Teil 6 von 6⏱ 9 h

Die Antriebe sind ausgewählt, geschützt, verdrahtet und parametriert, der Ausschleuser ist geplant. Jetzt zeigt sich, ob Abschnitt 4 hält, was eure Unterlagen versprechen: Du prüfst, nimmst in Betrieb, misst, dokumentierst und übergibst den Abschnitt so, dass die Gepäcklogistik ihn vor der Ferienspitze ohne dich betreiben kann.

Schritt 1 von 4. Du liest den Auftrag zu Teil 6, ordnest ein, wo dir Prüfen, Messen und Übergeben schon begegnet sind, und planst mit deinem Team den Weg bis Meilenstein M4.

Danach: Lernangebot 9 · Prüfen und in Betrieb nehmen

Agil arbeiten · Sprint 4

Eure Storycard für Teil 6

Druckt sie doppelseitig aus, bevor ihr loslegt. Im Planning schreibt ihr euer Sprintziel in eigenen Worten auf und ergänzt eigene Kriterien. Am Ende prüft das andere Team gegen die Akzeptanzbedingungen, danach haltet ihr eure Retrospektive.

1 Planning2 Arbeiten mit Daily3 Review4 Retrospektive

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Das lernst du in Teil 6

PrüfverfahrenInbetriebnahmeBetriebswerteDokumentationÜbergabeEinweisung

Lernangebot 9 · Prüfen und in Betrieb nehmen →Lernangebot 10 · Dokumentieren, übergeben, einweisen →

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Übergeben ist, was der andere ohne dich betreiben kann.

Check-in: Wo ist dir das schon begegnet?

Klick bei jedem Punkt an, wo er dir schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Das ist keine Bewertung.

Wozu der Check-in?

Hier stehen die Punkte, um die es in diesem Teil geht. Es geht nicht darum, was du dir zutraust, sondern darum, wo dir das schon begegnet ist: im Betrieb, privat oder in einem früheren Lernfeld. Hast du im Betrieb schon einmal bei einer Prüfung mit dem Installationstester danebengestanden oder jemandem eine Maschine erklärt, die er danach allein bedienen musste? Das zählt. Der Check-in ist keine Bewertung. Er hilft dir bei der Planung, und am Ende des Teils siehst du in deinem Kompetenzmodell, was sich verschoben hat.

Darum geht es

Als Elektronikerin oder Elektroniker für Betriebstechnik möchte ich die neuen und umgebauten Antriebe von Abschnitt 4 prüfen, in Betrieb nehmen, ihre Betriebswerte messen und alles so dokumentieren und erklären, damit die Gepäcklogistik den Abschnitt in der Spitzenstunde sicher betreibt, die Instandhaltung jede Unterlage findet und der Auftraggeber bei Meilenstein M4 die Übergabe unterschreibt.

Kennst du schon aus Lernfeld 1: Messgeräte auswählen und jeden Messwert mit Einheit festhalten. Aus Lernfeld 4 kennst du den Werkstattrechner, auf dem jetzt die Übergabemappe entsteht. Und der Wirkungsplan, der in Teil 1 als Steuerkette begonnen hat und in Teil 4 zum Regelkreis wurde, bekommt jetzt echte Messwerte.

Zeitleiste mit fünf Stationen von links nach rechts: 1 Prüfen mit dem Prüfprotokoll, 2 In Betrieb nehmen mit dem Inbetriebnahmeprotokoll und dem Wirkungsplan mit Messwerten, 3 Dokumentieren mit der Übergabemappe, 4 Einweisen mit dem Nachweis der Einweisung, 5 Übergeben bei Meilenstein M4 mit der Unterschrift des Auftraggebers. Über den ersten beiden Stationen steht Lernangebot 9, über den letzten drei Lernangebot 10.Der Weg zur ÜbergabeFünf Stationen bis Meilenstein M4, darunter das Lernprodukt1PrüfenPrüfprotokoll2In Betrieb nehmenInbetriebnahme-protokoll undWirkungsplan mitMesswerten3DokumentierenÜbergabemappe4EinweisenNachweis derEinweisung5Übergeben (M4)Unterschrift desAuftraggebersLernangebot 9Lernangebot 10Eigene Darstellung für den Unterricht.
Der Weg zur Übergabe als Zeitleiste: Prüfen, In Betrieb nehmen, Dokumentieren, Einweisen, Übergeben bei Meilenstein M4. Unter jeder Station steht das Lernprodukt, das dort entsteht. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Übersichtsplan von Abschnitt 4 im Gepäckkeller von Terminal 3 als Schema von oben. Links laufen die Check-in-Linien 1 und 2 auf das Sammelband 4.0, danach folgen die Zuführbänder 4.1 und 4.2 und das Steigband 4.3 mit 14 m und 10 Grad, alle mit Förderrichtung nach rechts. Das Kurvenband 4.4 dreht um 90 Grad nach unten, das Beschleunigerband 4.5 mündet an der Zusammenführung 4/5 in den Wannenstrom von Band 5.3 aus Abschnitt 5. Dahinter schiebt der Ausschleuser 4.7 Wannen auf die Rutsche zu Gate B, an ihrem Ende läuft das Rutschenband 4.6 vor und zurück. Rechts die Übergabe an die Sortierung, oben rechts grau die übrigen Bänder 4.8 bis 4.20, die nicht zum Auftrag gehören. Jeder Antrieb ist als Motor gezeichnet, an den Übergängen sitzen Lichtschranken. Links unten die Unterverteilung UV-K4 mit der Einspeisung TN-S 400/230 V 50 Hz. Hervorgehoben sind 4.3 mit Umrichter T1 und Drehgeber B3, 4.4, 4.6 und 4.7, dazu das Bedienpult der Gepäcklogistik neben 4.0. Von der UV-K4 laufen Abgänge zu allen Motoren.Abschnitt 4 im Gepäckkeller von Terminal 3Schema von oben · hervorgehoben: neue und umgebaute Antriebe, BedienpultCheck-in 1Check-in 24.04.14.24.34.44.55.3aus Abschnitt 514 m, 10°4.74.6Gate BRutschezu Gate Bzur SortierungZusammenführung 4/5M3~M3~M3~M3~M3~M3~M3~UV-K4UnterverteilungEinspeisungTN-S 400/230 V 50 Hz4.8 bis 4.20: übrigeBänder und WeichenUmrichter-B3-T1BedienpultGepäcklogistikSo liest du den Planneu oder umgebautBestand4.8 bis 4.20: nicht Teil des AuftragsNachbaranlagen: Check-in, Abschnitt 5Lichtschranke4.0 Sammelband4.1, 4.2 Zuführbänder4.3 Steigband4.4 Kurvenband, 90°4.5 Beschleunigerband4.6 Rutschenband4.7 AusschleuserEigene Darstellung für den Unterricht.
Übersichtsplan Abschnitt 4 im Gepäckkeller von Terminal 3 als Schema von oben: links die Unterverteilung UV-K4 mit den Abgängen zu den Antrieben, das Sammelband 4.0, die Zuführbänder 4.1 und 4.2, das Steigband 4.3 mit Umrichter -T1 und Drehgeber -B3, das Kurvenband 4.4, das Beschleunigerband 4.5 vor der Zusammenführung 4/5, der Ausschleuser 4.7 an der Rutsche zu Gate B und das Rutschenband 4.6 am Rutschenende, rechts die Übergabe an die Sortierung. Hervorgehoben sind die neuen oder umgebauten Antriebe 4.3, 4.4, 4.6 und 4.7, dazu das Bedienpult der Gepäcklogistik. Eigene Darstellung für den Unterricht.

Erst schätzen, dann arbeiten

Der Schutzleiter vom Verteiler UV-K4 bis zum Motor des Rutschenbands 4.6 ist 38 m lang und hat 1,5 mm² Kupfer. Welchen Widerstand hat er? Schätze, bevor du rechnest, und schreib deine Schätzung mit einem Satz Begründung auf. In Aufgabe 9.3 vergleichst du sie mit deiner Rechnung.

Dein Weg in 12 Schritten

1Auftrag klären
2Prüfschritte ordnen
3Sicher arbeiten
4Messen und beurteilen
5Erproben
6Inbetriebnahme planen
7Betriebswerte messen
8Mappe aufbauen
9Offene Punkte klären
10Einweisen
11Übergeben
12Ergebnis sichern

Kursmaterial · Storycard

Die Storycard zu Teil 6. Zwei Seiten: vorne Story, Akzeptanzbedingungen, Sprintziel und „Die Lage ändert sich“, hinten Anschluss, Kompetenzmodell und Retrospektive. Druck sie doppelseitig aus und leg sie neben das Tabellenbuch.

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Mehr zu diesem Teil

Dein Weg im Einzelnen
  1. Auftrag klären
    Lies diesen Auftrag und die Lernprodukt-Karten von Lernangebot 9 und 10. Verteilt die Arbeit nach euren Rollen, die Rolle Prüfen und Messen führt durch Lernangebot 9.
  2. Prüfschritte ordnen
    Ordne, was zu prüfen ist, und lege fest, was spannungsfrei und was unter Spannung geschieht.
  3. Sicher arbeiten
    Lege für jeden Abgang fest, wie du freischaltest und sicherst.
  4. Messen und beurteilen
    Beurteile Schutzleiter, Isolationswiderstand und Schleifenimpedanz, jeden Wert gegen einen Grenzwert mit Quelle.
  5. Erproben
    Prüfe Drehrichtung, Zählrichtung des Drehgebers und die Bremse am Rutschenband.
  6. Inbetriebnahme planen
    Lege die Reihenfolge fest und markiere die Stellen, an denen du anhältst.
  7. Betriebswerte messen
    Werte die Betriebswerte des Steigbands aus und trage sie in den Wirkungsplan ein.
  8. Mappe aufbauen
    Baue die Übergabemappe am Werkstattrechner auf und bringe alle Unterlagen auf den gebauten Stand.
  9. Offene Punkte klären
    Trenne Mängel von Restpunkten und vereinbare Fristen.
  10. Einweisen
    Plane die Einweisung und führe sie als Fachgespräch mit der Gepäcklogistik.
  11. Übergeben
    Halte die Schlusspräsentation mit Bezug auf M1 und M3 und lass die Übergabe unterschreiben.
  12. Ergebnis sichern
    Wissensspeicher-Blatt ausfüllen, 8-Minuten-Expertenvortrag mit drei Prüffragen vorbereiten.
Fertig bist du, wenn …

Das Arbeitspaket gilt erst als fertig, wenn der Auftraggeber alle Punkte abnimmt:

  • Das Prüfprotokoll enthält für die Antriebe 4.3, 4.4, 4.6 und die Ansteuerung des Ausschleusers 4.7 Besichtigen, Erproben und Messen, jeder Messwert mit Messgerät, Einheit, Grenzwert samt Quelle und Urteil.
  • Das Protokoll zeigt zu jeder Messung, in welchem Zustand der Abgang war und wie er gesichert war.
  • Jeder Messwert, der nicht passt, steht mit Ursache, Maßnahme und Wiederholungsmessung im Protokoll.
  • Die Reihenfolge der Inbetriebnahme ist geplant, jeder Schritt ist begründet, die Haltepunkte sind gekennzeichnet.
  • Die Betriebswerte des Steigbands 4.3 stehen im Inbetriebnahmeprotokoll: Drehzahl, Frequenz und Strom, leer und voll, gesteuert und geregelt, dazu der Versatz an der Zusammenführung gegen die Toleranz.
  • Der Wirkungsplan des Regelkreises aus Teil 4 trägt die gemessenen Werte für w, x, r, e, y und z.
  • Die Übergabemappe liegt auf dem Werkstattrechner mit Verzeichnis, einheitlichen Dateinamen und Revisionsstand, alle Pläne und die Parameterliste zeigen den gebauten Stand.
  • Die offenen Punkte sind in Mängel und Restpunkte getrennt, jeder Restpunkt hat Frist und Verantwortlichen.
  • Die Einweisung der Gepäcklogistik ist als Fachgespräch geführt, mit Nachweis und Unterschriften.
  • Die Schlusspräsentation zeigt das Ergebnis gegen das Ergebnisbild und begründet jede Änderung seit M1 und M3; die Projektleitung hat abgezeichnet, der Auftraggeber hat die Übergabe unterschrieben.
  • Das Wissensspeicher-Blatt ist vollständig; drei Prüffragen liegen vor.
Das brauchst du dafür
  • Eure Lernprodukte aus Teil 1 bis 5: Lastdatenblatt, Kennblätter und Entscheidungsmatrix (Stand M1), Stromlaufpläne und Schutzauswahl (Stand M2), Parameterliste und Wirkungsplan des Regelkreises (Stand M3), Pneumatikplan des Ausschleusers
  • Die Anlagendaten des Abschnitts 4 im Projektauftrag
  • Lernangebot 9 (Prüfen und in Betrieb nehmen) und Lernangebot 10 (Dokumentieren, übergeben, einweisen)
  • Die Karte „Größen im Regelkreis“ in der Lektion „Wissensspeicher und Expertenrunde“
  • Die Messgeräte aus Lernfeld 1: Installationstester, zweipoliger Spannungsprüfer, Drehfeldanzeiger, Zangenstrommesser, Drehzahlmesser
  • Den Werkstattrechner aus Lernfeld 4, Tabellenbuch Elektrotechnik und Taschenrechner
  • Die Wissensspeicher-Vorlage
Das kommt in deinen Wissensspeicher

Ein Blatt „Prüfen und übergeben“: die drei Prüfverfahren mit Beispielen aus Abschnitt 4, jede Messung mit Messgerät, Messspannung oder Prüfstrom und Grenzwert samt Quelle, die fünf Sicherheitsregeln, die Reihenfolge eurer Inbetriebnahme mit den Haltepunkten, der Wirkungsplan mit euren Messwerten, das Verzeichnis eurer Übergabemappe und die Frage aus der Einweisung, die euch am meisten überrascht hat.

Zusätzlich: drei Prüffragen für die Expertenrunde formulieren, eine Wissensfrage, eine Rechenfrage, eine Begründungsfrage.

Für Lehrkräfte
Für Lehrkräfte: Sprint 4 · Teil 6 mit 9 h von 16 h (Teil 5 und 6), Ende Sprint 4 ist Meilenstein M4 Übergabe · Lernziele: Prüfschritte planen, durchführen und dokumentieren; Betriebswerte messen und im Wirkungsplan deuten; Nutzer einweisen; das eigene Vorgehen seit M1 bewerten · Prüfungsbezug: LF 8 ist prüfungsrelevant für Teil 2 der Abschlussprüfung der Elektroniker für Betriebstechnik nach der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen vom 24.07.2007, geändert 2018, besonders für den Arbeitsauftrag mit auftragsbezogenem Fachgespräch (prüfen, in Betrieb nehmen, übergeben). Alle Messwerte in Lernangebot 9 sind Unterrichtswerte. Wenn du an einem Übungsstand selbst messen lässt, ersetzen die eigenen Werte die gegebenen, die Grenzwerte bleiben. Im Fachgespräch von Lernangebot 10 spielst du die Gepäcklogistik oder ein anderes Team übernimmt die Rolle. Leg vorher fest, welche Fragen du als Gepäcklogistik stellst, und stell allen Teams dieselben vier Grundfragen aus den gegebenen Werten. Offen sind der Aufbau der Übergabemappe und die Form der Einweisung: Wenn alle Teams dieselbe Mappe abgeben, ist die Offenheit unterwegs verloren gegangen. Ausblick: In Lernfeld 10 (3. Jahr) hängt die Versorgung auf dem Vorfeld an derselben Trafostation wie Abschnitt 4; dort kommen Prüfung und Inbetriebnahme im Großen und die Oberschwingungen der Umrichter wieder.