Einmal lesen, dann weißt du für jeden Schritt, was du hochladen darfst.
Lies das vor dem ersten Schritt. Dir merken, was hinein darf und was draußen bleibt.
Danach: Schritt 1
Das kannst du danach
Du entscheidest vor jedem Hochladen, Freigeben und Verbinden selbst, was Claude sehen darf, und du weißt, was Artikel 50 der KI-Verordnung von dir verlangt und was nicht.
Was hinein darf
„Hinein“ heißt hier alles, was Claude zu sehen bekommt: was du in den Chat tippst, was du in ein Projekt hochlädst, was in einem freigegebenen Ordner liegt und was Claude über einen Konnektor oder aus deinem Fach liest.
Öffentliche und interne Unterlagen ohne Personenbezug. Also Hausordnungen, Merkblätter, Kursbeschreibungen, Anleitungen, Prüfungsordnungen und Protokolle ohne Namen. Faustregel: Wenn du das Blatt jedem Kursgast in die Hand geben würdest, darf es hinein.
Für die Übungen reichen die Beispielunterlagen aus deinem Übungsordner.
Was draußen bleibt
Alles mit Personenbezug. Teilnehmerlisten, Anmeldungen, Noten, Gesundheitsangaben, Bewerbungen, Personalunterlagen, Schriftverkehr mit einzelnen Personen. Dazu gehören auch Papiere, die zunächst harmlos wirken: die Anwesenheitsliste eines Kurses, ein Protokoll mit Namen in der Teilnehmerzeile, eine Mail über einen einzelnen Fall.
Ebenso Betriebs- und Dienstgeheimnisse. Ebenso alles, was jemand anderem gehört und nicht weitergegeben werden darf, etwa fremdes Kursmaterial oder ein zugekauftes Lehrbuch.
Passwörter und Schlüssel tippst du nicht in den Chat.
Im Zweifel: draußen lassen. Für die Übungen reicht ein Dokument, bei dem die Frage gar nicht erst aufkommt.
Wo die Daten liegen
Mit einem eigenen Konto in Free, Pro oder Max hast du ein Verbraucherkonto bei Anthropic. Alles, was du Claude gibst, geht zur Verarbeitung an Anthropic. Verantwortlich für den Europäischen Wirtschaftsraum ist Anthropic Ireland, Limited. Die Daten werden auch in den USA und in anderen Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeitet, abgesichert über Standardvertragsklauseln und Angemessenheitsbeschlüsse.
Das gilt auch für alles, was Claude aus n8n, aus deinem Fach im Wissensspeicher oder über einen Konnektor liest. Auch das geht zur Verarbeitung an Anthropic.
Die n8n-Instanz des Kursbetreibers und der Wissensspeicher liegen auf einem Server in Deutschland. Betrieben wird er vom Kursbetreiber.
Sucht Claude in Schritt 7 in deinem Fach, schickt n8n deine Suchanfrage zum Umrechnen an OpenAI, mit deinem OpenAI-Zugang aus dem Baustein „Bedeutungs-Umrechner“.
Wer sie sehen kann
Anthropic verarbeitet, was du Claude gibst, nach seinen Bedingungen für Verbraucherkonten. Wie lange es dort bleibt, steht unter Training mit deinen Daten.
Dein Fach ist deins. Der Kursbetreiber betreibt n8n und den Wissensspeicher und hat damit technischen Zugriff auf n8n und auf alle Fächer. Weil der Server „Schulrecht Hessen“ als Ablauf in dieser n8n läuft, kann der Kursbetreiber auch die Anfragen an diesen Konnektor technisch sehen. Dasselbe gilt für die Anfragen an dein Fach aus Schritt 7, denn auch dieser Konnektor ist ein Ablauf in derselben n8n.
Die Daten auf dem Server des Kursbetreibers, also die Kursfächer und die Kurskonten in seiner n8n-Instanz, werden einmal im Jahr gelöscht. Sichere dir vorher, was du behalten willst. Dein Claude-Konto ist davon nicht betroffen, es gehört dir.
Training mit deinen Daten
Seit dem 28. August 2025 entscheidest du selbst, ob Anthropic deine Chats zum Training verwendet. Neue Konten wählen das bei der Anmeldung. Die Wahl gilt auch für Claude Code mit deinem Konto.
Prüfe selbst, wie die Einstellung bei dir steht: in den Einstellungen unter Datenschutz, Schalter „Help Improve our AI models“. Schaltest du das Training aus, werden neue Chats nicht mehr dafür verwendet. Was schon verwendet wurde, bleibt.
Mit Training speichert Anthropic deine Daten bis zu fünf Jahre, pseudonymisiert. Chats, die du löschst, sind nach spätestens 30 Tagen aus den Systemen entfernt.
Ordner, die du freigibst
In Schritt 3 mit Cowork und in den Schritten 5 und 6 mit Claude Code gibst du Claude einen Ordner auf deinem Rechner frei. Claude kann dort Dateien lesen, ändern und endgültig löschen. Anthropic empfiehlt dafür einen eigenen Arbeitsordner und Sicherungskopien.
Gib deshalb nur deinen Übungsordner frei. Nie den Ordner mit deinen Dokumenten, nie den ganzen Schreibtisch. Stell im Tab „Code“ den Modus Manuell ein. Dann fragt Claude laut Beschreibung immer, bevor es Änderungen vornimmt, und du entscheidest selbst, ob es weitermachen darf. Wähle nie Berechtigungen umgehen: In diesem Modus fragt Claude nicht.
Der API-Schlüssel für n8n aus Schritt 6 hat alle Rechte deines n8n-Kontos. Er gehört in die Datei mit deinen Zugangsdaten in deinem Übungsordner (siehe Schritt 6), direkt hinter „N8N_API_KEY=“ und ohne Leerzeichen, nie in den Chat und nie auf ein Bildschirmfoto. Gib den Übungsordner nicht weiter, solange der Schlüssel darin steht, und lösche den Schlüssel nach dem Kurs in n8n. Steht dein Schlüssel schon darin, nimm die Datei mit den Zugangsdaten aus dem Übungsordner, bevor du ihn in Schritt 3 oder 5 an Claude gibst.
Was ein Konnektor sieht
Ein Konnektor verbindet Claude mit einem Server, in Schritt 4 mit dem Server „Schulrecht Hessen“, in Schritt 7 mit deinem Fach. Angesprochen wird er aus der Cloud von Anthropic, nicht von deinem Rechner. Was Claude über den Konnektor nachschlägt, geht wie alles andere zur Verarbeitung an Anthropic.
Wenn Claude einen Konnektor benutzt, schickt es dem Server nicht die ganze Unterhaltung, sondern den Namen des Werkzeugs und die Angaben, die Claude dafür formuliert, zum Beispiel einen Suchbegriff. Diese Angaben können Teile deiner Frage enthalten, und der Server verarbeitet sie nach den Regeln seines Betreibers. Deshalb gilt auch hier: nichts mit Personenbezug.
Der Server „Schulrecht Hessen“ ist ein Ablauf in derselben n8n-Instanz und wird vom Kursbetreiber betrieben. Als Betreiber kann er die Anfragen an diesen Server technisch sehen. Dass auf den Bildern „HKM“ im Namen steht, heißt nicht, dass das Kultusministerium den Server anbietet.
Dein Fach hängt in Schritt 7 ohne Anmeldung am Konnektor. Der Dialog warnt dazu: „Ohne Anmeldung kann jeder mit der Server-URL diesen Connector verwenden.“ Behandle die Adresse deshalb wie einen Schlüssel.
Du schaltest Konnektoren je Chat ein und aus: im Eingabefeld +, dann Konnektoren. Verbinde nur Konnektoren von Leuten, denen du vertraust. Darauf weist auch der Dialog beim Hinzufügen hin.
Hinweis nach Artikel 50 der KI-Verordnung
Die Transparenzregeln aus Artikel 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026.
Was hier antwortet, ist ein KI-System und kein Mensch. Unter dem Eingabefeld steht es auch: „Claude ist eine KI und kann Fehler machen. Bitte überprüfe Antworten sorgfältig.“
Antworten können falsch sein, auch wenn sie sicher klingen. Prüfe jede Auskunft nach, bevor du sie weitergibst. Besonders Zahlen, Fristen, Regeln und Paragrafen.
Veröffentlichst du mit Claude einen Text, der die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren soll, musst du nach Artikel 50 Absatz 4 angeben, dass er von einer KI stammt. Die Pflicht entfällt nur, wenn ein Mensch den Text geprüft oder redaktionell bearbeitet hat und zugleich eine Person die redaktionelle Verantwortung für die Veröffentlichung trägt. Für andere Texte, etwa eine Mail an deinen Kurs, ist das keine Pflicht nach Artikel 50, aber eine gute Regel: Sag dazu, wenn eine KI mitgeschrieben hat.
Verantwortung
Wer etwas hochlädt, freigibt oder verbindet, entscheidet selbst, ob er das darf.