Hier geht die Ladehalle in Betrieb. Nimm dir euer Prüfprotokoll aus Teil 5, den Verteilerplan aus Teil 4 und die Lastaufteilung aus Teil 2 dazu.

Schritt 2 von 4. Unter Leitung der Meisterin misst du nach, schaltest zu, misst die Betriebswerte, vergleichst mit der Planung, baust die Mappe und weist das Werkstattteam ein.

Danach: Rechenwege und Lösungen zu Teil 6

Karte „Vom Ring bis zur Steckdose“: Spannungsebenen, Betriebsmittel mit Kennzeichen, Netzsystem TN-S und Schutzeinrichtungen der Ladehalle auf einen Blick. Die Karte steht im Wissensspeicher, Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“. Heute bekommt sie ihre Messwerte.

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Ein Messwert ohne Messort und ohne Erwartung ist nur eine Zahl. Erst der Vergleich mit der Planung macht ihn zum Betriebswert.

Übersichtsschaltplan einpolig der fertigen Anlage: 10-kV-Ring, Transformator 1.250 kVA 10/0,4 kV Dyn5, NSHV V-Ost, Abgang -Q24 mit NH gG 125 A, Zuleitung -W1 NYY-J 5 × 50 mm² 85 m, Unterverteilung UV-LH mit Hauptschalter -Q0, Überspannungsschutz -F0 und den Abgängen -F1 bis -F19 mit den Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen -F21 bis -F24 und -F31 bis -F36. Zwei Messpunkte sind markiert, an -Q24 und an der Sammelschiene der UV-LH, die Wertefelder sind leer. Ladehalle in Betrieb · Übersichtsplan Vom 10-kV-Ring bis zu den Abgängen der UV-LH, einpolig · zwei Messpunkte für die erste Ladenacht Trafostation V-Ost 10-kV-Ring 1.250 kVA 10/0,4 kV Dyn5 NSHV V-Ost -Q24 NH gG 125 A 5 -W1 NYY-J 5 × 50 mm² 85 m, Kabelpritsche, TN-S 1 Unterverteilung UV-LH -Q0 125 A, 4-polig 5 2 -F0 Typ 2 Überspannungs- schutz I> 1 -F1 bis -F3 B10 Licht 3 × IΔ 4 -F21, -F22 30 mA Typ A I> 1 -F4 bis -F7 B16 Werkbank 1 und 2 IΔ 4 -F23 30 mA Typ A I> 3 -F8, -F9 C16 3/N/PE CEE 16 A 2 × IΔ 4 -F24 30 mA Typ A I> 3 -F10 C32 3/N/PE CEE 32 A Vordach IΔ 4 -F31 bis -F36 30 mA Typ B I> 3 -F11 bis -F16 C16 ~ = -T11 bis -T16 Ladegeräte 6 × I> 3 -F17 C16 M 3~ Hebebühne I> 3 -F18 C16 M 3~ Kompressor I> 3 -F19 C10 M 3~ Sektionaltor Messpunkt 1 · Abgang -Q24 Netzbetrieb misst in der NSHV U12 = U23 = U31 U1N = U2N = U3N Drehfeld: wie an der UV-LH Messpunkt 2 · Sammelschiene UV-LH Netzanalysator, alle sechs Ladegeräte laden U12 U23 U31 U1N U2N U3N I1 I2 I3 IN P Drehfeld Zeichen nach DIN EN 60617, einpolig. Unterrichtswerte.
Übersichtsplan der Ladehalle, einpolig, vom 10-kV-Ring bis zu den Abgängen der UV-LH, mit Messpunkt 1 am Abgang -Q24 und Messpunkt 2 an der Sammelschiene der UV-LH. Die Wertefelder trägst du in Aufgabe 11.3 ein. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Dein Weg durch Lernangebot 11
Weg durch Lernangebot 11 als Zeitleiste mit sieben Stationen: 1 Nachmessen, 2 Zuschalten, 3 Messen, 4 Vergleichen, 5 Dokumentieren, 6 Einweisen, 7 Übergeben bei Meilenstein M4. Über jeder Station steht die Aufgabennummer, darunter, worum es geht. Die Ladehalle geht in Betrieb Sieben Stationen bis zur Übergabe bei Meilenstein M4 1 Aufgabe 11.1 Nachmessen Mängel aus Teil 5 behoben? 2 Aufgabe 11.2 Zuschalten Schritt für Schritt, mit Haltepunkten 3 Aufgabe 11.3, 11.4 Messen Betriebswerte der ersten Ladenacht 4 Aufgabe 11.5 Vergleichen mit Planung aus Teil 1, 2 und 4 5 Aufgabe 11.6 Dokumentieren Übergabemappe, Prüffristenplan 6 Aufgabe 11.7 Einweisen Werkstattteam, mit Nachweis 7 Aufgabe 11.8 Übergeben Fachgespräch und Schlusspräsentation M4 vor dem Einschalten in der ersten Ladenacht und danach mit der Werkstattleitung
Der Weg durch Lernangebot 11 als Zeitleiste mit sieben Stationen: Nachmessen (Aufgabe 11.1), Zuschalten (11.2), Messen (11.3 und 11.4), Vergleichen (11.5), Dokumentieren (11.6), Einweisen (11.7) und Übergeben bei Meilenstein M4 (11.8). Darüber steht, wann was geschieht: vor dem Einschalten, in der ersten Ladenacht und danach, mit der Werkstattleitung. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst du, dann die anderen

Die Werkstattleitung fragt: „Arbeitet die Zuleitung so, wie ihr sie geplant habt?“ Den Spannungsfall unter Last hat dir noch niemand gemessen. Den Wert gibt dir keiner vor. Wie würdest du vorgehen?

So gehen andere vor. Such dir einen Weg aus.
  • An beiden Enden messen. Spannung an -Q24 und an der Sammelschiene der UV-LH zur selben Zeit messen und die Differenz bilden. Das Ergebnis ist echt, braucht aber zwei Messgeräte, den Netzbetrieb in der Trafostation und eine Absprache über die Uhrzeit.
  • Strom messen und rechnen. Ströme an der UV-LH messen und mit Länge, Querschnitt und Leitfähigkeit den Spannungsfall ausrechnen. Ein Messgerät genügt, das Ergebnis ist aber nur so gut wie die Annahmen über Leitfähigkeit und Leistungsfaktor.
  • Ohne und mit Last vergleichen. Spannung an der UV-LH einmal ohne Last und einmal in der Ladenacht messen. Einfach, aber die Netzspannung an -Q24 kann sich zwischen den beiden Messungen ändern, und dann steckt diese Änderung mit im Ergebnis.

Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg. Entscheide dich für einen und schreibe dazu, weshalb.

Am Ende hast du: die Übergabemappe der Ladehalle mit Inbetriebnahmeprotokoll und den unterschriebenen Einweisungsnachweis.

Gegebene Werte · aufklappen, wenn du rechnest

Gegebene Werte: erste Ladenacht, Nachmessung, Planung

Anlage (Lösungsstand Teil 4)
Netz TN-S 400/230 V, 50 Hz · Zuleitung -W1 NYY-J 5 × 50 mm² Cu, 85 m, Kabelpritsche · Vorsicherung -Q24 NH gG 125 A · Ib = 117,6 A bei 75,8 kW und cos φ 0,93 · Spannungsfall der Zuleitung bei Ib ≈ 1,4 % · Kundenvorgabe Δu ≤ 1,5 %
Lastaufteilung (Teil 4)
Beleuchtung -F1 an L1, -F2 an L2, -F3 an L3
Betriebszustand, erste Ladenacht, 23:30 Uhr
Ladegeräte -T11 bis -T16 laden ES 21 bis ES 26, je 9,2 kW, cos φ 0,95 · Kompressor an -F18 läuft, 4,0 kW, cos φ 0,83 · Licht -F1 und -F2 an, je 0,8 kW, cos φ 0,95 · Licht -F3 (Werkstattseite) aus · alle anderen Abgänge ohne Last
Messpunkt 1, Abgang -Q24 in der NSHV V-Ost (Netzbetrieb)
U12 = U23 = U31 = 404,0 V · U1N = U2N = U3N = 233,2 V · Rechtsdrehfeld
Messpunkt 2, Sammelschiene der UV-LH (Netzanalysator)
U12 = 399,3 V · U23 = 399,4 V · U31 = 399,4 V · U1N = 230,5 V · U2N = 230,5 V · U3N = 230,8 V · I1 = 94,4 A · I2 = 94,4 A · I3 = 90,7 A · IN = 3,7 A · P = 60,8 kW · Rechtsdrehfeld
Energiezähler des Netzanalysators, 22:00 bis 6:00 Uhr
265 kWh · die Akkus waren in dieser Nacht nicht leer; im Mittel rechnet die Planung mit 6 Volllaststunden je Nacht
Werte aus Teil 1
CO₂: Windstrom 10 g/kWh, deutscher Strommix 380 g/kWh (Unterrichtswert, Stand 2023) · Netzbezug 0,20 €/kWh
Datenblatt Ladegerät (englisch)
Rated input current 14 A · Rated input power 9.2 kW · Power factor ≥ 0.95
Prüfliste Gerätepark (Teil 5)
Fehlerquote 2026: 1 von 6 Geräten · fahrbarer Kompressor mit Schutzleiterstrom 3,2 mA knapp unter dem Grenzwert 3,5 mA

Messwerte so, wie das Messgerät sie anzeigt. Alle Werte sind Unterrichtswerte, für den Unterricht konstruiert.

Dein Lernprodukt im Einzelnen

Dein Lernprodukt

Übergabemappe und Einweisung

Darauf laufen die Aufgaben dieses Lernangebots zu. Die Aufgaben sind die Stufen dorthin, das Lernprodukt ist das Ergebnis.

Es besteht aus

  • dem Prüfprotokoll mit der Nachmessung zu beiden Befunden aus Teil 5
  • dem Inbetriebnahmeprotokoll: Reihenfolge mit Haltepunkten, Betriebswerte der ersten Ladenacht, Vergleich mit der Planung
  • der Übergabemappe mit Inhaltsverzeichnis und Prüffristenplan
  • der Zuordnung der Tätigkeiten zu Laie, elektrotechnisch unterwiesener Person und Elektrofachkraft
  • dem Einweisungsnachweis mit Unterschriften und den Notizen aus dem Fachgespräch

Zur Dokumentation

Jeder Messwert mit Messort, Messgerät, Einheit, Erwartung und Urteil. Jede Unterlage in der Mappe mit Stand und Datum, Pläne im gebauten Stand. Die Mappe liegt auf dem Werkstattrechner aus Lernfeld 4 und als Ordner in der Ladehalle.

Freigegeben und unterschrieben von der Meisterin der Elektrowerkstatt als verantwortlicher Elektrofachkraft, abgenommen von der Werkstattleitung bei Meilenstein M4. Die Werkstattleitung unterschreibt die Übergabe, wenn das Fachgespräch ihre Fragen beantwortet hat.

Aufgabe 11.1

Prüfe nach, ob die beiden Mängel aus Teil 5 behoben sind:

  • Ordne die Messungen danach, ob sie spannungsfrei vor dem Zuschalten oder unter Spannung beim Zuschalten laufen.
  • Ordne jedem Messwert seinen Grenzwert zu.
  • Beurteile jeden Messwert mit „in Ordnung“ oder „nicht in Ordnung“.
  • Begründe, weshalb gerade diese Messungen wiederholt werden.
  • Schlage der Meisterin vor, welche Stromkreise sie danach freigeben kann.
  • Nenne, wie die ausgebaute RCD und die alte Leitungseinführung entsorgt werden.

Messreihe der Nachmessung (Unterrichtswerte). -F10 und -F24 sind in Teil 5 wegen des Isolationsbefunds nicht unter Spannung gemessen worden:

Stromkreis, Messung Messwert Grenzwert Urteil
-F10, Schutzleiterwiderstand PE-Schiene bis CEE-Steckdose 0,08 Ω
-F10, Isolationswiderstand L1-PE, 500 V DC 420 MΩ
-F10, Isolationswiderstand L2-PE 380 MΩ
-F10, Isolationswiderstand L3-PE 410 MΩ
-F10, Isolationswiderstand N-PE 360 MΩ
-F10, aktive Leiter untereinander > 999 MΩ
-F10, Schleifenimpedanz L-PE an der CEE-Steckdose 0,23 Ω
-F10, Kurzschlussstrom 1.000 A
-F10, Drehfeld an der CEE-Steckdose rechts
-F24, Auslösestrom an der CEE-Steckdose 22,5 mA
-F24, Auslösezeit bei IΔn 21 ms
-F24, Berührungsspannung bei IΔn < 0,1 V
-F22 neu, Auslösestrom an der Steckdose von -F6 22,5 mA
-F22 neu, Auslösezeit bei IΔn 27 ms
-F22 neu, Berührungsspannung bei IΔn < 0,1 V
-F22 neu, Prüftaste löst aus
-F6 und -F7, Schleifenimpedanz zur Kontrolle 0,44 Ω und 0,45 Ω

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Isolationswiderstand · Schleifenimpedanz · Fehlerstrom-Schutzeinrichtung · Auslösezeit · Elektroaltgeräte

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

Aufgabe 11.2

Diese Schritte hat dein Team gesammelt, noch ungeordnet:

  • Ladegeräte einzeln zuschalten, je RCD vorher die Prüftaste
  • Spannungen und Drehfeld an der Einspeisung von -Q0 messen
  • Netzbetrieb hebt die Sicherung von -Q24 auf und schaltet in der NSHV V-Ost zu
  • Beleuchtung -F1 bis -F3 zuschalten
  • Prüfprotokoll prüfen: Erstprüfung und spannungsfreie Nachmessung in Ordnung
  • Meisterin schaltet Hauptschalter -Q0 ein, Sammelschiene messen
  • Betriebswerte der ersten Ladenacht messen und protokollieren
  • Motorabgänge -F17 bis -F19 einzeln zuschalten, Funktion prüfen
  • Schaltzeitpunkt mit Netzbetrieb und Werkstattleitung absprechen
  • Inbetriebnahmeprotokoll abschließen, Meisterin unterschreibt, Übergabe an die Werkstattleitung
  • In der UV-LH -Q0, alle LS und alle RCD ausschalten, Abdeckungen schließen
  • Steckdosenkreise einzeln zuschalten, dabei -F10, -F24 und -F22 unter Spannung nachmessen

Plane die Inbetriebnahme der UV-LH:

  • Ordne die zwölf Schritte aus der Liste in eine Reihenfolge.
  • Begründe für jeden Schritt, weshalb er an dieser Stelle steht.
  • Kennzeichne die Haltepunkte, an denen es erst weitergeht, wenn ein Wert stimmt.
  • Nenne für jeden Haltepunkt den Wert, der stimmen muss.
  • Begründe, weshalb nicht ihr, sondern der Netzbetrieb -Q24 schaltet.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Inbetriebnahme · Schaltberechtigung · Drehfeld · Hauptschalter · Sicherheitsregeln

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede Rolle bringt ihren Teil ein.

Aufgabe 11.3

Protokolliere die Betriebswerte der ersten Ladenacht:

  • Trage die Messwerte aus den gegebenen Werten mit Messort ins Inbetriebnahmeprotokoll ein.
  • Berechne den Strom eines Ladegeräts je Außenleiter an der Spannung der UV-LH.
  • Vergleiche ihn mit dem Bemessungsstrom aus dem englischen Datenblatt.
  • Berechne die Ströme des Kompressors und eines Beleuchtungskreises.
  • Erkläre mit diesen Strömen, wie die gemessenen Ströme in L1, L2 und L3 zustande kommen.
  • Vergleiche die gemessene Wirkleistung mit der Summe der eingeschalteten Verbraucher.

Inbetriebnahmeprotokoll, Teil Betriebswerte:

Größe Messort Messwert Erwartung aus Planung oder Rechnung Urteil
U12, U23, U31
U1N, U2N, U3N
I1, I2, I3
IN
Wirkleistung P
Drehfeld
Messgerät, Datum, Uhrzeit

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Dreiphasenwechselstrom · Leistungsfaktor · Netzanalysator · Messprotokoll

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

Aufgabe 11.4

Leeres Zeigerbild für die erste Ladenacht: Spannungszeiger U1N, U2N und U3N, jeweils 120° versetzt, mit Hilfskreis. Rechts ein leeres Feld für die Summe der Ströme. Stromzeiger sind nicht eingezeichnet. Zeigerbild für die erste Ladenacht Spannungen sind eingezeichnet. Trag die Ströme ein und bilde ihre Summe. U1N U2N U3N Spannungszeiger: Kreis = 230 V Stromzeiger: 100 A ≙ Kreisradius Summe der Ströme = Strom im Neutralleiter Hänge die Zeiger aneinander: I1, daran I2, daran I3. Anfang
Leeres Zeigerbild für die erste Ladenacht: Die Spannungszeiger U1N, U2N und U3N sind eingezeichnet, jeweils 120° versetzt, mit Hilfskreis für 230 V. Für die Ströme gilt: 100 A entsprechen dem Kreisradius. Rechts ist Platz für die Summe der Ströme. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erkläre den Strom im Neutralleiter mit einem Zeigerbild:

  • Bestimme den Winkel zwischen Strom und Spannung der Ladegeräte.
  • Zeichne die Stromzeiger I1, I2 und I3 in das Zeigerbild.
  • Bilde zeichnerisch die Summe der drei Ströme.
  • Vergleiche das Ergebnis mit dem gemessenen IN.
  • Begründe, weshalb der Neutralleiter trotz rund 90 A je Außenleiter nur wenige Ampere führt.
  • Berechne den Leistungsfaktor der ganzen Ladehalle aus den Messwerten.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Zeigerdiagramm · Neutralleiterstrom · unsymmetrische Belastung · Scheinleistung

Mit Lernpartner Diese Aufgabe bearbeitest du mit deinem Lernpartner. Vergleicht am Ende eure Ergebnisse.

Aufgabe 11.5

Vergleiche die erste Ladenacht mit eurer Planung:

  • Berechne den Spannungsfall auf der Zuleitung -W1 aus den Messwerten an Messpunkt 1 und 2, in Volt und in Prozent.
  • Rechne ihn auf den Bemessungsstrom Ib und den Leistungsfaktor der Planung hoch.
  • Vergleiche mit dem Spannungsfall aus Teil 4 und mit der Kundenvorgabe.
  • Berechne die Auslastung der Zuleitung bezogen auf Ib und auf In.
  • Berechne Energie, CO₂ und Kosten der ersten Ladenacht mit den Werten aus Teil 1.
  • Beurteile, ob die Messung eure Planung bestätigt.

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Spannungsfall · Bemessungsstrom · Leitungsschutz · CO₂-Emission

Allein Diese Aufgabe bearbeitest du allein.

Aufgabe 11.6

Übergabemappe der Ladehalle als Ordner mit neun leeren Registern, nummeriert von 1 bis 9, daneben je eine leere Zeile für den Inhalt. Die Übergabemappe der Ladehalle Neun leere Register als Vorschlag · Was gehört wohin? Mehr oder weniger sind erlaubt Übergabe- mappe Ladehalle UV-LH Stand M4 Inhaltsverzeichnis 1 1 2 2 3 3 4 4 5 5 6 6 7 7 8 8 9 9
Übergabemappe der Ladehalle als Ordner mit neun leeren Registern, nummeriert von 1 bis 9, daneben je eine Zeile für den Inhalt. Mehr oder weniger Register sind erlaubt. Eigene Darstellung für den Unterricht.
Leere Zeitleiste für den Prüffristenplan der Ladehalle über vier Jahre, von der Inbetriebnahme im Oktober 2026 bis Oktober 2030, in Halbjahresschritten. Vier Zeilen: Sichtprüfung vor Benutzung, Prüftaste der RCD, ortsveränderliche Geräte, ortsfeste Anlage UV-LH mit Ladegeräten. Es sind keine Termine eingetragen. Prüffristenplan der Ladehalle Vier Jahre ab Inbetriebnahme · Trag ein, wann was geprüft wird und von wem Inbetriebnahme Sichtprüfung vor Benutzung Prüftaste der RCD ortsveränderliche Geräte ortsfeste Anlage UV-LH mit Ladegeräten 10/2026 04/2027 10/2027 04/2028 10/2028 04/2029 10/2029 04/2030 10/2030 Richtwerte nach DGUV Vorschrift 3.
Leere Zeitleiste für den Prüffristenplan über vier Jahre ab der Inbetriebnahme im Oktober 2026, in Halbjahresschritten, mit vier Zeilen: Sichtprüfung vor Benutzung, Prüftaste der RCD, ortsveränderliche Geräte, ortsfeste Anlage UV-LH mit Ladegeräten. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Baue die Übergabemappe der Ladehalle auf:

  • Lege die Register der Mappe fest und gib jedem einen Namen.
  • Ordne jede Unterlage aus Teil 1 bis 6 einem Register zu.
  • Kennzeichne, welche Pläne ihr auf den gebauten Stand bringen müsst.
  • Lege die Prüffristen für die Ladehalle fest.
  • Begründe jede Frist mit eurer Gefährdungsbeurteilung und mit dem Ergebnis der Geräteprüfung aus Teil 5.
  • Zeichne den Prüffristenplan in die Zeitleiste.
Register Name Unterlagen darin Stand, Datum Wer braucht sie?
1
2
3
4
5
6
7
8
9

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: DGUV Vorschrift 3 · Prüffristen · Wiederholungsprüfung · Dokumentation

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede Rolle bringt ihren Teil ein.

Aufgabe 11.7

Ablauf einer Einweisung in vier Schritten von links nach rechts: 1 Vormachen und erklären, die Elektronikerin zeigt den Handgriff am Ladeplatz und sagt, weshalb. 2 Nachmachen, die Nutzerin macht es selbst, die Elektronikerin schaut zu und korrigiert. 3 Rückfragen, beide fragen nach, bis es sitzt. 4 Nachweis, beide unterschreiben den Einweisungsnachweis. So läuft eine Einweisung Vier Schritte je Inhalt: erst zeigen, dann selbst tun lassen, dann nachfragen, dann unterschreiben 1 Vormachen Du zeigst den Handgriff am Ladeplatz und sagst, weshalb er so geht. Es handelt: du 2 Nachmachen Die Nutzerin macht es selbst. Du schaust zu und korrigierst. Es handelt: Nutzerin 3 Rückfragen Beide fragen nach, bis es sitzt: „Was tust du, wenn …?“ Es handelt: beide 4 Nachweis Inhalt abhaken, Datum, beide unterschreiben. Ab in die Mappe. Es handelt: beide Ist die Antwort bei den Rückfragen unsicher, geht es zurück zu Schritt 1.
Ablauf einer Einweisung in vier Schritten: 1 Vormachen und erklären, weshalb; 2 Nachmachen, die Nutzerin macht es selbst; 3 Rückfragen, bis es sitzt; 4 Nachweis, Inhalt abhaken, Datum, beide unterschreiben. Ist eine Antwort bei den Rückfragen unsicher, geht es zurück zu Schritt 1. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Plane die Einweisung des Werkstattteams und führe sie durch:

  • Unterscheide Elektrofachkraft, elektrotechnisch unterwiesene Person und Laie.
  • Ordne jede Tätigkeit aus der Tabelle den Personen zu, die sie ausführen dürfen.
  • Schlage der Werkstattleitung vor, wen sie zur elektrotechnisch unterwiesenen Person bestimmen soll.
  • Lege die Inhalte der Einweisung fest.
  • Plane für jeden Inhalt Vormachen, Nachmachen und Rückfragen.
  • Führe die Einweisung unter Aufsicht der Meisterin mit einem anderen Team als Werkstattteam durch und lass den Nachweis unterschreiben.

Wer darf was an der Ladehalle?

Tätigkeit Laie, eingewiesen elektrotechnisch unterwiesene Person nur Elektrofachkraft
Ladestecker an den Schlepper stecken und Ladevorgang starten
Sichtprüfung von Ladegerät, Ladeleitung und CEE-Leitung vor Benutzung
Prüftaste der RCD betätigen und in die Liste eintragen
ausgelöste RCD oder ausgelösten LS einmal wieder einschalten
defektes Gerät sperren, kennzeichnen und melden
Abdeckung der UV-LH abnehmen
Isolationswiderstand und Schleifenimpedanz messen
ortsveränderliche Geräte prüfen und die Prüfplakette kleben
Hauptschalter -Q0 im Notfall ausschalten
Liste der Prüftasten führen und fällige Prüfungen an die Elektrowerkstatt melden

Einweisungsnachweis Ladehalle UV-LH, Teil 1, Inhalte:

Nr. Inhalt der Einweisung vorgemacht nachgemacht Rückfragen geklärt
1
2
3
4
5
6
7
8

Einweisungsnachweis, Teil 2, Teilnehmende:

Name Rolle (Laie oder elektrotechnisch unterwiesene Person) Datum Unterschrift eingewiesene Person Unterschrift einweisende Person Unterschrift Elektrofachkraft

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Elektrofachkraft · elektrotechnisch unterwiesene Person · Laie · Unterweisung · DGUV Vorschrift 1

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede Rolle bringt ihren Teil ein.

Aufgabe 11.8

Fachgespräch bei der Übergabe · Meilenstein M4

Nr. Frage der Werkstattleitung Unsere Antwort Beleg in der Übergabemappe
1 „Nachts löst die RCD von Ladeplatz 3 aus. Was macht mein Nachtdienst?“
2 „Dürfen meine Leute die Unterverteilung aufmachen?“
3 „Wann muss wer was prüfen, und woran sehe ich, dass es gemacht ist?“
4 „Können wir im Sommer noch zwei Schlepper dazustellen?“
5
6
7
8

Die ersten vier Fragen stellt die Werkstattleitung jedem Team. Weitere Fragen tragt ihr während des Gesprächs ein. Was ihr nicht sofort beantworten könnt, kommt mit Frist auf das Kanban-Board.

Übergib die Ladehalle an die Werkstattleitung:

  • Bereite zu jeder der vier Grundfragen eine Antwort mit Beleg aus der Mappe vor.
  • Führe das Fachgespräch mit der Werkstattleitung und halte ihre weiteren Fragen fest.
  • Stelle in der Schlusspräsentation dar, was ihr seit M1 und M3 geändert habt und weshalb.
  • Zeige am Ergebnisbild aus dem Projektauftrag, was erreicht ist.
  • Leite ab, was ihr im nächsten Projekt anders machen wollt.

Für die Schlusspräsentation:

Meilenstein Was wir damals festgelegt haben Was jetzt gebaut und gemessen ist Was wir geändert haben und weshalb
M1 Versorgungskonzept mit Netzsystem
M3 Verteilerplan UV-LH
Im nächsten Projekt machen wir anders

Tabellenbuch Schlag im Sachwortverzeichnis nach: Abnahme · Übergabe · Dokumentation · Fachgespräch

Im Team Diese Aufgabe bearbeitet ihr im Projektteam. Jede Rolle bringt ihren Teil ein.

Die Lage ändert sich

Die Werkstattleitung bestellt für den Sommer zwei weitere E-Schlepper mit demselben Ladegerät. Auch sie sollen nachts laden.

Überprüfe dein Lernprodukt an diesem Fall:

  • Prüfe mit euren Betriebswerten, ob Zuleitung und Vorsicherung das tragen.
  • Entscheide, was sich an Mappe, Prüffristenplan und Einweisung ändert.
  • Begründe deine Antwort an die Werkstattleitung in drei Sätzen.

Mit Lernpartner Diese Überprüfung macht ihr zu zweit. Wer beide Fälle erklären kann, hat die Sache verstanden.