Kursmaterial · Storycard
Die Storycard zu Teil 1. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.
Storycard Teil 1 herunterladen2 Seiten · 341 KB · doppelseitig drucken
Teil 1 von 6⏱ 8 hSprint 1 · M0 und Meilenstein M1 (mit Teil 2)
Das Telefon klingelt um 6:42 Uhr. Die Leitstelle meldet dunkle Anzeigen und eine Leseeinheit, die falsch zählt. Bevor irgendwer ein Gerät öffnet, muss klar sein, was genau los ist.
Schritt 1 von 5. Du hörst die Störmeldung, planst mit deinem Team die Aufnahme und das Erschließen der Geräte bis Meilenstein M1.
Danach: Lernangebot 1 · Die Störung aufnehmen
Agil arbeiten · Sprint 1
Eure Storycard für Teil 1
Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.
1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive
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Das lernst du in Teil 1
GesprächsführungW-FragenGesprächsprotokollStörungsticketKommunikationsmedienDatenschutzServiceanleitungBlockschaltbildSignalflussArbeitsschutz am Gate
Lernangebot 1 · Die Störung aufnehmen →Lernangebot 2 · Das Gerät erschließen →
Karte „Vom Netzstecker bis zum Bild“: Die ganze Gate-Technik auf einer Seite: vom Netzstecker über die Netzteile bis zu Bild, Leseeinheit und Lichtschranke, mit Kennzeichen und Messpunkten. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe.
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine gute Störmeldung spart die halbe Fehlersuche. Wer nur „geht nicht“ aufschreibt, fängt am Gate bei null an.
Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?
Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.
Wozu der Check-in?
Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Hast du schon einmal eine Störung am Telefon angenommen, eine englische Anleitung gelesen oder einen Fernseher ohne Bild gesehen? Das zählt. Am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.
Darum geht es
Als Elektronikerin oder Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich eine Störmeldung so aufnehmen und die betroffenen Geräte so erschließen, dass mein Team gezielt suchen kann, statt am Gate zu raten, damit die Leitstelle schnell wieder funktionierende Anzeigen und eine richtige Zählung hat.
- Die Gate-Anzeige hat zwei Wege: einen für Energie, einen für Daten. Klick auf Weiter.
- Energie: Aus der Steckdose kommen 230 V. Das Netzteil -A10 macht daraus 24 V Gleichspannung.
- Licht: Mit den 24 V speist der Treiber -A30 die LED-Leisten. Sie leuchten hinter dem LCD-Panel.
- Daten: Ein Wandler macht aus 24 V die 5 V für die Hauptplatine -A20. Über das Netzwerkkabel kommen die Flugdaten.
- Bild: Die Hauptplatine schickt das Bild an das LCD-Panel. Das Panel leuchtet nicht selbst: Erst Licht von hinten und Bilddaten zusammen ergeben das, was du siehst. An J 07 ist morgens nur mit der Taschenlampe ein schwaches Bild zu sehen. Was sagt dir das? Das klärst du in Lernangebot 2.
Das Blockschaltbild mit den acht Messpunkten · aufklappen, wenn du planst, wo gemessen wird
Die Lage
Um 6:42 Uhr ruft die Schichtleitung der Terminal-Leitstelle an. Am Flugsteig J bleiben wieder Anzeigen dunkel, an J 07 zählt die Leseeinheit zu viel. Die Leitstelle braucht beides vor dem Winterflugplan in Ordnung, und sie will verstehen, was los ist.
Euer Ergebnis ist der erste Teil von Meilenstein M1: ein Störungsprotokoll, das ein anderes Team ohne Rückfrage lesen kann, und eine Geräteanalyse der Gate-Anzeige. Den zweiten Teil, die Netzteilanalyse, liefert Teil 2.
Was die Leitstelle schon weiß
- Betroffen sind neun von vierzehn Anzeigen der Westseite von Flugsteig J, keine auf der Ostseite.
- Die Anzeigen bleiben morgens dunkel, nachmittags nicht.
- An J 07 zählte die Leseeinheit 203 statt 186 Fluggäste.
- Die Anzeigen sind seit April 2026 in Betrieb und haben 24 Monate Gewährleistung.
Das kennst du schon aus früheren Lernfeldern
Lernfeld 1 „Drei Zettel am Schlepper“: Messgeräte und der Kondensator. Beides brauchst du in Teil 2 und 5 wieder.
Lernfeld 4: das Netzwerk in Terminal 3 und der Werkstattrechner. Die Anzeigen hängen am LAN, dokumentiert wird am Werkstattrechner.
Lernfeld 5 „Vom Ring bis zur Plakette“: Prüfen nach Instandsetzung. Das kommt in Teil 6.
Erst schätzen, dann arbeiten
Die Leitstelle nennt dir drei Gates mit dunklen Anzeigen. Wie viele Messungen brauchst du an einer Anzeige, bis du weißt, in welcher Baugruppe der Fehler sitzt: zwei, vier, acht? Schreib deine Schätzung auf. In Teil 5 findest du es heraus.
Dein Weg in 12 Schritten
Mehr zu diesem Teil
Dein Weg im Einzelnen
- Zuhören und mitschreiben
Lies das Telefonat in Lernangebot 1 und notiere, was du gehört hast, ohne zu werten. - W-Fragen ordnen
Ordne das Gehörte nach den W-Fragen und markiere die Lücken. - Beobachtung oder Vermutung
Trenne, was jemand gesehen hat, von dem, was jemand glaubt. - Nachfragen
Formuliere Rückfragen für den Rückruf und führe das Gespräch im Rollenspiel. - Protokoll und Ticket
Schreibt das Gesprächsprotokoll und legt das Störungsticket mit Priorität an. - Medien wählen
Legt fest, wer wem was auf welchem Weg mitteilt. - Anleitung lesen
Wertet die englische Serviceanleitung für das Fehlerbild aus. - Blockschaltbild
Benennt die zehn Blöcke der Gate-Anzeige und verfolgt Energie und Signal. - Eingrenzen im Kopf
Leitet aus dem Fehlerbild ab, welche Blöcke in Frage kommen. - Arbeit am Gate planen
Plant das Zeitfenster 8:10 bis 10:15 Uhr mit Gefährdungen und Maßnahmen. - Muster deuten
Bildet Hypothesen aus Ort und Zeit der Störungen. - Kreuzreview vorbereiten
Wissensspeicher-Blatt füllen, Störungsprotokoll und Geräteanalyse für M1 bereitlegen.
Fertig bist du, wenn …
Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn ein anderes Team im Kreuzreview alle Punkte abnimmt und die Projektleitung abzeichnet (erster Teil von Meilenstein M1):
- Das Gesprächsprotokoll hat Kopf, Inhalt, Vereinbarungen und offene Punkte und beantwortet die W-Fragen.
- Beobachtung, Vermutung und Hörensagen sind getrennt.
- Fünf Rückfragen sind formuliert, das Rückrufgespräch ist geführt und mit einer Zusammenfassung abgeschlossen.
- Das Störungsticket ist angelegt, die Priorität ist begründet.
- Für jede Nachricht im Projekt ist das Kommunikationsmittel gewählt und begründet, Datenschutz beachtet.
- Die englische Serviceanleitung ist für das Fehlerbild ausgewertet, die Sicherheitshinweise sind richtig übersetzt.
- Die zehn Blöcke der Gate-Anzeige sind benannt und mit Funktion erklärt, Energie- und Signalfluss sind eingezeichnet.
- Aus dem Fehlerbild ist begründet, welche Blöcke in Frage kommen und welche nicht.
- Der Arbeitsplan für das Zeitfenster am Gate enthält Gefährdungen und Maßnahmen.
- Mindestens zwei prüfbare Hypothesen zum Fehlermuster liegen vor.
Das brauchst du dafür
- Den abgezeichneten Projektauftrag und die Anlagendaten B, C und D
- Lernangebot 1 (Die Störung aufnehmen) und Lernangebot 2 (Das Gerät erschließen)
- Die Karte „Vom Netzstecker bis zum Bild“
- Tabellenbuch Elektrotechnik, ein Wörterbuch oder eine Übersetzungshilfe für Fachenglisch, den Werkstattrechner aus Lernfeld 4
Das kommt in deinen Wissensspeicher
Ein Blatt „Was genau fällt aus?“: die W-Fragen mit euren Antworten, drei Regeln der Gesprächsführung, der Aufbau eines Gesprächsprotokolls, die zehn Blöcke der Gate-Anzeige mit Funktion, die drei wichtigsten englischen Begriffe aus der Anleitung und eure Hypothesen.
Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechen- oder Messfrage, eine Begründungsfrage.
Ausblick: Abschlussprüfung Teil 1
Die Arbeitsaufgabe in Teil 1 der Abschlussprüfung hat situative Gesprächsphasen: Du sprichst mit dem Prüfungsausschuss wie mit einem Kunden über deinen Auftrag. Was du hier am Telefon übst, ist genau das.