Die vier Karten, die dich durch den ganzen Kurs begleiten, was aus jedem Teil hängen bleiben soll, und wie ihr es euch gegenseitig erklärt.
Schritt 3 von 3. Hier lernst du die vier Karten kennen, siehst, was aus jedem Teil in den Wissensspeicher gehört, wie die Expertenrunde abläuft und wann du deinen Lernbegleiter holst.
Danach: Teil 1 · Wer muss mit wem reden?
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Vier Karten tragen den Kurs: wer am Netz hängt, auf welcher Ebene er arbeitet, was im Telegramm steht und wie der Regler rechnet. Wer sie lesen kann, findet sich in jedem Teil zurecht.
Karte „Abschnitt 4 am Netz auf einen Blick“
Die Karte zeigt die Anlage, an der du den ganzen Kurs arbeitest, mit den Referenzkennzeichen, die überall im Kurs gleich sind. IP-Adressen und Gerätenamen stehen hier absichtlich nicht: Den Adressplan erarbeitest du in Teil 2 selbst.
Karte „Abschnitt 4 am Netz auf einen Blick“ · Gepäckkeller Terminal 3
Teilnehmer des Anlagennetzes
| Referenzkennzeichen | Gerät | Ort | Aufgabe | Aktualisierungszeit (Planungswert) |
|---|---|---|---|---|
| =A4-K1 | Anlagensteuerung (SPS) | Schaltschrank SK4 | steuert Abschnitt 4, tauscht zyklisch Daten mit den Geräten aus | gibt als Steuerung den Takt vor |
| =ST4-KE1 | SPS von Stapler 4 | Stapler 4, Ebene −2, 85 m vom Switch | steuert Stapler 4, liefert Zähler und Meldungen | 16 ms |
| =A4-P1 | Bedientafel | Tür von SK4 | Bedienen und Beobachten vor Ort | azyklisch |
| =4.3-T1 | Umrichter Steigband 4.3 | Schaltschrank SK4 | speist den Motor des Steigbands | 4 ms |
| =4.5-T1 | Umrichter Beschleunigerband 4.5 | Schaltschrank SK4 | speist den Motor des Beschleunigerbands | 4 ms |
| =A4-KE11 | dezentrale Peripherie | im Feld an den Bändern 4.0 bis 4.4, 45 m von SK4 | nimmt Sensoren und Aktoren im Feld auf | 8 ms |
| =A4-KE12 | dezentrale Peripherie | an der Zusammenführung 4/5, 38 m von KE11 | nimmt Sensoren und Aktoren an Zusammenführung, 4.6 und 4.7 auf, dazu den Laser =4.5-BG1 | 8 ms |
| =A4-KF20 | Switch, verwaltbar | Schaltschrank SK4 | verbindet die Teilnehmer | azyklisch (Verwaltung) |
| =A4-KE21 | Router mit Firewall | Schaltschrank SK4 | Übergang zum Leitstandnetz, Lichtwellenleiter 400 m zum Leitstand | azyklisch |
Weitere Betriebsmittel, die im Kurs vorkommen
| Referenzkennzeichen | Betriebsmittel | Ort | Aufgabe |
|---|---|---|---|
| =4.3-B1 | Lichtschranke | Einlauf unten am Steigband 4.3 | meldet eine Wanne am Einlauf |
| =4.3-B2 | Lichtschranke | Auslauf oben am Steigband 4.3 | meldet eine Wanne am Auslauf |
| =4.3-B3 | Drehgeber | Motorwelle Steigband 4.3 | misst die Drehzahl für die Drehzahlregelung im Umrichter |
| =4.5-BG1 | Laser-Distanzsensor | Ende von Band 4.5 | misst gegen die Förderrichtung die Lage der Wanne |
| UV-K4, SK4 | Unterverteilung, Schaltschrank | Gepäckkeller, Abschnitt 4 | Ortsangaben, keine Geräte am Netz |
- So liest du ein Referenzkennzeichen
- =4.3-T1: Das Gleichheitszeichen leitet das System ein, hier Band 4.3. Der Bindestrich leitet das Produkt ein, hier T1. So bleibt das Kennzeichen im gemeinsamen Netz eindeutig, auch wenn in zwei Anlagen je ein Gerät T1 heißt. =A4 steht für Abschnitt 4 als Ganzes, =ST4 für Stapler 4.
- Kennbuchstaben nach DIN EN IEC 81346-2 (Tabellenbuch S. 81, 82)
- K Verarbeiten von Signalen und Informationen (Steuerungen, Peripherie, Netzwerkgeräte; KE und KF sind Unterklassen davon, im Kurs KE für Steuerungen, Peripherie und Router, KF für den Switch), T Umwandeln von Energie (Umrichter), B Erfassen einer Größe und Umwandeln in ein Signal (Lichtschranke; BG für Positionssensor und Drehgeber), P Darstellen von Informationen (Bedientafel).
- Aktualisierungszeit
- So oft tauscht die Steuerung mit diesem Gerät zyklisch Daten aus. Die Werte in der Tabelle sind Planungswerte der Werkstatt. Ob sie reichen, prüfst du in Teil 1 und Teil 2.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Referenzkennzeichnung · Kennbuchstaben der Objekte · Industrial Ethernet
Diese Karte brauchst du ab Teil 1, wenn du die Automatisierung von Abschnitt 4 liest und Datenflüsse erfasst, in Teil 2 für Netzplan, Adressplan und FMEA, in Teil 3 für die Umrichter am Bus, in Teil 5 bei Inbetriebnahme und Fehlersuche und in Teil 6 bei der Ferndiagnose. Die alten Kennzeichen aus Lernfeld 7 und 8 ordnest du in Lernangebot 1 zu.
Karte „Ebenen der Automatisierung“
Eine Gepäckförderanlage ist in Ebenen gebaut: unten die Geräte, die messen und bewegen, oben die Planung. Die Karte zeigt die fünf Ebenen mit Beispielen aus dem Gepäckkeller und der Zeit, in der eine Ebene typischerweise reagieren muss.
Karte „Ebenen der Automatisierung“ · Automatisierungspyramide
| Ebene | Was dort geschieht | Beispiel im Gepäckkeller | Reaktionszeit |
|---|---|---|---|
| Unternehmensebene | planen, bestellen, abrechnen | Planung, Einkauf, Flugplan | Stunden bis Tage |
| Betriebsleitebene | Betrieb lenken, auswerten | Gepäcksteuerung, Sortierziele, Statistik | Minuten |
| Prozessleitebene | bedienen, beobachten, melden, archivieren | Leitstand: Bedienen, Beobachten, Melden | Sekunden |
| Steuerungsebene | verknüpfen, steuern, regeln | Anlagensteuerung K1, SPS KE1 von Stapler 4 | 1 bis 100 ms |
| Feldebene | messen, stellen, antreiben | Umrichter, Peripherie, Lichtschranken, Laser | unter 10 ms |
- Vertikale Kommunikation
- Daten laufen zwischen den Ebenen: Meldungen und Zählerstände nach oben, Aufträge und Sollwerte nach unten. Nach oben werden die Daten seltener und verdichteter, nach unten werden die Zeitanforderungen schärfer.
- Horizontale Kommunikation (Querkommunikation)
- Daten laufen zwischen Geräten derselben Ebene, zum Beispiel zwischen zwei Steuerungen benachbarter Abschnitte.
- SCADA
- Supervisory Control and Data Acquisition: Überwachen, Bedienen und Datenerfassung einer Anlage von einer Leitwarte aus, im Kurs der Leitstand der Gepäckförderanlage.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Automatisierungspyramide · Feldebene · SCADA
Diese Karte brauchst du in Teil 1, wenn du das Ebenenbild von Abschnitt 4 und Stapler 4 mit allen Datenflüssen zeichnest, in Teil 2, wenn du das Anlagennetz vom Leitstandnetz trennst, und in Teil 6, wenn Daten in Statistik und Wartungsplan gehen.
Karte „Steuerwort und Zustandswort lesen“
Ein Umrichter am Bus bekommt keine Drähte mehr für Freigabe und Störung. Er bekommt ein Steuerwort, und er antwortet mit einem Zustandswort. Die Karte zeigt, welches Bit was bedeutet, wie der Sollwert normiert ist und wie du ein Wort zwischen dual, sedezimal und dezimal umrechnest. Das Beispiel unten hat nichts mit Abschnitt 4 zu tun; die Werte für deine Umrichter bildest du in Teil 3 selbst.
Karte „Steuerwort und Zustandswort lesen“ · Kurs-Telegramm 1
Das Kurs-Telegramm 1 ist angelehnt an das herstellerneutrale Antriebsprofil nach DIN EN 61800-7. Je Richtung zwei Wörter zu 16 Bit: von der Steuerung an den Umrichter das Steuerwort STW1 und der Drehzahlsollwert NSOLL, vom Umrichter an die Steuerung das Zustandswort ZSW1 und der Drehzahlistwert NIST.
| Bit | STW1: Bit = 1 heißt … | ZSW1: Bit = 1 heißt … |
|---|---|---|
| 0 | EIN (0 = AUS1, Rücklauf an der Rampe) | einschaltbereit |
| 1 | kein AUS2 (0 = Austrudeln) | betriebsbereit |
| 2 | kein AUS3 (0 = Schnellhalt) | Betrieb freigegeben |
| 3 | Betrieb freigeben | Störung wirksam |
| 4 | Hochlaufgeber freigeben | kein AUS2 aktiv |
| 5 | Hochlaufgeber starten | kein AUS3 aktiv |
| 6 | Sollwert freigeben | Einschaltsperre |
| 7 | Störung quittieren (Flanke 0 → 1) | Warnung wirksam |
| 8 | (frei) | Drehzahl Soll gleich Ist |
| 9 | (frei) | Führung gefordert |
| 10 | Führung durch Steuerung | Vergleichsdrehzahl erreicht |
| 11 | (frei) | Strom- oder Momentengrenze erreicht |
Die Bits 12 bis 15 von STW1 und ZSW1 kommen im Kurs nicht vor. Bits zählst du von 0 an, rechts beginnend.
- Normierung von Soll- und Istwert
- 16#4000 = 16.384 entspricht 100 % der Bezugsdrehzahl nBezug. Die Bezugsdrehzahl ist ein Parameter im Umrichter, im Kurs-Telegramm 1 sind es 1.500 1/min. Das Wort ist eine ganze Zahl mit Vorzeichen (INT): positive Werte für die eine Drehrichtung, negative für die andere.
- Umrechnung
-
Wort = nnBezug · 16.384
- Zusatzwort Iststrom
- Wird es übertragen, entspricht 16#4000 einem Strom von 4,0 A.
- Schreibweise
- 16# vor einer Zahl heißt sedezimal (hexadezimal), 2# heißt dual. Telegrammwerte schreibst du im Kurs immer vierstellig: 16#00A5, nicht 16#A5.
So liest du ein Zustandswort, Schritt für Schritt
- Schreib das Wort vierstellig sedezimal auf, zum Beispiel 16#2A5C.
- Wandle jede Ziffer in vier Bits um: 2 = 0010, A = 1010, 5 = 0101, C = 1100.
- Nummeriere die Bits von rechts mit 0 beginnend bis 15.
- Lies in der Tabelle die Bedeutung jedes Bits, das 1 ist, und jedes Bits, dessen 0 etwas bedeutet.
- Setz die Bedeutungen zu einem Satz zusammen: Was kann der Umrichter gerade, und was fehlt ihm?
Umgekehrt baust du ein Steuerwort, indem du für jedes Bit entscheidest, ob es 1 oder 0 sein muss, die Bits zu Vierergruppen zusammenfasst und jede Gruppe als Sedezimalziffer schreibst.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Sedezimalzahlen · Dualzahlen · Frequenzumrichter
Diese Karte brauchst du in Teil 3, wenn du die Telegrammliste für die Umrichter =4.3-T1 und =4.5-T1 aufstellst, in Teil 4, wenn du mit Wörtern, Bits und Masken rechnest, und in Teil 5 beim Telegrammtest der Inbetriebnahme. Not-Halt läuft nie über dieses Telegramm: Er bleibt Hardware, das Netz meldet ihn nur.
Karte „Regelkreis und digitaler Regler“
In Lernfeld 8 hast du am Steigband die Größen im Regelkreis kennengelernt und eine Sprungantwort gemessen. Hier rechnet der Regler in der Steuerung, Takt für Takt. Die Karte hält die Größen fest, dazu die Anteile P, I und D und was ein digitaler Regler anders macht. Welcher Regler für die Lücke an der Zusammenführung passt, entscheidest du in Teil 4.
Karte „Regelkreis und digitaler Regler“
| Zeichen | Name | Was sie bedeutet | Farbe in den Zeichnungen |
|---|---|---|---|
| w | Führungsgröße | der vorgegebene Sollwert für die Regelgröße | Kursfarbe |
| x | Regelgröße | die Größe, die gemessen und auf dem Sollwert gehalten werden soll | dunkel |
| r | Rückführgröße | das Messsignal der Regelgröße, das zur Vergleichsstelle zurückläuft | dunkel |
| e | Regeldifferenz, e = w − r | der Unterschied zwischen Sollwert und zurückgeführtem Istwert; der Eingang des Reglers | Kursfarbe |
| yR | Reglerausgangsgröße | das Signal, das der Regler aus e bildet und an das Stellglied gibt | grau |
| y | Stellgröße | die Ausgangsgröße des Stellglieds, mit der es auf die Regelstrecke einwirkt | grün |
| z | Störgröße | eine Größe, die von außen auf die Regelstrecke wirkt und die niemand vorgibt | rot |
Die Anteile des Reglers
| Anteil | Kennwert | Was er tut | Was er kostet |
|---|---|---|---|
| P | Proportionalbeiwert KP | Die Stellgröße ist proportional zur Regeldifferenz: Er reagiert sofort. | Wirkt eine Störgröße dauernd, bleibt eine Regeldifferenz übrig (bleibende Regelabweichung). Großes KP macht den Kreis schneller, aber unruhiger bis zum Schwingen. |
| I | Nachstellzeit Tn | Er summiert die Regeldifferenz über die Zeit und stellt so lange nach, bis sie null ist. | Er ist langsamer als der P-Anteil und neigt zum Überschwingen, je kleiner Tn, desto stärker. Läuft die Stellgröße in die Begrenzung, summiert er weiter (Windup), wenn man ihn nicht anhält. |
| D | Vorhaltzeit Tv | Er reagiert auf die Änderungsgeschwindigkeit der Regeldifferenz und dämpft. | Er verstärkt Messrauschen und sprunghafte Messwerte. |
PI-Regler und PID-Regler kombinieren die Anteile. Im Programm der Steuerung steht dafür meist ein PID-Baustein aus der Bibliothek, bei dem du die Anteile einzeln einstellst oder abschaltest.
- Abtastzeit TA
- Ein digitaler Regler liest den Messwert nicht ständig, sondern alle TA, rechnet die Stellgröße neu und gibt sie bis zum nächsten Takt unverändert aus. Damit TA gleich bleibt, ruft die Steuerung den Regler in einem zeitgesteuerten Baustein auf (Weckalarm), nicht im freien Zyklus.
- PI-Regler je Abtastschritt
-
Ineu = Ialt + KP · TATn · e
yR = KP · e + Ineu
- Begrenzung
- Die Stellgröße wird auf den Bereich begrenzt, den die Anlage verträgt. In der Begrenzung wird der I-Anteil angehalten (Anti-Windup).
- Kennwerte einer Sprungantwort
- Überschwingen: wie weit die Regelgröße über das Ziel hinausläuft. Ausregelzeit: ab wann sie in einem Toleranzband bleibt. Bleibende Regelabweichung: was am Ende von e übrig bleibt.
- Kaskade
- Ein äußerer Regler gibt einem inneren Regler den Sollwert vor, zum Beispiel ein Regler in der Steuerung dem Drehzahlregler im Umrichter. Der innere Kreis muss deutlich schneller sein als der äußere.
Regelungstechnik im Tabellenbuch: S. 515 bis 523.
Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Regelkreis · Regler, digitaler · Abtastung · Sprungantwort
Diese Karte brauchst du in Teil 4, wenn du die Lückenregelung als Wirkungsplan zeichnest, den Reglerbaustein programmierst und an der Sprungantwort einstellst, und in Teil 5, wenn du die Messreihe der Inbetriebnahme auswertest. Die Größen kennst du aus Lernfeld 8; dort stand: Wie ein Regler eingestellt wird, lernst du in Lernfeld 11.
Dein Wissensspeicher-Blatt
Je Teil ein Blatt: acht feste Felder und ein Themenfeld, das zum Teil gehört. Du füllst es am Ende jedes Teils aus, in der Lektion „Das kann ich · Kompetenzmodell“.
Kursmaterial · je Teil ein Blatt
Das Wissensspeicher-Blatt als PDF. Die Felder auf zwei Seiten, zum Ausfüllen am Rechner oder zum Ausdrucken. Druck es für jeden Teil einmal aus.
Wissensspeicher-Blatt als PDF herunterladen2 Seiten · 108 KB · Felder zum Ausfüllen
Das Blatt ansehen und ausprobieren
Jeder Teil endet mit genau einem Wissensspeicher-Blatt. Es ist deine Eintrittskarte zur Expertenrunde und später deine Lernunterlage für die Klassenarbeit und für Teil 2 der Abschlussprüfung. Ein Blatt, eine Seite, handschriftlich oder digital, aber vollständig.
Acht feste Felder und ein Themenfeld, eine Seite. Hier kannst du es ausprobieren und leer ausdrucken. Ausgefüllt wird es am Ende jedes Teils, in der Lektion „Das kann ich · Kompetenzmodell“. So entsteht je Teil genau ein Blatt.
Die Expertenrunde am Ende jedes Sprints
In jedem Team übernimmt jede Person eine von vier Expertengruppen und behält sie den ganzen Kurs. Bei fünf Personen teilen sich zwei die Gruppe, die im Sprint am meisten zu tragen hat. Wer in welcher Gruppe ist, steht im Teamvertrag.
Netz und Kommunikation
Wer redet mit wem, über welchen Weg, wie schnell?
Antriebe am Bus
Was steht im Telegramm, und was tut der Umrichter damit?
Daten und Regelung
Wie wird aus einem Messwert eine Zahl, und aus der Zahl eine Stellgröße?
Sicherheit und Qualität
Was kann schiefgehen, wer darf was, und wie wird es besser?
1 Expertenphase
Experten einer Gruppe aus allen Teams · 20 min
2 Zurück ins Team
Blatt im Team fertig stellen · 15 min
3 Lehrrunden
Mischgruppen, 8 min erklären, 3 Prüffragen · je 10 min
4 Rückfragen
Offenes an die Tafel · 10 min
5 Kompetenz-Check
allein, ohne Unterlagen, ohne Note · 15 min
Ablauf, Themen und Regeln im Einzelnen
Am Ende jedes Sprints, 60 bis 90 Minuten. Ziel: Jede Person kann danach jedes Thema des Sprints erklären. Weil alle Teams am selben Teil arbeiten, vergleicht ihr in der Runde vor allem eure Entscheidungen: Wer hat was gewählt, und weshalb?
| Phase | Was passiert | Zeit | |
|---|---|---|---|
| 1 | Expertenphase | Die Experten einer Gruppe aus allen Teams setzen sich zusammen, klären ihr Thema des Sprints und vergleichen, was ihre Teams entschieden haben. | 20 min |
| 2 | Zurück ins Team | Jede Person bringt ihr Thema ins Team. Das Team stellt sein Wissensspeicher-Blatt fertig. Jede Person muss das ganze Blatt vertreten können, denn wer vorträgt, wird ausgelost. | 15 min |
| 3 | Lehrrunden | Mischgruppen mit genau einer Person aus jedem Team, ausgelost. Reihum: 8 Minuten erklären nach dem Wissensspeicher-Raster, dann 3 Prüffragen. Die Zuhörenden führen ihren eigenen Wissensspeicher weiter. | je 10 min |
| 4 | Rückfrage-Runde | Offene Punkte sammeln. Was in der Gruppe niemand klären kann, kommt an die Tafel und wird gemeinsam geklärt. | 10 min |
| 5 | Kompetenz-Check | Kurzer Einzelnachweis über alle Themen des Sprints, ohne Unterlagen. Er zählt nicht für die Note. | 15 min |
Was die Expertengruppen in welchem Sprint tragen
| Expertengruppe | Sprint 1 (Teil 1 und 2) | Sprint 2 (Teil 3) | Sprint 3 (Teil 4) | Sprint 4 (Teil 5 und 6) |
|---|---|---|---|---|
| Netz und Kommunikation | Ebenen, Kennwerte von Bussystemen, Adressplan, Linie oder Ring | Prozessdaten und Parameterdaten, zyklisch und azyklisch | Querkommunikation mit Abschnitt 5 und Stapler 4 | Netzwerkdiagnose, Portstatistik, Fehlereingrenzung |
| Antriebe am Bus | Umrichter als Teilnehmer, Weg je Zykluszeit | Steuerwort, Zustandswort, Normierung | Kaskade aus Regler in der Steuerung und Drehzahlregler im Umrichter | Einrichten mit verminderter Geschwindigkeit, Strom-Trend eines Antriebs |
| Daten und Regelung | Datenflussliste, Datenpunkte und ihre Zeitanforderung | Oberschwingungen, THD, Messreihe | Datentypen, Analogwert normieren, Reglereinstellung | Störstatistik, Kennzahlen, Verbesserung mit Zahlen belegen |
| Sicherheit und Qualität | FMEA, Umbaunacht, Arbeitsschutz in der Betriebspause, Konfliktgespräch | EMV-Prüfliste, Ableitstrom und Schutzleiter | Drahtbruch, Plausibilität, Regler nur mit gültigem Messwert | Betriebsarten, Not-Halt in Hardware, Fernzugriff, PDCA |
Regeln, die die Runde tragen
- Wer vorträgt, wird ausgelost. Deshalb muss jede und jeder im Team alles können, nicht nur der Schnellste.
- Vorgetragen wird ohne Handy und ohne Skript, nur mit dem Wissensspeicher-Blatt. Pläne, Listen und die vier Karten darfst du zeigen.
- Nach jedem Vortrag drei Prüffragen. Wer sie nicht beantworten kann, bekommt die Erklärung noch einmal. Das ist kein Makel, sondern der Zweck der Runde.
- Jede Person verlässt die Runde mit vollständigen Wissensspeicher-Blättern zu allen Themen des Sprints.
Wenn du nicht weiterkommst
1 Lernpartner
Zuerst fragst du ihn.
2 Team nebenan
Wer an derselben Stelle sitzt, hilft.
3 Lernbegleiter
Mindestens drei Gespräche, du meldest dich selbst.
Wenn du im Team nicht weiterkommst
Bevor du den Lernbegleiter holst, gibt es zwei schnellere Wege, und beide gehören zum Projekt dazu:
- Frag deinen Lernpartner. Die Aufgaben sagen dir, welche ihr ohnehin zu zweit bearbeitet.
- Frag das Team, das gerade an derselben Stelle sitzt, oder den Experten deiner Gruppe dort. In der Expertenrunde macht ihr das ohnehin, im Sprint dazwischen dürft ihr es auch.
Wer gefragt wird, ist nicht der Bessere, sondern der Nächste. Wer erklärt, lernt dabei am meisten.
Deine Gespräche mit dem Lernbegleiter und der Nachweis
Im Projekt entscheidest du viel selbst. Damit bist du aber nicht allein: Dreimal im Projekt setzt du dich mit deinem Lernbegleiter zusammen und besprichst, wo du stehst. Das ist kein Verhör und keine Prüfung. Es geht um deinen Weg, nicht um deine Note.
Deine Lehrkraft spielt im Projekt auch Gepäcklogistik, Leitstand und die Meisterin der Elektrowerkstatt. Im Gespräch mit dem Lernbegleiter ist sie keine dieser Rollen: Hier geht es nicht um die Abnahme, sondern um dich.
Du meldest dich, nicht umgekehrt. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn ein Lernprodukt fertig ist, wenn du zwischen zwei Wegen nicht entscheiden kannst, wenn der Busaufbau oder die Simulation etwas anderes tut, als du denkst, oder wenn du länger als eine Stunde feststeckst.
Nachweis · mindestens drei Gespräche
| Nr. | Datum | Worum ging es? | Was nehme ich mit? | Abgezeichnet |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ||||
| 2 | ||||
| 3 |
Die Spalte „Abgezeichnet“ füllt dein Lernbegleiter aus, nicht du. Der Nachweis gehört in deine Projektakte und zählt bei der Bewertung unter „Prozess“ mit.