Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 5. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Teil 5 von 5⏱ 16h

Das Programm steht, die Pläne sind ergänzt, Lichtschranke, Schließkante und Ampel hängen. Jetzt kommt die Nacht, in der Tor 4 zum ersten Mal mit der neuen Steuerung fährt. Am Morgen muss es laufen, und der Hallenmeister der Frühschicht muss wissen, wie.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst die Inbetriebnahmenacht.

Danach: Lernangebot 9 · Inbetriebnahme mit zwei Fehlerbildern

Agil arbeiten · Sprint 4

Eure Storycard für Teil 5

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine Anlage ist erst dann in Betrieb, wenn ein anderer sie ohne dich betreiben kann.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Wo ist dir das schon begegnet? Eine Anlage, ein Gerät oder ein Fahrrad nach dem Umbau, das „einfach nicht will“: Wie bist du vorgegangen, hast du probiert, getauscht oder gemessen? Das zählt. Die Fehlersuche hast du in Lernfeld 1, Teil 5, am Schlepper GS 14 schon einmal gemacht: erst aufschreiben, was du erwartest, dann messen, dann eingrenzen. Hier kommt sie wieder, diesmal an einer Steuerung mit Signalliste. Das ist Absicht.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker möchte ich Tor 4 nach dem Umbau in einer sicheren Reihenfolge in Betrieb nehmen, die Betriebswerte messen und notwendige Einstellungen vornehmen, auftretende Fehler eingrenzen und beheben und die Änderungen so dokumentieren und übergeben, dass der Betreiber das Tor ohne Rückfrage betreiben und eine andere Elektrofachkraft es warten kann.

Die Lage in der Nacht

Wer Was gesagt wird
Auftraggeber
Werkstattleitung der Bodenverkehrsdienste
„Umbau und Inbetriebnahme im Nachtfenster, 23:30 bis 05:00 Uhr. Tor 4 darf höchstens vier Stunden außer Betrieb sein. Am Morgen will ich alle drei Wünsche sehen, nicht zwei davon.“
Betreiber
Hallenmeister der Frühschicht
„Ich unterschreibe erst, wenn mir jemand am Tor gezeigt hat, was neu ist. Und ich will ein Blatt, das ich meinen Fahrern an die Wand hängen kann.“
Projektleitung
euer Amt in diesem Sprint
„Die Inbetriebnahme läuft. Aus der Nacht liegen eine Messreihe und zwei Beobachtungsprotokolle vor, F 1 und F 2. Beide Einträge enden ohne Befund.“

Ihr plant die Schritte, wertet die Messreihe aus, grenzt F 1 und F 2 ein, dokumentiert die Änderungen und übergebt Tor 4 an den Betreiber. Wie ihr ihn einweist, entscheidet ihr selbst (Projektauftrag, „Was nicht vorgegeben ist“, Punkt 7). Ob euer Team die Teilöffnung über ein Zeitglied oder mit dem Sensor -B3 gelöst hat, spielt keine Rolle: In Betrieb genommen wird beides.

Szene Inbetriebnahme Tor 4, lösungsfreie Fassung: acht Karten, gemischt und mit A bis H gekennzeichnet. A Automatikbetrieb, B Sicherheitsfunktionen, C Sichtprüfung, D Drehrichtung, E Spannungsfrei prüfen, F Endschalter, G Betriebswerte, H Steuerspannung zuschalten. Die Buchstaben sind keine Reihenfolge. Eigene Darstellung für den Unterricht.Inbetriebnahme Tor 4 · acht Karten, gemischtDie Buchstaben sind keine Reihenfolge. Die legst du selbst fest.AAutomatikbetriebAUF, Teilauf, Offenhaltezeit,Vorwarnung, ZU, AmpelBSicherheitsfunktionenLichtschranke, Schließkante, HALT,LaufzeitüberwachungCSichtprüfungVerdrahtung, Klemmen, Kennzeichen,Einstellungen an den GerätenDDrehrichtungBetriebsart Hand, AUF und ZUnur kurz antippenESpannungsfrei prüfenSchutzleiter, Isolation,kein KurzschlussFEndschalterB1 und B2 in Betriebsart Handanfahren, Motor muss abschaltenGBetriebswerteMotorstrom, Laufzeit, Teilaufmessen, Einstellwerte festhaltenHSteuerspannung zuschaltenNetzteil T1 messen, Eingängegegen die Signalliste prüfen
Acht Karten zur Inbetriebnahme von Tor 4, gemischt und mit A bis H gekennzeichnet: A Automatikbetrieb, B Sicherheitsfunktionen, C Sichtprüfung, D Drehrichtung, E Spannungsfrei prüfen, F Endschalter, G Betriebswerte, H Steuerspannung zuschalten. Die Buchstaben sind keine Reihenfolge. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Dein Weg in 10 Schritten

1Reihenfolge planen
2Betriebswerte vergleichen
3Teilöffnung nachstellen
4Fehlerbild F 1
5Fehlerbild F 2
6Inbetriebnahmeprotokoll
7Änderungsdokumentation
8Einweisung
9Übergabeprotokoll
10Schlusspräsentation

Mehr zu diesem Teil

Das brauchst du dafür
  • Deine Signalliste Tor 4 aus Teil 2 und deinen ergänzten Stromlaufplan aus Teil 3
  • Deinen Funktionsplan mit Zuordnungsliste aus Teil 4 und eure Einstellwerte (Teilöffnung, Offenhaltezeit, Laufzeitüberwachung)
  • Die Anlagendaten mit dem Typenschild des Motors -M1 und der Funktionsbeschreibung nach dem Umbau
  • Lernangebot 9 (Inbetriebnahme mit zwei Fehlerbildern) mit der Messreihe und Lernangebot 10 (Änderungsdokumentation und Übergabe)
  • Tabellenbuch, Taschenrechner, die Vorlagen zum Handzeichnen für Stromlaufplan und Funktionsplan im Kursmaterial
  • Standard-Software: eine Textverarbeitung und eine Tabellenkalkulation für die Änderungsdokumentation, ein Präsentationsprogramm oder ein Plakat für die Schlusspräsentation
Dein Weg, Schritt für Schritt
  1. Reihenfolge planen
    In welcher Reihenfolge nimmst du Tor 4 in Betrieb, und woran erkennst du, dass ein Schritt bestanden ist?
  2. Betriebswerte vergleichen
    Passen Motorstrom, Laufzeit und Netzteilspannung zu Typenschild und Einstellung?
  3. Teilöffnung nachstellen
    Bleibt das Tor dort stehen, wo es stehen soll?
  4. Fehlerbild F 1
    Beobachtung, Signalliste, Ursache, Behebung.
  5. Fehlerbild F 2
    Beobachtung, Wirkungskette, Ursache, Behebung.
  6. Inbetriebnahmeprotokoll
    Alles, was in der Nacht passiert ist, so, dass es ein anderer nachgehen kann.
  7. Änderungsdokumentation
    Welche Unterlagen haben sich geändert, und mit welchem Stand?
  8. Einweisung
    Was muss der Hallenmeister wissen, was darf er nicht?
  9. Übergabeprotokoll
    Wer unterschreibt, was wird übergeben, was ist noch offen?
  10. Schlusspräsentation
    Was habt ihr seit M2 geändert, und weshalb?
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn Auftraggeber und Betreiber alle Punkte abnehmen. Das ist Meilenstein M4:

  • Die Reihenfolge der Inbetriebnahme steht, jeder Schritt hat ein Prüfkriterium, und es ist begründet, an welcher Stelle die Drehrichtung geprüft wird.
  • Jeder Betriebswert ist mit Typenschild oder Einstellwert verglichen und bewertet, notwendige Einstellungen sind vorgenommen und eingetragen.
  • Die Teilöffnung ist nachgerechnet, der neue Einstellwert ist begründet, eine Gegenprobe liegt vor.
  • Die Fehlerprotokolle F 1 und F 2 nennen Beobachtung, Eingrenzung mit der Signalliste, Ursache, Behebung und die Prüfung danach.
  • Die Änderungsdokumentation enthält geänderte Pläne, Signalliste, Programmstand und Einstellwerte, jede Unterlage mit Stand, Datum und Namen.
  • Die Einweisung ist für jemanden ohne Elektrokenntnisse verständlich und wurde am Tor gegeben.
  • Das Übergabeprotokoll ist von Auftraggeber und Betreiber abgezeichnet, offene Punkte stehen mit Frist darin.
  • Die Schlusspräsentation nimmt Bezug auf M2: was danach geändert wurde und weshalb.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Tor 4 geht in Betrieb“: die Schritte der Inbetriebnahme und ihr Zweck, Betriebswert gegen Bemessungswert und Einstellwert, Geschwindigkeit aus Weg und Zeit, Eingrenzen mit der Signalliste, die Bestandteile einer Änderungsdokumentation, die Regeln für eine Einweisung. Das Musterblatt kennst du aus Lernfeld 1.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Für Lehrkräfte: Lernsituation 3.5 · Sprint 4 · 16 h, alle Teams gemeinsam · Lernziele 5.1 bis 5.4, Prüfungsbezug Abschlussprüfung Teil 1, § 13 Abs. 3 Nr. 4 und Nr. 5 · Wiederholung Fehlersuche (LF 1 Teil 5), Wirkungskette (Teil 1), Signalliste (Teil 2), Funktionsplan (Teil 4). Die Szene steht hier lösungsfrei, die geordnete Fassung erst in Lektion 4. Ursachen von F 1 und F 2 und die Stolperstellen stehen in Lektion 4 und im Lehrkräftebereich, nicht auf dieser Seite. Du spielst am Ende zwei Rollen: Auftraggeber (Abnahme M4) und Betreiber (Einweisung am Tor, Unterschrift). Wer die Übungswand nutzt, findet den optionalen Test im Lehrkräftebereich. Schlusspräsentation mit Bezug auf M2.