Zwölf Sätze erklären, warum die Kurse aussehen, wie sie aussehen. Du musst sie nicht lernen, aber sie sparen dir Rückfragen.

Vor Schritt 1. Einmal lesen. Du erkennst danach im Kurs, warum etwas dort steht, wo es steht.

Danach: Die Kurse im Überblick

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Diese zwölf Sätze sind nicht aus der Literatur abgeleitet. Sie stammen aus einem Kurs, der schon lief und trotzdem nicht als Projekt funktionierte, und aus der Rückmeldung eines Fachmanns, der ihn auseinandergenommen hat. Sie sind teuer bezahlt, und du bekommst sie hier umsonst.

Woher sie kommen

1

erster Anlauf

Ein Kurs mit Projekttitel

Es gab einen Auftrag, eine Geschichte und 54 Aufgaben. Nur trug die Geschichte nicht: Die Aufgaben hätten genauso gut ohne sie funktioniert.

2

Rückmeldung

Elf Punkte von außen

Ein Kollege mit Blick für Didaktik hat den Kurs durchgesehen und elf Stellen benannt, an denen der Anspruch und das Material auseinanderliefen.

3

Umbau

Aus Aufgaben werden Lernangebote

Jede Aufgabe bekam ein Lernprodukt, jeder Teil eine Abnahme, jedes Blatt einen Auftragskopf. Aus Arbeitsblättern wurden Lernangebote.

4

heute

Zwölf Sätze als Prüfliste

Was beim Umbau gelernt wurde, steht als zwölf Sätze fest. Jeder neue Kurs wird daran gemessen, bevor er veröffentlicht wird.

Die zwölf Sätze, und was sie für dich bedeuten

Der SatzSo siehst du ihn im KursWas du davon hast
1. Der Kontext muss die Inhalte hergeben, sonst ist er Dekoration.
Jede Rechnung im Kurs hat einen Grund in der Geschichte: Die Ladezone braucht einen Querschnitt, weil sonst der Bus nicht fährt.
Du kannst die Geschichte im Unterricht ernst nehmen, ohne dass Aufgaben ins Leere laufen

2. Ein Auftragsblatt mit lückenlosen Zahlen ist die halbe Arbeit.
Jeder Teil beginnt mit einem Auftragsblatt: Auftraggeber, Werte, Randbedingungen, Meilensteine.
Du musst keine Zahlen erfinden und musst nicht mittendrin nachliefern

3. Randbedingungen müssen Entscheidungen erzwingen, nicht nur Zahlen liefern.
Der Platz reicht nicht für alles, das Budget nicht für die bequeme Lösung. Es gibt mehr als einen richtigen Weg.
Es entsteht echte Diskussion in der Klasse, statt einer Nachrechnung mit bekanntem Ergebnis

4. Kein Arbeitspaket ohne benanntes Lernprodukt.
Über jedem Lernangebot steht, was am Ende abgegeben wird: eine Tabelle, eine Skizze, ein Kurzvortrag.
Du und deine Klasse wisst vorher, was fertig sein muss

5. Aufgaben werden mit Operatoren geschrieben, eine Zeile je Operator.
Statt eines Absatzes mit drei versteckten Arbeitsaufträgen steht dort ein Doppelpunkt und darunter je Operator eine Zeile.
Du kannst einzelne Zeilen streichen oder ergänzen, ohne die Aufgabe neu zu schreiben

6. Wissenstransfer wird eingebaut, nicht gehofft.
In jedem Teil steht ein Schritt, in dem Gruppen ihr Ergebnis an die anderen weitergeben.
Am Ende weiß nicht nur die Gruppe etwas, die das Paket bearbeitet hat

7. Ein Abnahmekriterium darf nicht von der Zeit abhängen.
Es heißt „die Tabelle ist vollständig und die Werte sind begründet“, nicht „bis Freitag fertig“.
Langsame Gruppen scheitern nicht an der Uhr, und schnelle können nicht schlampen

8. Der Check-in verortet, er fragt kein Zutrauen ab.
Die Frage lautet „wo ist dir das schon begegnet“, nicht „wie gut kannst du das“.
Du bekommst brauchbare Antworten statt Selbsteinschätzungen, die vom Selbstwertgefühl abhängen

9. Es heißt Modell aus drei Gründen, und alle drei muss man bauen.
Erstens ist es ein Raster, durch das man fallen kann. Zweitens wird die Bewertung darin modelliert. Drittens stehen Zeilen für die eigene Beschreibung darin.
Deine Lernenden können eintragen, was die Vorlage nicht kennt, und du siehst, was du beim Bauen vergessen hast

10. Ein Projekt braucht einen Rhythmus, nicht nur einen Anfang und ein Ende.
Der Sprintplan im Abschnitt „Für Lehrkräfte“ teilt in Planung, Arbeit, Review, Abnahme und Nachweis.
Du weißt in jeder Woche, was ansteht, auch nach den Ferien

11. Lernraum und Bewertungsraum bleiben getrennt.
Check-in und Kompetenzmodell werden nur im Browser gespeichert. Die Bewertung läuft über beobachtbare Indikatoren, getrennt davon.
Deine Klasse kann im Kurs ehrlich sein, ohne sich um Noten zu sorgen

12. Vor den gegebenen Wert gehört die Frage, wie man an ihn käme.
Bevor eine Kennlinie im Text steht, wird gefragt, wie man sie messen würde, mit echten Alternativen.
Deine Klasse lernt, woher Zahlen kommen, nicht nur, was man mit ihnen rechnet

Erst du, dann die anderen

Welcher dieser zwölf Sätze widerspricht dem, wie an deiner Schule bisher gearbeitet wird?

So gehen andere damit um. Such dir einen Weg aus.
  • Den Kurs anpassen. Du streichst oder ersetzt, was bei euch nicht geht. Schnell gemacht, aber du verlierst unter Umständen den Teil, der die Struktur getragen hat.
  • Die eigene Praxis prüfen. Du probierst den Satz einmal aus, bevor du ihn verwirfst. Das kostet einen Durchgang, dafür weißt du danach, woran es lag.
  • Erst im Kollegium klären. Du sprichst den Punkt mit einer Kollegin durch, die dasselbe Lernfeld unterrichtet. Dauert länger, hält aber, wenn die Bewertung betroffen ist.

Alle drei Wege sind zulässig. Entscheide dich und schreib dazu, weshalb.

Wenn du es genau wissen willst: Wie jeder Kurs vor der Veröffentlichung geprüft wird, steht auf der Seite Mit KI erstellt. Für den Einsatz im Unterricht brauchst du das nicht.