Hier stehen alle Zahlen des Auftrags. Auf diese Seite beziehen sich sämtliche Aufgaben des Kurses. Schlag hier nach, so oft du willst.

Schritt 3 von 4. Lesen musst du das nicht am Stück. Es ist dein Nachschlagewerk.

Danach: Wissensspeicher und Expertenrunde

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Jede Zahl dieses Kurses stammt von hier. Wer ungenau liest, plant am Tor vorbei.

Halle W2, Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Terminal 3, in der Draufsicht als Schema. In der Halle drei Arbeitsstände und der Hallenverteiler. Die Tore 1 bis 3 liegen in der oberen Wand. Tor 4 liegt in der rechten Wand und führt aufs Vorfeld, innen darüber der Torluftschleier, daneben die Bedienstelle innen mit AUF, ZU und HALT und die Herstellersteuerung. Draußen steht ein Schlepperzug vor Tor 4. Eigene Darstellung für den Unterricht.Halle W2 · Tor 4Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Terminal 3 · Draufsicht, schematischHalle W2Tor 1Tor 2Tor 3Stand 1Stand 2Stand 3Torluftschleier innen über Tor 4Tor 4Bedienstelle innen:AUF, ZU, HALTSteuerungHerstellersteuerungHallen-verteilerVorfeldSektionaltorSSchlepperzugvor Tor 4zu den Flugsteigenvon Terminal 3
Halle W2 in der Draufsicht, schematisch: Tor 4 führt aufs Vorfeld. Innen über Tor 4 der Torluftschleier, daneben Bedienstelle und Herstellersteuerung. Draußen ein Schlepperzug vor dem Tor. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Hauptstromkreis von Tor 4 als Wendeschützschaltung. Einspeisung 3/PE AC 400 V 50 Hz mit den Außenleitern L1, L2, L3 und dem Schutzleiter PE. Die drei Außenleiter laufen über die Hauptkontakte des Motorschutzschalters Q0; jeder Pol hat einen magnetischen Auslöser (I>) und einen thermischen Überlastauslöser, Einstellbereich 1,0 bis 1,6 A. Danach laufen sie gerade weiter zu den drei Hauptkontakten des Schützes Q1 (AUF) und von dort in gleicher Reihenfolge zum Motor M1, Klemmen U, V, W. Abzweige führen zu den drei Hauptkontakten des Schützes Q2 (ZU); Q2 ist mit getauschter Polfolge gezeichnet, L3 links, L2 in der Mitte, L1 rechts. Von Q2 laufen die Leitungen gestaffelt zurück auf U, V, W. So liegt an U bei ZU der Leiter L3 und an W der Leiter L1: Die Drehrichtung kehrt sich um. Die einzigen Kreuzungen gehören zu diesem Phasentausch. Der Schutzleiter PE geht direkt zum Motorgehäuse. Eigene Darstellung für den Unterricht.Hauptstromkreis · Tor 4Wendeschützschaltung, Antrieb M1L1L2L3PE3/PE AC 400 V 50 HzI>I>I>-Q0MotorschutzschalterEinstellbereich 1,0 bis 1,6 AI> magnetischer Auslöserthermischer Überlastauslöser-Q1AUF-Q2ZUQ2: L1 und L3getauschtUVWM3~-M10,55 kW, 400 V, 1,45 AGetriebemotor auf der Torwelle
Hauptstromkreis der Herstellersteuerung als Wendeschützschaltung an 3/PE AC 400 V 50 Hz: Motorschutzschalter -Q0 mit magnetischem und thermischem Auslöser je Pol, Schütz -Q1 (AUF) und Schütz -Q2 (ZU), bei -Q2 sind L1 und L3 getauscht. Motor -M1 als Dreiphasenmotor mit Schutzleiter. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Stromlaufplan der Herstellersteuerung von Tor 4, Steuerstromkreis 230 V AC in aufgelöster Darstellung zwischen L1 oben und N unten, drei nummerierte Strompfade. Vor der Verzweigung in Reihe: Hilfskontakt des Motorschutzschalters Q0 als Öffner und Taster HALT S3 als Öffner 11/12. Strompfad 1: Taster AUF S1 als Schließer 13/14, dann Öffner 21/22 von S2, Endschalter B1 Endlage AUF als Öffner, Öffner 21/22 von Q2 und Spule von Q1. Strompfad 2: Schließer 13/14 von Q1 parallel zu S1. Strompfad 3: Taster ZU S2 als Schließer 13/14, dann Öffner 21/22 von S1, Endschalter B2 Endlage ZU als Öffner, Öffner 21/22 von Q1 und Spule von Q2. Unter den Spulen die Kontaktspiegel: Q1 mit Schließer 13/14 in Strompfad 2 und Öffner 21/22 in Strompfad 3, Q2 mit Öffner 21/22 in Strompfad 1. Alle Kontakte in Ruhestellung. Eigene Darstellung für den Unterricht.Stromlaufplan · Herstellersteuerung Tor 4Steuerstromkreis 230 V AC · aufgelöste DarstellungL1 · 230 V ACN-Q09596Hilfskontakt-S31112HALT-S11314AUF-Q11314-S22122-B11112Endlage AUF-Q22122-Q1A1A2AUF-S21314ZU-S12122-B21112Endlage ZU-Q12122-Q2A1A2ZUStrompfad123213 / 14321 / 22121 / 22Kontaktspiegel Q1Kontaktspiegel Q2
Stromlaufplan der Herstellersteuerung, Steuerstromkreis 230 V AC in aufgelöster Darstellung mit drei Strompfaden und den Kontaktspiegeln unter den Spulen -Q1 und -Q2. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Zum Nachschlagen

Anlagendaten: Tor 4 in Halle W2

A · Halle W2 und Tor 4

Kenngröße Wert
Ort Halle W2, Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Terminal 3 eines Verkehrsflughafens
Halle vier Hallentore, Zweischichtbetrieb (Frühschicht und Spätschicht)
Tor 4 Sektionaltor zum Vorfeld, lichte Breite 5,00 m, lichte Höhe 4,50 m
Hub 4,50 m
Laufgeschwindigkeit 0,20 m/s, AUF und ZU gleich
Antrieb Dreiphasen-Getriebemotor -M1 auf der Torwelle, Wendeschützschaltung
Torluftschleier innen über Tor 4, Ventilator und Heizregister, eigener Thermostat, Sollwert der Ausblastemperatur 35 °C
Fahrzeuge Schlepperzüge: Schlepper 2,10 m hoch einschließlich Rundumkennleuchte, Gepäckwagen mit Planendach 2,20 m hoch
Sicherheitsabstand über dem höchsten Fahrzeug 0,50 m, Vorgabe des Auftraggebers
Offenhaltezeit Vorgabe des Auftraggebers: 30 bis 90 s, Vorschlag 60 s
Vorwarnzeit vor dem selbsttätigen Schließen 3 s, Vorgabe des Auftraggebers
Umbau im Nachtfenster 23:30 bis 05:00 Uhr, Tor 4 höchstens 4 h außer Betrieb
Auftraggeber Werkstattleitung der Bodenverkehrsdienste in Halle W2 (Rolle der Lehrkraft)
Betreiber Hallenmeister der Frühschicht (zweite Rolle der Lehrkraft)

B · Typenschild Motor -M1

Angabe Wert
Bemessungsleistung 0,55 kW
Spannung, Schaltung 400 V, Stern
Bemessungsstrom 1,45 A
Leistungsfaktor cos φ = 0,76
Drehzahl 1380 min−1 (Motorwelle)
Schutzart IP54
Betriebsart S3 40 %

Motorschutzschalter -Q0: dreipolig, Einstellbereich 1,0 bis 1,6 A.

C · Die Herstellersteuerung heute

Die Steuerung von Tor 4 ist eine verbindungsprogrammierte Schützsteuerung. Die Steuerspannung beträgt 230 V AC. Der Stromlaufplan ist in aufgelöster Darstellung gezeichnet, die Kennzeichnung folgt DIN EN IEC 81346-2. Er ist der einzige Plan, den es von der Steuerung gibt.

Betriebsmittelliste

Kennz. Betriebsmittel Kontakt oder Anschluss Wo
-Q1 Schütz AUF Spule 230 V AC, drei Hauptkontakte, Hilfskontakte 13/14 (Schließer) und 21/22 (Öffner) Steuerkasten
-Q2 Schütz ZU Spule 230 V AC, drei Hauptkontakte, Hilfskontakte 13/14 (Schließer) und 21/22 (Öffner) Steuerkasten
-Q0 Motorschutzschalter dreipolig, thermischer und magnetischer Auslöser, Einstellbereich 1,0 bis 1,6 A, Hilfskontakt Öffner 95/96 im Steuerstromkreis Steuerkasten
-S1 Taster AUF Schließer 13/14 und Öffner 21/22 Bedienstelle innen
-S2 Taster ZU Schließer 13/14 und Öffner 21/22 Bedienstelle innen
-S3 Taster HALT Öffner 11/12 Bedienstelle innen
-B1 Endschalter AUF Öffner 11/12, öffnet in Endlage AUF an der Torführung oben
-B2 Endschalter ZU Öffner 11/12, öffnet in Endlage ZU an der Torführung unten
-M1 Dreiphasen-Getriebemotor siehe Typenschild auf der Torwelle

Funktionsbeschreibung heute, so wie der Hallenmeister Tor 4 bedient

  • Ein kurzer Druck auf AUF genügt: Das Tor fährt nach oben und bleibt in der Endlage AUF stehen.
  • ZU fährt das Tor nur, solange jemand den Taster gedrückt hält. Lässt er los, bleibt das Tor stehen, wo es gerade ist.
  • HALT hält das Tor in jeder Richtung sofort an.
  • Wer AUF und ZU gleichzeitig drückt, bewegt das Tor nicht.
  • Löst der Motorschutz aus, bewegt sich das Tor nicht mehr, bis jemand den Motorschutzschalter wieder einschaltet.
  • Die orange Warnleuchte außen über Tor 4 ist vorhanden, aber an die Herstellersteuerung nicht angeschlossen. Eine Anzeige für die Fahrer draußen oder einen Schalter, den sie von außen bedienen können, gibt es heute nicht.

Wie der Stromlaufplan diese Funktionen umsetzt, liest du in Teil 3 selbst heraus.

D · Für den Umbau vorgesehene Betriebsmittel

Der Auftraggeber hat für den Umbau diese Betriebsmittel bereitgestellt. Die Kleinsteuerung -K0 hat einen Netzwerkanschluss, damit Tor 4 später an das Hallennetz angeschlossen werden kann. Das gehört nicht zu diesem Auftrag. Welche der übrigen Betriebsmittel ihr einsetzt, wo und wofür, entscheidet ihr in Teil 2 und in den folgenden Teilen.

Kennz. Betriebsmittel Kennwerte
-K0 Kleinsteuerung, herstellerneutral Versorgung 24 V DC, 12 digitale Eingänge 24 V DC, 8 Transistorausgänge 24 V DC, höchstens 0,5 A je Ausgang, Eingänge plusschaltend (für Geber mit PNP-Ausgang), Summenstrom aller Ausgänge höchstens 2,0 A, Netzwerkanschluss RJ45, Programmierung nach DIN EN 61131-3
-T1 Netzteil 24 V DC, 2,5 A
-K1, -K2, -K3, -K5 Koppelrelais Spule 24 V DC, 0,5 W, Kontakt 250 V AC, 6 A, Freilaufdiode im Sockel
-K4 Koppelrelais für die Meldung „Tor zu“ an die Messeinheit im Hallenverteiler wie -K1, Kontakt potenzialfrei
-B3 induktiver Näherungsschalter PNP, Schließer, Nennschaltabstand 8 mm, Hysterese höchstens 15 %
-B4 Lichtschranke Einweg, Sender und Empfänger, PNP, hellschaltend oder dunkelschaltend wählbar, englisches Datenblatt in Teil 2
-B5 Schließkantensicherung Kontaktleiste an der Unterkante des Torblatts, Ruhestromprinzip, Signal 1 = Kante frei
-S4 Zugschalter außen Schließer, vom Fahrersitz des Schleppers aus erreichbar
-S5 Schlüsselschalter Betriebsart Schließer, geschlossen = Automatik, offen = Hand
-P1, -P2 Signalleuchte rot, innen und außen LED-Signalleuchte 24 V DC, 2,4 W
-P3, -P4 Signalleuchte grün, innen und außen wie -P1
-P5 Warnleuchte orange, vorhanden, außen über Tor 4, heute nicht angeschlossen Halogen-Drehspiegelleuchte 24 V DC, 25 W

E · Messreihen

Die Messreihen und Beobachtungsprotokolle zur Inbetriebnahme bekommst du in Teil 5, wenn Tor 4 in Betrieb geht. Vorher geht es darum, die Anlage zu verstehen und die Änderung zu planen, nicht darum, schnell eine Zahl zu deuten.

Rollen und Takt
Rolle Wer Tut
Auftraggeber Werkstattleitung der Bodenverkehrsdienste in Halle W2, im Unterricht deine Lehrkraft nennt die drei Änderungswünsche, nimmt die Meilensteine ab
Betreiber des Tores Hallenmeister der Frühschicht, im Unterricht deine Lehrkraft in der zweiten Rolle wird am Ende eingewiesen und unterschreibt die Übergabe
Auftragnehmer dein Ausbildungsbetrieb, Elektrobetrieb mit Rahmenvertrag für die Anlagentechnik der Halle plant, ändert, nimmt in Betrieb
Projektleitung ein Amt in deinem Team, wechselt je Sprint zeichnet Auftrag und Lernprodukte des Teams ab
Tandem zwei Lernende, die eine Aufgabe gemeinsam verantworten wechselt je Sprint, Einteilung im Sprintplan

Die Ämter im Team (wie in LF 1, wechseln mit jedem Sprint)

Amt Worauf du achtest
Projektleitung Das Team hat ein Ziel für den Sprint. Du leitest das Daily, zeichnest die Lernprodukte ab und sprichst für das Team im Review.
Zeitwächter Der Sprint endet pünktlich mit einem Ergebnis. Du sagst früh, wenn eine Karte zu lange in Arbeit hängt.
Materialwart Tabellenbuch, Vorlagen zum Handzeichnen, Datenblätter und Anlagendaten liegen bereit. Du weißt, wer welche Unterlage gerade hat.
Protokoll Entscheidungen des Teams stehen mit Datum und Begründung im Projektprotokoll, Rückfragen an den Auftraggeber und die Antworten auch.

Sprintplan

Sprint Ziel Teile Form Zeit
0 Auftrag klären, M0 Bevor du loslegst alle, Tandems für Sprint 1 einteilen 6 h
1 Wissen, was das Tor braucht, M1 Teil 1 und Teil 2 parallel, Expertenrunde am Ende zwei Teamgruppen, Tandems innerhalb der Teams 16 h
2 Heute verstanden, Änderung im Stromlaufplan entworfen, M2 Teil 3 alle Teams, Kreuzreview, neue Tandems 14 h
3 Das Programm steht, M3 Teil 4 Gruppenpuzzle mit vier Expertengruppen, neue Tandems 18 h
4 Tor 4 in Betrieb, Übergabe, M4 Teil 5 alle, neue Tandems 16 h
Klassenarbeit, Nacharbeit, Puffer 10 h
Summe 80 h

In Sprint 1 arbeiten zwei Teamgruppen parallel: Teamgruppe 1 an Teil 1, Teamgruppe 2 an Teil 2. Am Ende des Sprints holt ihr euch in der Expertenrunde, was die andere Gruppe erarbeitet hat. Ab Sprint 2 arbeiten alle Teams am selben Teil. Die Tandems wechseln mit jedem Sprint. So arbeitest du bis zum Ende mit mehreren Personen aus deinem Team eng zusammen, nicht immer mit derselben.

Ein Wort zu den Zahlen

Alle Werte auf dieser Seite sind Unterrichtswerte: für den Unterricht konstruiert, in sich stimmig und nachgerechnet. Das Tor, der Motor, die Steuerung und die vorgesehenen Betriebsmittel sind keinem realen Tor und keinem Hersteller entnommen. Die Kennwerte sehen aus wie echte, damit du mit ihnen rechnen und entscheiden kannst wie im Betrieb.