Kursmaterial · Storycard
Die Storycard zu Teil 3. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.
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Teil 3 von 6⏱ 24h im Sprint 2
Zwischen Ladepunkt und Trafostation liegt alles, was im Fehlerfall funktionieren muss. Hier legst du fest, was wann abschaltet.
Schritt 1 von 3. Du liest den Auftrag, klärst die offenen Punkte mit deinem Team und planst deinen Weg.
Danach: Lernangebot 4 · Netzanschluss und Schutzdimensionierung
Agil arbeiten · Sprint 2
Eure Storycard für Teil 3
Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.
1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive
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Das lernst du in Teil 3
Anschluss und Schutzmaßnahmen
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Der Schutz greift erst, wenn der Fehlerstrom groß genug ist. Deshalb hängt die Abschaltbedingung an der Schleifenimpedanz, nicht am guten Willen.
Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?
Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.
Wozu der Check-in?
Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung. Es hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.
Darum geht es
Als Elektronikerin bzw. Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich die Ladezone normgerecht an die Trafostation V-Ost anschließen und die Schutzeinrichtungen dimensionieren, damit Menschen, Anlage und Flugbetrieb geschützt sind und der Netzbetrieb die Anlage abnimmt.
Dein Weg in 9 Schritten
Mehr zu diesem Teil
Das brauchst du dafür
- Projektauftrag, Lernangebot 4
- Auszug der Anschlussbedingungen des Netzbetriebs und VDE-AR-N 4110
- DIN VDE 0100-410 (Schutz gegen elektrischen Schlag), DIN VDE 0100-722 (Elektrofahrzeuge)
- DIN VDE 0100-443/534 (Überspannungsschutz), DIN EN 62305 (Blitzschutz)
- Auszug Mindestabstände Mittelspannungsanlage
- Herstellerunterlagen Überspannungsableiter und Ladecontroller
- Wissensspeicher-Vorlage
Dein Weg, Schritt für Schritt
- Anschlussbedingungen auswerten
Notiere alle Vorgaben, die dein Baulos betreffen: Anschlusswerte, Zähl- und Messkonzept, Vorgabe zum Leistungsfaktor, Anmeldung der Ladeeinrichtungen, Anforderungen an das Lastmanagement. - Netzanschluss zeichnen
Zeichne den Übersichtsschaltplan von der 10-kV-Übergabe über beide Transformatoren, Kuppelschalter, Messung, Kompensation bis zur Unterverteilung einer Ladeinsel. Markiere die Aufteilung PEN in PE und N. - Schutz gegen elektrischen Schlag
Weise die Abschaltbedingung im TN-System für einen Ladepunkt nach. Berechne die höchstzulässige Schleifenimpedanz und begründe die geforderte Abschaltzeit mit der Norm. - Fehlerstromschutz für Ladepunkte
Ladeeinrichtungen brauchen eine besondere Behandlung. Erkläre, welcher Fehlerstromschutz gefordert ist und warum, und was mit einem gewöhnlichen Typ A passiert, wenn glatte Gleichfehlerströme auftreten. - Überspannungsschutz planen
Das Vorfeld ist eine freie Fläche mit hohen Lichtmasten. Erstelle ein Blitzschutzzonenkonzept und ordne die Ableiter Typ 1, 2 und 3 den Einbauorten zu. Beachte Schutzpegel und Leitungslängen. - Sicherheitsabstände festlegen
Bestimme die Mindestabstände in der 10-kV-Station, wählst du die Isolatoren aus und plane Absperrung, Kennzeichnung und Zugangsregelung. - Energiemanagement entwerfen
Fällt ein Transformator aus, reicht die Leistung nicht mehr für alles. Entwerfe das Lastmanagement: Messgröße, Messort, Sollwert, Regler, Abwurfstufen mit Priorisierung. Die Gepäckförderanlage darf nicht abgeworfen werden. - Versorgungssicherheit bewerten
Führe eine Ausfallbetrachtung durch: Welche Einzelfehler legen die Ladezone still, welche die Gepäckförderanlage? Leite mindestens vier Maßnahmen ab. - Ergebnis sichern
Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vorbereiten.
Fertig bist du, wenn …
Die Story gilt erst als fertig, wenn der Kunde alle Punkte abnimmt:
- Alle für das Baulos relevanten Anschlussvorgaben sind aufgelistet.
- Der Übersichtsschaltplan zeigt beide Einspeisungen, den Kuppelschalter und die Aufteilung PEN → PE + N.
- Die Abschaltbedingung ist gerechnet, die zulässige Schleifenimpedanz beziffert und die Abschaltzeit mit Norm begründet.
- Die Anforderung an den Fehlerstromschutz von Ladepunkten ist begründet und die Wirkung glatter Gleichfehlerströme erklärt.
- Das Überspannungsschutzkonzept ordnet Typ 1, 2 und 3 je einem Einbauort zu und behandelt die Lichtmasten.
- Sicherheitsabstände und Isolatorenwahl sind mit Quelle belegt.
- Das Lastmanagement benennt Messgröße, Messort, Sollwert, Regler und mindestens drei priorisierte Abwurfstufen.
- Die Ausfallbetrachtung endet mit mindestens vier konkreten Maßnahmen.
- Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das kommt in deinen Wissensspeicher
Ein Blatt „Netzanschluss und Schutz“: Prinzipbild des Anschlusses mit beiden Einspeisungen, Rechenschema der Abschaltbedingung, Tabelle der RCD-Typen mit Anwendungsfall, Tabelle der Ableitertypen mit Einbauort.
Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren: eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.
Hier tappen die meisten rein
- Für Ladepunkte wird ein RCD Typ A vorgesehen. Ladegleichrichter können glatte Gleichfehlerströme erzeugen, die einen Typ A vormagnetisieren und blind machen.
- PEN wird nach der Aufteilung wieder zusammengeführt: im TN-S-System ein schwerer Fehler.
- Die Abschaltzeit wird geraten, statt sie nach Stromkreisart und Nennspannung aus der Norm zu begründen.
- Beim Lastmanagement wird die Gepäckförderanlage mit abgeworfen. Dann steht das Kofferband und der Flugbetrieb.
- Ableiter Typ 2 wird ohne Typ 1 an einer Anlage mit äußerem Blitzschutz eingesetzt.