Teil 6 von 6⏱ 12 hSprint 5 · Meilenstein M4 Übergabe und Fachgespräch
Euer Vorfeldprojekt ist gebaut, geprüft und läuft im Probebetrieb. Jetzt nimmt die Leitung Vorfeldbetrieb es ab: Ihr dokumentiert, weist die Nutzer ein, übergebt, rechnet nach, was das Projekt wirklich gekostet hat, beurteilt euer Vorgehen und verteidigt eure Entscheidungen im Fachgespräch. Das ist zugleich die Generalprobe für Teil 2 der Abschlussprüfung.
Schritt 1 von 5. Du liest den Auftrag, ordnest ein, wo dir Dokumentieren, Übergeben und Beurteilen schon begegnet sind, und planst mit deinem Team den Weg bis Meilenstein M4.
Danach: Lernangebot 11 · Dokumentieren, präsentieren, übergeben
Agil arbeiten · Sprint 5
Eure Storycard für Teil 6
Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.
1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive
Storycard Teil 6 herunterladen PDF · 2 Seiten · 344 KB
Im Projekt: Hält unser Projekt dem Fachgespräch stand?
Deine Lernangebote in Teil 6
Lernangebot 11 · Dokumentieren, präsentieren, übergebenLernangebot 12 · Projekt beurteilen und Fachgespräch führen
Die Karte kennst du von „So arbeitest du mit diesem Kurs“. Sie zeigt, was du in diesem Teil lernst.
Karte „Projektmanagement auf einen Blick“: Projektphasen, Lastenheft und Pflichtenheft, SMART, Projektstrukturplan, Vorgangsknoten mit FAZ, FEZ, SAZ, SEZ und Puffern, Balkenplan, PDCA. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Planungsaufgabe.
Karte „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“: Lageplan mit Trafostation V-Ost, Positionen V 13 bis V 15 und den drei Projekten A, B und C, dazu je Projekt die Steckbriefdaten und die Kennzeichen. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe mit Anlagendaten.
Karte „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“: Die vier Prüfungsbereiche, Zeiten und Gewichte, die zwei Varianten des Arbeitsauftrags und was im Fachgespräch zählt. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“.
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Im Fachgespräch zählt nicht, dass alles glatt lief, sondern dass du erklären kannst, weshalb du so entschieden hast.
Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?
Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.
Wozu der Check-in?
Manches kennst du schon: Schaltpläne lesen und ein englisches Datenblatt auswerten aus Lernfeld 2, Erstprüfung, Prüfprotokoll und Übergabemappe der Ladehalle aus Lernfeld 5, Präsentation, Einweisung der Schichtleitung und Abnahme aus Lernfeld 7, das Vorfeld Ost mit der Trafostation V-Ost aus Lernfeld 10 und die Kalkulation aus Teil 3 dieses Kurses. Das ist Absicht. Neu ist, dass du ein ganzes Projekt nachrechnest, das du selbst geplant hast, dass du Plan und Wirklichkeit ehrlich nebeneinanderlegst und dass du dein Vorgehen in einem Fachgespräch verteidigst, so wie in Teil 2 der Abschlussprüfung. Ordne trotzdem ehrlich ein, wo dir das schon begegnet ist.
Darum geht es
Als Elektronikerin oder Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich unser Vorfeldprojekt so dokumentieren und übergeben, dass die Nutzer es ohne uns sicher bedienen und die Elektrowerkstatt es in Zukunft instand hält, und ich möchte ehrlich nachrechnen und beurteilen, was gelungen ist und was nicht, damit unser nächstes Projekt besser wird und ich im Fachgespräch der Abschlussprüfung jede Entscheidung begründen kann.
Das bewegte Überblicksbild zu diesem Teil lädt. Darunter steht der Lageplan des Vorfelds Ost.
Lageplan des Vorfelds Ost
Die Lage kurz vor dem Sommerflugplan
Die Arbeiten auf dem Vorfeld sind fertig, die Erstprüfung ist bestanden, der Laboraufbau aus Teil 5 läuft. Die Leitung Vorfeldbetrieb setzt den Übergabetermin an. Sie will eine Dokumentation, mit der die Elektrowerkstatt die Anlage instand hält, eine Einweisung für alle, die damit arbeiten, eine englische Zusammenfassung für die international besetzte Schichtleitung der Bodenverkehrsdienste und zehn Minuten, in denen ihr zeigt, was gebaut ist. Danach will sie wissen, ob das Projekt gehalten hat, was der Projektauftrag bei M1 und das Angebot bei M2 versprochen haben.
Die Meisterin der Elektrowerkstatt hat noch einen Wunsch: Jede und jeder im Projektbüro führt ein Fachgespräch über das eigene Projekt, so wie es in Teil 2 der Abschlussprüfung nach dem betrieblichen Auftrag kommt.
Was ihr bei Meilenstein M4 vorlegt
| Unterlage | Was drinsteht | Wer nimmt sie ab |
|---|---|---|
| Projektdokumentation | Auftrag, Planung, Durchführung, Prüfung, Übergabe, Anlagen mit Plänen im Stand wie gebaut | Leitung Vorfeldbetrieb und Meisterin |
| Kurzanleitung und Einweisungsnachweis | Bedienung in Schritten, Verhalten bei Störung, wer was darf, Unterschriften | Nutzer und Meisterin |
| Übergabeprotokoll | Anlage, Unterlagen, Einweisung, offene Mängel mit Frist | Leitung Vorfeldbetrieb |
| handover summary | eine Seite Englisch für die Schichtleitung der Bodenverkehrsdienste | Leitung Vorfeldbetrieb |
| Präsentation mit Demonstration | zehn Minuten, Laboraufbau in Betrieb, Bezug auf M1 und M2 | Leitung Vorfeldbetrieb |
| Projektbeurteilung | Soll-Ist-Vergleich, Nachkalkulation, drei Spalten, Lessons Learned | Meisterin |
| Fachgespräch | 30 Minuten je Person, Bewertungsbogen | Meisterin |
Das kennst du schon aus Lernfeld 2, 5, 7 und 10 und den Teilen 1 bis 5
Aus Lernfeld 2: Schaltplanarten und das englische Datenblatt. Aus Lernfeld 5: die Erstprüfung der Ladehalle mit Prüfprotokoll und Übergabemappe; hier knüpft ihr an und übergebt eine ganze Anlage. Aus Lernfeld 7: Präsentation, Einweisung der Schichtleitung und Abnahmegespräch an Stapler 4. Aus Lernfeld 10: das Vorfeld Ost mit Trafostation V-Ost und NSHV. Aus diesem Kurs: Projektauftrag, SMART-Ziele und Pflichtenheft (Teil 1, M1), Netzplan und Balkenplan (Teil 2), Kalkulation und Angebot (Teil 3, M2), Entwurf und Normenliste (Teil 4, M3), Prüfplan, Laboraufbau und Prüfprotokolle (Teil 5).
Das tut ihr jetzt
Dein Weg im Einzelnen
- Auftrag klären
Lies den Auftrag und verteilt die Arbeit nach euren Rollen. Die Projektleitung wechselt mit dem Sprint und führt den Statusbericht. - Dokumentation gliedern
Ordnet alle Unterlagen aus Teil 1 bis 5 den Kapiteln der Projektdokumentation zu (Aufgabe 11.1). - Stand wie gebaut
Tragt die Änderungen im Bau in die Pläne ein und rechnet neu, wo eine Änderung eine Berechnung berührt (11.2). - Kurzanleitung
Schreibt die Bedienung in Schritten auf eine Seite und erprobt sie mit jemandem, der das Projekt nicht kennt (11.3). - Übergabe und Einweisung
Entwerft das Übergabeprotokoll, entscheidet über jeden Mangel und plant die Einweisung (11.4). - handover summary
Schreibt die englische Zusammenfassung für die Schichtleitung der Bodenverkehrsdienste (11.5). - Präsentation mit Demonstration
Plant zehn Minuten mit Laboraufbau, stellt das Übergabepaket fertig und präsentiert (11.6, 11.7). - Soll-Ist und Nachkalkulation
Vergleicht Termin, Stunden, Kosten und Qualität und rechnet die Nachkalkulation (12.1 bis 12.3). - Beurteilen und Lessons Learned
Beurteilt das Projekt in drei Spalten und schreibt drei Sätze für das nächste Projekt (12.4, 12.5). - Fachgespräch und Antrag
Ordnet euer Projekt Teil 2 der Abschlussprüfung zu, führt Fachgespräche und entwerft einen Antrag (12.6 bis 12.8).
Fertig bist du, wenn …
Meilenstein M4 gilt erst, wenn die Leitung Vorfeldbetrieb und die Meisterin der Elektrowerkstatt alle Punkte abnehmen. Als Generalprobe prüft vorher ein Team mit anderem Projekt.
- Die Projektdokumentation ist gegliedert (Deckblatt, Auftrag, Planung, Durchführung, Prüfung, Übergabe, Anlagen), hat höchstens zehn Seiten Text, und jede Anlage ist im Text genannt.
- Alle Pläne tragen den Stand wie gebaut mit Revisionsvermerk; jede Änderung im Bau ist mit Grund und, wo nötig, mit neuer Berechnung belegt.
- Die Kurzanleitung passt auf eine Seite, jeder Schritt ist eine Handlung, das Verhalten bei Störung ist beschrieben, und eine Person, die das Projekt nicht kennt, hat sie erprobt.
- Das Übergabeprotokoll nennt Anlage, übergebene Unterlagen, Einweisung und jeden offenen Mangel mit Frist und Verantwortlichem; jede Entscheidung zu einem Mangel ist begründet.
- Die handover summary passt auf eine Seite und verwendet die englischen Fachbegriffe aus eurer Begriffsliste.
- Die Präsentation dauert zehn Minuten, zeigt den Laboraufbau in Betrieb und nimmt Bezug auf M1 und M2: was danach anders kam und weshalb.
- Der Soll-Ist-Vergleich für Termin, Stunden, Kosten und Qualität steht mit Ursachen, die Nachkalkulation im Schema der Angebotskalkulation.
- Die Projektbeurteilung hat drei Spalten (lern- und arbeitsorganisatorisch, technisch, ökonomisch) und drei Lessons Learned, die mit „Beim nächsten Projekt …“ beginnen.
- Jede und jeder hat ein Fachgespräch von 30 Minuten geführt, der Bewertungsbogen ist ausgefüllt.
- Jede und jeder hat einen Antrag für einen betrieblichen Auftrag aus dem eigenen Ausbildungsbetrieb entworfen und im Team gegen die vier Anforderungen geprüft.
- Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das brauchst du dafür
- Eure Lernprodukte aus Teil 1 bis 5: Nutzwertanalyse, Projektauftrag und Pflichtenheft (M1), Projektstrukturplan, Netzplan und Balkenplan, Kalkulation und Angebot, Kostenvergleich (M2), Entwurf, Normenliste und Produktauswahl (M3), Prüfplan, Laboraufbau, Inbetriebnahme- und Prüfprotokolle (Teil 5), eure Statusberichte
- Lernangebot 11 · Dokumentieren, präsentieren, übergeben und Lernangebot 12 · Projekt beurteilen und Fachgespräch führen
- Die Karten „Projektmanagement auf einen Blick“, „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“ und „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“
- Eine Tabellenkalkulation für Soll-Ist und Nachkalkulation, ein Präsentationsprogramm, die Projektplattform der Klasse, das Netzplan-Werkzeug im Kurs
- Tabellenbuch Elektrotechnik, Taschenrechner, die Wissensspeicher-Vorlage, euren Laboraufbau aus Teil 5
Das kommt in deinen Wissensspeicher
Ein Blatt „Übergeben und beurteilt“: die Gliederung der Projektdokumentation, was ein Revisionsvermerk enthält, wann ein Mangel die Übergabe verhindert, zehn englische Fachbegriffe eures Projekts, die Formeln für Abweichung und Ergebnis, das Schema der Nachkalkulation mit euren Zahlen, die drei Spalten der Beurteilung, eure drei Lessons Learned und die vier Prüfungsbereiche von Teil 2 mit Gewichten.
Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.
Erst schätzen, dann arbeiten
Im Angebot aus Teil 3 steckt ein Zuschlag für Wagnis und Gewinn von 6 % auf die Selbstkosten. Jetzt ist euer Projekt gebaut, mit allem, was unterwegs anders kam. Wie viel von diesem kalkulierten Gewinn bleibt am Ende übrig: mehr als geplant, etwa alles, etwa die Hälfte, weniger als die Hälfte oder gar nichts? Schreib deine Schätzung für euer Projekt und einen Grund auf. In Aufgabe 12.2 rechnest du nach.
Organisatorisches: Sprint 5, Rollen und Meilenstein M4
Teil 6 ist Sprint 5, der letzte Sprint, mit 12 Stunden. Die Projektleitung ist ein Amt und wechselt mit dem Sprint; sie zeichnet die Unterlagen ab und führt den Statusbericht. Die Rolle Dokumentation und Präsentation führt durch Lernangebot 11, die Rolle Termine und Kosten durch den Soll-Ist-Vergleich, die Rolle Qualität und Prüfung durch Übergabeprotokoll und Mängel, die Rolle Planung und Technik durch Stand wie gebaut und Demonstration.
| Meilenstein | Zeitpunkt | Was vorliegt | Wer nimmt ab |
|---|---|---|---|
| M4 Übergabe und Fachgespräch | Ende Teil 6 | Laboraufbau geprüft und demonstriert, Dokumentation, Präsentation, Projektbeurteilung, Fachgespräch | Leitung Vorfeldbetrieb und Meisterin; Schlusspräsentation mit Bezug auf M1 und M2 |
Ausblick: Lernfeld 13
In Lernfeld 13 kommt die Anlage zurück, die ihr übergeben habt: diesmal als Instandhaltungsobjekt. Wer dann eine Störung sucht, arbeitet mit eurer Dokumentation, euren Plänen im Stand wie gebaut und euren Prüfprotokollen. Was ihr heute vergesst, sucht dort jemand anderes.
Für Lehrkräfte
Kursmaterial · Storycard
Die Storycard zu Teil 6. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.
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