Teil 5 von 5⏱ 18h
Die Hütte 7 ist geplant, gezeichnet und gegen Fehler geschützt. Jetzt kommen die Fragen, die jeder Kunde am Ende stellt: Hält das? Was kostet das? Und wer sagt mir, dass es sicher ist? In diesem Teil weist du die Leitungen nach, planst den Aufbautag, kalkulierst das Angebot, planst die Prüfung, wertest ihr Protokoll aus und übergibst die Hütte.
Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, verteilst mit deinem Team die Arbeitspakete bis zur Übergabe und planst deinen Weg.
Danach: Lernangebot 9 · Der Querschnitt
Agil arbeiten · Sprint 5
Eure Storycard für Teil 5
Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.
1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive
Storycard Teil 5 herunterladen PDF · 2 Seiten · 345 KB
Das lernst du in Teil 5
LeitungsdimensionierungArbeitsorganisationAngebot
Lernangebot 9 · Der Querschnitt →Lernangebot 10 · Vom Plan zur Übergabe →
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine Anlage ist erst fertig, wenn sie nachgewiesen, geprüft, übergeben und abgerechnet ist.
Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?
Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.
Wozu der Check-in?
Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Hast du schon einmal gesehen, dass ein Kabel oder eine Verlängerung warm wurde? Hast du das Angebot eines Handwerkers gelesen, im Betrieb ein Prüfprotokoll ausgefüllt gesehen oder zugeschaut, wie jemand einem Kunden seine neue Anlage erklärt? Das zählt. Der Check-in ist keine Bewertung. Er hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.
Darum geht es
Als Elektronikerin oder Elektroniker möchte ich die Leitungen der Hütte 7 so bemessen, dass keine zu warm wird und am Gerät genug Spannung ankommt, dem Standbetreiber ein vollständiges Angebot machen, die Erstprüfung planen und ihr Protokoll auswerten und den Aufbautag so planen, dass jeder weiß, wer wann was tut, die Anlage so übergeben, dass er allein mit ihr zurechtkommt, damit die Marktleitung die Hütte vor der Eröffnung abnimmt, der Kunde weiß, wofür er bezahlt, und ich in der Schlusspräsentation zeigen kann, was wir seit der Zwischenpräsentation besser gemacht haben.
Die bewegte Vorschau braucht JavaScript. Alle Angaben dazu stehen im Auftrag und in den Anlagendaten.
Ein fertiger Plan zum Ansehen
Vor der Übergabe wird geprüft. Welche Messung wo stattfindet, zeigt ein Stromlaufplan am besten: Hier ist es der Steckdosenkreis -F3 der Musterlösung mit den vier Messungen der Erstprüfung. In Lernangebot 10 planst du die Prüfung für eure ganze Hütte.
Die Schlusspräsentation zu M4
Zu Meilenstein M4 übergebt ihr die Hütte 7 an die Marktleitung und an den Standbetreiber. Die Schlusspräsentation zeigt nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin. Sie nimmt ausdrücklich Bezug auf die Zwischenpräsentation M2: Was habt ihr danach geändert, und weshalb? Seit M2 sind Teil 4 und Teil 5 dazugekommen, das Kreuzreview hat euch Rückmeldungen gegeben, und manche Entscheidung aus Teil 1 oder Teil 3 sieht mit den Rechnungen von heute anders aus. Genau das gehört in die Präsentation.
Bereitet die Schlusspräsentation im Team vor:
- Stellt eure Hütte in drei Sätzen vor: Anschluss, Stromkreise, Schutzkonzept.
- Stellt jede Änderung seit M2 dem Stand bei M2 gegenüber.
- Begründet jede Änderung mit ihrem Anlass: Kreuzreview, Marktleitung, Kunde oder eigene Rechnung.
- Zeigt den Nachweis der Leitungen mit dem Spannungsfall vom Marktverteiler bis zum Gerät.
- Stellt Angebot, Prüfergebnis und Rechnung so vor, dass der Kunde sie ohne Fachwissen versteht.
- Nennt, was ihr beim nächsten Projekt anders machen würdet.
| Was | Stand bei M2 | Stand bei M4 | Anlass | Weshalb |
|---|---|---|---|---|
Im Team Die Schlusspräsentation bereitet ihr gemeinsam vor. Jede und jeder im Team stellt einen Teil vor.
Dein Weg in 14 Schritten
Kursmaterial · Storycard
Die Storycard zu Teil 5. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.
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Mehr zu diesem Teil
Das brauchst du dafür
- Die Lektion „Anlagendaten und Rollen“: Tabellenauszug zur Strombelastbarkeit, die Formeln für den Spannungsfall, die Hüttenordnung
- Eure Anschlussentscheidung CEE 16 A oder CEE 32 A aus Lernangebot 2 und die Aufteilung der Geräte auf die Außenleiter
- Die Planmappe aus Teil 4 mit Übersichtsschaltplan, Installationsplan und den Schutzorganen, so wie sie nach dem Kreuzreview steht, und das Schutzkonzept aus Teil 2
- Den Leitungswegeplan aus Teil 3 mit den geschätzten Leitungslängen
- Lernangebot 9 (Leitungen bemessen, Spannungsfall) und Lernangebot 10 (Arbeitsablauf, Materialliste, Angebot, Prüfung, Übergabe, Rechnung)
- Einen Rechner mit Tabellenkalkulation für das Angebot, empfohlen, weil sich dort jede Änderung sofort durchrechnet; ein Präsentationsprogramm für M4
- Eure Unterlagen von der Zwischenpräsentation M2 mit den Rückmeldungen aus dem Kreuzreview
- Tabellenbuch Elektrotechnik, Taschenrechner, die Wissensspeicher-Vorlage
Dein Weg, Schritt für Schritt
- Auftrag klären
Lies, was bei M4 vorliegen muss. Legt im Team fest, wer Leitungsberechnung, Angebot, Prüfplan und Übergabe übernimmt und wer die Schlusspräsentation zusammenführt. - Die Tabelle lesen
Schlage die Strombelastbarkeit nach und kläre, was Verlegeart, belastete Adern, Umgebungstemperatur und Häufung damit zu tun haben. - Endstromkreise bemessen
Prüfe für jeden Stromkreis eurer Hütte die Bedingung Ib ≤ In ≤ Iz. - Die Zuleitung bemessen
Bemiss die Leitung vom MV 2 zur Hütte für euren Anschluss. - Den Spannungsfall nachweisen
Rechne die Zuleitung und den ungünstigsten Endstromkreis und vergleiche die Summe mit der Vorgabe der Marktleitung. - Den Aufbautag planen
Lege Arbeitsschritte, Reihenfolge, Personen und Arbeitsmittel fest, stimme dich mit Marktleitung, Hüttenbauer und Standbetreiber ab und stelle die Materialliste mit Liefertermin auf. - Kalkulieren
Setze deine Materialliste mit Preisen in eine Tabellenkalkulation und rechne Zuschlag, Lohn, Anfahrt und Umsatzsteuer. - Das Angebot schreiben
Formuliere das Angebot so, dass der Kunde Ja sagen kann. - Die Prüfung planen
Lege fest, was beim Besichtigen, Erproben und Messen geprüft wird, in welcher Reihenfolge und gegen welchen Grenzwert. - Das Protokoll auswerten
Beurteile jede Zeile des Messprotokolls und entscheide, ob die Hütte übergeben werden kann. - Übergeben
Plane die Einweisung des Standbetreibers und das Übergabeprotokoll. - Abrechnen
Schreibe nach der Übergabe die Rechnung und erkläre, wo sie vom Angebot abweicht. - Schlusspräsentation
Stellt die Hütte zu Meilenstein M4 der Marktleitung und dem Standbetreiber vor, mit Bezug auf M2. - Ergebnis sichern
Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vorbereiten.
Fertig bist du, wenn …
Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn das andere Team im Kreuzreview und danach Marktleitung und Standbetreiber zu M4 alle Punkte abnehmen:
- Für jeden Endstromkreis ist nachgewiesen: Betriebsstrom ≤ Nennstrom des Schutzorgans ≤ Strombelastbarkeit, mit Verlegeart, Zahl der belasteten Adern, Umgebungstemperatur und Häufung.
- Die Zuleitung vom MV 2 ist für euren Anschluss (CEE 16 A oder CEE 32 A) bemessen, Leitungstyp und Querschnitt sind begründet.
- Der Spannungsfall ist für die Zuleitung und für den ungünstigsten Endstromkreis mit Formel, Zahlenwert und Einheit berechnet; die Summe vom Marktverteiler bis zum Gerät beträgt höchstens 3 % (Hüttenordnung).
- Die Leitungstabelle nennt für die Zuleitung und jeden Stromkreis Bezeichnung, Länge, Querschnitt und Schutzorgan (Abnahmekriterium 6).
- Der Arbeitsablaufplan für den Aufbautag nennt jeden Schritt mit Dauer, Person, Arbeitsmitteln und Abstimmung mit anderen Beteiligten und passt in die geplante Zeit; die Materialliste nennt Menge, Kenndaten, Kennzeichen und Liefertermin (Abnahmekriterium 9).
- Das Angebot enthält Material mit Zuschlag, Lohn, Anfahrt, Nettobetrag, Umsatzsteuer und Bruttobetrag und nennt, was nicht enthalten ist; jede Zahl ist nachvollziehbar.
- Der Prüfplan nennt für Besichtigen, Erproben und Messen jeden Prüfschritt mit Reihenfolge, Hilfsmittel und Grenzwert nach DIN VDE 0100-600.
- Das Prüfprotokoll ist Zeile für Zeile gegen die Grenzwerte ausgewertet, mit einer begründeten Entscheidung, ob die Hütte übergeben werden kann, und dem nächsten Schritt.
- Die Einweisung des Standbetreibers ist geplant und in einem Übergabeprotokoll festgehalten, das er unterschreiben kann; die Rechnung passt zum Angebot und zu den tatsächlichen Stunden.
- Die Schlusspräsentation zu M4 zeigt, was ihr seit M2 geändert habt und weshalb.
- Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher
Ein Blatt „Die Hütte wird fertig“: die Bedingung Ib ≤ In ≤ Iz mit einem Beispiel aus der Hütte, wie man die Strombelastbarkeit in der Tabelle findet, die beiden Formeln für den Spannungsfall mit der Bedeutung jedes Formelzeichens, das Schema einer Angebotskalkulation von der Materialsumme bis zum Bruttobetrag, dein Arbeitsablaufplan in Kurzform, die Prüfschritte der Erstprüfung mit ihren Grenzwerten und dein Merksatz zur Übergabe.
Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.