fehlersuche zweimal bezahlen.“

Dein Auftrag

Halte Halle W2 in Betrieb und mach sie besser, ohne dass sie einen Tag zumacht: Bestand und Unterlagen aufnehmen, das Störungsbuch auswerten, die Wartungsnacht für Tor 4 im Dreischichtbetrieb planen, ein Instandhaltungskonzept mit Strategie, Kennzahlen und Kostenvergleich aufstellen, die Prüfpflichten des Betreibers ermitteln und einen Prüfkalender aufstellen, die wiederkehrende Störung an Tor 4 systematisch eingrenzen und an der Ursache beheben, die Hallenbeleuchtung nach Kundenwunsch auf LED mit drei schaltbaren Zonen umbauen, prüfen und dokumentieren, den Hallenmeister einweisen, das Wissen der Elektrowerkstatt sichern und am Ende deinen eigenen Weg nach der Ausbildung planen.

Das tut ihr jetzt

1 Kundengespräch

Fünf bis acht Fragen vorbereiten, rund 20 Minuten mit Werkstattleitung und Hallenmeister.

2 Teamvertrag

Rollen für Sprint 1 verteilen, Regeln festlegen, unterschreiben.

3 Abzeichnen

Den Auftrag unterschreiben. Das ist Meilenstein M0.

Fünf Meilensteine bis zur Übergabe

M0

Auftrag abgezeichnet

Sprint 0

M1

Konzeptentwurf

Ende Teil 2

M2

Zwischenpräsentation

Ende Teil 4

M3

Änderung abgenommen

Ende Teil 5

M4

Übergabe

Ende Teil 6

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zur Einführung. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Zum Nachschlagen

Der Projektauftrag zum Abzeichnen

Projektauftrag

Halle W2 bleibt in Betrieb · Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Terminal 3: aufnehmen, planen, Instandhaltung festlegen, Prüfpflichten klären, Fehler finden, ändern, prüfen, dokumentieren, einweisen, Wissen sichern

Auftraggeber
Die Werkstattleitung der Bodenverkehrsdienste in Halle W2, dieselbe Rolle wie in Lernfeld 3. Sie sagt, was die Halle braucht, gibt Kosten und Änderung frei und nimmt am Ende ab. Im Unterricht vertreten durch deine Lehrkraft in dieser Rolle.
Betreiber
Der Hallenmeister der Frühschicht, wie in Lernfeld 3. Dazu neu der Hallenmeister der Nachtschicht: Er ist ansprechbar, wenn nachts gearbeitet wird, und gibt Tor 1 als Ausweichtor frei.
Auftragnehmer
Die Elektrowerkstatt der Instandhaltung, dein Ausbildungsbetrieb. Seit diesem Jahr betreut sie Halle W2 selbst. Der Rahmenvertrag mit dem Elektrobetrieb, der in Lernfeld 3 Tor 4 umgebaut hat, ist ausgelaufen. Übernommen hat die Elektrowerkstatt nur, was damals dokumentiert wurde. Verantwortlich ist die Meisterin der Elektrowerkstatt als Elektrofachkraft: Sie leitet das Projekt, gibt Arbeiten frei und unterschreibt Prüfprotokolle. Im Unterricht spielt deine Lehrkraft auch diese Rolle.
Projektleitung
Ein Amt in deinem Team. Es wechselt mit jedem Sprint. Wer es hat, zeichnet die Lernprodukte des Teams ab, bevor sie weitergehen.
Ort
Halle W2, Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Terminal 3: Büro, Technikraum mit Hauptverteilung HV W2 und Gebäudeverteiler, Lager, Schulungsraum, darunter die Halle mit Hallenverteiler UV-H, sechs Arbeitsständen AS 1 bis AS 6 und vier Toren zum Vorfeld; Tor 4 mit der Kleinsteuerung -KE0 aus Lernfeld 3.
Anlass
Seit dem Winterflugplan arbeitet Halle W2 in drei Schichten. Nachts werden die Schlepper und Geräte gewartet, die tagsüber auf dem Vorfeld gebraucht werden. Ein Nachtfenster, in dem die ganze Halle stillsteht, gibt es nicht mehr. Gleichzeitig häufen sich die Ausfälle: Tor 4 ist in zwölf Monaten siebenmal ausgefallen, zusammen 19 Stunden, zweimal mit demselben Fehler. In der Hallenbeleuchtung ist ständig irgendwo eine Leuchtstofflampe dunkel, 38 Einsätze mit der Hubarbeitsbühne in einem Jahr, jedes Mal ist ein Arbeitsstand gesperrt. Die letzte Prüfung der elektrischen Anlage war im März 2022.
Kundenwünsche
K 1 bis K 4, wörtlich oben auf dieser Seite.
Leistungsumfang
Bestand und Unterlagen der Halle W2 aufnehmen; Störungsbuch auswerten; Arbeiten im laufenden Dreischichtbetrieb planen (Wartungsnacht Tor 4); Instandhaltungskonzept mit Strategie je Anlagenteil, Kennzahlen und Kostenvergleich; Prüfpflichten des Betreibers ermitteln und Prüfkalender aufstellen; die wiederkehrende Störung an Tor 4 systematisch eingrenzen und dokumentieren; die Hallenbeleuchtung nach Kundenwunsch auf LED mit drei schaltbaren Zonen umbauen (Planung, Beratung, Umbau in Nachtabschnitten, Prüfung nach DIN VDE 0100-600, Änderungsdokumentation); den Hallenmeister einweisen; die veränderten Instandhaltungsbedingungen erläutern; Wissen der Elektrowerkstatt in Störungsdatenbank und Checklisten sichern; Ergebnisse präsentieren; eigene Lern- und Arbeitsprozesse reflektieren und den eigenen Weg nach der Ausbildung planen.
Nicht im Auftrag
Die Sicherheitsbeleuchtung der Halle ist eine eigene Anlage und nicht Teil des Auftrags.
Ergebnisbild
Halle W2 hat ein Instandhaltungskonzept, in dem für jedes Anlagenteil die Strategie, die Intervalle, die Prüffristen mit Quelle und die Verantwortlichen stehen. Die Störung an Tor 4 ist an der Ursache behoben und so dokumentiert, dass die nächste Fehlersuche in Minuten statt Stunden gelingt. Die Halle hat neues Licht in drei Zonen, geprüft und mit aktuellem Revisionsstand der Pläne dokumentiert, und kein Arbeitsstand war während des Umbaus eine Schicht lang ohne Licht. Der Hallenmeister ist eingewiesen und weiß, was er selbst prüft. Jede und jeder im Team hat einen eigenen Weiterbildungsplan.
Termin
Wartungsnacht Tor 4 in der ersten Novemberwoche, Umbau der Beleuchtung in den Nächten der Kalenderwochen 46 und 47, das Instandhaltungskonzept gilt ab 1. Januar. Im Unterricht bearbeitest du das Projekt in fünf Sprints mit zusammen 60 Stunden.
Mittel
Die Anlagendaten unten, die Unterlagen zu Tor 4 aus Lernfeld 3, das Störungsbuch, die Fahrtdaten der Kleinsteuerung -KE0, die drei Karten im Wissensspeicher, Datenblätter und Wartungsanleitungen in den Lernangeboten (einige auf Englisch), die interaktive Szene „Tor 4 gestört“, Torantrieb, Übungswand und Prüfwand der Schule, Tabellenkalkulation, Tabellenbuch Elektrotechnik und dein Team.
Was nicht vorgegeben ist
Der Auftrag sagt, was erreicht sein muss, nicht wie. Diese Entscheidungen trefft ihr im Team: die Strategie je Anlagenteil und ihre Begründung, die Form des Instandhaltungsplans (Tabellenkalkulation, Kalender, Formular), die Reihenfolge der Zonen und Nächte beim Umbau, ob die Nachtschicht umzieht oder Ersatzbeleuchtung bekommt, den Weg der Fehlersuche an Tor 4, den Aufbau der Störungsdatenbank, die Form der Einweisung und des Aushangs, die Form der Präsentation und deinen persönlichen Weiterbildungsweg. Zu jeder Entscheidung gehört eine Begründung. Ein anderer Weg als der des Nachbarteams ist kein Fehler, solange er trägt.

Meilensteine

Meilenstein Wann Was vorliegt Wer nimmt ab
M0 · Auftrag abgezeichnet Ende Sprint 0 Auftragsklärung aus dem Kundengespräch, Teamvertrag, erste Rückfragen an die Werkstattleitung Projektleitung des Teams
M1 · Konzeptentwurf Ende Teil 2 (Sprint 1) Bestandsliste, Kennzahlen Tor 4, Arbeitsplan Wartungsnacht, Strategie je Anlagenteil mit Kostenvergleich, Instandhaltungsplan im Entwurf Kreuzreview durch ein anderes Team, danach die Werkstattleitung
M2 · Zwischenpräsentation Ende Teil 4 (Sprint 2) Prüfkalender Halle W2 mit Quellen, Fehlerprotokoll Tor 4 mit Ursache und Eintrag in die Störungsdatenbank Werkstattleitung (Zwischenpräsentation, 10 Minuten je Team)
M3 · Änderung abgenommen Ende Teil 5 (Sprint 3) Variantenentscheidung mit Beratungsprotokoll, Umbauplan, Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600, Änderungsdokumentation mit Revisionsstand Kreuzreview, danach die Meisterin der Elektrowerkstatt
M4 · Übergabe Ende Teil 6 (Sprint 4) Einweisung und Aushang, Instandhaltungskonzept endgültig mit den veränderten Bedingungen, Störungsdatenbank und Checklisten, Schlusspräsentation, Reflexion und persönlicher Weiterbildungsplan. Die Schlusspräsentation nimmt Bezug auf M1 und M2: Was habt ihr danach geändert, und weshalb? Werkstattleitung und Hallenmeister

Ein Meilenstein ist erst erreicht, wenn er abgezeichnet ist. Ohne Abzeichnung von M0 fängt Teil 1 nicht an.

Abzeichnung

Projektteam
Projektleitung des Teams
Meisterin der Elektrowerkstatt (Elektrofachkraft)
Werkstattleitung der Bodenverkehrsdienste (Auftraggeber)
Datum

Druck dir diese Seite aus. Die Unterschriften gehören in die Projektakte.

Die Ausgangslage

Erste Woche nach der Übernahme. Die Meisterin der Elektrowerkstatt legt drei Dinge auf den Tisch: das Störungsbuch von Tor 4, die Unterlagen zu Tor 4 aus Lernfeld 3 und einen Ordner mit der Aufschrift „Halle W2“. Tor 4 ist für seine jährliche Prüfung fällig, gewartet hat es in diesem Jahr niemand. Die Halle arbeitet seit dem Winterflugplan rund um die Uhr.

Die Werkstattleitung hat zwei Sätze mitgebracht, die ihr euch merken solltet: „Ich will nicht mehr erst erfahren, dass Tor 4 kaputt ist, wenn ein Schlepperzug davorsteht.“ Und: „Die Halle macht dafür nicht zu.“ Die Meisterin ergänzt: „Ich will keine Fehlersuche zweimal bezahlen.“

Vieles kennst du schon. Tor 4 und seine Dokumentation aus Lernfeld 3, das Prüfen aus Lernfeld 5, die Fehlersuche aus den Lernfeldern 6 und 7. Neu ist, dass du eine Anlage nicht baust, sondern am Laufen hältst: mit Menschen, die nachts in der Halle arbeiten, mit Vorschriften, die sagen, wer was wann prüft, und mit einem Kunden, der wissen will, was es kostet und was es bringt.

Anlagendaten A bis E: Halle, Schichten, Tor 4, Beleuchtung, Verteiler

Auf diese Daten beziehen sich alle Teile des Kurses. Schlag hier nach, so oft du willst. Was ein Lernangebot zusätzlich braucht, etwa das Störungsbuch, Messreihen, Kostensätze, Datenblätter oder Prüfwerte, bekommst du dort. Was ihr selbst erarbeitet, steht hier absichtlich nicht.

A · Halle W2

Kenngröße Wert
Halle 60 m × 30 m = 1.800 m², Hallenhöhe 8 m, Lichtpunkthöhe 7 m
Arbeitsstände 6: AS 1 bis AS 6
Tore 4 Tore zum Vorfeld, Tor 1 bis Tor 4
Zonen der Beleuchtung A: Arbeitsstände 1 bis 3 (Westhälfte) · B: Arbeitsstände 4 bis 6 (Osthälfte) · C: Fahrgasse vor den Toren 1 bis 4
Räume darüber Büro, Technikraum, Lager, Schulungsraum
Außen Hof und Zufahrt östlich der Halle, das Vorfeld vor den Toren

B · Schichten seit dem Winterflugplan

Schicht Zeit Belegung
Frühschicht 05:00 bis 13:30 Uhr alle sechs Arbeitsstände
Spätschicht 13:30 bis 22:00 Uhr alle sechs Arbeitsstände
Nachtschicht (neu) 22:00 bis 05:00 Uhr nur AS 1 bis AS 3, vier Personen

Tor 4 soll rund um die Uhr bereit sein. Nachts kann Tor 1 als Ausweichtor dienen, wenn der Hallenmeister es freigibt.

C · Tor 4 (Stand nach Lernfeld 3, unverändert übernommen)

Kenngröße Wert
Tor Sektionaltor 5,00 m × 4,50 m, Hub 4,50 m, Laufgeschwindigkeit 0,20 m/s
Antrieb Motor -MA1 0,55 kW, 400 V Stern, 1,45 A, cos φ 0,76, Betriebsart S3 40 %; Motorschutzschalter -FC3 eingestellt auf 1,45 A; Wendeschützschaltung -QA1 (AUF) und -QA2 (ZU) mit Spulen 230 V AC über die Koppelrelais -KF1 und -KF2
Steuerung Kleinsteuerung -KE0 mit 12 digitalen Eingängen und 8 Transistorausgängen 0,5 A, Netzteil -TB1 24 V DC 2,5 A; Koppelrelais -KF3 (Torluftschleier), -KF4 (Meldung „Tor zu“ an die Messeinheit im Hallenverteiler), -KF5 (Warnleuchte -PF5)
Werte aus der Inbetriebnahme Laufzeit AUF 23,2 s, Laufzeitüberwachung 27 s, Motorstrom AUF 1,25 A und ZU 1,05 A, Teilauf 2,70 m, Offenhaltezeit 60 s, Vorwarnung 3 s
Neu aufgenommen Spiralkabel -WG5 (zwei Adern) vom Torblatt zur Abzweigdose -XD4 an der rechten Zarge in 1,0 m Höhe, von dort Leitung -WG12 zur Klemmleiste -XD1 im Steuerkasten
Unterlagen Stromlaufplan, Signalliste, Programm und Inbetriebnahmeprotokoll aus Lernfeld 3

D · Hallenbeleuchtung heute

Kenngröße Wert
Leuchten 96 Lichtbandleuchten 2 × 58 W T8 mit konventionellem Vorschaltgerät, 32 je Zone, zusammen 192 Leuchtstofflampen
Schaltung heute nur am Hallenverteiler UV-H
Sicherheitsbeleuchtung eigene Anlage, nicht Teil des Auftrags

E · Verteiler und Prüfungen

Kenngröße Wert
Hauptverteilung HV W2 im Technikraum, TN-C-S-System mit PEN-Aufteilung (Lernfeld 5)
Gebäudeverteiler GV im Technikraum neben der HV W2 (Netz der Halle, Lernfeld 4)
Hallenverteiler UV-H an der Wand zum Technikraum; versorgt Beleuchtung, Arbeitsstände und Tore, mit der Messeinheit, an die -KF4 „Tor zu“ meldet
Letzte Prüfung der elektrischen Anlage März 2022

Kennzeichnung (überall gleich): Alle Betriebsmittel von Tor 4 mit Kennzeichen und Bedeutung stehen auf der Karte „Halle W2 auf einen Blick“ in Lektion 3. Das Kennzeichen steht links neben dem Schaltzeichen.

Kundengespräch vorbereiten und festhalten (Sprint 0)

Bevor ihr den Auftrag abzeichnet, sprecht ihr mit der Werkstattleitung und dem Hallenmeister über Umfang, Termine und Zuständigkeiten. Deine Lehrkraft spielt beide Rollen und sagt dir, wen du gerade vor dir hast. Das Gespräch dauert etwa 20 Minuten je Team, und es ist euer Gespräch: Die Fragen stellt ihr, die Antworten haltet ihr fest. Bereitet vorher fünf bis acht Fragen vor. Eine gute Frage lässt sich mit einer Zahl, einem Termin, einer Rolle oder einer Entscheidung beantworten. Das ausführliche Anforderungsgespräch führt ihr in Lernangebot 1; hier geht es um den Rahmen des Auftrags.

Worüber ihr sprechen solltet:

  • welche Termine feststehen und welcher davon nicht verschoben werden kann
  • was zum Auftrag der Elektrowerkstatt gehört und was nicht
  • wer bei der Werkstattleitung entscheidet, wer Kosten freigibt und wer am Ende abnimmt
  • wer nachts in der Halle ansprechbar ist und wer Tore oder Arbeitsstände für eure Arbeit freigeben darf
  • welche Unterlagen es zu Halle W2 gibt und wo sie liegen
  • mit dem Hallenmeister: was ihn heute im Betrieb am meisten stört und was er später selbst bedienen will
  • mit der Meisterin: wer an Verteilern und am Steuerkasten von Tor 4 arbeiten darf, wer freigibt und dass nur nach den fünf Sicherheitsregeln freigeschaltet gearbeitet wird

Kundengespräch · Sprint 0 · Auftragsklärung

Nr. Unsere Frage An wen? Werkstattleitung, Hallenmeister oder Meisterin Antwort Was folgt daraus für den Auftrag?
1
2
3
4
5
6
7
8

Die Auftragsklärung gehört zu M0. Was Werkstattleitung oder Hallenmeister nicht beantworten können oder wollen, schreibt ihr als offene Frage auf das Kanban-Board.

Euer Teamvertrag

Zu M0 gehört auch der Teamvertrag: wer im ersten Sprint welche Rolle hat, wer in welcher Expertengruppe ist und was ihr untereinander vereinbart. Jede Person unterschreibt.

Was Unsere Festlegung
Projektleitung in Sprint 1
Teamleitung in Sprint 1
Instandhaltungsplanung in Sprint 1
Prüfen und Messen in Sprint 1
Dokumentation und Wissen in Sprint 1
Kunde und Sicherheit in Sprint 1
Unsere Expertengruppen (Lektion 3)
So erreichen wir uns
Wenn jemand fehlt, dann …
Wenn wir uns nicht einigen, dann …
Unterschriften
Rollen im Team

Fünf Rollen tragen das Projekt. Verteilt werden sie im Team selbst, und sie wechseln nach jedem Sprint, so dass niemand zweimal dieselbe Rolle hat. Die Projektleitung ist ein Amt daneben: Wer es hat, zeichnet im laufenden Sprint ab. Bei vier Personen übernimmt die Teamleitung auch Kunde und Sicherheit.

Rolle Aufgaben Daran sieht man, dass geliefert wurde
Teamleitung Hält Termin, Backlog und Kanban-Board im Blick, moderiert das Daily, meldet Blocker und spricht für das Team mit Werkstattleitung und Meisterin. Das Board ist am Sprintende aktuell, jede Aufgabe hängt an einem Namen.
Instandhaltungsplanung Verantwortet Bestandsliste, Arbeits- und Umbaupläne, Kennzahlen, Strategien, Kostenvergleich und Instandhaltungsplan. Jede Zahl ist mit Rechenweg belegt, jede Strategie hat eine Begründung.
Prüfen und Messen Verantwortet Prüfkalender, Messreihen, Fehlersuche und Prüfprotokolle; achtet auf geeignete Messgeräte und Messkategorien. Jeder Messwert hat Messpunkt, Messgerät, Grenzwert und Bewertung.
Dokumentation und Wissen Führt Wissensspeicher und Projektakte, verantwortet Fehlerprotokoll, Störungsdatenbank, Änderungsdokumentation mit Revisionsstand und Checklisten. Ein Dritter findet jede Entscheidung des Teams ohne Rückfrage, jede Fassung hat Nummer und Datum.
Kunde und Sicherheit Führt die Kundengespräche, bereitet Beratung und Einweisung vor, achtet auf Freigaben, Sicherheitsregeln und das Sichern des Torblatts. Zu jedem Gespräch gibt es ein Protokoll mit Datum und Rolle, zu jeder Arbeit an der Anlage eine Freigabe.

Wer gerade welche Rolle hat, steht auf dem Kanban-Board und im Teamvertrag.

So arbeitet ihr: in fünf Sprints, 60 Stunden

Das Projekt läuft nach einem vereinfachten Scrum-Rahmen. Am Ende jedes Sprints wird abgenommen. Was nicht abgenommen wird, geht zurück ins Backlog.

Sprint Ziel Teile Meilenstein Zeit
0 Auftrag klären Bevor du loslegst M0 3 h
1 Bestand, Planung und Konzept Teil 1 (8 h) und Teil 2 (10 h) M1, Kreuzreview 18 h
2 Prüfpflichten und Fehlersuche Teil 3 (7 h) und Teil 4 (10 h) M2, Zwischenpräsentation 17 h
3 Die Halle bekommt neues Licht Teil 5 (12 h) M3, Kreuzreview 12 h
4 Übergeben und weiterkommen Teil 6 (8 h) M4, Schlusspräsentation 8 h
Puffer 2 h
Summe 60 h

Eure Arbeitsvereinbarungen

  • Kanban-Board mit den Spalten Zu tun, In Arbeit, Prüfen, Fertig. Jede Aufgabe hängt an genau einem Namen.
  • Daily Stand-up, 5 Minuten, im Stehen: Was habe ich geschafft? Was mache ich heute? Was blockiert mich?
  • Sprint Review: Abnahme anhand von „Fertig bist du, wenn …“ und dem Ergebnisbild. Keine Entscheidung ohne Begründung.
  • Retrospektive: Was hat getragen? Was hat gebremst? Eine konkrete Änderung für den nächsten Sprint. Danach wechseln die Rollen.
Wichtiger Hinweis zu den Zahlen

Halle W2, ihre Anlagen, Schichten, Termine, das Störungsbuch, die Messreihen, Kosten und alle Anlagendaten unter A bis E sind für den Unterricht konstruiert. Die Werte sind in sich stimmig und nachgerechnet, aber keine Daten eines echten Flughafens: Es sind Unterrichtswerte.

Weiter geht es mit dem Wissensspeicher und den Karten „Halle W2 auf einen Blick“, „Instandhaltung in Begriffen und Zahlen“ und „Wer prüft was wann?“. Die ersten beiden brauchst du ab Teil 1.