AbschlussEntwicklermessealle Teams

Vier Folgeaufträge, vier Stände. Jedes Team stellt aus, was es gebaut und gemessen hat, und alle anderen kommen als Fachbesucher, mit Auftrag.

Schritt 3 von 3. Du baust mit deinem Team den Messestand auf, trägst vor, wenn das Los auf dich fällt, und prüfst als Besucher die anderen Stände.

Danach: Ende des Projekts

Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Auf der Messe zählt nicht, was ihr gebaut habt, sondern ob jede Person im Team es erklären kann. Wer vorträgt, entscheidet das Los.

Darum geht es

In der Pflichtphase haben alle dasselbe gebaut, jeder konnte jeden fragen. In der Wahlphase kennt nur dein Team euren Auftrag im Detail. Die Messe ist der Ort, an dem dieses Wissen die Runde macht: Ihr erklärt euren Auftrag so, dass Fachleute ohne Vorwissen folgen können, und ihr lernt an den anderen Ständen drei Aufträge kennen, die ihr nicht selbst bearbeitet habt.

Zum Nachschlagen

Euer Stand
  • Die funktionsfähige Baugruppe, eingeschaltet und vorführbar. Bei Wahlstory D: der Messaufbau mit mindestens einem Kandidaten.
  • Der Schaltplan, lesbar aus einem Meter Abstand, bei Wahlstory B mit eingezeichneter Trennstelle.
  • Die Messprotokolle, vollständig, zum Nachblättern.
  • Ein Plakat mit den drei wichtigsten Ergebnissen, jedes mit Zahlenwert und Einheit. Nicht die schönsten Ergebnisse, sondern die, auf denen eure Empfehlung ruht.
Der Kurzvortrag: acht Minuten

Acht Minuten sind kurz. Ein bewährter Aufbau, den ihr anpassen könnt:

  1. Der Auftrag: Was wollte der Kunde, und was stand im Lastenheft?
  2. Die Lösung: Welche Schaltung oder welcher Controller, und warum diese und nicht die Alternative?
  3. Die Messung: Die drei Ergebnisse vom Plakat, jedes mit der Bedingung, unter der es gemessen wurde, und mit dem Vergleich zur Rechnung.
  4. Die Abweichung: Wo lag die Messung neben der Rechnung, und warum?
  5. Die Empfehlung: Was sollte der Kunde tun, und was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?
Die drei Prüffragen

Nach dem Vortrag stellt euer Team den Besuchern drei vorbereitete Prüffragen. Sie stehen schon auf eurem Wissensspeicher-Blatt:

  • Eine Wissensfrage: ein Begriff oder ein Zusammenhang aus eurer Story, der nach dem Vortrag beantwortbar sein muss.
  • Eine Rechenfrage: eine kleine Dimensionierung aus eurer Story, mit anderen Zahlen als euren eigenen. Wer den Vortrag verstanden hat, rechnet sie in zwei Minuten.
  • Eine Begründungsfrage: eine Entscheidung aus eurer Story, die die Besucher begründen oder bewerten sollen.

Gute Prüffragen fragen nach dem, was ihr selbst gelernt habt, nicht nach Nebensächlichkeiten. Die Lösung eurer Rechenfrage mit vollständigem Rechenweg habt ihr am Stand dabei.

Das Los entscheidet, wer vorträgt

Wer vorträgt, wird unmittelbar vor dem Vortrag ausgelost. Jede Person im Team muss den ganzen Vortrag halten und jede Rückfrage beantworten können, auch zu Teilen, die jemand anderes gebaut hat. Plant das in Sprint 7 ein: Jede Person hält den Vortrag mindestens einmal zur Probe vor dem eigenen Team.

So läuft die Messe ab
  1. Aufbau. Jedes Team baut seinen Stand auf und prüft, ob die Baugruppe läuft.
  2. Runden. Die Besucher gehen in Gruppen von Stand zu Stand. Die Rundenzeit legt der Auftraggeber fest.
  3. Am Stand. Das Los bestimmt, wer vorträgt. Acht Minuten Vortrag, danach die drei Prüffragen an die Besucher, danach Rückfragen.
  4. Messebogen. Jeder Besucher füllt für jeden besuchten Stand einen Messebogen aus, noch am Stand oder direkt danach.
  5. Abschluss. Die Teams erhalten die Rückmeldungen aus den Messebögen zu ihrem Stand.
Dein Messebogen

Der Messebogen ist deine Einzelabgabe und Teil des Kompetenz-Checks der Wahlphase. Ein Bogen je besuchtem Stand. So gehst du vor: Trag oben bei „Thema“ die Wahlstory des Stands ein und bei „Team“ deinen eigenen Namen. Fülle den Bogen aus, speichere ihn als PDF oder drucke ihn, und leere ihn danach für den nächsten Stand. Was du nicht gespeichert hast, ist beim Leeren weg.

Hier tappen die meisten rein
  • Der Vortrag wird unter den Teammitgliedern aufgeteilt, jeder lernt nur seinen Teil. Das Los zieht dann genau die Person, die den Messteil nie erklärt hat.
  • Das Plakat zeigt Fotos und Schlagworte, aber keine Zahlen. Ein Ergebnis ohne Zahlenwert und Einheit ist auf einer Entwicklermesse kein Ergebnis.
  • Die Rechenfrage verwendet die Zahlen aus dem eigenen Sprint. Dann prüft sie Erinnerung, nicht Verständnis.
  • Der Messebogen wird aus dem Gedächtnis am Ende des Tages ausgefüllt. Die Messwerte sind dann weg oder vertauscht.
Für Lehrkräfte: Messebögen: Einzelabgabe Ende Sprint 7, ein Bogen je besuchtem Stand. Wie Abgaben, Punkte und Messebögen in die Bewertung eingehen, steht im Lehrkräftebereich in der Lektion „5 · Leistungsbewertung: Kategorien und Indikatoren“. Die Rundenzeit richtet sich nach der Zahl der Stände; mit acht Minuten Vortrag, Prüffragen und Rückfragen sind etwa 20 Minuten je Stand realistisch. Das Los erst unmittelbar vor dem Vortrag ziehen.