Teil 1 von 5⏱ 8h

Drei Zettel, drei Schichten, drei Fahrer. Bevor irgendjemand ein Messgerät anlegt, steht fest, was genau beobachtet wurde, wer was will und wo die Werte stehen, mit denen du später rechnest.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst deinen Weg.

Danach: Lernangebot 1 · Vom Störzettel zum Auftrag

Agil arbeiten · Sprint 1

Eure Storycard für Teil 1

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

Storycard Teil 1 herunterladen PDF · 2 Seiten · 362 KB

Das lernst du in Teil 1

BetriebAuftragInformationenGrundgrößen

Lernangebot 1 · Vom Störzettel zum Auftrag →Lernangebot 2 · Wo steht das →

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Ein Zettel ist noch kein Auftrag. Aus dem, was der Fahrer schreibt, wird erst ein Auftrag, wenn Beobachtung und Vermutung getrennt sind.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, in der Werkstatt, am Moped, am Fahrrad, zu Hause. Hast du schon einmal eine Fehlermeldung bekommen, die nichts erklärt hat? Oder auf ein Typenschild geschaut? Das zählt. Der Check-in ist keine Bewertung. Am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker möchte ich die drei Störzettel zum Schlepper GS 14 so auswerten, dass aus jedem Zettel ein klarer Arbeitsauftrag wird, und ich möchte wissen, wo die Werte des Bordnetzes stehen und wie sie zusammenhängen, damit ich in den nächsten Teilen sicher messen und den Fehler an der richtigen Stelle suchen kann.

Die Zettel auf dem Tisch

Zettel Eingang Was der Fahrer schreibt
S 1 Montag, Frühschicht „Rundumleuchte geht nicht. Schalter hab ich schon tauschen lassen, bringt nix. Ohne Rundumleuchte darf ich nicht aufs Vorfeld.“
S 2 Montag, Nachtschicht „Arbeitsscheinwerfer hinten viel dunkler als vorne. Beim Rückwärtsankuppeln an die Gepäckwagen sieht man nachts fast nichts. Seit dem Regen letzte Woche?“
S 3 Dienstag, Spätschicht „Hupenknopf im Lenkrad schon wieder verschmort, riecht verbrannt. Ist jetzt das dritte Mal. Hupe geht noch.“

Übersicht Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Vorfeld Ost als Schema: links die Werkstatthalle mit zwei Arbeitsständen, auf Arbeitsstand 1 der Gepäckschlepper GS 14, daneben Werkbank, Messgeräteschrank und Batterieladegerät 230 V an der Wand. Rechts das Vorfeld Ost mit der Betriebsstraße, über die die Schlepper mit ihren Gepäckwagen zu den Flugsteigen von Terminal 3 fahren. Oben die Disposition der Bodenverkehrsdienste. Eigene Darstellung für den Unterricht.Werkstatt Vorfeld OstBodenverkehrsdienste · FahrzeugwerkstattWerkstatthalleArbeitsstand 1Arbeitsstand 2KabineGS 14SchlepperfreiWerkbankMessgeräteschrankBatterieladegerätam Netz 230 VTorVorfeld OstBetriebsstraßezu den Flugsteigenvon Terminal 3Gepäck für jeden UmlaufRundumkennleuchte
Übersicht Werkstatt der Bodenverkehrsdienste am Vorfeld Ost als Schema: Werkstatthalle mit zwei Arbeitsständen, auf Arbeitsstand 1 der Schlepper GS 14, dazu Werkbank, Messgeräteschrank und Batterieladegerät am 230-V-Netz. Rechts das Vorfeld Ost mit der Betriebsstraße zu den Flugsteigen von Terminal 3. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Dein Weg in 10 Schritten

1Auftrag klären
2Beteiligte ordnen
3Zettel zerlegen
4Arbeitsaufträge schreiben
5Nachfragen
6Quellen kennen
7Grundgrößen klären
8Rechnen
9Englisch lesen
10Ergebnis sichern

Mehr zu diesem Teil

Das brauchst du dafür
  • Den abgezeichneten Projektauftrag und die Anlagendaten in der Lektion „Anlagendaten und Rollen“, besonders die Verbraucherliste und das Datenblatt des Hupenrelais
  • Lernangebot 1 (Vom Störzettel zum Auftrag) und Lernangebot 2 (Wo steht das)
  • Tabellenbuch Elektrotechnik und Taschenrechner
  • Die Wissensspeicher-Vorlage
Dein Weg, Schritt für Schritt
  1. Auftrag klären
    Lies Projektauftrag und Anlagendaten. Markiere alles, was zu den drei Zetteln gehört.
  2. Beteiligte ordnen
    Kläre, wer im Auftrag was will und wer was entscheidet.
  3. Zettel zerlegen
    Trenne in jedem Zettel, was beobachtet ist, was vermutet ist und was schon unternommen wurde.
  4. Arbeitsaufträge schreiben
    Formuliere zu jedem Zettel einen Arbeitsauftrag mit Ziel und Erfolgskriterium.
  5. Nachfragen
    Stelle deine Rückfragen an Fahrer und Werkstattleitung. Im Unterricht beantwortet sie deine Lehrkraft.
  6. Quellen kennen
    Finde heraus, welche Angabe auf dem Typenschild, im Datenblatt, im Stromlaufplan und im Tabellenbuch steht.
  7. Grundgrößen klären
    Spannung, Strom, Widerstand, Leistung, Energie: Formelzeichen, Einheit, Bedeutung.
  8. Rechnen
    Berechne Strom und Widerstand der wichtigsten Verbraucher am Schlepper.
  9. Englisch lesen
    Übersetze das Datenblatt des Hupenrelais.
  10. Ergebnis sichern
    Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vorbereiten.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn der Auftraggeber alle Punkte abnimmt:

  • Für jeden der drei Zettel ist getrennt aufgeschrieben, was beobachtet, was vermutet und was schon unternommen wurde.
  • Zu jedem Zettel gibt es einen Arbeitsauftrag mit betroffenem Betriebsmittel, Ziel und Erfolgskriterium.
  • Mindestens vier Rückfragen sind gestellt, jede mit Adressat und Grund, die Antworten stehen mit Datum im Protokoll.
  • Eine Übersicht zeigt, wer im Auftrag was entscheidet: Werkstattleitung, Disposition, Fahrer, Betrieb, Team.
  • Die Informationskarte nennt zu jeder Angabe die Quelle: Typenschild, Datenblatt, Stromlaufplan oder Tabellenbuch.
  • Spannung, Strom, Widerstand, Leistung und Energie stehen mit Formelzeichen, Einheit und Bedeutung da.
  • Strom und Widerstand von Scheinwerfer, Rundumkennleuchte und Hupe sind mit Formel, Zahlenwert und Einheit berechnet.
  • Die Reihenschaltung der Batterien ist gezeichnet und mit Gesamtspannung und Kapazität erklärt.
  • Das Datenblatt des Hupenrelais ist Zeile für Zeile übersetzt.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Drei Zettel auf dem Tisch“: wer im Auftrag was entscheidet, die Regel Beobachtung vor Vermutung, wo welche Angabe steht, die fünf Grundgrößen mit Formelzeichen und Einheit, die Formeln I = PU und R = UI mit einem Beispiel vom Schlepper, die Reihenschaltung der Batterien und die wichtigsten englischen Wörter aus dem Datenblatt.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 1. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Für Lehrkräfte: Lernsituation 1.1 · Sprint 1 · 16 h, parallel zu Teil 2 (Teamgruppe 2 bearbeitet in denselben 16 h Teil 2; in der Schulcurriculummaske je Lernsituation 8 h) · Teamgruppe 1 · Lernziele 1.1 bis 1.3, Prüfungsbezug Abschlussprüfung Teil 1, § 13 Abs. 3 Nr. 1. Die Rückfragen der Teams beantwortest du in zwei Rollen: als Werkstattleitung (Auftrag, Freigabe, Rahmenvertrag) und stellvertretend für die Fahrer (Beobachtungen). Leg vorher fest, was die Fahrer auf Nachfrage sagen, und gib allen Teams dieselben Antworten. Vorschlag: S 1 Fahrer „Seit Freitag, erst hat sie geflackert, dann war sie aus.“ · S 2 Fahrer „Bei Regen merkt man es mehr, aber trocken ist es auch dunkel.“ · S 3 Fahrer „Ich halte die Hupe nie lange gedrückt, nur kurz tippen.“ Keine dieser Antworten verrät eine Ursache. Die Messreihen gibt es erst in Teil 3 bis 5.