Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 5. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Teil 5 von 6⏱ 10 hSprint 3 · Meilenstein M3

Ihr habt Messwerte, Muster und Verdacht. Jetzt wird eingegrenzt: mit Methode, in wenigen Messungen, und am Ende steht ein Bauteil mit Beweisen, nicht ein Gefühl.

Einstiegsbild Teil 5: Die Gate-Anzeige von J 07 hängt am Messplatz der Werkstatt. Sie hat die Nacht am offenen Fenster verbracht, im Gerät sind es 14 °C. Das Bild ist schwarz, nur im Lichtkegel einer Taschenlampe schwach zu sehen. Rechts der Messplatz: Oszilloskop mit der welligen 24 V, ein Bauteilmessgerät für den Kondensator -C7 und ein Laptop mit der Simulation. Die Frage: Welches Bauteil ist es, mit Belegen statt Gefühl?Teil 5 · Am Messplatz der Werkstatt: Wo genau sitzt der Fehler?Die Anzeige von J 07 hat die Nacht am offenen Fenster verbracht: 14 °C im Gerät, wie morgens am GateFenster offen, die ganze NachtJ 07Boarding14 °C im GerätBild schwarz, mit Taschenlampe schwach daMP4: 22,4 V, 3,6 V ssESR 1,2 ΩBauteilmessgerät-C7SimulationWelches Bauteil? Mit Belegen, nicht Gefühl.
Teil 5 auf einen Blick: Die Anzeige von J 07 am Messplatz der Werkstatt nach einer Nacht am offenen Fenster, 14 °C im Gerät. Daneben Oszilloskop, Bauteilmessgerät und Simulation. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Schritt 1 von 5. Du misst in der Szene selbst und planst mit deinem Team den Eingrenzungsweg bis Meilenstein M3.

Danach: Lernangebot 9 · Fehler systematisch eingrenzen

Agil arbeiten · Sprint 3

Eure Storycard für Teil 5

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Das lernst du in Teil 5

SichtprüfungSignalverfolgungHalbierungsmethodeVergleichsmessungFolgefehlerthermische PrüfungESRErsatzschaltbildSimulationLebensdauerFehlersuchprotokollBefund

Lernangebot 9 · Fehler systematisch eingrenzen →Lernangebot 10 · Simulieren und Ursache belegen →

Karte „Vom Netzstecker bis zum Bild“: Die ganze Gate-Technik auf einer Seite: vom Netzstecker über die Netzteile bis zu Bild, Leseeinheit und Lichtschranke, mit Kennzeichen und Messpunkten. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe.

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Wer halbiert, braucht bei acht Messpunkten drei Messungen. Wer rät, braucht Glück.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht darum, wo dir das schon begegnet ist: ein Fahrrad, das nicht schaltet, ein Auto in der Werkstatt, ein Netzwerk aus Lernfeld 4. Das zählt.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich den Fehler der Gate-Anzeige systematisch eingrenzen und die Ursache mit Messung, Simulation und Datenblatt belegen, damit die Instandsetzung das Richtige trifft und die Leitstelle versteht, weshalb es passiert ist.

Die Lage

Die Anzeige von J 07 hängt jetzt am Messplatz der Werkstatt, eine Ersatzanzeige am Gate. Sie hat die Nacht bei geöffnetem Fenster verbracht: 14 °C im Gerät, wie morgens am Gate. Mit der Taschenlampe ist das Bild schwach zu sehen.

Euer Ergebnis ist Meilenstein M3: ein Fehlersuchprotokoll mit Eingrenzungsweg und ein Befund mit Belegen.

Das kennst du schon aus Lernfeld 4 und aus Teil 1 bis 3

Lernfeld 4: Station für Station eingrenzen. Teil 1: die Eingrenzung im Kopf. Teil 3: die Messreihe über der Temperatur.

Blockschaltbild der Gate-Anzeige -P1 mit den Messpunkten MP1 bis MP8 vom Netzstecker bis zu LED-Leisten und Panel.Gate-Anzeige -P1 an J 07: wo misst du zuerst?Blockschaltbild mit acht Messpunkten · die Anzeige bleibt dunkel, mit der Taschenlampe ist das Bild schwach zu sehenNetzstecker230 V · -X1NetzfilterSicherung -F1-A10GleichrichterZwischenkreis-A10Schaltwandlermit Übertrager-A10Ausgangsstufe24 V · -C7-A10Backlight-TreiberAbschaltung < 21 V-A30LED-LeistenHintergrundlichtDC/DC-Wandler24 V auf 5 V-A20HauptplatineBildsignal, LAN-A20LCD-Panel55 ZollLAN, FluginformationMP1MP2MP3MP4MP5MP6MP7MP8Gate-Anzeige -P1 (GA-55)
Blockschaltbild der Gate-Anzeige -P1 an J 07 mit den Messpunkten: MP1 Netzstecker, MP2 hinter dem Netzfilter, MP3 Zwischenkreis, MP4 Ausgang 24 V, MP5 Freigabe des Backlight-Treibers, MP6 Ausgang 5 V des DC/DC-Wandlers, MP7 Strom der LED-Leisten, MP8 Bildsignal am Panel. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst schätzen, dann arbeiten

Wie viele Messungen brauchst du, bis du weißt, in welcher Baugruppe der Fehler sitzt? Probier es in der Szene oben aus und schreib deine Zahl auf. Deine Schätzung aus Teil 1 steht in deinem Wissensspeicher.

Dein Weg in 11 Schritten

1Methoden kennen
2Selbst messen
3Halbieren
4Folgefehler
5Thermisch prüfen
6Protokollieren
7Ersatzschaltbild
8Simulieren
9Messen am Bauteil
10Lebensdauer
11Befund

Mehr zu diesem Teil

Dein Weg im Einzelnen
  1. Methoden kennen
    sechs Methoden mit Vorzug und Grenze.
  2. Selbst messen
    in der Szene, Reihenfolge notieren.
  3. Halbieren
    mit den Messwerten eingrenzen.
  4. Folgefehler
    MP5 und MP7 deuten.
  5. Thermisch prüfen
    Kältespray und Föhn.
  6. Protokollieren
    jede Messung mit Folgerung.
  7. Ersatzschaltbild
    Elko mit ESR.
  8. Simulieren
    Welligkeit über dem ESR.
  9. Messen am Bauteil
    ESR und Kapazität gegen Datenblatt.
  10. Lebensdauer
    mit der 10-Kelvin-Regel.
  11. Befund
    mit Belegen, Kreuzreview M3.
Fertig bist du, wenn …

Fertig seid ihr, wenn ein anderes Team im Kreuzreview den Eingrenzungsweg nachvollzieht und die Projektleitung abzeichnet (Meilenstein M3):

  • Die Methoden sind verglichen, die Wahl ist begründet.
  • Der Eingrenzungsweg hat höchstens vier Messungen bis zur Baugruppe, jede mit Folgerung.
  • Folgefehler sind als solche erkannt.
  • Die thermische Prüfung ist geplant und gedeutet.
  • Ersatzschaltbild und Simulation erklären die Welligkeit.
  • ESR und Kapazität sind gegen das Datenblatt geprüft.
  • Die Lebensdauer ist abgeschätzt, der Serienfehler erkannt.
  • Der Befund nennt Bauteil, Ursache und Belege in einer Kette.
Das brauchst du dafür
  • Anlagendaten C, die Karte „Vom Netzstecker bis zum Bild“, die Messreihe aus Teil 3
  • Lernangebot 9 und 10
  • Tabellenbuch, Taschenrechner
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Wo sitzt der Fehler wirklich?“: die sechs Methoden mit Vorzug und Grenze, euer Eingrenzungsweg, das Ersatzschaltbild des Elkos, die 10-Kelvin-Regel und euer Befund.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechen- oder Messfrage, eine Begründungsfrage.

Ausblick: Lernfeld 13

In Lernfeld 13 geht es um Instandhaltungskonzepte. Ein Bauteil, das nach fünf Monaten ausfällt, ist dort ein Fall für vorbeugende Instandhaltung.

Für Lehrkräfte
Für Lehrkräfte: Sprint 3 · 10 h · Stunden als Vorschlag: Auftrag und Szene 1 h, Lernangebot 9 4 h, Lernangebot 10 4 h, Lösungen, Kontrolle, Kreuzreview M3 1 h. Lernziele: 5.1 Methoden der Fehlereingrenzung auswählen und anwenden; 5.2 Folgefehler erkennen; 5.3 Bauteilverhalten mit Simulation untersuchen; 5.4 Bauteile gegen Datenblattkriterien prüfen; 5.5 Befunde mit Belegen dokumentieren. Rahmenlehrplan LF 6: Fehler systematisch eingrenzen; Inhalte Methoden der Fehlereingrenzung, Simulationssoftware, Mess- und Prüfverfahren. Die Szene im Vorspann zeigt Messwerte ohne Urteil; Urteil und Halbierungsweg stehen erst in der Lösungslektion.