Hier prüfst du die geänderten Stromkreise nach DIN VDE 0100-600, bewertest jeden Messwert, schreibst das Prüfprotokoll, bringst die Pläne auf den neuen Stand und leitest ab, wie die neue Beleuchtung künftig instand gehalten wird. Leg die Karte „Wer prüft was wann?“ daneben.

Schritt 3 von 5. Du begründest die Prüfung nach der Änderung, bewertest Schleifenimpedanz, Isolationswiderstand und Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, schreibst das Prüfprotokoll, dokumentierst die Änderung und stellst den Wartungsplan auf.

Danach: Rechenwege und Lösungen zu Teil 5

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine Änderung ist erst fertig, wenn sie geprüft und so dokumentiert ist, dass der Plan wieder stimmt.

Am Ende hast du: das Prüfprotokoll der geänderten Stromkreise, die Änderungsdokumentation mit Stromlaufplan, Betriebsmittelliste und Revisionsstand C und den Wartungsplan der neuen Beleuchtung.

Karte „Wer prüft was wann?“: Die Pflichten des Betreibers mit ihrer Quelle: Gesetz, Verordnung, Unfallverhütungsvorschrift, Technische Regel, Norm. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Prüfaufgabe.

So sieht die neue Anlage aus

Übersichtsschaltplan Hallenverteiler UV-H · neues Feld Hallenbeleuchtung, einpoligHallenverteiler UV-H · Sammelschiene 3/N/PE AC 400/230 Vgestrichelt umrandet: neues Feld Hallenbeleuchtung, Änderung Rev. C2I>-FC10B6 · L1zum Steuer-stromkreisZonen-schaltung4IΔ-FB1140 A · 30 mATyp AI>-FC11B16 · L1-QA113-EA101 bis-EA1077 × 170 WI>-FC12B16 · L23-EA108 bis-EA1147 × 170 WZone A · AS 1 bis 34IΔ-FB1240 A · 30 mATyp AI>-FC13B16 · L3-QA123-EA201 bis-EA2077 × 170 WI>-FC14B16 · L13-EA208 bis-EA2147 × 170 WZone B · AS 4 bis 64IΔ-FB1340 A · 30 mATyp AI>-FC15B16 · L2-QA133-EA301 bis-EA3077 × 170 WI>-FC16B16 · L33-EA308 bis-EA3147 × 170 WZone C · FahrgasseKennzeichen nach DIN EN IEC 81346-2 links neben dem Schaltzeichen. Schrägstrich mit Zahl: Zahl der Leiter (4: drei Außenleiter und N, 3: L, N, PE).
Übersichtsschaltplan des neuen Feldes im Hallenverteiler UV-H, einpolig. Von der Sammelschiene 3/N/PE gehen drei Fehlerstrom-Schutzschalter -FB11, -FB12 und -FB13 (40 A, 30 mA, Typ A, mit Schaltschloss, Summenstromwandler und Auslöser IΔ) ab, je einer für Zone A, B und C. Hinter jedem liegen zwei Leitungsschutzschalter B16 (-FC11 bis -FC16, gezeichnet mit thermischem und magnetischem Auslöser), verteilt auf die drei Außenleiter, und zwei Hauptkontakte des Installationsschützes -QA11, -QA12 oder -QA13. Jeder Stromkreis versorgt sieben LED-Hallenleuchten zu 170 W (-EA101 bis -EA314). -FC10 (B6) versorgt den Steuerstromkreis der Zonenschaltung. Das neue Feld ist gestrichelt umrandet; die vorhandenen Abgänge der UV-H sind nicht dargestellt. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Jede Zone hat ihre eigene Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, zwei Stromkreise B16 und ein Installationsschütz. Geschaltet wird nicht mehr am Verteiler, sondern mit Tastern: Ein Tastendruck auf -SJ11 oder -SJ14 schaltet den Stromstoßschalter -KF11 um, sein Kontakt schaltet die Spule des Schützes -QA11, und die Hauptkontakte von -QA11 schalten die beiden Stromkreise der Zone A. -SJ10 im Büro schaltet alle Zonen aus.

Stromlaufplan Zone A · Hallenverteiler UV-H und Taster, aufgelöste DarstellungHauptstromkreis Zone ANL1L2L3von der SammelschieneIΔ-FB11N135NfreiI>-FC1112-QA1112-EA101bis -EA107I>-FC121234-EA108bis -EA114Steuerstromkreis Zonenschaltung, Zone AL · von FC10N-SJ111314-SJ141314-KF11A1A2-KF111314-QA11A1A2-SJ101314-KF11ZA2zu KF12, KF131Zone AEIN/AUS2Zentral-AUS3SchützZone A
Stromlaufplan der Zone A in aufgelöster Darstellung. Links der Hauptstromkreis: N, L1, L2 und L3 von der Sammelschiene durch den vierpoligen Fehlerstrom-Schutzschalter -FB11, dahinter -FC11 an L1 und -FC12 an L2, die Hauptkontakte 1/2 und 3/4 des Schützes -QA11 und je sieben Leuchten (-EA101 bis -EA107, -EA108 bis -EA114) gegen N; L3 bleibt in Zone A frei. Der Schutzleiter ist hier nicht gezeichnet, er steht im Übersichtsschaltplan. Rechts der Steuerstromkreis: Strompfad 1 mit den Tastern -SJ11 (Büro) und -SJ14 (Zugang) parallel auf den Stromstoßantrieb von -KF11, Strompfad 2 mit dem Taster -SJ10 auf den Zentral-AUS-Eingang Z von -KF11 (und weiter zu -KF12 und -KF13), Strompfad 3 mit dem Kontakt 13/14 von -KF11 auf die Spule A1/A2 des Schützes -QA11. Kennzeichen links neben dem Schaltzeichen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Die Szene lädt. Ohne JavaScript gilt der Stromlaufplan der Zone A oben.

Installationsplan Halle W2 · Hallenbeleuchtung neu mit Stromkreisen und Tastern, schematischBüro HallenmeisterTechnikraum-EA101-EA107-EA108-EA114-EA201-EA207-EA208-EA214-EA301-EA307-EA308-EA314UV-H-FC11-FC12-FC15-FC13-FC14-FC16-SJ10-SJ11-SJ12-SJ13-SJ14-SJ15-SJ16ZugangHofZugangFahrgasseABCTor 1Tor 2Tor 3Tor 4LED-HallenleuchteTasterLeitung eines Stromkreises von der UV-H (L, N, PE)Je Reihe sieben Leuchten an einem Stromkreis, fortlaufend nummeriert (EA101 bis EA107 usw.). SJ14 am Zugang vom Büro. Steuerleitungen nicht dargestellt.
Installationsplan der Halle W2 mit der neuen Beleuchtung, schematisch. Je Zone zwei Reihen zu sieben LED-Hallenleuchten; jede Reihe ist ein Stromkreis: -FC11 und -FC12 in Zone A, -FC13 und -FC14 in Zone B, -FC15 und -FC16 in Zone C. Die Leitungen laufen von der UV-H an der Wand zum Technikraum zu den Reihen, -FC16 entlang der Ostwand zur hinteren Reihe der Fahrgasse. Taster (Doppelkreis): -SJ10 bis -SJ13 im Büro des Hallenmeisters, -SJ14 am Zugang vom Büro, -SJ15 am Zugang vom Hof, -SJ16 am Zugang zur Fahrgasse. Die Leuchten sind je Reihe von -EA101 bis -EA314 durchnummeriert. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Prüfen nach einer Änderung

Eine geänderte Anlage darf erst wieder in Betrieb gehen, wenn sie geprüft ist. Das verlangt die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV § 14 Abs. 3) für prüfpflichtige Änderungen, DGUV Vorschrift 3 § 5 für elektrische Anlagen nach Änderung und DIN VDE 0105-100 für den Betrieb. Wie geprüft wird, beschreibt DIN VDE 0100-600:2017-06: Besichtigen, Erproben und Messen. Besichtigt wird immer zuerst. Was freigeschaltet gemessen werden muss, kommt vor dem ersten Einschalten.

Prüfung nach der Änderung · Ablauf nach DIN VDE 0100-6001 BesichtigenfreigeschaltetAuswahl und Kenn-zeichnung der Betriebs-mittel, Anschlüsse,Leitungen, Basisschutz2 MessenfreigeschaltetDurchgängigkeit derSchutzleiter,Isolationswiderstand(500 V DC)3 Messenunter SpannungSchleifenimpedanz Zs,Fehlerstrom-Schutz-einrichtung: Auslösestrom,Auslösezeit, UB4 Erprobenunter SpannungZonenschaltung mit jedemTaster, Zentral-AUS,Prüftaste der RCD5 BewertenDokumentationjeden Messwert gegenseinen Grenzwert,Prüfprotokoll, Plänemit RevisionsstandMessen unter Spannung nur mit dem Prüfgerät für DIN VDE 0100-600 und passender Messkategorie; Isolationswiderstand nur freigeschaltet.
Ablauf der Prüfung nach der Änderung nach DIN VDE 0100-600 in fünf Schritten: 1 Besichtigen und 2 Messen der Durchgängigkeit der Schutzleiter und des Isolationswiderstands, beides freigeschaltet; 3 Messen der Schleifenimpedanz und Prüfen der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen und 4 Erproben der Zonenschaltung, beides unter Spannung; 5 Bewerten jedes Messwerts und Dokumentieren im Prüfprotokoll und in den Plänen. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Isolationswiderstand: gemessen zwischen den aktiven Leitern und dem Schutzleiter, freigeschaltet, mit 500 V Gleichspannung; für Stromkreise bis 500 V gilt mindestens 1 MΩ.

Schleifenimpedanz: Im Fehlerfall muss so viel Strom fließen, dass der LS-Schalter magnetisch, also schnell, auslöst. Daraus folgt eine größte zulässige Schleifenimpedanz Zs = U0Ia. Gemessen wird an kalten Leitern; im Betrieb sind sie warm und haben einen größeren Widerstand. Deshalb wird der Messwert mit zwei Dritteln des errechneten Werts verglichen.

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung: Das Prüfgerät erhöht den Fehlerstrom, bis die RCD auslöst, und misst die Auslösezeit beim Bemessungsfehlerstrom IΔn und die Berührungsspannung UB. Bewertet wird jeder Wert gegen seinen Grenzwert.

Die Änderung dokumentieren

Nach dem Umbau muss jeder Plan zeigen, was wirklich eingebaut ist. Jede Änderung bekommt einen Revisionsstand und einen Änderungsvermerk in der Revisionstabelle des Schriftfelds: was geändert wurde, wann, von wem, wer geprüft hat. Jedes neue Betriebsmittel bekommt ein Kennzeichen nach DIN EN IEC 81346-2 und eine Zeile in der Betriebsmittelliste. Was bleibt, sind die alten Pläne: Sie werden nicht weggeworfen, sondern so gekennzeichnet, dass niemand mehr nach ihnen arbeitet.

Erst du, dann die anderen

Die Meisterin fragt: „Wie stellst du sicher, dass nach sieben Nächten Umbau die Pläne wieder stimmen?“ Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Jede Nacht im Plan nachtragen. Am Ende jeder Nacht trägt ein Team die Änderung von Hand rot in einen Arbeitsplan ein. Nichts geht verloren, und wer am nächsten Abend weitermacht, sieht den Stand. Der Preis: Jede Nacht fehlen ein paar Minuten für die Montage, und der rote Plan muss am Ende sauber übertragen werden.
  • Am Ende alles neu aufnehmen. Nach der letzten Nacht geht ein Team mit den Plänen durch Halle und UV-H und vergleicht Leuchte für Leuchte und Klemme für Klemme. Das findet auch, was niemand aufgeschrieben hat. Der Preis: Es kostet eine eigene Schicht, und was in der dritten Nacht anders gemacht wurde, weiß dann niemand mehr genau.
  • Eine Person ist für die Pläne zuständig. Die Rolle Dokumentation und Wissen sammelt alle Änderungen und schreibt nur sie in die Pläne. So bleibt der Plan aus einem Guss. Der Preis: Fällt die Person aus, weiß niemand, wo der Stand ist.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Gegebene Werte: Prüfung nach dem Umbau · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: Prüfung nach dem Umbau

Netz
TN-S-System hinter der Hauptverteilung HV W2 (PEN-Aufteilung, Lernfeld 5) · U0 = 230 V
Schutzorgane
je Stromkreis LS-Schalter B16 · je Zone RCD 40 A, 30 mA, Typ A, unverzögert
Messreihe nach dem Umbau
Stromkreis Isolationswiderstand in MΩ (500 V DC) Schleifenimpedanz Zs in Ω
-FC11 > 999 0,84
-FC12 > 999 0,91
-FC13 > 999 0,96
-FC14 > 999 1,02
-FC15 0,62 (Erstmessung zwischen L und N, Treiber angeschlossen); Wiederholung in geänderter Messanordnung: 210 1,12
-FC16 > 999 1,24
RCD Auslösestrom in mA Auslösezeit bei IΔn in ms Berührungsspannung UB in V
-FB11 19,5 21 0,6
-FB12 21,0 24 0,7
-FB13 22,5 19 0,8
Durchgängigkeit der Schutzleiter
an allen 42 Leuchten und am neuen Feld gemessen, alle Werte niederohmig, bestanden
Besichtigen
ohne Befund an Leuchten, Leitungen und neuem Feld; die Kennzeichnung der Stromkreise in der UV-H fehlt noch
Pläne vor dem Umbau
Übersichtsschaltplan UV-H, Revision B (Abgang Tor 4 nach Lernfeld 3); keine Betriebsmittelliste für die Beleuchtung
Entsorgung
96 alte Lichtbandleuchten mit 192 Leuchtstofflampen und Startern
Instandhaltung neu
wie in Lernangebot 9: Inspektion 4 h je Jahr, Reinigung alle 3 Jahre, Treiberausfälle nach Datenblatt

Alle Werte zu Halle W2 sind Unterrichtswerte. Zahlen zum Flughafen sind öffentliche Größenordnungen, gerundet.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Prüfprotokoll, Änderungsdokumentation und Wartungsplan der neuen Beleuchtung

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • das Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600 mit Besichtigen, Erproben und Messen, jedem Messwert, Grenzwert und Bewertung
  • den Stromlaufplan des Steuerstromkreises für alle drei Zonen mit Zentral-AUS
  • die Betriebsmittelliste mit allen neuen Kennzeichen nach DIN EN IEC 81346-2
  • die Revisionstabelle mit Revisionsstand C und den Vermerk zu den alten Plänen
  • den Entsorgungsnachweis der Leuchtstofflampen und die Liste der Unterlagen für das Betriebsbuch
  • den Wartungsplan der neuen Beleuchtung mit den veränderten Instandhaltungsbedingungen

Zur Dokumentation

Prüfprotokoll als Formular, das ein Prüfer ohne Rückfrage unterschreiben kann; Pläne mit Schriftfeld; Wartungsplan als Ergänzung des Instandhaltungsplans aus Teil 2. Jede Bewertung nennt den Grenzwert und seine Quelle.

Zu Meilenstein M3 nimmt ein anderes Team Prüfprotokoll und Dokumentation im Kreuzreview ab, danach die Meisterin der Elektrowerkstatt. In Teil 6 erklärst du dem Hallenmeister die geänderte Anlage.

10.1Begründe, weshalb und wie die geänderte Beleuchtung vor der Wiederinbetriebnahme geprüft wird
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Aufgabe 10.1

Begründe, weshalb und wie die geänderte Beleuchtung vor der Wiederinbetriebnahme geprüft wird:

  • Nenne die Vorschriften und Normen, nach denen die geänderten Stromkreise vor der Wiederinbetriebnahme geprüft werden.
  • Erkläre, weshalb nicht bis zur nächsten wiederkehrenden Prüfung der Anlage gewartet werden darf.
  • Nenne sechs Punkte, die du beim Besichtigen der neuen Leuchten und des neuen Feldes in der UV-H prüfst.
  • Erkläre, weshalb der Isolationswiderstand vor dem ersten Einschalten gemessen wird.
  • Nenne das Messgerät und die Messkategorie für die Messungen in der UV-H unter Spannung.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Erstprüfung · Sichtprüfung · Betriebssicherheitsverordnung · Messkategorien

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

10.2Bewerte die gemessenen Schleifenimpedanzen der Stromkreise -FC11 bis -FC16
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Aufgabe 10.2

Bewerte die gemessenen Schleifenimpedanzen der Stromkreise -FC11 bis -FC16:

  • Bestimme den Abschaltstrom Ia, bei dem der LS-Schalter B16 sicher magnetisch auslöst.
  • Berechne die größte zulässige Schleifenimpedanz Zs.
  • Berechne den Vergleichswert mit dem Faktor für die Erwärmung der Leiter.
  • Bewerte jeden Messwert.
  • Berechne den Fehlerstrom im ungünstigsten Stromkreis und seine Reserve zum Vergleichswert.
  • Erkläre, was passieren würde, wenn ein Stromkreis den Vergleichswert überschreitet.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Schleifenimpedanz · Messung Schleifenimpedanz · Leitungsschutzschalter · maximale Abschaltzeiten

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

10.3Bewerte die Isolationsmessung der neuen Stromkreise
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Aufgabe 10.3

Bewerte die Isolationsmessung der neuen Stromkreise:

  • Nenne die Prüfspannung und den Grenzwert für die Stromkreise der Beleuchtung.
  • Bewerte die Messwerte von -FC11 bis -FC16.
  • Erkläre, wie der Wert von 0,62 MΩ an -FC15 zustande kommt.
  • Beschreibe, wie an Stromkreisen mit LED-Treibern richtig gemessen wird.
  • Bewerte die Wiederholungsmessung an -FC15.
  • Formuliere den Vermerk im Prüfprotokoll für -FC15.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Isolationswiderstand, Messung · Isolationsmessung

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

10.4Bewerte die Prüfung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen -FB11 bis -FB13
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Aufgabe 10.4

Bewerte die Prüfung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen -FB11 bis -FB13:

  • Nenne die Grenzen für Auslösestrom, Auslösezeit beim Bemessungsfehlerstrom und Berührungsspannung.
  • Berechne den Auslösestrom jeder RCD in Prozent des Bemessungsfehlerstroms.
  • Bewerte die Messwerte jeder RCD.
  • Erkläre, weshalb das Prüfgerät die Berührungsspannung misst, bevor es die RCD auslöst.
  • Nenne, was der Hallenmeister an den neuen RCD künftig selbst prüft und wie oft.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: RCD, Auslösezeiten · Messung RCD · RCD-Typen · Prüffristen, RCD

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

10.5Stellt das Prüfprotokoll für die geänderten Stromkreise auf
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Aufgabe 10.5

Stellt das Prüfprotokoll für die geänderten Stromkreise auf:

  • Tragt Anlage, Anlass und Art der Prüfung, Prüfer, Datum und Prüfgerät ein.
  • Tragt die Ergebnisse von Besichtigen und Messen mit Grenzwert und Bewertung je Stromkreis und je RCD ein.
  • Plant das Erproben der Zonenschaltung mit allen Tastern, dem Zentral-AUS und der Prüftaste jeder RCD als einzelne Prüfschritte.
  • Vermerkt die Messung an -FC15 so, dass später niemand an einen Isolationsfehler denkt.
  • Vermerkt den offenen Punkt aus dem Besichtigen und wer ihn bis wann behebt.
  • Formuliert das Gesamtergebnis und die Freigabe zur Wiederinbetriebnahme.
Stromkreis Riso in MΩ Grenzwert Zs in Ω Vergleichswert Bewertung
-FC11
-FC12
-FC13
-FC14
-FC15
-FC16
RCD Auslösestrom Grenzen Auslösezeit Grenze UB Bewertung
-FB11
-FB12
-FB13
Prüfschritt Erproben erwartet beobachtet i. O.
-SJ11 im Büro
-SJ14 am Zugang
-SJ12 im Büro
-SJ15 am Zugang
-SJ13 im Büro
-SJ16 am Zugang
-SJ10 Zentral-AUS
Prüftaste -FB11 bis -FB13

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Prüfprotokoll · Prüfbericht · Funktionsprüfung

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

10.6Dokumentiert die Änderung so, dass der Plan wieder stimmt
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Aufgabe 10.6

Schriftfeld mit Revisionstabelle · Übersichtsschaltplan UV-H · Stand vor dem UmbauRev.ÄnderungDatumgeändertgeprüftgültigAErstausgabe Hallenverteiler UV-HBestandElektrobetriebElektrobetriebneinBAbgang Tor 4 nach Umbau Lernfeld 3BestandElektrobetriebElektrobetriebjaBenennungHallenverteiler UV-H · ÜbersichtsschaltplanAnlageHalle W2, Werkstatt der BodenverkehrsdiensteZeichnungsnummerW2-UVH-01Blatt1 von 3RevisionsstandBersetztRev. A
Schriftfeld des Übersichtsschaltplans der UV-H vor dem Umbau mit Revisionstabelle. Revision A ist die Erstausgabe, Revision B die Änderung am Abgang Tor 4 nach dem Umbau in Lernfeld 3; gültig ist Revision B. Die dritte Zeile der Revisionstabelle ist leer. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Dokumentiert die Änderung so, dass der Plan wieder stimmt:

  • Zeichnet den Steuerstromkreis der Zonenschaltung für alle drei Zonen mit dem Zentral-AUS nach dem Muster von Zone A.
  • Prüft alle Kennzeichen in den Plänen nach DIN EN IEC 81346-2 und füllt die Betriebsmittelliste aus.
  • Tragt die Änderung mit neuem Revisionsstand in die Revisionstabelle des Schriftfelds ein.
  • Erklärt, wie die alten Pläne gekennzeichnet und aufbewahrt werden.
  • Nennt die Unterlagen, die in das Betriebsbuch der Halle W2 gehören.
  • Beschreibt, wie die Leuchtstofflampen entsorgt werden und wie ihr die Entsorgung nachweist.
Kennzeichen Betriebsmittel Daten Einbauort
-FC10
-FB11 bis -FB13
-FC11 bis -FC16
-QA11 bis -QA13
-KF11 bis -KF13
-SJ10
-SJ11 bis -SJ13
-SJ14 bis -SJ16
-EA101 bis -EA114
-EA201 bis -EA214
-EA301 bis -EA314

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Stromlaufplan · Stromstoßschalter · Referenzkennzeichnung · Dokumentation · Abfallentsorgung

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

10.7Leitet die veränderten Instandhaltungsbedingungen ab und stellt den Wartungsplan der neuen Beleuchtung auf
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Aufgabe 10.7

Leitet die veränderten Instandhaltungsbedingungen ab und stellt den Wartungsplan der neuen Beleuchtung auf:

  • Vergleicht, welche Instandhaltungsarbeiten an der Beleuchtung wegfallen und welche neu hinzukommen.
  • Legt für Inspektion, Reinigung, Treiberausfälle und die Prüftaste der RCD die Maßnahme nach DIN 31051, das Intervall, die Dauer, die Schicht und die Verantwortlichen fest.
  • Plant mit euren Ergebnissen aus Aufgabe 9.3, ab wann ihr die Beleuchtungsstärke häufiger messt.
  • Ergänzt den Instandhaltungsplan aus Teil 2 und den Prüfkalender aus Teil 3 um die neue Anlage.
  • Stellt Prüfprotokoll, Änderungsdokumentation und Wartungsplan im Kreuzreview zu Meilenstein M3 vor.
Anlagenteil Maßnahme nach DIN 31051 Intervall oder Auslöser Dauer Schicht verantwortlich Nachweis
LED-Hallenleuchten
LED-Hallenleuchten
LED-Treiber
RCD -FB11 bis -FB13
Zonenschaltung
Feld in der UV-H

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Instandhaltung · Wartung · Prüfplanung · LED-Beleuchtung

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Ein halbes Jahr nach dem Umbau. Seit dem Frühjahr schaltet die Frühschicht Zone C morgens für eine Stunde aus, wenn Tageslicht durch die offenen Tore fällt. Seitdem löst -FB13 jeden Morgen aus, wenn Zone C wieder eingeschaltet wird. Im Betrieb hält die RCD.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe, welche Angaben aus deinem Prüfprotokoll bei der Suche helfen.
  • Entscheide, mit welcher Messung du anfängst, und begründe die Reihenfolge.
  • Begründe, was sich an deinem Wartungsplan ändert, wenn die Ursache gefunden ist.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.