Teil 3 von 5⏱ 18h

Bis hierhin gibt es die Hütte 7 als Geräteliste, als Energiebedarf und als Schutzkonzept. Aufbauen kann danach noch niemand. Jetzt wird entschieden, wo in einer Holzhütte eine Leitung laufen darf, womit sie befestigt wird und wie das Licht geschaltet wird.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, klärst mit deinem Team, wer welchen Plan zuerst zeichnet, und planst deinen Weg.

Danach: Lernangebot 5 · Wo die Leitung läuft

Agil arbeiten · Sprint 3

Eure Storycard für Teil 3

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

Storycard Teil 3 herunterladen PDF · 2 Seiten · 345 KB

Das lernst du in Teil 3

InstallationsartenVerlegungInstallationsschaltungen

Lernangebot 5 · Wo die Leitung läuft →Lernangebot 6 · Licht von zwei und drei Stellen →

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Eine Leitung gehört dorthin, wo sie jeder vermutet. Wer später bohrt, schraubt oder etwas aufhängt, soll sie nicht treffen können.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Hast du schon einmal Mantelleitung mit Schellen auf eine Wand gesetzt, einen Kabelkanal geschnitten oder im Flur das Licht unten ein- und oben ausgeschaltet? Das zählt. Der Check-in ist keine Bewertung. Er hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker möchte ich für die Hütte 7 festlegen, wie jede Leitung verlegt und befestigt wird, das Licht so schalten, wie der Standbetreiber es sich wünscht, und beides so dokumentieren, dass ein anderes Team meine Leitungswege und meinen Stromlaufplan in der Zwischenpräsentation ohne Rückfrage versteht, damit beim Aufbau vor Terminal 3 niemand raten muss, welche Leitung wohin führt.

Ein fertiger Plan zum Ansehen

So sehen fertige Pläne aus: die einfachste Installationsschaltung, ein Schalter und eine Leuchte, in den drei Planarten, die du immer brauchst. Der Übersichtsschaltplan zeigt einpolig, was womit verbunden ist und wie viele Adern jede Leitung hat. Der Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung zeigt den Strompfad: Außenleiter oben, Neutralleiter und Schutzleiter unten. Der Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung zeigt, wie die Abzweigdose verdrahtet wird. Die Kennzeichen stehen links vom Schaltzeichen. Genau so zeichnest du in Lernangebot 6 die Beleuchtung der Hütte.

Übersichtsschaltplan der Ausschaltung, einpolig: Vom Kleinverteiler kommt über den LS-Schalter -F1 B10 eine Leitung mit drei Adern zur Abzweigdose -X10. Von dort führt je eine Leitung mit drei Adern nach unten zum Ausschalter -S1 und nach rechts zur Leuchte -E1.Ausschaltung · ÜbersichtsschaltplanEinpolig: eine Linie für alle Leiter, die Striche zählen die Adernvom KleinverteilerLS-Schalter -F1 B103-X1033-E13-S1Zeichen nach DIN EN 60617 für Übersichtsschaltpläne. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Ausschaltung im Übersichtsschaltplan: eine Linie je Leitung, die Striche mit Zahl nennen die Adern. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Stromlaufplan der Ausschaltung in aufgelöster Darstellung: oben der Außenleiter L, unten N und PE. Ein Strompfad führt von L über den LS-Schalter -F1 B10 und den Ausschalter -S1 zur Leuchte -E1 und weiter zu N. Die Leuchte ist zusätzlich mit PE verbunden.Ausschaltung · StromlaufplanAufgelöste Darstellung, Strompfad von L nach NLNPEI>-F1B10-S1Ausschalter-E1Ein Schalter, eine Schaltstelle.Er unterbricht nur den Außenleiter,nie den Neutralleiter.Leitung zum Schalter: 3 Adern(L, geschalteter Leiter, PE).Leitung zur Leuchte: 3 Adern(geschalteter Leiter, N, PE).Eigene Darstellung für den Unterricht.
Ausschaltung im Stromlaufplan, aufgelöst: LS-Schalter, Ausschalter und Leuchte in einem Strompfad zwischen L und N. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Ausschaltung in zusammenhängender Darstellung: Im Kleinverteiler der LS-Schalter -F1 B10 und die Klemmen für PE und N. Eine Leitung NYM-J 3×1,5 führt L, PE und N von unten in die Abzweigdose -X10 mit den Klemmen L, geschalteter Leiter, PE und N. Von der Klemme L geht es nach oben zum Ausschalter -S1 und zurück auf die Klemme des geschalteten Leiters. Von dort, von PE und von N führt eine dreiadrige Leitung zur Leuchte -E1, deren Gehäuse an PE liegt.Ausschaltung · Stromlaufplan zusammenhängendJedes Betriebsmittel als Ganzes, jede Linie ist ein LeiterKleinverteilerL von -Q1I>-F1B10PEN-X10AbzweigdoseLL'PENNYM-J 3×1,5-S1Schalterleitung, 2 Adern belegtNYM-J 3×1,5Gehäuse-E1Die Leiter laufen, wie sie verlegt sind. So verdrahtet man danach eine Abzweigdose. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Ausschaltung zusammenhängend: jedes Betriebsmittel steht als Ganzes da, man sieht jede Klemme in der Abzweigdose. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Die bewegte Vorschau braucht JavaScript. Alle Angaben dazu stehen im Auftrag und in den Anlagendaten.

Dein Weg in 10 Schritten

1Auftrag klären
2Installationsart wählen
3Zonen kennen
4Verlegeart und Leitungstyp
5Leitungswege zeichnen
6Schaltungen vergleichen
7Zeichnen
8Adern festlegen
9Zwischenpräsentation
10Ergebnis sichern

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 3. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Mehr zu diesem Teil

Das brauchst du dafür
  • Die Lektion „Anlagendaten und Rollen“: Maße und Bauart der Hütte 7, Geräteliste mit den Wünschen des Kunden, Hüttenordnung, Tabellenauszug F
  • Den Projektauftrag mit den Abnahmekriterien, vor allem denen, die bei M2 geprüft werden
  • Lernangebot 5 (Installationsarten, Installationszonen, Verlegearten, Leitungstypen, Leitungswege) und Lernangebot 6 (Installationsschaltungen, Stromlaufplan der Beleuchtung)
  • Die Vorlagen zum Handzeichnen: Schaltplanvorlage A4 quer, Grundrissvorlage der Hütte 7 im Maßstab 1:20 und die Vorlage Installationszonen
  • Bleistift, Radiergummi, Lineal, Geodreieck, Buntstifte, eine Schablone für Schaltzeichen, wenn du eine hast
  • Tabellenbuch Elektrotechnik, Taschenrechner, die Wissensspeicher-Vorlage
Dein Weg, Schritt für Schritt
  1. Auftrag klären
    Lies die Wünsche des Kunden zum Licht, die Bauart der Hütte und die Abnahmekriterien für M2. Legt im Team fest, wer welchen Plan zuerst zeichnet und wer ihn gegenliest.
  2. Installationsart wählen
    Vergleiche Aufputz, Unterputz, Rohr und Kanal und entscheide, was in einer Holzhütte geht.
  3. Zonen kennen
    Lies die Installationszonen an der fertigen Zeichnung ab und prüfe Beispiele.
  4. Verlegeart und Leitungstyp
    Entschlüssele die Kurzzeichen der Leitungen, lege je Leitungsabschnitt Verlegeart und Leitungstyp fest und rechne die Befestigung.
  5. Leitungswege zeichnen
    Trage auf der Grundrissvorlage ein, wo jede Leitung läuft, wo die Zuleitung hereinkommt und wo Abzweigdosen sitzen.
  6. Schaltungen vergleichen
    Vergleiche Aus-, Serien-, Wechsel-, Kreuz- und Stromstoßschaltung und wähle die Schaltungen für Innen- und Außenlicht.
  7. Zeichnen
    Verbinde die Wechselschaltung auf der Vorlage, zeichne Kreuz- und Stromstoßschaltung und den Stromlaufplan der ganzen Beleuchtung in aufgelöster Darstellung.
  8. Adern festlegen
    Lege für jeden Leitungsabschnitt der Beleuchtung fest, welche Leiter darin liegen.
  9. Zwischenpräsentation
    Stellt Leitungswege und Beleuchtung vor. Ein anderes Team prüft im Kreuzreview.
  10. Ergebnis sichern
    Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, drei Prüffragen bereithalten.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn das andere Team im Kreuzreview und danach die Marktleitung zu Meilenstein M2 alle Punkte abnehmen:

  • Für jeden Leitungsabschnitt der Hütte stehen Installationsart, Verlegeart und Leitungstyp fest, jede Wahl mit dem Ort und der Hüttenordnung begründet.
  • Der Leitungswegeplan auf der Grundrissvorlage zeigt Kleinverteiler, Einführung der Zuleitung, Abzweigdosen und alle Leitungswege, nur waagerecht und senkrecht geführt.
  • Biegeradius und Schellenabstand sind mit Formel, Zahlenwert und Einheit gerechnet.
  • Die Schaltung für Innen- und Außenlicht ist gewählt und mit dem Wunsch des Kunden begründet, das Innenlicht hat mindestens zwei Schaltstellen (Abnahmekriterium 1).
  • Der Stromlaufplan der Beleuchtung ist in aufgelöster Darstellung von Hand gezeichnet, Schaltzeichen nach DIN EN 60617, Kennzeichen nach DIN EN IEC 81346-2 links vom Schaltzeichen.
  • Für jeden Leitungsabschnitt der Beleuchtung stehen die Leiter und die Adernzahl fest.
  • Wechsel-, Kreuz- und Stromstoßschaltung sind als Stromlaufplan gezeichnet, jede mit einem Satz, wann man sie wählt.
  • Alle Pläne haben ein ausgefülltes Schriftfeld und sind von der Projektleitung abgezeichnet (Abnahmekriterium 8).
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Wo die Leitung läuft und wie das Licht schaltet“: die Installationsarten mit Vor- und Nachteil, die Installationszonen als Skizze mit Maßen, die Verlegearten A1, B1, B2, C und E, die Kurzzeichen der Leitungen Buchstabe für Buchstabe, Biegeradius und Schellenabstand mit Beispiel, die fünf Installationsschaltungen je als kleiner Stromlaufplan und die Adernzahl je Leitungsabschnitt.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Für Lehrkräfte: Lernsituation 2.3 · Sprint 2 · 18 h, alle Teams, jedes an seiner eigenen Lösung · RLP-Inhalt Installationstechnik, dazu Schaltzeichen und der Stromlaufplan als erste Schaltplanart · Prüfungsbezug Abschlussprüfung Teil 1, § 13 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 · Zwischenpräsentation mit Kreuzreview zu M2. Die Hütte ist aus Holz und steht vier Wochen: Aufputz mit Mantelleitung ist die naheliegende Lösung, der Kanal ebenso tragfähig. Installationszonen gelten für unsichtbar verlegte Leitungen; der Dekonstruktionsfall in Lernangebot 5 (Innenverkleidung) macht sie für die Hütte verbindlich. Die Stromstoßschaltung ist als Vergleich angelegt, verlangt wird sie für die Hütte nicht. Gezeichnet wird von Hand; der RLP nennt auch rechnergestütztes Zeichnen, der Kurs lässt dafür das Zeichenprogramm des Betriebs zu, ohne eines zu nennen.