Die drei Karten, die dich durch das ganze Projekt begleiten, was aus jedem Teil hängen bleiben soll, und wie ihr es euch gegenseitig erklärt.

Schritt 3 von 3. Hier lernst du die Karten „Projektmanagement auf einen Blick“, „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“ und „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“ kennen, siehst, was aus jedem Teil in den Wissensspeicher gehört, wie die Expertenrunde abläuft und wann du deinen Lernbegleiter holst.

Danach: Teil 1 · Welches Vorfeldprojekt übernimmt unser Projektbüro?

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Die Karten zeigen die Methode, nicht euer Ergebnis. Rechnen, entscheiden und begründen müsst ihr am eigenen Projekt.

Karte „Projektmanagement auf einen Blick“

Die Karte fasst die Werkzeuge zusammen, mit denen ihr euer Projekt führt. Das Beispiel darauf hat mit dem Vorfeld nichts zu tun: ein Prüfplatz im Labor, der erneuert wird. Euer eigenes Projekt rechnet ihr in den Lernangeboten. Die Karte gehört zu deinem Wissensspeicher. Druck sie aus oder übertrag sie auf dein erstes Blatt.

Karte „Projektmanagement auf einen Blick“

Ziel

Was am Ende stehen muss

Projektauftrag, SMART-Ziele, Lastenheft und Pflichtenheft

Plan

Wer was wann macht

Projektstrukturplan, Netzplan, Balkenplan, Kalkulation

Steuern

Ob es noch stimmt

Statusbericht, Soll-Ist, Gegenmaßnahme, PDCA

Projektphasen nach DIN 69901 und die Teile dieses KursesInitialisierungVorschläge sichten,Projekt wählenSprint 0, Teil 1DefinitionProjektauftrag, Ziele,PflichtenheftTeil 1PlanungStruktur, Termine,Kosten, EntwurfTeil 2, 3, 4Steuerungbauen, prüfen,Abweichungen steuernTeil 5Abschlussübergeben, beurteilen,lernenTeil 6M0M1M2M3M4M0 Projektbüro arbeitsfähig · M1 Projekt gewählt, Auftrag steht · M2 Plan und Preis · M3 Entwurf und Qualität · M4 Übergabe und Fachgespräch
Die fünf Projektphasen nach DIN 69901 als Band: Initialisierung, Definition, Planung, Steuerung und Abschluss, darunter, was im Projekt Vorfeld in der Phase geschieht und in welchem Teil des Kurses. Auf der Zeitlinie darunter die Meilensteine M0 bis M4: M0 am Ende von Sprint 0, M1 am Ende von Teil 1, M2 am Ende der Planung von Termin und Preis (Teil 3), M3 nach dem Entwurf (Teil 4) mit dem Prüfplan aus Teil 5, M4 am Ende von Teil 6. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Lastenheft und Pflichtenheft

Lastenheft Pflichtenheft
Wer schreibt es? der Auftraggeber der Auftragnehmer
Was steht drin? was gebraucht wird und wofür: die Anforderungen wie und womit die Anforderungen erfüllt werden, mit Abnahmekriterium
Im Projekt Vorfeld die Anforderungen L1 bis L8 der Leitung Vorfeldbetrieb eure Antwort darauf, in Lernangebot 2

Ziele SMART formulieren

S

spezifisch

eindeutig, was gemeint ist

M

messbar

mit Größe, Wert und Einheit

A

attraktiv

vom Auftraggeber angenommen

R

realistisch

mit den Mitteln erreichbar

T

terminiert

mit Datum

Projektstrukturplan

Der Projektstrukturplan zerlegt das Projekt in Teilaufgaben und diese in Arbeitspakete. Gegliedert wird nach Phasen (was nacheinander geschieht) oder nach Objekten (woraus die Anlage besteht). Jedes Arbeitspaket hat ein Ziel, ein Ergebnis, eine verantwortliche Person, einen Aufwand in Stunden und seine Vorgänger. Aufwand sind Stunden Arbeit, Dauer sind Arbeitstage im Kalender: Zwei Monteure schaffen 16 Stunden Aufwand an einem Arbeitstag.

Projektstrukturplan, phasenorientiert · neutrales BeispielPrüfplatz im Labor erneuernProjekt1 Planung1.1 Umbau planen2 Beschaffung2.1 Material bestellen3 Montage3.1 Altgerät abbauen3.2 Halterung anpassen3.3 Neugerät einbauen4 Abschluss4.1 Prüfen, übergebenArbeitspakete: die kleinste Einheit, je eines mit Ziel, Ergebnis, Verantwortlichem und Aufwand
Projektstrukturplan des neutralen Beispiels „Prüfplatz im Labor erneuern“, nach Phasen gegliedert: oben das Projekt, darunter die Teilaufgaben 1 Planung, 2 Beschaffung, 3 Montage und 4 Abschluss, unter jeder die Arbeitspakete: 1.1 Umbau planen, 2.1 Material bestellen, 3.1 Altgerät abbauen, 3.2 Halterung anpassen, 3.3 Neugerät einbauen, 4.1 Prüfen, übergeben. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Der Vorgangsknoten

Der VorgangsknotenFAZFEZDGPFPSAZSEZNr · VorgangFAZfrühester AnfangszeitpunktDDauer in Arbeitstagen (AT)FEZfrühester Endzeitpunkt = FAZ + DSAZspätester Anfangszeitpunkt = SEZ − DSEZspätester EndzeitpunktGPGesamtpuffer = SAZ − FAZFPfreier Puffer = kleinster FAZ der Nachfolger − FEZOben: FAZ, FEZ · darunter: Nr und Vorgang · dann: D, GP, FP · unten: SAZ, SEZ (Tabellenbuch S. 109)
Vorgangsknoten mit vier Zeilen wie im Tabellenbuch: oben frühester Anfangszeitpunkt FAZ und frühester Endzeitpunkt FEZ, darunter Nummer und Name des Vorgangs, dann Dauer D, Gesamtpuffer GP und freier Puffer FP, unten spätester Anfangszeitpunkt SAZ und spätester Endzeitpunkt SEZ. Rechts die Bedeutung jedes Felds mit der Formel. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Rechnen in vier Zeilen

  1. Vorwärts: Der erste Vorgang beginnt bei FAZ = 0. Für jeden Vorgang gilt FEZ = FAZ + D.
  2. Hat ein Vorgang mehrere Vorgänger, ist sein FAZ der größte FEZ der Vorgänger.
  3. Rückwärts: Beim letzten Vorgang ist SEZ = FEZ. Für jeden Vorgang gilt SAZ = SEZ − D.
  4. Hat ein Vorgang mehrere Nachfolger, ist sein SEZ der kleinste SAZ der Nachfolger.

Gezählt wird im ganzen Kurs so: FAZ = 0 heißt „am Morgen von Arbeitstag 1“, FEZ = 3 heißt „am Abend von Arbeitstag 3“. Ein Nachfolger beginnt direkt danach, ohne Zeitabstand (Ende-Anfang-Beziehung).

Puffer und kritischer Weg

GP = SAZ − FAZ     FP = kleinster FAZ der Nachfolger − FEZ

Der Gesamtpuffer sagt, um wie viele Arbeitstage sich ein Vorgang verschieben darf, ohne dass sich das Projektende verschiebt. Der freie Puffer sagt, um wie viele Arbeitstage er sich verschieben darf, ohne dass sich ein Nachfolger verschiebt. Alle Vorgänge mit GP = 0 bilden den kritischen Weg: Jeder Tag Verzug dort ist ein Tag Verzug am Ende.

Vorgangsknotennetzplan · neutrales Beispiel „Prüfplatz im Labor erneuern“02200021Umbau planen27500272Material bestellen23120453Altgerät abbauen35222574Halterung anpassen7103007105Neugerät einbauen101110010116Prüfen, übergebenkritischer Weg: alle Vorgänge mit GP = 0Projektdauer 11 AT
Vorgangsknotennetzplan des neutralen Beispiels „Prüfplatz im Labor erneuern“ mit sechs Vorgängen, vorwärts und rückwärts gerechnet. Vorgang 1 Umbau planen (2 AT) hat zwei Nachfolger: 2 Material bestellen (5 AT) und 3 Altgerät abbauen (1 AT), auf 3 folgt 4 Halterung anpassen (2 AT). 5 Neugerät einbauen (3 AT) braucht 2 und 4, danach kommt 6 Prüfen, übergeben (1 AT). Projektdauer 11 AT. Kritischer Weg in Kursfarbe: 1, 2, 5, 6. Vorgang 3 hat einen Gesamtpuffer von 2 AT, aber keinen freien Puffer, weil sein Nachfolger 4 sofort danach beginnt; Vorgang 4 hat Gesamtpuffer und freien Puffer von je 2 AT. Alle Pfeile verlaufen waagerecht und senkrecht. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Balkenplan · dasselbe Beispiel, Zeitachse in Arbeitstagen0510AT1Umbau planen2Material bestellen3Altgerät abbauen4Halterung anpassen5Neugerät einbauen6Prüfen, übergebenFrist
Balkenplan desselben Beispiels über einer Zeitachse in Arbeitstagen: je Vorgang ein Balken vom FAZ bis zum FEZ, die Vorgänge des kritischen Wegs in Kursfarbe, die Gesamtpuffer der Vorgänge 3 und 4 als gestrichelte Linie hinter dem Balken. Die rote Linie bei Arbeitstag 12 ist ein angenommener Termin; bis dahin bleibt dem Beispiel ein Arbeitstag Reserve. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Qualität sichern: der PDCA-Zyklus

PDCA-ZyklusPlanplanen: Ziel, Maßnahme, KriteriumDoumsetzen, im Kleinen erprobenCheckprüfen: Ergebnis gegen KriteriumActverbessern, als Standard festlegenDer Kreis läuft immer wieder: Jede Runde hebt den Standard ein Stück.
PDCA-Zyklus als Kreislauf aus vier Feldern mit rechtwinkligen Pfeilen: Plan (Ziel, Maßnahme und Kriterium planen), Do (umsetzen und im Kleinen erproben), Check (Ergebnis gegen das Kriterium prüfen) und Act (verbessern und als Standard festlegen), danach wieder Plan. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Der PDCA-Zyklus ist der Kern der fortlaufenden Verbesserung im Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001, das in Teil 5 dran ist. Im Projekt läuft er im Kleinen in jedem Sprint: planen, arbeiten, im Review prüfen, im Sprint-Rückblick verbessern.

Im Tabellenbuch findest du die Begriffe über das Sachwortverzeichnis: Projektphasenplan, Projektstrukturplan, Lastenheft, Pflichtenheft, Netzplantechnik, Zeitplan-Diagramm, Qualitätsmanagement. Diese Karte brauchst du in Teil 1 für Projektauftrag und Pflichtenheft, in Teil 2 bei jedem Netzplan und Balkenplan, in Teil 3, wenn Plan und Preis zusammenkommen, in Teil 5 beim PDCA und in Teil 6 beim Soll-Ist-Vergleich.

Karte „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“

Die Karte zeigt den Ort, an dem alle drei Projekte spielen, mit den Kennzeichen, die überall im Kurs gleich sind. Ergebnisse stehen hier absichtlich nicht: Was ein Projekt kostet, wie lange es dauert und wie die Anlage ausgelegt wird, erarbeitet ihr selbst.

Karte „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“ · Vorfeld Ost

Vorfeld Ost · Positionen V 13 bis V 15 und Trafostation V-Ost · Lageplan, schematisch, Norden obenRollgassePosition V 13Position V 14Position V 1575 m × 60 mServicestraßePV-CarportAC 1 bis 6, DCUV-V14Trafostation V-Ost2 × 1.250 kVA, TN-SNSHV V-OstBeleuchtung BV-W31, 140 m im Schutzrohr+M1+M2+M3+M4-TA1-EC1TowerSicht nachSüdenNA · Bodenstrom 400 Hz und VorklimatisierungB · Vorfeldbeleuchtung V 13 bis V 15C · Ladeplatz mit Lastmanagement und PV
Lageplan Vorfeld Ost, schematisch, nicht maßstäblich, Norden oben. Die Außenpositionen V 13, V 14 und V 15 sind je 75 m × 60 m groß. An der Südkante stehen die Masten M1 bis M4 (Projekt B), an V 14 der Umformer -TA1 und das Vorklimagerät -EC1 (Projekt A), hinter V 14 die UV-V14 und der Ladeplatz mit PV-Carport (Projekt C). Die Zuleitung -W31 läuft 140 m im Schutzrohr von der NSHV V-Ost in der Trafostation V-Ost zur UV-V14, die Mastzuleitungen führen vom Beleuchtungsverteiler BV entlang der Servicestraße zu den Masten. Rechts oben der Tower mit Sicht nach Süden. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Projekt A · Strom und Luft für V 14

Einsatzgebiet: Flugzeugabfertigung an der Außenposition

  • Frequenzumformer -TA1: 90 kVA, Ausgang 3/N AC 200/115 V 400 Hz
  • Vorklimagerät -EC1: elektrisch höchstens 60 kW
  • 400-Hz-Kabel 30 m, Stecker -XD1 mit Verriegelung
  • Steuerung -KE1 für Freigabe, Verriegelung, Not-Halt
  • ersetzt Diesel-Bodenstromaggregat und Hilfstriebwerk
  • längste Lieferung 25 AT

Projekt B · Licht für V 13 bis V 15

Einsatzgebiet: Arbeitsstätte im Freien bei Nacht

  • 24 LED-Fluter -EA1 bis -EA24, je 31.500 lm, 230 W
  • sechs je Mast an +M1 bis +M4, Masten 25 m
  • Lichtsteuerung -KE1 mit DALI, Helligkeitssensor, Belegungssignal
  • Fläche 13.500 m²; Em ≥ 20 lx, U0 ≥ 0,25
  • ersetzt 12 Natriumdampf-Hochdrucklampen zu 1.000 W
  • längste Lieferung 20 AT

Projekt C · Laden an V 14

Einsatzgebiet: Bodenfahrzeuge: Gepäckschlepper und Pushback

  • 6 AC-Ladepunkte LP1 bis LP6 zu 22 kW, 1 DC-Ladepunkt LP7 zu 50 kW
  • Lastmanagement -KE1, Grenze 140 kW Netzbezug
  • PV-Carport 36 kWp, Wechselrichter -TB21
  • Zähler -PG1
  • ersetzt Diesel bei 6 Schleppern und 1 Pushback
  • längste Lieferung 18 AT; PV erst nach dem Blendgutachten

Für alle drei gilt: Netz TN-S aus der Trafostation V-Ost, Anschlusszusage des Netzbetriebs für V 14 höchstens 150 kW Dauer, Arbeiten auf den Positionen nur nachts oder bei freier Position, Projektstart 11.01.2027, Übergabe bis 19.03.2027.

Kennzeichen (Kennzeichen links neben dem Schaltzeichen; im Fließtext auch ohne Bindestrich)

Kennzeichen Betriebsmittel Wo Projekt
-Q31 Abgang mit NH-Lasttrennschalter Größe 2 NSHV V-Ost A, C
-W31 Zuleitung, Erdkabel NYY-J im Schutzrohr, 140 m NSHV V-Ost bis UV-V14 A, C
UV-V14 Unterverteilung mit Hauptschalter -Q1 hinter V 14 A, C
-TA1 Frequenzumformer 50 Hz auf 400 Hz an V 14 A
-EC1 Vorklimagerät an V 14 A
-XD1 400-Hz-Stecker mit Verriegelungskontakten am Flugzeug A
BV Beleuchtungsverteiler Trafostation V-Ost B
+M1 bis +M4 Lichtmasten (Ortskennzeichen) Südkante V 13 bis V 15 B
-EA1 bis -EA24 LED-Fluter an den Masten B
-BR1 Helligkeitssensor am Mast B
LP1 bis LP6, LP7 AC-Ladepunkte, DC-Ladepunkt Ladeplatz C
-PG1 Zähler UV-V14 C
-TB21 PV-Wechselrichter Carport C
-KE1 Steuerung: Verriegelung (A), Lichtsteuerung (B), Lastmanagement (C) je Projekt A, B, C

Ein Kennbuchstabe sagt, was ein Betriebsmittel tut, nicht, wie es heißt. Zwei Beispiele aus dem Projekt: TA steht für Umwandeln unter Beibehalten der Stromart (der Umformer macht aus Wechselstrom Wechselstrom anderer Frequenz), TB für Umwandeln mit Verändern der Stromart (der Wechselrichter macht aus Gleichstrom Wechselstrom). Die Kennbuchstaben stehen im Tabellenbuch auf S. 81 und S. 82 (DIN EN IEC 81346-2). So wird aus dem Vorklimagerät -EC1 (Bereitstellung von Kälteenergie) und aus jeder Steuerung -KE1 (Verarbeitung elektrischer Signale). Das Minus kennzeichnet das Produkt, das Plus den Ort (S. 83). UV-V14, BV und LP1 bis LP7 sind Namen der Anlage, keine Kennzeichen: L ist im Tabellenbuch als Kennbuchstabe nicht vergeben (Reserve).

Diese Karte brauchst du ab Teil 1, wenn ihr die drei Projekte vergleicht, und danach bei jeder Aufgabe mit Anlagendaten: für den Projektstrukturplan in Teil 2, für die Prozesskette der Freigaben in Teil 3, für den Übersichtsschaltplan in Teil 4, für den Prüfplan in Teil 5 und für die Dokumentation in Teil 6. Alle Werte deines Projekts stehen in Lektion 2 unter „Anlagendaten“.

Karte „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“

Lernfeld 12 ist prüfungsrelevant für Teil 2 der Abschlussprüfung. Das Projekt Vorfeld ist so gebaut, dass du alle vier Prüfungsbereiche an ihm übst, und Teil 6 ist zugleich die Generalprobe für das Fachgespräch.

Karte „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“ · Elektronikerin und Elektroniker für Betriebstechnik

Abschlussprüfung: Gewichte von Teil 1 und Teil 2Gesamtergebnis der AbschlussprüfungTeil 1 · 40 %Teil 2 · 60 %Teil 2, vier PrüfungsbereicheArbeitsauftrag50 %betrieblicher Auftrag oderpraktische Arbeitsaufgabe,mit FachgesprächSystementwurf20 %schriftlich,höchstens 120 minFunktions- undSystemanalyse 20 %schriftlich,höchstens 120 minWiSo10 %höchstens60 minWiSo: Wirtschafts- und Sozialkunde. Bestanden: mindestens ausreichend im Gesamtergebnis, im Arbeitsauftrag und im Durchschnitt der drei übrigen Bereiche von Teil 2.
Gewichte der Abschlussprüfung: Teil 1 zählt 40 %, Teil 2 zählt 60 % des Gesamtergebnisses. Teil 2 besteht aus vier Prüfungsbereichen: Arbeitsauftrag 50 % (betrieblicher Auftrag oder praktische Arbeitsaufgabe, jeweils mit Fachgespräch), Systementwurf 20 % (schriftlich, höchstens 120 Minuten), Funktions- und Systemanalyse 20 % (schriftlich, höchstens 120 Minuten) und Wirtschafts- und Sozialkunde 10 % (höchstens 60 Minuten). Eigene Darstellung für den Unterricht.
Prüfungsbereich Gewicht in Teil 2 Form und Zeit Hier übst du es im Kurs
Arbeitsauftrag 50 % betrieblicher Auftrag oder praktische Arbeitsaufgabe, siehe unten im ganzen Projekt; Fachgespräch in Lernangebot 12
Systementwurf 20 % schriftlich, höchstens 120 Minuten Aufgabe 7.7: eine Änderung der Anlage in 30 Minuten entwerfen
Funktions- und Systemanalyse 20 % schriftlich, höchstens 120 Minuten Aufgabe 10.6: ein Fehlerbild am eigenen Projekt analysieren
Wirtschafts- und Sozialkunde 10 % schriftlich, höchstens 60 Minuten Lernangebot 5 und 6: Kalkulation, Kosten, Organisation

Der Arbeitsauftrag in zwei Varianten (der Ausbildungsbetrieb wählt)

Variante 1: betrieblicher Auftrag Variante 2: praktische Arbeitsaufgabe
Zeit 18 Stunden 14 Stunden, davon 6 Stunden Durchführung
Was du ablieferst Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen die durchgeführte Arbeitsaufgabe
Gespräch Fachgespräch, höchstens 30 Minuten begleitendes Fachgespräch, höchstens 20 Minuten

Was im Arbeitsauftrag verlangt wird (sinngemäß)

Anforderung Im Kurs
1 Aufträge analysieren, Informationen beschaffen, Schnittstellen klären, Lösungsvarianten technisch, betriebswirtschaftlich und ökologisch bewerten und auswählen Teil 1 und Lernangebot 6
2 Auftragsabläufe planen und abstimmen, Teilaufgaben festlegen, Planungsunterlagen erstellen Teil 2 und Lernangebot 7
3 Aufträge durchführen, Funktion und Sicherheit prüfen und dokumentieren, Normen und Spezifikationen beachten, Fehler systematisch suchen und beheben Teil 5
4 Produkte übergeben, Fachauskünfte erteilen, Abnahmeprotokolle anfertigen, Arbeitsergebnisse dokumentieren und bewerten, Leistungen abrechnen Teil 6 und Lernangebot 5

Bestanden hast du, wenn du im Gesamtergebnis, im Arbeitsauftrag und im Durchschnitt der drei übrigen Bereiche von Teil 2 jeweils mindestens ausreichend erreichst.

Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen. Welche Zeiten in deiner Prüfung genau gelten, steht in der Einladung zur Prüfung. Diese Karte brauchst du in Teil 4 bei Aufgabe 7.7, in Teil 5 bei Aufgabe 10.6 und in Teil 6, wenn du dein Projekt den vier Anforderungen zuordnest und das Fachgespräch führst.

Dein Wissensspeicher-Blatt

Je Teil ein Blatt: acht feste Felder und ein Themenfeld, das zum Teil gehört. Du füllst es am Ende jedes Teils aus, in der Lektion „Das kann ich · Kompetenzmodell“.

Kursmaterial · je Teil ein Blatt

Das Wissensspeicher-Blatt als PDF. Die Felder auf zwei Seiten, zum Ausfüllen am Rechner oder zum Ausdrucken. Druck es für jeden Teil einmal aus.

Wissensspeicher-Blatt als PDF herunterladen2 Seiten · 106 KB · Felder zum Ausfüllen

Das Blatt ansehen und ausprobieren

Jeder Teil endet mit genau einem Wissensspeicher-Blatt. Es ist deine Eintrittskarte zur Expertenrunde und später deine Lernunterlage für die Abschlussprüfung Teil 2. Ein Blatt, eine Seite, handschriftlich oder digital, aber vollständig.

Acht feste Felder und ein Themenfeld, eine Seite. Hier kannst du es ausprobieren und leer ausdrucken. Ausgefüllt wird es am Ende jedes Teils, in der Lektion „Das kann ich · Kompetenzmodell“. So entsteht je Teil genau ein Blatt.

Die Expertenrunde am Ende jedes Sprints

In jedem Team übernimmt jede Person eine von vier Expertengruppen und behält sie den ganzen Kurs. Bei fünf Personen teilen sich zwei die Gruppe, die im Sprint am meisten zu tragen hat. Wer in welcher Gruppe ist, steht im Teamvertrag.

Projektmethoden

Wie entscheidet, plant und steuert man ein Projekt?

Kosten und Prozesse

Was kostet es, lohnt es sich, und wer muss wann zustimmen?

Anlagentechnik und Normen

Wie sieht die Anlage aus, und welche Regeln gelten?

Qualität und Prüfung

Woran sieht man, dass es stimmt, und wie weist man es nach?

1 Expertenphase

Experten einer Gruppe aus allen Teams · 20 min

2 Zurück ins Team

Blatt im Team fertig stellen · 15 min

3 Lehrrunden

Mischgruppen, 8 min erklären, 3 Prüffragen · je 10 min

4 Rückfragen

Offenes an die Tafel · 10 min

5 Kompetenz-Check

allein, ohne Unterlagen, ohne Note · 15 min

Ablauf, Themen und Regeln im Einzelnen

Am Ende jedes Sprints, 60 bis 90 Minuten. Ziel: Jede Person kann danach jedes Thema des Sprints erklären. Weil die Teams verschiedene Projekte haben, vergleicht ihr in der Runde vor allem, wie dieselbe Methode bei A, B und C ausgeht: Wer hat was entschieden, und weshalb?

Phase Was passiert Zeit
1 Expertenphase Die Experten einer Gruppe aus allen Teams setzen sich zusammen, klären ihr Thema des Sprints und vergleichen, was ihre Teams an ihren Projekten entschieden haben. 20 min
2 Zurück ins Team Jede Person bringt ihr Thema ins Team. Das Team stellt sein Wissensspeicher-Blatt fertig. Jede Person muss das ganze Blatt vertreten können, denn wer vorträgt, wird ausgelost. 15 min
3 Lehrrunden Mischgruppen mit genau einer Person aus jedem Team, ausgelost. Reihum: 8 Minuten erklären nach dem Wissensspeicher-Raster, dann 3 Prüffragen. Die Zuhörenden führen ihren eigenen Wissensspeicher weiter. je 10 min
4 Rückfrage-Runde Offene Punkte sammeln. Was in der Gruppe niemand klären kann, kommt an die Tafel und wird gemeinsam geklärt. 10 min
5 Kompetenz-Check Kurzer Einzelnachweis über alle Themen des Sprints, ohne Unterlagen. Er zählt nicht für die Note. 15 min

Was die Expertengruppen in welchem Sprint tragen

Expertengruppe Sprint 1 (Teil 1) Sprint 2 (Teil 2 und 3) Sprint 3 (Teil 4) Sprint 4 (Teil 5) Sprint 5 (Teil 6)
Projektmethoden Nutzwertanalyse, Gewichtung, Empfindlichkeit Projektstrukturplan, Netzplan, kritischer Weg Auswahlmatrix für Produkte PDCA und Pareto Soll-Ist-Vergleich, Lessons Learned
Kosten und Prozesse Durchführbarkeit: Termin, Budget, Freigaben Zuschlagskalkulation, Amortisation, Prozesskette Umwelt und Recycling im Entwurf Fehlerkosten und Zehnerregel Nachkalkulation
Anlagentechnik und Normen Die Technik der drei Projekte im Vergleich Lange Lieferungen und Fremdgewerke Übersichtsschaltplan, Zuleitung, Auslegung, Normenliste Laboraufbau und Inbetriebnahme Demonstration und Einweisung
Qualität und Prüfung Ziele SMART, Lastenheft und Pflichtenheft, Risiken Statusbericht und Kreuzreview M2 Englisches Datenblatt, Konformität Prüfplan und Erstprüfung Dokumentation und Fachgespräch

Regeln, die die Runde tragen

  • Wer vorträgt, wird ausgelost. Deshalb muss jede und jeder im Team alles können, nicht nur der Schnellste.
  • Vorgetragen wird ohne Handy und ohne Skript, nur mit dem Wissensspeicher-Blatt. Pläne, Rechnungen und die drei Karten darfst du zeigen.
  • Nach jedem Vortrag drei Prüffragen. Wer sie nicht beantworten kann, bekommt die Erklärung noch einmal. Das ist kein Makel, sondern der Zweck der Runde.
  • Jede Person verlässt die Runde mit vollständigen Wissensspeicher-Blättern zu allen Themen des Sprints.

Wenn du nicht weiterkommst

1 Lernpartner

Zuerst fragst du ihn.

2 Team nebenan

Ein Team mit demselben Projekt hilft, eines mit anderem Projekt erst recht.

3 Lernbegleiter

Mindestens drei Gespräche, du meldest dich selbst.

Wenn du im Team nicht weiterkommst

Bevor du den Lernbegleiter holst, gibt es zwei schnellere Wege, und beide gehören zum Projekt dazu:

  • Frag deinen Lernpartner. Die Aufgaben sagen dir, welche ihr ohnehin zu zweit bearbeitet.
  • Frag ein Team, das gerade an derselben Stelle sitzt, oder den Experten deiner Gruppe dort. Hat es ein anderes Projekt, erklärt es dir die Methode an seinem Beispiel, und du überträgst sie auf deines.

Wer gefragt wird, ist nicht der Bessere, sondern der Nächste. Wer erklärt, lernt dabei am meisten.

Deine Gespräche mit dem Lernbegleiter und der Nachweis

Im Projekt entscheidest du viel selbst. Damit bist du aber nicht allein: Dreimal im Projekt setzt du dich mit deinem Lernbegleiter zusammen und besprichst, wo du stehst. Das ist kein Verhör und keine Prüfung. Es geht um deinen Weg, nicht um deine Note.

Deine Lehrkraft spielt im Projekt auch die Leitung Vorfeldbetrieb, den Netzbetrieb, die Vorfeldkontrolle und die Meisterin der Elektrowerkstatt. Im Gespräch mit dem Lernbegleiter ist sie keine dieser Rollen: Hier geht es nicht um die Abnahme, sondern um dich.

Du meldest dich, nicht umgekehrt. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn ein Lernprodukt fertig ist, wenn dein Team zwischen zwei Wegen nicht entscheiden kann, wenn dein Plan nicht mehr zum Termin passt oder wenn du länger als eine Stunde feststeckst.

Nachweis · mindestens drei Gespräche

Nr. Datum Worum ging es? Was nehme ich mit? Abgezeichnet
1
2
3

Die Spalte „Abgezeichnet“ füllt dein Lernbegleiter aus, nicht du. Der Nachweis gehört in deine Projektakte und zählt bei der Bewertung unter „Prozess“ mit.