Die drei Karten, die dich durch das ganze Projekt begleiten, was aus jedem Teil hängen bleiben soll, und wie ihr es euch gegenseitig erklärt.
Schritt 3 von 3. Hier lernst du die Karten „Projektmanagement auf einen Blick“, „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“ und „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“ kennen, siehst, was aus jedem Teil in den Wissensspeicher gehört, wie die Expertenrunde abläuft und wann du deinen Lernbegleiter holst.
Danach: Teil 1 · Welches Vorfeldprojekt übernimmt unser Projektbüro?
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Die Karten zeigen die Methode, nicht euer Ergebnis. Rechnen, entscheiden und begründen müsst ihr am eigenen Projekt.
Karte „Projektmanagement auf einen Blick“
Die Karte fasst die Werkzeuge zusammen, mit denen ihr euer Projekt führt. Das Beispiel darauf hat mit dem Vorfeld nichts zu tun: ein Prüfplatz im Labor, der erneuert wird. Euer eigenes Projekt rechnet ihr in den Lernangeboten. Die Karte gehört zu deinem Wissensspeicher. Druck sie aus oder übertrag sie auf dein erstes Blatt.
Karte „Projektmanagement auf einen Blick“
Ziel
Was am Ende stehen muss
Projektauftrag, SMART-Ziele, Lastenheft und Pflichtenheft
Plan
Wer was wann macht
Projektstrukturplan, Netzplan, Balkenplan, Kalkulation
Steuern
Ob es noch stimmt
Statusbericht, Soll-Ist, Gegenmaßnahme, PDCA
Lastenheft und Pflichtenheft
| Lastenheft | Pflichtenheft | |
|---|---|---|
| Wer schreibt es? | der Auftraggeber | der Auftragnehmer |
| Was steht drin? | was gebraucht wird und wofür: die Anforderungen | wie und womit die Anforderungen erfüllt werden, mit Abnahmekriterium |
| Im Projekt Vorfeld | die Anforderungen L1 bis L8 der Leitung Vorfeldbetrieb | eure Antwort darauf, in Lernangebot 2 |
Ziele SMART formulieren
S
spezifisch
eindeutig, was gemeint ist
M
messbar
mit Größe, Wert und Einheit
A
attraktiv
vom Auftraggeber angenommen
R
realistisch
mit den Mitteln erreichbar
T
terminiert
mit Datum
Projektstrukturplan
Der Projektstrukturplan zerlegt das Projekt in Teilaufgaben und diese in Arbeitspakete. Gegliedert wird nach Phasen (was nacheinander geschieht) oder nach Objekten (woraus die Anlage besteht). Jedes Arbeitspaket hat ein Ziel, ein Ergebnis, eine verantwortliche Person, einen Aufwand in Stunden und seine Vorgänger. Aufwand sind Stunden Arbeit, Dauer sind Arbeitstage im Kalender: Zwei Monteure schaffen 16 Stunden Aufwand an einem Arbeitstag.
Der Vorgangsknoten
Rechnen in vier Zeilen
- Vorwärts: Der erste Vorgang beginnt bei FAZ = 0. Für jeden Vorgang gilt FEZ = FAZ + D.
- Hat ein Vorgang mehrere Vorgänger, ist sein FAZ der größte FEZ der Vorgänger.
- Rückwärts: Beim letzten Vorgang ist SEZ = FEZ. Für jeden Vorgang gilt SAZ = SEZ − D.
- Hat ein Vorgang mehrere Nachfolger, ist sein SEZ der kleinste SAZ der Nachfolger.
Gezählt wird im ganzen Kurs so: FAZ = 0 heißt „am Morgen von Arbeitstag 1“, FEZ = 3 heißt „am Abend von Arbeitstag 3“. Ein Nachfolger beginnt direkt danach, ohne Zeitabstand (Ende-Anfang-Beziehung).
Puffer und kritischer Weg
GP = SAZ − FAZ FP = kleinster FAZ der Nachfolger − FEZ
Der Gesamtpuffer sagt, um wie viele Arbeitstage sich ein Vorgang verschieben darf, ohne dass sich das Projektende verschiebt. Der freie Puffer sagt, um wie viele Arbeitstage er sich verschieben darf, ohne dass sich ein Nachfolger verschiebt. Alle Vorgänge mit GP = 0 bilden den kritischen Weg: Jeder Tag Verzug dort ist ein Tag Verzug am Ende.
Qualität sichern: der PDCA-Zyklus
Der PDCA-Zyklus ist der Kern der fortlaufenden Verbesserung im Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001, das in Teil 5 dran ist. Im Projekt läuft er im Kleinen in jedem Sprint: planen, arbeiten, im Review prüfen, im Sprint-Rückblick verbessern.
Im Tabellenbuch findest du die Begriffe über das Sachwortverzeichnis: Projektphasenplan, Projektstrukturplan, Lastenheft, Pflichtenheft, Netzplantechnik, Zeitplan-Diagramm, Qualitätsmanagement. Diese Karte brauchst du in Teil 1 für Projektauftrag und Pflichtenheft, in Teil 2 bei jedem Netzplan und Balkenplan, in Teil 3, wenn Plan und Preis zusammenkommen, in Teil 5 beim PDCA und in Teil 6 beim Soll-Ist-Vergleich.
Karte „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“
Die Karte zeigt den Ort, an dem alle drei Projekte spielen, mit den Kennzeichen, die überall im Kurs gleich sind. Ergebnisse stehen hier absichtlich nicht: Was ein Projekt kostet, wie lange es dauert und wie die Anlage ausgelegt wird, erarbeitet ihr selbst.
Karte „Vorfeld V 13 bis V 15 auf einen Blick“ · Vorfeld Ost
Projekt A · Strom und Luft für V 14
Einsatzgebiet: Flugzeugabfertigung an der Außenposition
- Frequenzumformer -TA1: 90 kVA, Ausgang 3/N AC 200/115 V 400 Hz
- Vorklimagerät -EC1: elektrisch höchstens 60 kW
- 400-Hz-Kabel 30 m, Stecker -XD1 mit Verriegelung
- Steuerung -KE1 für Freigabe, Verriegelung, Not-Halt
- ersetzt Diesel-Bodenstromaggregat und Hilfstriebwerk
- längste Lieferung 25 AT
Projekt B · Licht für V 13 bis V 15
Einsatzgebiet: Arbeitsstätte im Freien bei Nacht
- 24 LED-Fluter -EA1 bis -EA24, je 31.500 lm, 230 W
- sechs je Mast an +M1 bis +M4, Masten 25 m
- Lichtsteuerung -KE1 mit DALI, Helligkeitssensor, Belegungssignal
- Fläche 13.500 m²; Em ≥ 20 lx, U0 ≥ 0,25
- ersetzt 12 Natriumdampf-Hochdrucklampen zu 1.000 W
- längste Lieferung 20 AT
Projekt C · Laden an V 14
Einsatzgebiet: Bodenfahrzeuge: Gepäckschlepper und Pushback
- 6 AC-Ladepunkte LP1 bis LP6 zu 22 kW, 1 DC-Ladepunkt LP7 zu 50 kW
- Lastmanagement -KE1, Grenze 140 kW Netzbezug
- PV-Carport 36 kWp, Wechselrichter -TB21
- Zähler -PG1
- ersetzt Diesel bei 6 Schleppern und 1 Pushback
- längste Lieferung 18 AT; PV erst nach dem Blendgutachten
Für alle drei gilt: Netz TN-S aus der Trafostation V-Ost, Anschlusszusage des Netzbetriebs für V 14 höchstens 150 kW Dauer, Arbeiten auf den Positionen nur nachts oder bei freier Position, Projektstart 11.01.2027, Übergabe bis 19.03.2027.
Kennzeichen (Kennzeichen links neben dem Schaltzeichen; im Fließtext auch ohne Bindestrich)
| Kennzeichen | Betriebsmittel | Wo | Projekt |
|---|---|---|---|
| -Q31 | Abgang mit NH-Lasttrennschalter Größe 2 | NSHV V-Ost | A, C |
| -W31 | Zuleitung, Erdkabel NYY-J im Schutzrohr, 140 m | NSHV V-Ost bis UV-V14 | A, C |
| UV-V14 | Unterverteilung mit Hauptschalter -Q1 | hinter V 14 | A, C |
| -TA1 | Frequenzumformer 50 Hz auf 400 Hz | an V 14 | A |
| -EC1 | Vorklimagerät | an V 14 | A |
| -XD1 | 400-Hz-Stecker mit Verriegelungskontakten | am Flugzeug | A |
| BV | Beleuchtungsverteiler | Trafostation V-Ost | B |
| +M1 bis +M4 | Lichtmasten (Ortskennzeichen) | Südkante V 13 bis V 15 | B |
| -EA1 bis -EA24 | LED-Fluter | an den Masten | B |
| -BR1 | Helligkeitssensor | am Mast | B |
| LP1 bis LP6, LP7 | AC-Ladepunkte, DC-Ladepunkt | Ladeplatz | C |
| -PG1 | Zähler | UV-V14 | C |
| -TB21 | PV-Wechselrichter | Carport | C |
| -KE1 | Steuerung: Verriegelung (A), Lichtsteuerung (B), Lastmanagement (C) | je Projekt | A, B, C |
Ein Kennbuchstabe sagt, was ein Betriebsmittel tut, nicht, wie es heißt. Zwei Beispiele aus dem Projekt: TA steht für Umwandeln unter Beibehalten der Stromart (der Umformer macht aus Wechselstrom Wechselstrom anderer Frequenz), TB für Umwandeln mit Verändern der Stromart (der Wechselrichter macht aus Gleichstrom Wechselstrom). Die Kennbuchstaben stehen im Tabellenbuch auf S. 81 und S. 82 (DIN EN IEC 81346-2). So wird aus dem Vorklimagerät -EC1 (Bereitstellung von Kälteenergie) und aus jeder Steuerung -KE1 (Verarbeitung elektrischer Signale). Das Minus kennzeichnet das Produkt, das Plus den Ort (S. 83). UV-V14, BV und LP1 bis LP7 sind Namen der Anlage, keine Kennzeichen: L ist im Tabellenbuch als Kennbuchstabe nicht vergeben (Reserve).
Diese Karte brauchst du ab Teil 1, wenn ihr die drei Projekte vergleicht, und danach bei jeder Aufgabe mit Anlagendaten: für den Projektstrukturplan in Teil 2, für die Prozesskette der Freigaben in Teil 3, für den Übersichtsschaltplan in Teil 4, für den Prüfplan in Teil 5 und für die Dokumentation in Teil 6. Alle Werte deines Projekts stehen in Lektion 2 unter „Anlagendaten“.
Karte „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“
Lernfeld 12 ist prüfungsrelevant für Teil 2 der Abschlussprüfung. Das Projekt Vorfeld ist so gebaut, dass du alle vier Prüfungsbereiche an ihm übst, und Teil 6 ist zugleich die Generalprobe für das Fachgespräch.
Karte „Abschlussprüfung Teil 2 auf einen Blick“ · Elektronikerin und Elektroniker für Betriebstechnik
| Prüfungsbereich | Gewicht in Teil 2 | Form und Zeit | Hier übst du es im Kurs |
|---|---|---|---|
| Arbeitsauftrag | 50 % | betrieblicher Auftrag oder praktische Arbeitsaufgabe, siehe unten | im ganzen Projekt; Fachgespräch in Lernangebot 12 |
| Systementwurf | 20 % | schriftlich, höchstens 120 Minuten | Aufgabe 7.7: eine Änderung der Anlage in 30 Minuten entwerfen |
| Funktions- und Systemanalyse | 20 % | schriftlich, höchstens 120 Minuten | Aufgabe 10.6: ein Fehlerbild am eigenen Projekt analysieren |
| Wirtschafts- und Sozialkunde | 10 % | schriftlich, höchstens 60 Minuten | Lernangebot 5 und 6: Kalkulation, Kosten, Organisation |
Der Arbeitsauftrag in zwei Varianten (der Ausbildungsbetrieb wählt)
| Variante 1: betrieblicher Auftrag | Variante 2: praktische Arbeitsaufgabe | |
|---|---|---|
| Zeit | 18 Stunden | 14 Stunden, davon 6 Stunden Durchführung |
| Was du ablieferst | Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen | die durchgeführte Arbeitsaufgabe |
| Gespräch | Fachgespräch, höchstens 30 Minuten | begleitendes Fachgespräch, höchstens 20 Minuten |
Was im Arbeitsauftrag verlangt wird (sinngemäß)
| Anforderung | Im Kurs | |
|---|---|---|
| 1 | Aufträge analysieren, Informationen beschaffen, Schnittstellen klären, Lösungsvarianten technisch, betriebswirtschaftlich und ökologisch bewerten und auswählen | Teil 1 und Lernangebot 6 |
| 2 | Auftragsabläufe planen und abstimmen, Teilaufgaben festlegen, Planungsunterlagen erstellen | Teil 2 und Lernangebot 7 |
| 3 | Aufträge durchführen, Funktion und Sicherheit prüfen und dokumentieren, Normen und Spezifikationen beachten, Fehler systematisch suchen und beheben | Teil 5 |
| 4 | Produkte übergeben, Fachauskünfte erteilen, Abnahmeprotokolle anfertigen, Arbeitsergebnisse dokumentieren und bewerten, Leistungen abrechnen | Teil 6 und Lernangebot 5 |
Bestanden hast du, wenn du im Gesamtergebnis, im Arbeitsauftrag und im Durchschnitt der drei übrigen Bereiche von Teil 2 jeweils mindestens ausreichend erreichst.
Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen. Welche Zeiten in deiner Prüfung genau gelten, steht in der Einladung zur Prüfung. Diese Karte brauchst du in Teil 4 bei Aufgabe 7.7, in Teil 5 bei Aufgabe 10.6 und in Teil 6, wenn du dein Projekt den vier Anforderungen zuordnest und das Fachgespräch führst.
Dein Wissensspeicher-Blatt
Je Teil ein Blatt: acht feste Felder und ein Themenfeld, das zum Teil gehört. Du füllst es am Ende jedes Teils aus, in der Lektion „Das kann ich · Kompetenzmodell“.
Kursmaterial · je Teil ein Blatt
Das Wissensspeicher-Blatt als PDF. Die Felder auf zwei Seiten, zum Ausfüllen am Rechner oder zum Ausdrucken. Druck es für jeden Teil einmal aus.
Wissensspeicher-Blatt als PDF herunterladen2 Seiten · 106 KB · Felder zum Ausfüllen
Das Blatt ansehen und ausprobieren
Jeder Teil endet mit genau einem Wissensspeicher-Blatt. Es ist deine Eintrittskarte zur Expertenrunde und später deine Lernunterlage für die Abschlussprüfung Teil 2. Ein Blatt, eine Seite, handschriftlich oder digital, aber vollständig.
Acht feste Felder und ein Themenfeld, eine Seite. Hier kannst du es ausprobieren und leer ausdrucken. Ausgefüllt wird es am Ende jedes Teils, in der Lektion „Das kann ich · Kompetenzmodell“. So entsteht je Teil genau ein Blatt.
Die Expertenrunde am Ende jedes Sprints
In jedem Team übernimmt jede Person eine von vier Expertengruppen und behält sie den ganzen Kurs. Bei fünf Personen teilen sich zwei die Gruppe, die im Sprint am meisten zu tragen hat. Wer in welcher Gruppe ist, steht im Teamvertrag.
Projektmethoden
Wie entscheidet, plant und steuert man ein Projekt?
Kosten und Prozesse
Was kostet es, lohnt es sich, und wer muss wann zustimmen?
Anlagentechnik und Normen
Wie sieht die Anlage aus, und welche Regeln gelten?
Qualität und Prüfung
Woran sieht man, dass es stimmt, und wie weist man es nach?
1 Expertenphase
Experten einer Gruppe aus allen Teams · 20 min
2 Zurück ins Team
Blatt im Team fertig stellen · 15 min
3 Lehrrunden
Mischgruppen, 8 min erklären, 3 Prüffragen · je 10 min
4 Rückfragen
Offenes an die Tafel · 10 min
5 Kompetenz-Check
allein, ohne Unterlagen, ohne Note · 15 min
Ablauf, Themen und Regeln im Einzelnen
Am Ende jedes Sprints, 60 bis 90 Minuten. Ziel: Jede Person kann danach jedes Thema des Sprints erklären. Weil die Teams verschiedene Projekte haben, vergleicht ihr in der Runde vor allem, wie dieselbe Methode bei A, B und C ausgeht: Wer hat was entschieden, und weshalb?
| Phase | Was passiert | Zeit | |
|---|---|---|---|
| 1 | Expertenphase | Die Experten einer Gruppe aus allen Teams setzen sich zusammen, klären ihr Thema des Sprints und vergleichen, was ihre Teams an ihren Projekten entschieden haben. | 20 min |
| 2 | Zurück ins Team | Jede Person bringt ihr Thema ins Team. Das Team stellt sein Wissensspeicher-Blatt fertig. Jede Person muss das ganze Blatt vertreten können, denn wer vorträgt, wird ausgelost. | 15 min |
| 3 | Lehrrunden | Mischgruppen mit genau einer Person aus jedem Team, ausgelost. Reihum: 8 Minuten erklären nach dem Wissensspeicher-Raster, dann 3 Prüffragen. Die Zuhörenden führen ihren eigenen Wissensspeicher weiter. | je 10 min |
| 4 | Rückfrage-Runde | Offene Punkte sammeln. Was in der Gruppe niemand klären kann, kommt an die Tafel und wird gemeinsam geklärt. | 10 min |
| 5 | Kompetenz-Check | Kurzer Einzelnachweis über alle Themen des Sprints, ohne Unterlagen. Er zählt nicht für die Note. | 15 min |
Was die Expertengruppen in welchem Sprint tragen
| Expertengruppe | Sprint 1 (Teil 1) | Sprint 2 (Teil 2 und 3) | Sprint 3 (Teil 4) | Sprint 4 (Teil 5) | Sprint 5 (Teil 6) |
|---|---|---|---|---|---|
| Projektmethoden | Nutzwertanalyse, Gewichtung, Empfindlichkeit | Projektstrukturplan, Netzplan, kritischer Weg | Auswahlmatrix für Produkte | PDCA und Pareto | Soll-Ist-Vergleich, Lessons Learned |
| Kosten und Prozesse | Durchführbarkeit: Termin, Budget, Freigaben | Zuschlagskalkulation, Amortisation, Prozesskette | Umwelt und Recycling im Entwurf | Fehlerkosten und Zehnerregel | Nachkalkulation |
| Anlagentechnik und Normen | Die Technik der drei Projekte im Vergleich | Lange Lieferungen und Fremdgewerke | Übersichtsschaltplan, Zuleitung, Auslegung, Normenliste | Laboraufbau und Inbetriebnahme | Demonstration und Einweisung |
| Qualität und Prüfung | Ziele SMART, Lastenheft und Pflichtenheft, Risiken | Statusbericht und Kreuzreview M2 | Englisches Datenblatt, Konformität | Prüfplan und Erstprüfung | Dokumentation und Fachgespräch |
Regeln, die die Runde tragen
- Wer vorträgt, wird ausgelost. Deshalb muss jede und jeder im Team alles können, nicht nur der Schnellste.
- Vorgetragen wird ohne Handy und ohne Skript, nur mit dem Wissensspeicher-Blatt. Pläne, Rechnungen und die drei Karten darfst du zeigen.
- Nach jedem Vortrag drei Prüffragen. Wer sie nicht beantworten kann, bekommt die Erklärung noch einmal. Das ist kein Makel, sondern der Zweck der Runde.
- Jede Person verlässt die Runde mit vollständigen Wissensspeicher-Blättern zu allen Themen des Sprints.
Wenn du nicht weiterkommst
1 Lernpartner
Zuerst fragst du ihn.
2 Team nebenan
Ein Team mit demselben Projekt hilft, eines mit anderem Projekt erst recht.
3 Lernbegleiter
Mindestens drei Gespräche, du meldest dich selbst.
Wenn du im Team nicht weiterkommst
Bevor du den Lernbegleiter holst, gibt es zwei schnellere Wege, und beide gehören zum Projekt dazu:
- Frag deinen Lernpartner. Die Aufgaben sagen dir, welche ihr ohnehin zu zweit bearbeitet.
- Frag ein Team, das gerade an derselben Stelle sitzt, oder den Experten deiner Gruppe dort. Hat es ein anderes Projekt, erklärt es dir die Methode an seinem Beispiel, und du überträgst sie auf deines.
Wer gefragt wird, ist nicht der Bessere, sondern der Nächste. Wer erklärt, lernt dabei am meisten.
Deine Gespräche mit dem Lernbegleiter und der Nachweis
Im Projekt entscheidest du viel selbst. Damit bist du aber nicht allein: Dreimal im Projekt setzt du dich mit deinem Lernbegleiter zusammen und besprichst, wo du stehst. Das ist kein Verhör und keine Prüfung. Es geht um deinen Weg, nicht um deine Note.
Deine Lehrkraft spielt im Projekt auch die Leitung Vorfeldbetrieb, den Netzbetrieb, die Vorfeldkontrolle und die Meisterin der Elektrowerkstatt. Im Gespräch mit dem Lernbegleiter ist sie keine dieser Rollen: Hier geht es nicht um die Abnahme, sondern um dich.
Du meldest dich, nicht umgekehrt. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn ein Lernprodukt fertig ist, wenn dein Team zwischen zwei Wegen nicht entscheiden kann, wenn dein Plan nicht mehr zum Termin passt oder wenn du länger als eine Stunde feststeckst.
Nachweis · mindestens drei Gespräche
| Nr. | Datum | Worum ging es? | Was nehme ich mit? | Abgezeichnet |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ||||
| 2 | ||||
| 3 |
Die Spalte „Abgezeichnet“ füllt dein Lernbegleiter aus, nicht du. Der Nachweis gehört in deine Projektakte und zählt bei der Bewertung unter „Prozess“ mit.