Bevor die erste Unterlage in deinen Agenten geht: was hinein darf, wo es landet, was du anderen sagen musst.
Die Spielregeln. einmal lesen, bevor du in Schritt 5 die erste Unterlage hochlädst.
Danach: Schritt 1
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Wenn du das Blatt jedem Gast deiner Einrichtung in die Hand geben würdest, darf es in den Agenten. Sonst nicht.
Das kannst du danach
Du entscheidest vor jedem Hochladen selbst, ob eine Unterlage in deinen Agenten darf, und du weißt, was du den Menschen sagen musst, die mit ihm sprechen.
Was hochgeladen werden darf
Öffentliche und interne Unterlagen ohne Personenbezug: Hausordnungen, Merkblätter, Kursbeschreibungen, Anleitungen, Prüfungsordnungen, Protokolle ohne Namen.
Was draußen bleibt
Alles mit Personenbezug: Teilnehmerlisten, Anmeldungen, Noten, Gesundheitsangaben, Bewerbungen, Personalunterlagen, Schriftverkehr mit einzelnen Personen. Dazu gehören auch Papiere, die harmlos wirken: die Anwesenheitsliste eines Kurses, ein Protokoll mit Namen in der Teilnehmerzeile, eine Mail über einen einzelnen Fall.
Ebenso Betriebs- und Dienstgeheimnisse, und alles, was jemand anderem gehört und nicht weitergegeben werden darf, etwa fremdes Kursmaterial oder ein zugekauftes Lehrbuch.
Im Zweifel: nicht hochladen. Für die Übungen reicht die Beispielunterlage aus dem Kursmaterial.
Wo die Daten liegen
Deine Daten liegen an zwei Stellen, und beide hast du selbst gewählt:
- In deinem n8n. Dort liegen deine Workflows, deine Zugänge und in den Schritten 6 und 7 der Wissensspeicher. In der Cloud betreibt n8n den Server, bei einer eigenen Instanz du selbst oder deine Einrichtung.
- Beim Sprachmodell-Anbieter. Damit er Fragen verstehen und Antworten formulieren kann, schickt n8n ihm Textteile, auch Auszüge aus deiner Unterlage. Er verarbeitet sie auf seinen eigenen Servern.
Was die beiden Anbieter mit den Daten tun dürfen, regeln ihre Datenschutzhinweise und Nutzungsbedingungen. Lies sie, bevor du etwas anderes als die Beispielunterlage hochlädst. Arbeitest du für eine Einrichtung, frag dort nach, ob es Vorgaben gibt.
Der Wissensspeicher in diesem Kurs ist flüchtig
Die Schritte 6 und 7 nutzen den eingebauten Speicher von n8n. Er braucht keinen weiteren Zugang, hält die Daten aber nur im Arbeitsspeicher: Startet n8n neu, ist alles weg. In der Cloud wird er nach sieben Tagen ohne Nutzung geleert. Außerdem kann jede Person mit Zugang zu derselben n8n-Instanz ihn lesen. Für den Kurs ist das richtig, für den Betrieb nicht. Wie es dauerhaft geht, steht am Ende unter „Wie es weitergeht“.
Hinweis nach Artikel 50 der KI-Verordnung
Wer mit deinem Agenten spricht, muss wissen, dass ein KI-System antwortet und kein Mensch. Schreib das dazu, sobald jemand anderes als du ihn benutzt.
Antworten können falsch sein, auch wenn sie sicher klingen. Prüfe jede Auskunft, bevor du sie weitergibst, besonders Zahlen, Fristen und Regeln. Erzeugst du mit deinem Agenten Texte für andere, sag dazu, dass sie von einer KI stammen.
Verantwortung
Wer etwas hochlädt, entscheidet selbst, ob er es hochladen darf.
Prüfe dich selbst
Erst selbst antworten, im Kopf oder auf einem Zettel, dann aufklappen. Das zählt für nichts und sieht niemand.
Drei Fälle zum Entscheiden
1. Das Protokoll der letzten Fachkonferenz, in der Kopfzeile stehen die Namen der Anwesenden. Darf es hoch?
So nicht. Die Namen sind Personenbezug. Entferne die Kopfzeile, dann entscheide über den Rest.
2. Die Hausordnung deiner Einrichtung, sie hängt im Eingang aus. Darf sie hoch?
Ja. Sie ist öffentlich und nennt keine Personen.
3. Ein Kapitel aus einem gekauften Lehrbuch, weil es die Frage so gut erklärt. Darf es hoch?
Nein. Es gehört dem Verlag, du darfst es nicht weitergeben, und beim Anbieter landet es als Auszug.