Teil 1 von 5⏱ 18h

Zwei Glühweinkocher, eine Crêpesplatte, ein Kaffeevollautomat, ein Heizstrahler und noch einiges mehr, dazu ein einziger Anschluss am Marktverteiler. Bevor jemand über Leitungen und Sicherungen nachdenkt, steht fest, was der Kunde mitbringt, was jedes Gerät braucht und was der Strom für 28 Tage kostet.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst deinen Weg.

Danach: Lernangebot 1 · Was der Kunde will

Agil arbeiten · Sprint 1

Eure Storycard für Teil 1

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Das lernst du in Teil 1

AuftragsplanungBetriebsmittelkenndatenEnergiebedarf

Lernangebot 1 · Was der Kunde will →Lernangebot 2 · Wie viel Strom, wie viel Geld →

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Geplant wird mit Werten, nicht mit Vermutungen. Was auf keinem Typenschild und in keinem Datenblatt steht, fragst du nach.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Hast du schon einmal ein Typenschild gelesen, am Wasserkocher zu Hause oder an einer Maschine im Betrieb, oder eine Stromrechnung gesehen? Das zählt. Der Check-in ist keine Bewertung. Er hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker möchte ich die Geräte des Standbetreibers von Hütte 7 mit ihren Kenndaten erfassen, offene Punkte mit ihm klären und Strom, Energiebedarf und Energiekosten der Hütte berechnen, damit ich die Geräte sinnvoll auf die drei Außenleiter verteilen, den passenden Anschluss am Marktverteiler MV 2 begründet bestellen und dem Kunden sagen kann, was ihn der Strom für die 28 Tage des Wintermarkts kostet.

Die bewegte Vorschau braucht JavaScript. Alle Angaben dazu stehen im Auftrag und in den Anlagendaten.

Übersicht Vorplatz vor Terminal 3 als Schema: oben die Fassade von Terminal 3, davor die Vorfahrt mit Bus und Taxi, darunter der Wintermarkt mit 12 Hütten in zwei Reihen, Hütte 1 bis 6 oben, Hütte 7 bis 12 unten, dazwischen der Laufweg. Markiert sind der Marktverteiler MV 2 hinter der oberen Reihe, die Hütte 7, der Leitungsweg von 18 m vom MV 2 entlang der Hüttenrückseiten und unter einer Kabelbrücke über den Laufweg zur Hütte 7 und der Platz 12.Wintermarkt vor Terminal 3Vorplatz, Hütten, Marktverteiler und LeitungswegTerminal 3 · FassadeVorfahrt für Busse und TaxisTaxiBusVorplatzLaufwegKabelbrücke123456121110987Platz 12Hütte 7MV 218 mLeitungsweg MV 2 bis Hütte 7Marktverteiler MV 2, Hütte 7Platz 12Hütte, dicke Kante vorn: VerkaufsklappeKabelbrücke über dem LaufwegSchema, nicht maßstäblichLänge: Leitungsweg lautAnlagendaten
Übersicht Vorplatz vor Terminal 3 als Schema: oben die Fassade von Terminal 3, davor die Vorfahrt mit Bus und Taxi, darunter der Wintermarkt mit 12 Hütten in zwei Reihen und dem Laufweg dazwischen. Markiert sind der Marktverteiler MV 2, die Hütte 7, der Leitungsweg von 18 m vom MV 2 zur Hütte 7 und der Platz 12. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Ein fertiger Plan zum Ansehen

So kommt der Strom in die Hütte: vom Marktverteiler MV 2 über die CEE-Steckdose und die 18 m lange Zuleitung bis in den Kleinverteiler. Der Übersichtsschaltplan zeigt das mit einer einzigen Linie, die Schrägstriche zählen die Leiter. Was im Kleinverteiler sitzt, ist noch offen. In Lernangebot 2 entscheidest du, ob CEE 16 A reicht, und verteilst die Geräte auf die drei Außenleiter.

Übersichtsschaltplan des Anschlusses der Hütte 7 in einpoliger Darstellung: aus der Niederspannungsverteilung von Terminal 3 kommen fünf Leiter in den Marktverteiler MV 2. Dort sitzen der LS-Schalter -F20, C16, 3-polig, und darunter die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung -Q20 mit 300 mA, Typ S, dann die CEE-Steckdose -X20, 16 A, 5-polig, als Buchse gezeichnet, in die der Stecker der Zuleitung greift. Mit dem CEE-Stecker beginnt die 18 m lange Zuleitung mit fünf Leitern zum Kleinverteiler UV Hütte 7. Die Stromkreise in der Hütte sind offen.Hütte 7 · Übersichtsschaltplan des AnschlussesEinpolige Darstellung vom Marktverteiler MV 2 bis in die Hütteaus der Niederspannungsverteilung Terminal 33/N/PE 400/230 V 50 HzMV 2 · Marktverteilergehört der MarktleitungI>-F20C16, 3-poligIΔ-Q20300 mA, Typ S3/N/PE-X20CEE-Steckdose 16 A, 5-poligCEE-Stecker, bewegliche ZuleitungZuleitung, 18 mLeitungstyp und Querschnitt legt ihr festUV Hütte 7 · Kleinverteiler in der HütteSchiene?????Schutzeinrichtungen und Stromkreise plant ihr selbstSo liest du den PlanEinpolig: eine Linie stehtfür alle Leiter einer Leitung.Die Schrägstriche zählen dieLeiter, hier fünf: L1, L2, L3,N und PE.Kennzeichen stehen linksvom Schaltzeichen, dieKenndaten rechts daneben.Gestrichelt umrahmt: wasnicht zu eurem Auftrag gehört.Eigene Darstellung für den Unterricht.
Übersichtsschaltplan des Anschlusses: vom Marktverteiler MV 2 über CEE-Steckdose und Zuleitung bis zum Kleinverteiler der Hütte. Was im Kleinverteiler sitzt, plant ihr in Teil 4. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Dein Weg in 11 Schritten

1Auftrag klären
2Die Wünsche des Kunden verstehen
3Typenschilder lesen
4Das englische Datenblatt erschließen
5Die Geräteliste aufstellen
6Nachfragen
7Strom berechnen
8Energie und Kosten berechnen
9Aufteilen
10Entscheiden
11Ergebnis sichern

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 1. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Mehr zu diesem Teil

Das brauchst du dafür
  • Den abgezeichneten Projektauftrag und die Anlagendaten in der Lektion „Anlagendaten und Rollen“, besonders die Geräteliste des Kunden und die Angaben zum Anschluss am Marktverteiler MV 2
  • Lernangebot 1 (Geräteliste und Rückfragen) und Lernangebot 2 (Strom, Energie, Kosten und Anschluss)
  • Die Typenschilder von Glühweinkocher und Heizstrahler und das englische Datenblatt der Crêpesplatte, beide in Lernangebot 1
  • Tabellenbuch Elektrotechnik und Taschenrechner, dazu ein Rechner mit Tabellenkalkulation, wenn du deine Listen digital führen willst
  • Die Wissensspeicher-Vorlage
Dein Weg, Schritt für Schritt
  1. Auftrag klären
    Lies Projektauftrag und Anlagendaten. Markiere alles, was die Geräte des Kunden und den Anschluss am MV 2 betrifft.
  2. Die Wünsche des Kunden verstehen
    Lies die Geräteliste und die Wünsche des Standbetreibers und suche die Stellen im Grundriss der Hütte, die er meint.
  3. Typenschilder lesen
    Entnimm den Typenschildern von Glühweinkocher und Heizstrahler die Kenndaten.
  4. Das englische Datenblatt erschließen
    Übersetze das Datenblatt der Crêpesplatte und prüfe sie gegen die Hüttenordnung.
  5. Die Geräteliste aufstellen
    Trage alle Geräte mit ihren Kenndaten und der Quelle jedes Werts ein.
  6. Nachfragen
    Stelle deine Rückfragen. Im Unterricht beantwortet sie deine Lehrkraft, je nach Frage in der Rolle des Kunden oder der Marktleitung.
  7. Strom berechnen
    Berechne die Stromaufnahme jedes Geräts.
  8. Energie und Kosten berechnen
    Berechne den Energiebedarf über die 28 Tage und die Energiekosten.
  9. Aufteilen
    Verteile die Geräte auf die Außenleiter L1, L2 und L3 und berechne den Strom je Außenleiter.
  10. Entscheiden
    Entscheide dich für CEE 16 A oder CEE 32 A und begründe die Entscheidung dem Kunden gegenüber.
  11. Ergebnis sichern
    Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vorbereiten.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn der Auftraggeber alle Punkte abnimmt:

  • Die Geräteliste enthält alle Geräte des Kunden mit Anzahl, Leistung, Spannung, Strom, Schutzklasse, Schutzart und Anschluss, jeder Wert mit Einheit und Quelle, jede Lücke gekennzeichnet.
  • Die Kenndaten der Crêpesplatte sind dem englischen Datenblatt entnommen und übersetzt, der Hinweis am Ende des Datenblatts ist in Folgerungen für die Planung übersetzt.
  • Die Schutzarten der Geräte sind mit der Vorgabe der Hüttenordnung verglichen.
  • Mindestens vier Rückfragen sind gestellt, jede mit Grund und Adressat, die Antworten sind mit Datum festgehalten.
  • Die Stromaufnahme jedes Geräts ist mit Formel, Zahlenwert und Einheit berechnet.
  • Der Energiebedarf jedes Geräts über die 28 Tage ist mit Leistung, Einschaltdauer und Betriebsstunden berechnet, die Summe der Hütte steht da.
  • Die Energiekosten für die Laufzeit sind mit dem Arbeitspreis der Marktleitung berechnet.
  • Die Geräte sind auf L1, L2 und L3 aufgeteilt, je Außenleiter mit Leistung und Strom, mit und ohne Gleichzeitigkeitsfaktor.
  • Die Entscheidung für CEE 16 A oder CEE 32 A ist getroffen und dem Kunden gegenüber mit Strömen, Gleichzeitigkeit und Kosten begründet, von der Projektleitung abgezeichnet.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Was die Hütte braucht“: wo die Kenndaten eines Geräts stehen, Schutzklasse und Schutzart im Vergleich, die wichtigsten englischen Fachwörter aus dem Datenblatt, die Rechenkarte Strom, Energie und Kosten, die Aufteilung auf drei Außenleiter mit Gleichzeitigkeitsfaktor und eure Anschlussentscheidung mit Begründung.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Für Lehrkräfte: Lernsituation 2.1 · Sprint 1 · 18 h, parallel zu Teil 2, im Schulcurriculum Lernsituation 2.1 mit 9 h · Teamgruppe 1 · Lernziele 1.1 bis 1.4, Prüfungsbezug Abschlussprüfung Teil 1, § 13 Abs. 3 Nr. 1 · Wiederholung aus Lernfeld 1 (P = U · I, W = P · t). Die Rückfragen der Teams beantwortest du in zwei Rollen: als Kunde (Geräte, Nutzung, Wünsche) und als Marktleitung (Anschluss, Hüttenordnung, Termine). Leg vorher fest, was du auf Fragen nach Kenndaten antwortest, die in den Anlagendaten fehlen, etwa Schutzart und Schutzklasse des Kaffeevollautomaten, und gib allen Teams dieselben Antworten; die Musterlösung setzt keine dieser Antworten voraus. Die Typenschilder von Glühweinkocher und Heizstrahler in Lernangebot 1 sind Unterrichtswerte wie alle Anlagendaten. Ob CEE 16 A oder CEE 32 A bestellt wird, ist ausdrücklich offen. Wählen alle Teams dasselbe, lohnt ein kurzer Blick darauf, ob die Offenheit unterwegs verloren gegangen ist.