Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 2. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Teil 2 von 6⏱ 12 hSprint 1 · Meilenstein M1 (mit Teil 1)

Jede Baugruppe am Gate hängt an einem Netzteil. Bevor du eines verdächtigst, musst du wissen, was es leisten muss und woran man sieht, dass es das tut.

Einstiegsbild Teil 2: Auf dem Werkstatttisch liegt die geöffnete Leseeinheit mit der Netzteilplatine -A2: Transformator -T1, vier Dioden -R11 bis -R14 als Brücke, Ladekondensator -C1 und der Regler -T2 auf seinem Kühlkörper. Daneben zeigt ein Oszilloskop die Spannung am Kondensator: oben nicht glatt, sondern mit einer Welle. Die Frage: Wie viel Welle verträgt der Regler?Teil 2 · Auf dem Werkstatttisch: die Netzteilplatine -A2Was macht aus 230 V Wechselspannung saubere 5 V? Und wie viel Welle verträgt der Regler?-T1-R11 bis -R14-C1-T2 (7805)oben nicht glatt: eine WelleWie viel davon verträgt der Regler?
Teil 2 auf einen Blick: die geöffnete Leseeinheit mit der Netzteilplatine -A2 (Transformator -T1, Brücke -R11 bis -R14, Ladekondensator -C1, Regler -T2 auf dem Kühlkörper) und das Oszilloskop an -C1. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Schritt 1 von 5. Du siehst dir die beiden Netzteile am Gate an, probierst den Simulator aus und planst mit deinem Team den Weg bis Meilenstein M1.

Danach: Lernangebot 3 · Gleichrichten und glätten

Agil arbeiten · Sprint 1

Eure Storycard für Teil 2

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Das lernst du in Teil 2

BrückengleichrichterScheitelwertLadekondensatorBrummspannungFestspannungsreglerVerlustleistungWärmewiderstandWirkungsgradSchaltnetzteilgalvanische TrennungZwischenkreis

Lernangebot 3 · Gleichrichten und glätten →Lernangebot 4 · Spannung stabilisieren und wandeln →

Karte „Vom Netzstecker bis zum Bild“: Die ganze Gate-Technik auf einer Seite: vom Netzstecker über die Netzteile bis zu Bild, Leseeinheit und Lichtschranke, mit Kennzeichen und Messpunkten. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe.

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Ein Netzteil ist eine Kette: gleichrichten, glätten, stabilisieren. Jedes Glied muss genug Reserve haben, sonst bricht am Ende die Spannung ein.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht darum, wo dir das schon begegnet ist: ein Steckernetzteil, ein Ladegerät, das warm wird, ein Netzteil im PC, ein Elko im Elektronikbaukasten. Das zählt. Am Ende des Teils siehst du, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich die Netzteile der Leseeinheit und der Gate-Anzeige analysieren und nachrechnen, damit ich weiß, welche Werte ich messen muss und wann eine Spannung nicht mehr reicht.

Stromlaufplan der Netzteilplatine -A2: Netz 230 V über die Feinsicherung -F1 an den Transformator -T1 230 V/12 V, dahinter der Brückengleichrichter aus den Dioden -R11 bis -R14, der Ladekondensator -C1 1.000 µF, der Festspannungsregler -T2 (7805) mit den Kondensatoren -C2 und -C3 und der Ausgang 5 V zur Steuerplatine. Messpunkte MP A bis MP C.Netzteilplatine -A2 der Leseeinheit -A1Stromlaufplan · Transformator, Brückengleichrichter, Ladekondensator, Festspannungsregler · UnterrichtswerteLN-F1T 100 mA-T1230 V / 12 V16 VAMP A-R11-R13-R12-R14+-C11.000 µFU-C1MP B7805EAM-T2-C2100 nF+-C310 µF+5 V0 VMP C
Stromlaufplan der Netzteilplatine -A2 in der Leseeinheit -A1: Netz 230 V über die Feinsicherung -F1 (T 100 mA) an den Transformator -T1 230 V/12 V, 16 VA; Brückengleichrichter aus den Dioden -R11 bis -R14; Ladekondensator -C1 1.000 µF mit der Spannung UC1; Festspannungsregler -T2 (7805) mit Eingang E, Ausgang A und Masse M; -C2 100 nF und -C3 10 µF am Ausgang; +5 V zur Steuerplatine. Die Leitung zum rechten Brückenzweig kreuzt die Minusleitung ohne Verbindung. MP A: Sekundärspannung, MP B: Spannung am Ladekondensator, MP C: Ausgang 5 V. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Die Lage

Die Leitstelle meldet: Die Leseeinheit an J 07 startet „manchmal neu“. Die Meisterin will wissen, ob ihr Netzteil schuld sein kann, bevor jemand die Steuerplatine verdächtigt. Und für die dunklen Anzeigen braucht ihr das Netzteil -A10 sowieso.

Ihr analysiert zwei Netzteile: die Platine -A2 der Leseeinheit, ein klassisches lineares Netzteil, und das Schaltnetzteil -A10 der Gate-Anzeige. Euer Ergebnis ist der zweite Teil von Meilenstein M1: eine Netzteilanalyse mit Rechnung, Messwert und Urteil.

Das kennst du schon aus Lernfeld 1

Lernfeld 1 „Drei Zettel am Schlepper“: Der Kondensator speichert Ladung, seine Spannung ändert sich nicht sprunghaft. Genau das nutzt der Ladekondensator. In der Expertengruppe Kondensator ging es um Laden und Entladen, hier um das Entladen zwischen zwei Halbwellen.

Zeitdiagramm über 40 ms: gestrichelt die Spannung hinter dem Brückengleichrichter ohne Kondensator, zwei Halbwellen je Periode. Darüber eine zweite Kurve, die zwischen den Scheiteln nur wenig absinkt.Was macht der Ladekondensator?Hinter dem Brückengleichrichter, mit und ohne Ladekondensator · ohne Werteuohne Kondensatormit Ladekondensator
Zeitdiagramm ohne Werte: gestrichelt die Spannung hinter dem Brückengleichrichter, in Kursfarbe die Spannung mit Ladekondensator, die zwischen den Scheiteln nur wenig absinkt. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst schätzen, dann arbeiten

Der Ladekondensator in -A2 hat 1.000 µF. Wie stark darf er altern, also wie viel Kapazität darf er verlieren, bevor der Regler die 5 V nicht mehr halten kann: ein Zehntel, die Hälfte, drei Viertel? Schreib deine Schätzung auf, bevor du den Simulator ausprobierst.

Dein Weg in 12 Schritten

1Stromlaufplan lesen
2Scheitelwert
3Brummspannung
4Messreihe auswerten
5Kapazität begründen
6Simulieren
7Regler und Wärme
8Schaltnetzteil
9Leistungsbilanz
10Zwischenkreis
11Urteil
12Kreuzreview M1

Mehr zu diesem Teil

Dein Weg im Einzelnen
  1. Stromlaufplan lesen
    Bauteile von -A2 benennen, Aufgaben zuordnen, Strompfad je Halbwelle.
  2. Scheitelwert
    Spannung hinter dem Transformator und am Ladekondensator berechnen.
  3. Brummspannung
    abschätzen, mit der Messung an MP B vergleichen.
  4. Messreihe auswerten
    kleinste Spannung über der Kapazität als Kennlinie zeichnen.
  5. Kapazität begründen
    kleinste Kapazität mit Formel, Toleranz und Netzunterspannung.
  6. Simulieren
    Laststrom und Kapazität im Simulator verändern, mit Rechnung vergleichen.
  7. Regler und Wärme
    Verlustleistung, Kühlkörper, Wirkungsgrad.
  8. Schaltnetzteil
    Blockschaltbild -A10 erklären, Primär- und Sekundärseite.
  9. Leistungsbilanz
    Ausgangs- und Eingangsleistung, Auslastung, Verluste.
  10. Zwischenkreis
    Energie und Entladezeit, Schutzmaßnahmen.
  11. Urteil
    Kann -A2 die Neustarts erklären? Was muss an -A10 gemessen werden?
  12. Kreuzreview M1
    Netzteilanalyse mit Störungsprotokoll und Geräteanalyse vorlegen.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn ein anderes Team im Kreuzreview alle Punkte abnimmt und die Projektleitung abzeichnet (Meilenstein M1 mit Teil 1):

  • Die Bauteile von -A2 sind benannt, der Strompfad ist für beide Halbwellen eingezeichnet.
  • Scheitelwert, Brummspannung und kleinste Eingangsspannung des Reglers sind berechnet und mit der Messung verglichen.
  • Die Messreihe ist als glatte Kennlinie gezeichnet, der Grenzwert abgelesen.
  • Die kleinste Kapazität ist berechnet und die Wahl von 1.000 µF begründet.
  • Verlustleistung, Kühlung und Wirkungsgrad des Reglers sind berechnet.
  • Das Blockschaltbild von -A10 ist erklärt, der Vergleich mit -A2 liegt vor.
  • Die Leistungsbilanz von -A10 ist aufgestellt.
  • Energie und Entladezeit des Zwischenkreises sind berechnet, die Schutzmaßnahme ist abgeleitet.
  • Das Urteil zu -A2 und der Messplan für -A10 stehen.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig.
Das brauchst du dafür
  • Anlagendaten C und D, den Stromlaufplan -A2 und das Blockschaltbild -A10
  • Lernangebot 3 und Lernangebot 4
  • den Simulator oben
  • Tabellenbuch Elektrotechnik, Taschenrechner, Millimeterpapier oder Werkstattrechner
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Welche Baugruppe liefert die Spannung?“: die Netzteilkette in Blöcken, die Formeln für Scheitelwert, Brummspannung, Kapazität, Verlustleistung, Wirkungsgrad, Energie und Entladung, die Messreihe als Kennlinie und euer Urteil zu -A2.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechen- oder Messfrage, eine Begründungsfrage.

Ausblick: Lernfeld 5 und Teil 5 dieses Kurses

In Lernfeld 5 habt ihr die Energie bis zur Steckdose verfolgt. Hier geht es weiter, ins Gerät hinein.

In Teil 5 kommt der Kondensator noch einmal: als Ausgangskondensator -C7 im Schaltnetzteil, der mit dem Alter seinen Innenwiderstand ändert.

Für Lehrkräfte
Für Lehrkräfte: Sprint 1 · 12 h · Stunden als Vorschlag: Auftrag und Simulator 1 h, Lernangebot 3 5 h, Lernangebot 4 4,5 h, Lösungen, Kontrolle, Kreuzreview M1 1,5 h. Lernziele: 2.1 Standardschaltungen der Stromversorgung analysieren; 2.2 Scheitelwert, Brummspannung und Ladekapazität berechnen; 2.3 Verlustleistung, Kühlung und Wirkungsgrad eines Linearreglers bestimmen; 2.4 Schaltnetzteile im Blockschaltbild erklären und mit linearen Netzteilen vergleichen; 2.5 Gefährdungen durch gespeicherte Energie beurteilen. Rahmenlehrplan LF 6: Funktion und Betriebsverhalten von Baugruppen bestimmen; Inhalte Methoden der Schaltungsanalyse, schaltungstechnische Standardlösungen, Simulationssoftware, technische Schaltungsunterlagen, Arbeitsschutz. Laborvorschlag: B2U mit Transformator 12 V, Ladekondensatoren 220 µF bis 1.000 µF, Lastwiderstand 15 Ω (≈ 0,33 A), Oszilloskop an MP B. Der Simulator rechnet mit linearer Entladung und idealen Dioden; er liegt nahe an der Messung, nicht genau darauf.