Kursmaterial · Storycard
Die Storycard zu Teil 6. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.
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Teil 6 von 6⏱ 16h im Sprint 4
20 Wochen sind um. Jetzt wird geprüft, in Betrieb genommen und übergeben, ohne dass ein einziges Flugzeug wartet.
Schritt 1 von 3. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst deinen Weg.
Danach: Lernangebot 8 · Inbetriebnahme, Prüfung und Übergabe
Agil arbeiten · Sprint 4
Eure Storycard für Teil 6
Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.
1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive
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Das lernst du in Teil 6
Inbetriebnahme und Prüfung
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Prüfen heißt nachweisen, nicht hoffen. Besichtigen, Erproben, Messen, in dieser Reihenfolge und mit Protokoll.
Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?
Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.
Wozu der Check-in?
Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung. Es hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.
Darum geht es
Als Elektronikerin bzw. Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich die Ladezone prüfen, in Betrieb nehmen und dokumentiert übergeben, damit der Betrieb rechtssicher startet, und zwar ohne dass der Flugbetrieb dafür je stillsteht.
Eine Zahl, die niemand liefert
Bis hierher standen alle Werte im Auftragsblatt. Dieser hier nicht. Du beschaffst ihn dir selbst, und du sagst dazu, woher er kommt und welche Annahme darin steckt. Zwei Gruppen dürfen zu verschiedenen Zahlen kommen und beide recht haben. Was zählt, ist die Herleitung.
Dein Weg in 10 Schritten
Mehr zu diesem Teil
Das brauchst du dafür
- Alle Ergebnisse aus den Teilen 1 bis 5, komplette Klassenmappe Wissensspeicher
- Prüfprotokoll-Vordruck nach DIN VDE 0100-600
- Auszug DIN VDE 0105-100 und DGUV Vorschrift 3 (Prüffristen)
- Messgeräte: Installationstester, Zangenamperemeter, Drehfeldmessgerät, Ladepunkt-Prüfadapter
- Übergabeprotokoll und Einweisungsnachweis
Dein Weg, Schritt für Schritt
- Prüfen planen
Stelle den Prüfumfang nach Besichtigen, Erproben, Messen zusammen: welche Messung in welcher Reihenfolge, mit welchem Gerät, gegen welchen Grenzwert. Ergänze die besonderen Prüfungen für Ladeeinrichtungen. - Prüfen unter Betriebsbedingungen
Die Anlage kann nicht am Stück abgeschaltet werden. Plane die Erstprüfung in Abschnitten und Nachtsperrpausen: Welcher Anlagenteil wird wann freigeschaltet, was bleibt in Betrieb, wer muss informiert werden? - Erstprüfung durchführen
Führe die Messungen am Übungsaufbau bzw. Modell durch: Durchgängigkeit des Schutzleiters, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD-Auslösung, Drehfeld, Funktionsprüfung des Ladepunkts. Fülle das Prüfprotokoll vollständig aus. - Inbetriebnahme
Lege die Reihenfolge des Zuschaltens fest, auch für den Kuppelschalter. Wende die fünf Sicherheitsregeln an und dokumentiere die Freischaltung. - Lastmanagement erproben
Prüfe das Zusammenspiel mit dem Energiemanagement: Simuliere den Ausfall eines Transformators und weise nach, dass die Ladeleistung korrekt gedrosselt wird und die Gepäckförderanlage weiterläuft. - Instandhaltung planen
Erstelle einen Instandhaltungsplan für ein Jahr: Prüffristen, Prüfumfang, Zuständigkeiten. Unterscheide zustandsorientierte und vorbeugende Instandhaltung. Berücksichtige, dass Prüfungen nur in Sperrpausen möglich sind. - Dokumentation zusammenstellen
Stelle die Anlagendokumentation zusammen: Übersichtsschaltplan, Stromlaufpläne, Berechnungen, Prüfprotokoll, Datenblätter, Betriebsanleitung, Anlagenbuch, Einstellwerte der Schutzgeräte. - Entsorgung regeln
Lege die Entsorgungswege fest für Altkabel, ausgebaute Kondensatoren, Verpackung, Elektroaltgeräte und Batterien. - Einweisen und übergeben
Weise die Leitwarte und die Bodenverkehrsdienste ein: Bedienung, Grenzen, Verhalten im Störungsfall, Notabschaltung. Nimm das Übergabeprotokoll auf. - Abnahme und Retrospektive
Präsentiere das Gesamtprojekt vor dem Auftraggeber. Führe anschließend die Projektretrospektive durch.
Fertig bist du, wenn …
Die Story gilt erst als fertig, wenn der Kunde alle Punkte abnimmt:
- Der Prüfplan enthält für jede Messung Gerät, Reihenfolge und Grenzwert und berücksichtigt die Besonderheiten von Ladeeinrichtungen.
- Der abschnittsweise Prüfablauf in Sperrpausen ist geplant und die Informationskette benannt.
- Das Prüfprotokoll ist vollständig und unterschriftsreif ausgefüllt.
- Die fünf Sicherheitsregeln sind in der richtigen Reihenfolge angewendet und dokumentiert.
- Der Nachweis des Lastmanagements im Ausfallfall ist erbracht.
- Der Instandhaltungsplan nennt Fristen, Umfang und Zuständigkeit und unterscheidet die Instandhaltungsstrategien.
- Die Anlagendokumentation ist vollständig, einschließlich der Einstellwerte der Schutzgeräte.
- Für jede Abfallart ist ein Entsorgungsweg benannt.
- Übergabeprotokoll und Einweisungsnachweis liegen vor.
- Jedes Teammitglied kann jeden Teil des Projekts erklären, geprüft im Abschluss-Kompetenz-Check.
Das kommt in deinen Wissensspeicher
Ein Blatt „Prüfen, Übergeben, In Stand halten“: Ablauf Besichtigen, Erproben, Messen mit Grenzwerten, fünf Sicherheitsregeln, Prüffristen-Tabelle, Inhaltsverzeichnis der Anlagendokumentation.
Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren: eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.
Hier tappen die meisten rein
- Gemessen wird, bevor besichtigt wurde: Die Reihenfolge der Erstprüfung ist verbindlich.
- Der Isolationswiderstand wird bei angeschlossener Leistungselektronik gemessen und zerstört sie.
- Die Prüffristen werden pauschal übernommen, statt sie nach Betriebsbedingungen festzulegen. Auf dem Vorfeld sind die Bedingungen rau: Nässe, Salz, Überfahren, Vibration.
- Die Einstellwerte der Schutzgeräte fehlen in der Dokumentation. Bei der nächsten Wiederholungsprüfung weiß dann niemand, ob jemand daran gedreht hat.
- Die Übergabe erfolgt mündlich: Ohne Protokoll ist sie im Streitfall nicht belegbar.