Bisher stand in eurem Plan „Zuleitung, UV-V14, Geräte aufstellen“. Jetzt bekommt jedes Wort eine Zahl: welche Leistung, welcher Strom, welche Sicherung, welcher Querschnitt, wie viel Spannung am Ende ankommt und wie die Kernkomponente eures Projekts ausgelegt wird.

Schritt 2 von 5. Du stellst die Leistungsbilanz auf, bemisst die Zuleitung, ergänzt den Übersichtsschaltplan, rechnest die Auslegung eures Projekts, wertest eine Messreihe aus und entwirfst eine Änderung in 30 Minuten.

Danach: Lernangebot 8 · Normen, Produktauswahl und Umwelt

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Jede Zahl im Entwurf hat eine Herkunft: aus dem Lastenheft, aus dem Datenblatt oder aus einer Rechnung, die ein anderer nachrechnen kann.

Am Ende hast du: den Entwurf eurer Anlage: Übersichtsschaltplan, Leistungsbilanz, Bemessung der Zuleitung, Auslegung und Entwurfsbegründung.

Karte „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“: Lageplan mit Trafostation V-Ost, Positionen V 13 bis V 15 und den drei Projekten A, B und C, dazu je Projekt die Steckbriefdaten und die Kennzeichen. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Leg sie neben jede Aufgabe mit Anlagendaten.

Vorfeld Ost · Positionen V 13 bis V 15 und Trafostation V-Ost · Lageplan, schematisch, Norden obenRollgassePosition V 13Position V 14Position V 1575 m × 60 mServicestraßePV-CarportAC 1 bis 6, DCUV-V14Trafostation V-Ost2 × 1.250 kVA, TN-SNSHV V-OstBeleuchtung BV-W31, 140 m im Schutzrohr+M1+M2+M3+M4-TA1-EC1TowerSicht nachSüdenNA · Bodenstrom 400 Hz und VorklimatisierungB · Vorfeldbeleuchtung V 13 bis V 15C · Ladeplatz mit Lastmanagement und PV
Lageplan Vorfeld Ost mit Maßen, schematisch: Die Positionen V 13 bis V 15 sind je 75 m × 60 m groß. Hervorgehoben sind die Trafostation V-Ost mit NSHV und Beleuchtungsverteiler BV, die Zuleitung -W31 (140 m im Schutzrohr) zur Unterverteilung UV-V14 für die Projekte A und C und die Mastzuleitungen vom BV zu den Masten +M1 bis +M4 für Projekt B (gestrichelt). Auf diesen Leitungen liegt die Bemessung dieses Lernangebots. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst du, dann die anderen

Bevor du die Zuleitung bemisst, brauchst du den Strom, den sie im ungünstigsten Augenblick führt. Den gibt dir keiner vor. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • Alles addieren, was angeschlossen ist. Jeder Verbraucher mit seiner Bemessungsleistung, alle gleichzeitig. Sicher und schnell gerechnet. Dafür wird die Leitung oft größer und teurer als nötig, und bei Projekt C stimmt das Ergebnis mit Lastmanagement gar nicht mehr.
  • Mit Gleichzeitigkeit rechnen. Nur was wirklich zugleich läuft, mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor aus Erfahrung oder Messung. Wirtschaftlich. Dafür muss jemand den Faktor begründen, und eine Fehleinschätzung zeigt sich erst im Betrieb.
  • Die Grenze vorgeben. Eine Steuerung begrenzt die Leistung, die Leitung wird auf diese Grenze bemessen. Planbar und nah an der Zusage. Dafür hängt die Sicherheit der Bemessung an der Steuerung, und ihr Versagen muss abgesichert sein.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Projekt A · Strom und Luft für V 14 · Gegebene Werte Lernangebot 7 · aufklappen, wenn du rechnest

Projekt A · Strom und Luft für V 14

Anschlusszusage Netzbetrieb für V 14
höchstens 150 kW Dauer
Abgang in der NSHV V-Ost
-Q31, NH-Lasttrennschalter Größe 2, Sicherungseinsatz bis 250 A
NH-Sicherungen gG, Bemessungsströme
63, 80, 100, 125, 160, 200, 250 A
Zuleitung -W31
NSHV V-Ost bis UV-V14, 140 m, Erdkabel NYY-J im Schutzrohr unter dem Vorfeld, Kupfer, κ = 56 m/(Ω mm²)
Belastbarkeit Iz NYY-J für genau diese Verlegung (Häufung eingerechnet)
50 mm² 160 A · 70 mm² 196 A · 95 mm² 232 A · 120 mm² 264 A · 150 mm² 296 A
Spannungsfall NSHV bis UV-V14
höchstens 3 % (Vorgabe Netzbetrieb)
Netz
TN-S, 3/N/PE AC 400/230 V 50 Hz
Frequenzumformer -TA1
Ausgang 90 kVA, 3/N AC 200/115 V 400 Hz, cos φ bei Nennlast 0,8; Wirkungsgrad 0,92; Eingang 3/PE AC 400 V 50 Hz, cos φ 0,95 (aktiver Gleichrichter)
Vorklimagerät -EC1
elektrisch höchstens 60 kW, cos φ 0,90
Kleinsteuerung -KE1
Freigabe, Verriegelung, Not-Halt, Betriebsstunden; eigener kleiner Abgang in der UV-V14
400-Hz-Kabel -W34 mit Stecker -XD1
30 m, 4 × 70 mm² Kupfer, Induktivitätsbelag 0,25 µH/m je Leiter; Stecker mit Verriegelungskontakten: Der Umformer darf nur zuschalten, wenn die Rückmeldung aus dem Flugzeug ansteht.
Messreihe Labormodell
Laborumrichter mit 50 Hz und mit 400 Hz an ohmsch-induktiver Last (cos φ 0,8), Kabelstück, die Werte sind auf das 30-m-Kabel umgerechnet:

Scheinleistung am Umformerausgang in kVA 15 30 45 60 75
Strom je Strang in A 43,3 86,6 129,9 173,2 216,5
ΔU je Strang bei 50 Hz in V 0,33 0,65 0,98 1,31 1,63
ΔU je Strang bei 400 Hz in V 0,75 1,51 2,26 3,02 3,77

Alle Werte sind Unterrichtswerte. Rechne nur mit den Werten deines Projekts.

Projekt B · Licht für V 13 bis V 15 · Gegebene Werte Lernangebot 7 · aufklappen, wenn du rechnest

Projekt B · Licht für V 13 bis V 15

Fläche
3 Positionen je 75 m × 60 m
Anforderung (Lastenheft L1, L2)
mittlere horizontale Beleuchtungsstärke Em ≥ 20 lx, Gleichmäßigkeit U0 = Emin durch Em ≥ 0,25; keine Blendung von Cockpit und Tower
Planungswerte
Wartungsfaktor 0,8; Beleuchtungswirkungsgrad ηB = 0,45 (Anteil des Lichtstroms, der auf der Fläche ankommt)
LED-Fluter -EA1 bis -EA24
je 31.500 lm, 230 W, cos φ 0,95, Lebensdauer 100.000 h; geplant 6 je Mast, je 2 an einem Außenleiter
Masten +M1 bis +M4
25 m hoch, vorhanden; Statik für neue Fluter wird geprüft (Fremdleistung)
Alte Anlage
12 Natriumdampf-Hochdrucklampen 1.000 W, Systemleistung je 1.070 W, Lichtstrom gealtert je 90.000 lm, 3 je Mast
Lichtsteuerung -KE1
DALI; Helligkeitssensor -BR1; Belegungssignal der Position aus der Vorfeldkontrolle; Stellwerte belegt 100 %, frei 30 %
Mastzuleitungen -W41 bis -W44
aus dem Beleuchtungsverteiler BV in der Trafostation V-Ost, NYY-J 5 × 10 mm² im Erdreich, zusammen 520 m, die längste (-W44 zu +M4) 180 m; Iz in dieser Verlegung 60 A
Abgang je Mast im BV
Leitungsschutzschalter C 16 A (vorhanden)
Spannungsfall
höchstens 3 % bis zum Mastverteiler; Netz TN-S, 3/N/PE AC 400/230 V; Kupfer κ = 56 m/(Ω mm²)
Messreihe alte Anlage
Raster aus 15 Punkten auf Position V 14, Beleuchtungsstärke horizontal in Bodenhöhe:

Messpunkt 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
E in lx 41 52 38 22 31 24 12 18 14 5 9 6 4,3 7 5

Alle Werte sind Unterrichtswerte. Rechne nur mit den Werten deines Projekts.

Projekt C · Laden an V 14 · Gegebene Werte Lernangebot 7 · aufklappen, wenn du rechnest

Projekt C · Laden an V 14

Anschlusszusage Netzbetrieb für V 14
höchstens 150 kW Dauer
Abgang in der NSHV V-Ost
-Q31, NH-Lasttrennschalter Größe 2, Sicherungseinsatz bis 250 A
NH-Sicherungen gG, Bemessungsströme
63, 80, 100, 125, 160, 200, 250 A
Zuleitung -W31
NSHV V-Ost bis UV-V14, 140 m, Erdkabel NYY-J im Schutzrohr unter dem Vorfeld, Kupfer, κ = 56 m/(Ω mm²)
Belastbarkeit Iz NYY-J für genau diese Verlegung (Häufung eingerechnet)
50 mm² 160 A · 70 mm² 196 A · 95 mm² 232 A · 120 mm² 264 A · 150 mm² 296 A
Spannungsfall NSHV bis UV-V14
höchstens 3 % (Vorgabe Netzbetrieb)
Netz
TN-S, 3/N/PE AC 400/230 V 50 Hz
Ladepunkte
6 × AC 22 kW (Mode 3, Typ 2, 3 × 230 V × 32 A), Bezeichnung LP1 bis LP6; 1 × DC 50 kW, LP7; cos φ beim Laden 0,98
Schutz je Ladepunkt (Lastenheft L5)
eigener Stromkreis mit eigenem Leitungsschutzschalter und eigener Fehlerstrom-Schutzeinrichtung
Lastmanagement -KE1
Grenze 140 kW Netzbezug; DC-Ladepunkt zuerst, der Rest gleich auf die gesteckten AC-Ladepunkte; je AC-Ladepunkt 6 A bis 32 A
CP-Signal
Der Ladepunkt teilt dem Fahrzeug den zulässigen Strom über den Tastgrad mit: I = Tastgrad in % · 0,6 A, gültig von 10 % bis 85 %
Fahrzeuge
6 E-Gepäckschlepper je 28 kWh am Tag, 1 E-Pushback 45 kWh am Tag; Ladewirkungsgrad 0,92; geladen wird nach Schichtende ab 22 Uhr, fertig sein müssen alle bis 5 Uhr (L3)
PV-Carport
90 Module × 400 Wp; Modul Voc 45 V, Vmp 37 V, Temperaturbeiwert von Voc −0,28 %/K; tiefste Modultemperatur −20 °C
Wechselrichter -TB21
36 kW; höchste DC-Eingangsspannung 1.000 V; MPP-Bereich 450 V bis 800 V
Messreihe Ladenacht ohne Lastmanagement
Leistung am Netzanschluss, abgelesen jede halbe Stunde:

Uhrzeit 22:00 22:30 23:00 23:30 0:00 0:30
Leistung am Netzanschluss in kW 44 182 182 132 50 0

Alle Werte sind Unterrichtswerte. Rechne nur mit den Werten deines Projekts.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Entwurf der Anlage

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • dem Übersichtsschaltplan, einpolig, von der NSHV V-Ost bzw. dem BV bis zu jedem Verbraucher, mit Schaltzeichen, Kennzeichen, Schutzorganen und Leitungen
  • der Leistungsbilanz mit Wirk-, Blind- und Scheinleistung und dem Betriebsstrom
  • der Bemessung der Zuleitung: Schutzorgan, Querschnitt, Spannungsfall, Begründung gegen den nächstkleineren Querschnitt
  • der Auslegung eures Projekts: A 400-Hz-Kabel und Verriegelung; B Lichtberechnung, Blendung und Steuerkonzept; C Lastmanagement, Tastgrad und PV-Stränge
  • der Auswertung der Messreihe eures Projekts mit Folgerung
  • der Entwurfsbegründung mit Abgleich gegen L1 bis L8

Zur Dokumentation

Rechenwege mit Formel, eingesetzten Werten und Einheit; zu jeder Zahl die Herkunft. Der Plan wird so gezeichnet, dass die Elektrowerkstatt danach bauen kann; er geht in Teil 6 in die Dokumentation.

Zusammen mit Normenliste und Produktauswahl aus Lernangebot 8 ist das Meilenstein M3. Abgenommen wird er im Kreuzreview durch ein Team mit anderem Projekt, danach zeichnet die Projektleitung ab.

7.1Stellt die Leistungsbilanz eurer Anlage auf
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Aufgabe 7.1

Stellt die Leistungsbilanz eurer Anlage auf:

  • Liste alle Verbraucher eurer Anlage mit Kennzeichen und Bemessungsdaten auf.
  • Berechne für jeden Verbraucher die Wirkleistung und die Scheinleistung, die er dem Netz entnimmt.
  • Bestimme den ungünstigsten Betriebsfall (Projekt A: Umformer bei Nennlast und Vorklimagerät bei Höchstlast · Projekt B: alle Fluter auf 100 % · Projekt C: alle sieben Ladepunkte mit voller Leistung, ohne Lastmanagement).
  • Berechne die Leistung und den Strom für diesen Fall (Projekt B: je Mast und für die ganze Anlage).
  • Vergleiche mit der Anschlusszusage von 150 kW (Projekt B: mit der Leistung der alten Anlage).
Verbraucher mit Kennzeichen P in kW cos φ S in kVA Q in kvar I in A

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Leistung · Scheinleistung · Leistungsfaktor · Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom) · Gleichzeitigkeitsfaktor

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.2Bemesst die Zuleitung eurer Anlage
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Aufgabe 7.2

Bemesst die Zuleitung eurer Anlage:

  • Lege den Betriebsstrom Ib fest, den die Zuleitung führen muss (Projekt C: mit Lastmanagement auf 140 kW).
  • Wähle das Schutzorgan nach der Bedingung Ib ≤ In ≤ Iz (Projekt B: prüfe den vorhandenen Abgang C 16 A der längsten Mastzuleitung).
  • Wähle den Querschnitt aus der Belastbarkeit für eure Verlegung (Projekt B: prüfe 10 mm²).
  • Berechne den Spannungsfall in Prozent.
  • Prüfe, ob der nächstkleinere Querschnitt auch reichen würde.
  • Wähle die Schutzorgane der Abgänge in der Unterverteilung (Projekt B: entfällt).

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Strombelastbarkeit von Leitungen · Überstrom-Schutzeinrichtung · Spannungsfall · Leitungsberechnung · Erdkabel, Verlegen

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.3Ergänze den Übersichtsschaltplan eurer Anlage
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Aufgabe 7.3

Projekt A · Strom und Luft für V 14 · Übersichtsschaltplan zum Ergänzen · aufklappen

Projekt A · Übersichtsschaltplan, einpolig: NSHV V-Ost bis Flugzeugstecker (zum Ergänzen)NSHV V-OstTN-S, 3/N/PE AC 400/230 V 50 Hz-Q31-W31140 m, Erdkabel im Schutzrohr-Q1UV-V14-Q2-Q3-W32-W3350 Hz400 Hz-TA1Frequenzumformer90 kVA, 3/N AC 200/115 V-W34-XD1zum Flugzeug, 400-Hz-Kabel 30 mVorklimagerät60 kW, R32-EC1I>-FC4KleinsteuerungFreigabe-KE1gestrichelt: Wirkverbindung (Rückmeldung Flugzeug, Freigabe, Not-Halt)
Übersichtsschaltplan Projekt A, einpolig, zum Ergänzen: Sammelschiene der NSHV V-Ost, Abgang -Q31 (Lasttrennschalter mit Sicherung), Zuleitung -W31 (140 m, Erdkabel im Schutzrohr), Hauptschalter -Q1, Sammelschiene der UV-V14. Drei Abgänge: -Q2 mit -W32 zum Frequenzumformer -TA1 (Umrichterzeichen, 50 Hz zu 400 Hz) und weiter über das 400-Hz-Kabel -W34 zum Flugzeugstecker -XD1; -Q3 mit -W33 zum Vorklimagerät -EC1; -FC4 (Leitungsschutzschalter) zur Kleinsteuerung -KE1. Gestrichelt die Wirkverbindungen: Rückmeldung vom Stecker an -KE1, Freigabe von -KE1 an -TA1 und -EC1. Leer sind die Felder für Sicherungen, Leitungsschutzschalter und den Kabeltyp mit Querschnitt. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Projekt B · Licht für V 13 bis V 15 · Übersichtsschaltplan zum Ergänzen · aufklappen

Projekt B · Übersichtsschaltplan, einpolig: Beleuchtungsverteiler BV bis LED-Fluter (zum Ergänzen)BVBeleuchtungsverteiler in der Trafostation V-Ost, TN-S, 3/N/PE AC 400/230 VI>-FC41-W41I>-FC42-W42I>-FC43-W43I>-FC44-W44längste Leitung, 180 m+M1 Mastverteiler6 Fluter -EA1 bis -EA6+M2 Mastverteiler6 Fluter -EA7 bis -EA12+M3 Mastverteiler6 Fluter -EA13 bis -EA18+M4-EA19-EA19 bis -EA24, je 230 W2 Fluter je AußenleiterLichtsteuerungDALI-KE1Helligkeit-BR1Belegungssignal aus der VorfeldkontrolleDALI-Steuerleitung (gestrichelt)Masten +M1 bis +M4 sind Ortskennzeichen. +M1 bis +M3 sind wie +M4 aufgebaut.
Übersichtsschaltplan Projekt B, einpolig, zum Ergänzen: Sammelschiene des Beleuchtungsverteilers BV in der Trafostation V-Ost, vier Abgänge -FC41 bis -FC44 mit Leitungsschutzschalter und den Mastzuleitungen -W41 bis -W44 zu den Mastverteilern +M1 bis +M4. +M4 ist aufgelöst: Schiene, drei Abzweige mit je zwei LED-Flutern (Leuchtenzeichen), Kennzeichen -EA19 bis -EA24. Die Lichtsteuerung -KE1 mit dem Helligkeitssensor -BR1 und dem Belegungssignal der Vorfeldkontrolle ist über die gestrichelte DALI-Steuerleitung mit allen Mastverteilern verbunden. Leer sind die Felder für den Schutz von -FC44 und für Kabeltyp und Querschnitt der längsten Leitung -W44 (180 m). Eigene Darstellung für den Unterricht.
Projekt C · Laden an V 14 · Übersichtsschaltplan zum Ergänzen · aufklappen

Projekt C · Übersichtsschaltplan, einpolig: NSHV V-Ost bis Ladepunkte und PV (zum Ergänzen)NSHV V-OstTN-S, 3/N/PE AC 400/230 V 50 Hz-Q31-W31140 m, Erdkabel im SchutzrohrWh-PG1-Q1UV-V14I>-FC11IΔ-FB11LP1AC 22 kWI>-FC12IΔ-FB12LP2AC 22 kWI>-FC13IΔ-FB13LP3 bis LP6je AC 22 kWI>-FC17IΔ-FB17LP7DC 50 kWI>-FC21=~-TB21PV 36 kWpLastmanagementGrenze 140 kW-KE1gestrichelt: Messwert Netzbezug von -PG1 an -KE1 und Ladestrom-Vorgabe (CP-Signal) an LP1 bis LP7
Übersichtsschaltplan Projekt C, einpolig, zum Ergänzen: Sammelschiene der NSHV V-Ost, Abgang -Q31, Zuleitung -W31 (140 m, Erdkabel im Schutzrohr), Zähler -PG1, Hauptschalter -Q1, Sammelschiene der UV-V14. Abgänge mit Leitungsschutzschalter (-FC11, -FC12, -FC13, -FC17) und Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (-FB11, -FB12, -FB13, -FB17) zu LP1, LP2, LP3 bis LP6 und LP7 (DC 50 kW), dazu -FC21 zum PV-Wechselrichter -TB21 (Umrichterzeichen, Gleich- zu Wechselstrom) mit dem PV-Feld. Gestrichelt: Messwert von -PG1 an das Lastmanagement -KE1 und die Vorgabe von -KE1 an alle Ladepunkte. Leer sind die Werte der Schutzorgane und Kabeltyp mit Querschnitt von -W31. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Ergänze den Übersichtsschaltplan eurer Anlage:

  • Trage die Schutzorgane mit Art und Bemessungsstrom ein.
  • Trage die Leitungen mit Kabeltyp, Aderzahl, Querschnitt und Länge ein.
  • Prüfe jedes Schaltzeichen gegen DIN EN 60617 im Tabellenbuch.
  • Prüfe jedes Kennzeichen gegen DIN EN IEC 81346-2 und setze es links neben das Zeichen.
  • Ergänze, was im Plan fehlt, damit die Elektrowerkstatt ohne Rückfrage bauen kann.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Übersichtsschaltplan · Schaltzeichen · Kennbuchstaben der Objekte · Referenzkennzeichnung

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

7.4Legt die Kernkomponente eures Projekts rechnerisch aus
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Aufgabe 7.4

Projekt A · Strom und Luft für V 14 · Bild zur Auslegung · aufklappen

Projekt A · Zeigerbild je Strang am 400-Hz-Kabel (Spannungsfallzeiger vergrößert, nicht maßstäblich zu U₂)U₂ (am Flugzeug)IφU₁ (am Umformer)R · IX · IΔUΔU ≈ I · (R · cos φ + X · sin φ)R · I liegt in Richtung des Stroms,X · I steht senkrecht darauf.
Zeigerbild je Strang am 400-Hz-Kabel, schematisch: Die Spannung am Flugzeug U₂ liegt waagerecht, der Strom I eilt um den Winkel φ nach (cos φ 0,8). An die Spitze von U₂ setzt der Spannungsfall am Wirkwiderstand R · I in Richtung des Stroms an, daran der Spannungsfall am Blindwiderstand X · I senkrecht zum Strom. Der Zeiger vom Ursprung zur Spitze ist die Spannung am Umformer U₁. Die waagerechte Strecke zwischen den Spitzen von U₂ und U₁ ist der Spannungsfall ΔU. Die Spannungsfallzeiger sind stark vergrößert. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Projekt B · Licht für V 13 bis V 15 · Bild zur Auslegung · aufklappen

Projekt B · Mast +M4 in der Seitenansicht: Lichtkegel und Blendgrenze (schematisch)Vorfeld-EA19 bis -EA24Glas waagerechtHorizontale der Fluter: darüber kein Licht25 mTowerCockpit, Augenhöhe rund 5 mLichtkegel auf die Abstellfläche
Mast +M4 in der Seitenansicht, schematisch: Mast 25 m hoch, oben die sechs LED-Fluter -EA19 bis -EA24 mit waagerechtem Glas. Der Lichtkegel fällt schräg nach unten auf die Abstellfläche. Rot gestrichelt die Horizontale durch die Lichtaustrittsfläche der Fluter: darüber soll kein Licht austreten. Rechts der Tower, dessen Kanzel über der Horizontalen liegt, davor das Cockpit eines Schmalrumpfflugzeugs mit einer Augenhöhe von rund 5 m, also innerhalb des Lichtkegels. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Projekt C · Laden an V 14 · Bild zur Auslegung · aufklappen

Projekt C · Lastmanagement: Messen am Netzanschluss, Vorgeben an jedem LadepunktNSHV V-OstZusage 150 kW-PG1UV-V14LP1AC 22 kWLP2AC 22 kWLP3AC 22 kWLP4AC 22 kWLP5AC 22 kWLP6AC 22 kWLP7 · DCDC 50 kWLastmanagementGrenze 140 kW-KE1Messwert PVorgabe jeLadepunkt(CP-Signal)
Lastmanagement Projekt C als Blockbild: Die NSHV V-Ost (Anschlusszusage 150 kW) speist über den Zähler -PG1 die UV-V14. Von dort gehen sechs AC-Ladepunkte LP1 bis LP6 zu je 22 kW und der DC-Ladepunkt LP7 mit 50 kW ab. Das Lastmanagement -KE1 (Grenze 140 kW) liest den Messwert P von -PG1 und gibt jedem Ladepunkt seinen Ladestrom vor, bei den AC-Ladepunkten über das CP-Signal. Wirkverbindungen gestrichelt. Eigene Darstellung für den Unterricht.

CP-Signal zwischen Ladepunkt und Fahrzeug (Zustand C, lädt): Rechteckspannung 1 kHzu in Vt in ms1260−6−12123teinT = 1 msTastgrad D: Anteil der Einschaltzeit an der Periodendauer T, in %
CP-Signal zwischen Ladepunkt und Fahrzeug im Zustand C (Fahrzeug lädt): Rechteckspannung mit 1 kHz, also einer Periodendauer T von 1 ms, zwischen +6 V und −12 V. Eingezeichnet sind drei Perioden und die Einschaltzeit tein der ersten Periode. Der Tastgrad D ist der Anteil von tein an T in Prozent; über ihn teilt der Ladepunkt dem Fahrzeug den zulässigen Ladestrom mit. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Legt die Kernkomponente eures Projekts rechnerisch aus:

  • Projekt A: Berechne den Strom am Ausgang des Umformers bei 90 kVA.
  • Projekt A: Berechne Wirkwiderstand und Blindwiderstand des 400-Hz-Kabels bei 50 Hz und bei 400 Hz.
  • Projekt A: Berechne den Spannungsfall je Strang bei 90 kVA für beide Frequenzen, in Volt und in Prozent von 115 V.
  • Projekt B: Berechne den Gesamtlichtstrom, den die drei Positionen nach dem Wirkungsgradverfahren brauchen.
  • Projekt B: Berechne die rechnerische Fluterzahl und prüfe die geplanten 24 Fluter.
  • Projekt B: Berechne die mittlere Beleuchtungsstärke mit 24 Flutern.
  • Projekt C: Berechne Leistung, Strom und Tastgrad je AC-Ladepunkt, wenn alle sieben Fahrzeuge stecken und das Lastmanagement die Grenze hält.
  • Projekt C: Berechne den Tastgrad für 32 A und für 6 A.
  • Projekt C: Berechne die Ladezeit eines Schleppers mit dem Strom aus dem ersten Schritt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Induktivitätsbelag · Blindwiderstand · Wirkungsgradmethode · Beleuchtungsstärke · Ladebetriebsarten · Lastmanagement · Tastgrad

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.5Wertet die Messreihe eures Projekts aus
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Aufgabe 7.5

Wertet die Messreihe eures Projekts aus:

  • Übertrage die Messwerte in ein Diagramm mit Größe und Einheit an beiden Achsen.
  • Projekt A: Bestimme für jede Laststufe das Verhältnis der Spannungsfälle bei 400 Hz und bei 50 Hz.
  • Projekt B: Berechne die mittlere Beleuchtungsstärke und die Gleichmäßigkeit der alten Anlage.
  • Projekt C: Bestimme die Spitzenleistung und wie lange die Leistung über der Grenze von 140 kW liegt.
  • Vergleiche das Ergebnis mit der Anforderung aus eurem Lastenheft.
  • Leite eine Folgerung für euren Entwurf ab.
Messwert abgelesen oder gerechnet Anforderung erfüllt?

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Kennlinien · Beleuchtungsstärke · Lastmanagement

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

7.6Entscheidet, wie eure Anlage im Grenzfall sicher und funktionsfähig bleibt
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Aufgabe 7.6

Entscheidet, wie eure Anlage im Grenzfall sicher und funktionsfähig bleibt:

  • Projekt A: Lege fest, unter welchen Bedingungen -KE1 den Umformer zuschaltet und was geschieht, wenn die Rückmeldung des Flugzeugs wegfällt.
  • Projekt A: Entscheide, wie ihr den Spannungsfall am 400-Hz-Kabel ausgleicht.
  • Projekt A: Erkläre, weshalb Flugzeuge mit 400 Hz statt mit 50 Hz versorgt werden.
  • Projekt B: Lege fest, wie die Fluter ausgerichtet werden, damit Cockpit und Tower nicht geblendet werden.
  • Projekt B: Lege das Verhalten der Lichtsteuerung fest für eine belegte Position, eine freie Position und einen gestörten Helligkeitssensor.
  • Projekt C: Prüfe die Aufteilung der 90 Module in 6 Stränge zu 15 Modulen bei −20 °C gegen die höchste Eingangsspannung und den MPP-Bereich.
  • Projekt C: Prüfe eine andere Aufteilung der 90 Module und entscheide.
  • Begründe jede Entscheidung mit einem Satz.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Frequenzumrichter · Transformator · Blendung · Lichtsteuerung · Photovoltaik-Anlage · Temperaturkoeffizient · Wechselrichter

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

7.7Entwirf in 30 Minuten eine Änderung eurer Anlage
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Aufgabe 7.7

Die Lage: Die Elektrowerkstatt braucht für Instandhaltungsarbeiten eine CEE-Steckdose 3/N/PE AC 400 V 16 A. Projekt A und C: an der UV-V14. Projekt B: im Mastverteiler +M4. Rechne mit 16 A bei cos φ 1. Format wie im Prüfungsbereich Systementwurf: allein, mit Tabellenbuch und Taschenrechner, 30 Minuten.

Entwirf in 30 Minuten eine Änderung eurer Anlage:

  • Ergänze den Übersichtsschaltplan um den neuen Abgang mit Schaltzeichen und Kennzeichen.
  • Wähle die Schutzorgane für den neuen Abgang.
  • Prüfe, ob Zuleitung, Schutzorgan und Leistungsgrenze eurer Anlage die zusätzliche Last tragen.
  • Entscheide, was ihr ändert, falls eine Bedingung nicht mehr erfüllt ist.
  • Begründe deinen Entwurf in drei Sätzen.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Steckvorrichtungen · Fehlerstrom · Überstrom-Schutzeinrichtung · Spannungsfall · Lastmanagement

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

7.8Stellt euer Lernprodukt „Entwurf der Anlage“ zusammen
Jetzt bist du dran · Im Team · 5 Arbeitsschritte
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Aufgabe 7.8

Stellt euer Lernprodukt „Entwurf der Anlage“ zusammen:

  • Zeichnet den Übersichtsschaltplan vollständig und sauber.
  • Legt Leistungsbilanz, Bemessung und Auslegung als Rechenblatt dazu.
  • Schreibt zu jeder Zahl im Entwurf die Herkunft.
  • Prüft den Entwurf gegen die Lastenheftanforderungen L1 bis L8 eures Projekts.
  • Kennzeichnet, was noch offen ist und wer es klärt.
Zahl im Entwurf Wert Herkunft oder Rechnung Lastenheft

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Übersichtsschaltplan · Dokumentation · Lastenheft · Pflichtenheft

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede und jeder kann das Ergebnis am Ende erklären.

Die Lage ändert sich

Die Leitung Vorfeldbetrieb denkt schon weiter. Projekt A: Die Position V 14 soll später auch Großraumflugzeuge versorgen, mit zwei Bodenstromausgängen zu je 90 kVA. Projekt B: Der Tower verlangt eine Abschirmung der Fluter zur Nordseite. Projekt C: Zwei weitere AC-Ladepunkte sollen nachgerüstet werden.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe, welche Zahlen deines Entwurfs sich ändern und welche bleiben.
  • Beurteile, ob Anschlusszusage, Zuleitung und Schutz noch reichen bzw. ob die Beleuchtungsanforderung noch erfüllt ist.
  • Entscheide, was ihr der Leitung Vorfeldbetrieb vorschlagt.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.