Kursmaterial · für deine Mappe
Die Vorlage für Wissensspeicher und Kompetenz-Check. Ein Blatt je Teil, dazu Raster und Bogen für das Kreuzreview.
Vorlage als PDF herunterladen2 Seiten · 51 KB · Felder zum Ausfüllen
Was aus jedem Teil hängen bleiben soll, und wie ihr es euch gegenseitig erklärt.
Schritt 3 von 3. Hier siehst du, wie dein Wissensspeicher-Blatt aufgebaut ist und wie das andere Team eure Ergebnisse prüft.
Danach: Teil 1 · Der Eingang lügt
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Der eigene Fehler ist die stabilste Erinnerung, die es gibt. Deshalb ist das letzte Feld deines Blatts nicht freiwillig.
Am Ende jedes Teils entsteht genau ein Wissensspeicher-Blatt. Die fünf Blätter zusammen sind deine Lernunterlage für die Klassenarbeit und für die Technikerprüfung. Sie werden nicht abgeheftet und vergessen, sie werden benutzt.
So sieht dein Wissensspeicher-Blatt aus
Sechs Felder, eine Seite. Hier kannst du es ausprobieren und leer ausdrucken. Ausgefüllt wird es am Ende jedes Teils, in der Lektion „Dein Kompetenzmodell“. So entsteht je Teil genau ein Blatt.
Warum das letzte Feld nicht freiwillig ist
Wer aufschreibt, dass er den Teiler unbelastet gerechnet und dann belastet gemessen hat, macht diesen Fehler nicht wieder. Wer „alles verstanden“ schreibt, macht ihn in der Prüfung.
Zum Nachschlagen
Die fünf Blätter
| Blatt | Titel | Kernstücke |
|---|---|---|
| 1 | Spannungsteiler und Quellwiderstand | Teilerformeln belastet und unbelastet · Ersatzspannungsquelle · Messbereichsanpassung · E-Reihen · Zusammenhang zwischen Quellwiderstand und Messfehler am Umsetzer |
| 2 | Brückenschaltung und Sensorik | Abgleichbedingung · Brückenspannung für alle drei Brückenarten · Dreileiterschaltung mit Stromweg · NTC-Kennlinie · Vergleich der Brückenarten |
| 3 | Operationsverstärker im Messkreis | Fünf Grundschaltungen mit Verstärkungsformeln · Gleichtaktunterdrückung · Offsetfehler · Abtasttheorem · warum ein Sensor einen hochohmigen Eingang braucht |
| 4 | Transistor als Schalter | Bipolar- und MOSFET-Stufe · Basiswiderstand · RDS(on) und Verlustleistung · Wärmemodell · Freilaufdiode · Entscheidungstabelle |
| 5 | Stromversorgung und Störfestigkeit | Drei Gleichrichterarten mit Kurvenformen · Ladekondensator · Längs- gegen Schaltregler · Wirkungsgrad · Z-Diode als Referenz · Frequenzumrichter als Stromrichter · vier Kopplungsarten mit je einer Gegenmaßnahme |
Die Abnahme durch das andere Team
Vor jeder Abnahme durch den Auftraggeber prüft ein anderes Team eure Ergebnisse. Wer prüft, muss verstanden haben. Deshalb ist diese Abnahme keine Formalie, sondern der zweite Lernweg. Der Bogen dafür steht am Ende jedes Teils, direkt vor dem Kompetenzmodell.
| Zeit | Was passiert |
|---|---|
| 5 min | Das prüfende Team liest die Abnahmepunkte des Teils und die Projektakte des geprüften Teams. |
| 15 min | Prüfgespräch: zu jedem Abnahmepunkt eine Frage. Nicht „habt ihr das?“, sondern „zeigt mir den Rechenweg“. |
| 10 min | Nachrechnen: das prüfende Team rechnet mindestens zwei Ergebnisse selbst nach. |
| 10 min | Rückmeldung: Was ist belastbar, was fehlt, was ist nicht nachvollziehbar? Schriftlich auf dem Bogen. |
| 5 min | Das geprüfte Team entscheidet, was es vor der Abnahme noch ändert. |
Der Kompetenz-Check
Nach jedem Sprint, 20 Minuten, allein und ohne Unterlagen. Immer derselbe Aufbau, damit niemand die Form lernen muss.
| Teil | Was verlangt wird | Zeit |
|---|---|---|
| A | Fachbegriffe: fünf Begriffe des Teils in je einem Satz erklären | 5 min |
| B | Schaltbild: eine Schaltung des Teils aus dem Kopf zeichnen und beschriften | 5 min |
| C | Rechnung: eine Dimensionierungsaufgabe mit veränderten Zahlenwerten | 7 min |
| D | Begründung: eine Entscheidung des Teils begründen oder einen Fehler finden | 3 min |
Der Rechenteil verwendet nie die Zahlen aus dem Sprint. Wer den Rechenweg verstanden hat, kommt mit jeder Zahl zurecht. Wer das Ergebnis auswendig gelernt hat, merkt es hier.
Deine Gespräche mit dem Lernbegleiter
Im Projekt entscheidest du viel selbst. Damit bist du aber nicht allein: Dreimal im Projekt setzt du
dich mit deinem Lernbegleiter zusammen und besprichst, wo du stehst. Das ist kein Verhör und keine
Prüfung. Es geht um deinen Weg, nicht um deine Note.
Du meldest dich, nicht umgekehrt. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn ein Lernprodukt fertig
ist, wenn du zwischen zwei Wegen nicht entscheiden kannst, oder wenn du länger als eine Stunde
feststeckst. Wer aus dem Betrieb einen anderen Weg kennt als den im Kurs, bringt ihn hier ein.
Nachweis · mindestens drei Gespräche
| Nr. | Datum | Worum ging es? | Was nehme ich mit? | Abgezeichnet |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ||||
| 2 | ||||
| 3 |
Die Spalte „Abgezeichnet“ füllt dein Lernbegleiter aus, nicht du.
Der Nachweis gehört in deine Projektakte und zählt bei der Bewertung unter „Prozess“ mit.
Wenn du im Team nicht weiterkommst
Bevor du den Lernbegleiter holst, gibt es zwei schnellere Wege, und beide gehören zum Projekt dazu:
- Frag deinen Lernpartner. Die Aufgaben sagen dir, welche ihr ohnehin zu zweit bearbeitet.
- Frag das Team, das gerade an derselben Stelle sitzt. In der Expertenrunde macht ihr das ohnehin,
im Sprint dazwischen dürft ihr es auch.
In einer Technikerklasse sitzt fast immer jemand, der genau das schon einmal gebaut hat.
Wer gefragt wird, ist nicht der Bessere, sondern der Nächste. Wer erklärt, lernt dabei am meisten:
Deshalb steht „einer Mitlernenden ohne Unterlagen beibringen“ als oberste Ebene in deinem
Kompetenzmodell.